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    VAN MORRISON – The Philosopher’s Stone

    - POLYDOR

    An Van Morrison herrscht niemals Mangel. Gerade sind die vorzügliche Them-Anthologie und die noch besseren „New York Sessions ’67“ erschienen, da kommt eine Sammlung mit unveröffentlichten Aufnahmen, die immerhin die Jahre zwischen 1971 und 1988 umfaßt – rätselhafterweise sogar mit einem Stück, das für „Astral Weeks“ vorgesehen war. War der jüngere Morrison der bessere? Really […] mehr…

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    ROOTS - VON JÖRG FEYER

    Wer hätte das gedacht? Mehr als zehn Jahre, nachdem sein sonorer Bariton über Nashville kam „wie ein Spritzer Gebirgswasser im dicken Sirup der Music-Row-Mediokrität“ (wie die US-Plattenfirma dichtet), darf der einstige Traditionalisten-Vorreiter RANDY TRAVIS noch einmal den Hoffhungsträger spielen. Diesmal freilich „nur“ als – in jeder Beziehung – erster Act der Country-Filiale von Dreamworks. Rückschlüsse […] mehr…

  • Van Dyke Parks - Moonlighting

    Van Dyke Parks – Moonlighting

    Van Dyke Parks sei ein schrulliger, alter Kauz. Hört man oft. Doch guck‘ mal, wer da spricht: Anwälte und Apparatschiks. Corporute scutn, würde Henry Rollins sagen, doch würde ihm Parks sofort widersprechen. Nein, würde Van Dyke sagen, diese Leute tun nur ihren Job, und daß sie nur einen Zugang zu Musik haben, den der Verwertung […] mehr…

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    ARTO LINDSAY – Noon Chili - RYKO/RTD

    Zärtlichkeit und Härte als flirtendes Paar, Lärm und Stille in inniger Umarmung, Harmonie und Zerstörung als verschlungene Geliebte: Die E-Gitarre bratzt kakophonisch in die verzupften Ausflüge der akustischen Schwester, donnernde Sambatrommeln wummern über sanften Elektro-Wellen, hauchdünne Bläser segeln über erdigem Sampler-Knirschen. Und Arto Lindsay singt: süße Melodien, wie man sie vom schönsten Brasil-Pop kennt, oder […] mehr…

  • WILLARD GRANT CONSPIRACY - Flying Low

    WILLARD GRANT CONSPIRACY – Flying Low - RYKO/RTD

    Ein Rauschen im Player. Ein impressionistisch hingetupftes Piano, aufgefangen von strengem Geigen-Strich. Der Titel heißt „Smile At The Bottom Of The Ladder“ und eröffnet ein Album, dessen Titel, sagen wir: ganz offensiv und fast schon wieder sympathisch mit dem angestrebten Unterfangen kokettiert. Willard Grant Conspiracy aus dem neu-englischen Maine versuchen sich noch einmal an der […] mehr…

  • DUFFY - I Love My Friends

    DUFFY – I Love My Friends - Cooking Vinyl/Indigo

    „I was born in poverty, but when I was about nineteen I wrote a song called ‚Kiss Me‘ and soon it was pay day.“ Nachdem jemand am Radio gedreht hat und wir sein bisheriges musikalisches Schaffen 36 Sekunden lang noch mal erleben dürfen, sind das die ersten „neuen“ Worte des Stephen „früher Tin Tin“ Duffy. […] mehr…

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    BEATS - von Kloos & Wellner

    Widmen wir uns zur Zeit der wallenden Frühlingsgefühle zunächst einigen Machwerken der romantischen Art. Platten, die der geneigte Schöngeist gern zu später Stunde auflegt, um die Seele zu beflügeln und vieles andere mehr. PURPLE PENGUINs zweites Album „Question“ (EFA) ist so eines, unendlich vielschichtig zwischen Dub, Hip und TripHop und Jazz-Pop-Welten umherwandelnd, so wie es […] mehr…

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    TORI AMOS – From The Choirgirl Hotel; HEATHER NOVA – Siren - EASTWEST; RTD

    Welche Songschreiberin ist die sensibelste? Joni Mitchell läßt warten und warten auf ein neues Album, doch der Nachwuchs ist nicht faul. Anwärterin 1: Heather Nova, vor vier Jahren als Schnuckelchen mit Gitarre und kurzem Röckchen zu Ruhm gelangt, Album-Titel: „Oyster“. Ein Pin-up-Kalender erfreute die Gemeinde ebenso wie ausgehungerte Medienpartner. Und das Tollste: Heather wuchs auf […] mehr…

