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    45 R.P. M.

    - von Wolfgang Doebeling

    Ab Doppel-Single im luxuriösen Foldout-Cover bieten TRAVIS gleich vier exdusive Kleinode: „More Than Us“ (Indepediente), seelenvoller noch als auf LP und geadelt mit einem wunderschönen String-Arrangement von Anne Dudley; ein leidenschaftlich gesungenes Cover von John Lennons „Give Me Some Truth“; eine lärmende, aber laszive Live-Version von „All I Want To Do Is Rock“, aufgenommen in […] mehr…

  • DRUGSTORE - White Magic For Lovers

    DRUGSTORE – White Magic For Lovers - ROADRUNNER

    Wenn es gerecht zuginge in der Welt, dann würden junge, sich unverstanden fühlende Menschen wohl Platten hören wie diese. Aber das tun sie natürlich nicht. Sie bevorzugen Maxi-Singles von Gruppen wie „Nimm das“ oder „Erwischt beim Akt“. An ihren Wänden hängen Poster, die jedem Optimismus, diese Mädchen könnten vielleicht einmal ein Stilgefühl entwickeln, den Boden […] mehr…

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    Guy Chadwick – Lazy, Soft & Slow

    „Shine On“ war groß. Der beste, vielleicht einzige Refrain aller Zeiten, den man mimischen konnte. „Christine“ war ziemlich groß. Auch auf das Debüt-Album von House Of Love angesprochen, bekommt der Creation-Archivar automatisch feuchte Augen. Oasis wären Lügner, würden sie behaupten, nicht ein oder zwei Dinge der Band aufgegriffen zu haben. Dann kam der große Vertrag. […] mehr…

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    ROOTS - von Jörg Feyer

    Seit den Pionier-Tagen der großen Bessie Smith haben Frauen stets ihr ganz eigenes Bild vom Blues entworfen. Nach einer kleinen Durststrecke in den 80er Jahren ist die feminine Renaissance kaum zu überhören, zumal immer wieder große neue Talente wie SUSAN TEDESCHI hervortreten. Die junge Blondine aus Boston geht auf JuäH6n’tBum“(Ton&Codllin-Akustik) optisch glatt als allamerican girl […] mehr…

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    BEATS - von Kloos & Wellner

    Eine schöne Platte. Nicht spektakulär, aber schön: GATOR nennt sich ein DJ aus Hamburg, der mit einer feinen Mixtur aus Electronic Listening, Drum’n’Bass und jazzy vibes sein Debüt-Album „Matrix“ (Lounge Rec/99) entworfen hat Urbane Melancholie am Computer kreiiert, Klänge für die Katakomben der Großstadt – aber gleichzeitig intelligent genug, um zu wissen, daß all der […] mehr…

  • Tricky - Angels With Dirty Faces

    Tricky – Angels With Dirty Faces

    Einem, der mit der Menschheit auf Kriegsfuß steht, ist alles zuzutrauen. Und Tricky, der laut eigener Aussage nur aus Misantropie kreativ ist, hat auch schon fast alles gemacht: eine ganze Musikrichtung miterfunden („TripHop“), in einem Hollywood-Film auf der Seite des Bösen gekämpft („Das fünfte Element“), sich selbst göttlich überhöht („Nearly God“). Was bleibt noch zu […] mehr…

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    LITTLE BLUE – Angels, Horses & Pirates

    Mit der ach so gängigen Floskel „Weniger ist mehr“ lassen sich herrlich Unfähigkeit, Dilettantismus und Großkotzigkeit kaschieren. Denn nur ein Chet Baker konnte die Stille zwischen zwei gehauchten Trompetentönen explodieren lassen, und nur einem wie Miro gelang es, mit ein paar scheinbar mühelos dahingeworfenen Farbtupfern und Strichen ein Bild zum Sprechen zu bringen. Wer das […] mehr…

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    NUGGETS - von Jörg Gülden

    Wer noch dieses fulminate Werk „Sam/OW (RS 9/95) in den Ohren hat, der weiß genau, was ihn nun bei DARBY SLICK erwartet. Und der weiß auch, daß ein so bescheidener, introvertierter Mensch wie Slick sich und sein Solo-Debüt nie ohne berechtigten Stolz Jung Of The Fretless Guitar* (Taxim TX 2036-2 TA) betiteln dürfte. Mit der […] mehr…

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    REGGAE & DUB - von Matthias Münchow

    COCOA TEA hat es geschafft: Seine Doppel-LP „Holy Mount Zion“ erschien bei einer großen Plattenfirma (Tamla), offensichtlich, ohne daß er musikalisch Konzessionen an den amerikanischen Markt machen mußte. Cocoa Tea ist ein großartiger Sänger, der zu Beginn der 80er Jahre bei Henry Junjo“ Lawes für dessen Colcano-Label seine ersten Singles aufnahm und mit seiner weichen […] mehr…

  • Jessie Mae Hemphill - She-Wolf

    Jessie Mae Hemphill – She-Wolf

    Der letzte bescheidene Boom hat dem Blues nicht besonders gutgetan. Okay, er ist zu etwas Geld gekommen, doch was tut er damit? Kauft sich Equipment und mietet sich in teuren Studios ein, will es seinem arroganten Onkel Jazz gleichtun und seinem verwöhnten Enkel Rock gefallen. Und merkt nicht, daß er damit seine ganz spezielle Magie […] mehr…

  • Lo-Fidelity Allstars - How To Operate With A Blown Mind

    Lo-Fidelity Allstars – How To Operate With A Blown Mind - SKINT/SONY MUSIC

    Gut 15 Jahre nach „Blue Monday“, 10 Jahre nach Acid House: England schwoft immer noch, on top ofthe world. Gerne wird auch best ofboth worlds – getanzt und gerockt, gleichzeitig. Zwischendurch wurde der Rave erfunden, und die Happy Mondays sorgten für Aufruhr im Königreich. Pop Will Eat Itself entdeckten Hip-Hop. Primal Scream entdeckten Dub. Wir […] mehr…

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    SHORT CUTS - VON HÜTTMANN & WILLANDER

    FORMIDABEL Gleich ein Dreifach-Album braucht es für das Reunion-Konzert der fabelhaften FAIRPORT CONVENTION vom Herbst 1992. „The Cropredy Box“ (Woodworm Records) ist eine wunderbar britische Angelegenheit, bei der stets Tweed, Cricket und Picknick-Körbe mitschwingen. Die Musik ist „Folk Rock“ (Wolfgang Doebeling) von unvergänglichem Zuschnitt Selbstironisch posieren die alten Zausel über dem Schriftzug „Old Boys‘ XVI […] mehr…

  • Lou Reed - Perfect Night-Live In London

    Lou Reed – Perfect Night-Live In London

    Der Rock der alten Säcke funktioniert auf zwei Weisen. Das eine Prinzip ist die ewige Ausweitung und Aufblähung des Materials, auch genannt struttin’your stuff. Nach dieser Methode verfahren etwa Aerosmith, Page 8C Plant, Status Quo, Saga, Journey, Jethro lull und überhaupt die meisten. Das andere Prinzip ist die Verfeinerung, die Verkünstelung und Konzentration. Nach dieser […] mehr…

  • Short Cuts

    Short Cuts - von Wolfgang Doebeling

    Formidabel: Texas-Country und Nashville-Pop sind derzeit weniger kompatibel als je zuvor. Erstaunlich mithin, daß einige Plastikschrott-Vferwertungsspezialisten in Tennessee die Ohren spitzten, ab die trendfremden Klänge von „The Girl Ybu Left Bebind“ aus dem Radio drangen und sich der klassische Country-Song von JA-NET LYNN gar zu einem Airplay-Hit mauserte. Dann aber auch doch wieder nicht so […] mehr…

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    THE JESUS AND MARY CHAIN – Munki - CREATION/SON Y MUSIC

    Kleiner Geschichts-Exkurs in Sachen „Creation“ gefällig? Als Alan McGees Lebenswerk noch ein, wie man so sagt, „rühriges Kleinst-Label“ war und vom Glasgower Wohnraum aus geleitet wurde, verpackten Jim und William Reid dort ihre 7″-Cover für „Upside Down“. Ihre Debüt-Single verkaufte sich schneller, als sie falten konnten, und ist heute ein paar Pfund wert. Das Aufregendste […] mehr…

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    Jazz - von Klaus von Seckendorff

    Wenn es um KEITH JARRETT geht, hilft nur noch eines: nicht mehr erwarten als die Fortsetzung seines endlosen Standards-Projekts. Wenn’s gut geht, auf höchstem Niveau, in bester Spiellaune des Trios mit Gary Peacock und Jack Dejohnette. Der 30. März in der Orchard Hall in „Tokio ’96“ (ECM) war eine Sternstunde. 4,0 Entdeckungen gilt es anderswo […] mehr…

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    Tonträger - im Juni

    Wenn Schwermut episch wird. Wenn die Egozentrik Songs schreibt Wenn die Kindheit ein Leben dauert. Wenn der Himmel die Grenze ist. Wenn der Wahnsinn nebenan wohnt. Wenn Drogen nicht mehr helfen. Wenn Walt Disney und William Shakespeare gemeinsam eine Platte aufnehmen. Wenn alles gesagt ist und niemals Schluß. Heißen Sie Billy Corgan willkommen, den König […] mehr…

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    EINE HOCHZEIT ZUM VERLIEBEN von Frank Coraci - ab 25. Juni

    Die Zahl der Eheschließungen ist rückläufig, der Trend zu Hochzeitsfilmen aber hält an. Die Glocken der „Hochzeit meines besten Freundes“ klingen uns noch in den Ohren, da wird bereits das nächste Aufgebot bestellt. Natürlich geht es auch in dieser Ehering-Komödie erst einmal um viele mißglückte und lieblose Trauungen, bevor am Ende die wahre Liebe besiegelt […] mehr…

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    WELCOME TO SARAJEVO von Michael Winterbottom - ab 11. Juni

    Ein Junge begegnet dem Helden der Geschichte: Es ist ein Meßdiener in einem gestärkten weißen Gewand mit einer roten Scherpe. Eben noch hat der Knabe in seinem Amt die Integrität der Kirche symbolisiert und mit seiner Unbedarftheit vereint, da wird alles von Geschützfeuer verdorben. Die Hochzeitsgesellschaft auf der Straße stiebt auseinander. Die Brautmutter bleibt am […] mehr…

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    VERBORGENES FEUER von William Nichsolson - ab 28. Mai

    Manchmal brauchen wir einfach grandiosen Kitsch. Als in „Shadowland“ die Tränen flossen, war der Drehbuchautor William Nicholson dafür verantwortlich. Jetzt zog es ihn auf den Regiestuhl, um große Gefühle aus dem 19. Jahrhundert aufleben zu lassen. Die arme Schweizer Gouvernante Elisabeth (Sophie Marceau) läßt sich für Geld vom geheimnisvollen englischen Adligen Charles Godwin (Stephen Dillane) […] mehr…