  • ROYAL TRUX - Accelerator

    ROYAL TRUX – Accelerator - DOMINO/RTD

    Royal Trux sind schon lange keine Junkies mehr, ihre Liebe zum Junk wird dafür immer einnehmender. Mit jeder Platte erfinden sie sich ein bißchen neu, ihre alten Trademarks pflegen sie jedoch tunlichst. Was vielleicht auch mit ihrer erstaunlichen Geschichte zu tun hat, die davon handelt, wie ein Drogenpärchen aus dem eigenen Kosmos in den Kosmos […] mehr…

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    JAZZ von Klaus von Seckendorff

    Ray Bryants „Tribute To His Jazz Piano Friend’s“? Nein danke, kein Mainstream diesmal. Deshalb eigentlich auch keine NEW YORK VOICES? „Sing The Songs Of Paul Simon“ (RCA) klingt vielversprechend. Aber von ein paar nett arrangierten Momenten abgesehen, bleibt das Vokalquartett mit dezenter Instrumentalbegleitung gewohnt brav und clean. 3,0 Die beste Jazz-Coverversion eines Paul-Sknon-Songs seit Ann […] mehr…

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    Jeff Buckley - Sketches For „My Sweetheart The…

    „Tell me, am I cursed, am I blessed?“ fragt JeffBuckley in „Witches Rave“, und wir wissen nun, daß er beides war. Seit seinem Tod in den Ruten des Mississippi ist ein Jahr vergangen; die Erben haben derweil die Aufnahmen zu „My Sweetheart The Drunk“ sortiert und daraus ein Doppel-Album kompiliert. So hören wir ein Vermächtnis, […] mehr…

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    SOUL ASYLUM – Candy From A Stranger - COLUMBIA/SONY MUSIC

    Wenn es so richtig sämig und gefühlig werden soll, wenn die Gitarren behäbig dengeln und das Klavier sülzt, wenn der Sänger knarzt und die Harmonien säuseln, dann ist es wieder Zeit für Soul Asylum. Wir erinnern uns: Nach langen, harten Jahren im sogenannten Alternative Rock dämmerte ein neuer Mor gen, als Dave Pirner und seine […] mehr…

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    SHORT CUTS von Hüttmann & Willander

    FORMIDABEL Eine Hoffnung glimmt für den Nachwuchs: MARCIA PLAYGROUND sind Amerikas letztes Aufgebot bei dem Versuch, den Mainstream noch einmal mit Pop-Sensibilität jenseits von Weicheiern wie Counting Crows, Live und Matchbox 20 auszustatten. Ihr Debütalbum (Capitol/ EMI) läuft überall im Radio – und ist doch kein populistischer Unfug. Songschreiber John Wozniak erweist sich als veritables […] mehr…

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    Hank Shizzoe – Plenty Of Time

    Das Überraschungsmoment es ist natürlich dahin beim dritten Album. Längst ist ja zumindest einschlägigen Kreisen geläufig, daß Hank Shizzoe alias Thomas Erb der beste Roots-Rock-Songwriter und Gitarrenstilist ist, der nicht aus den USA kommt. Und daß er selbst dann noch zumindest einer der besten wäre, käme er doch aus dem gelobten Land, dessen Mythen, Musiken […] mehr…

  • ACETONE

    ACETONE - REPRISE/WEA

    Musik für das Danach. Für die Zeit nach Mitternacht; den Tag, an dem sie dich aus der Klinik entlassen; den Moment, da alles Wissen sich in Luft auflöst. „All you know has just slipped away“ lautet einer der wenigen ergreifenden Sätze auf dem zweiten regulären Album von Acetone, auf dem es vielleicht nur deshalb so […] mehr…

  • Aretha Franklin - A Rose Is Still A Rose

    Aretha Franklin - A Rose Is Still A…

    Wem, wenn nicht „Ree“ (so das selbstgewählte Kürzel im Booklet), würde man die unverhohlene Selbstreferentialität schon im Titel verzeihen? So wie eine Rose wohl immer noch eine Rose ist, wird Aretha immer Aretha bleiben, den Ärgernissen einer vier Jahrzehnte währenden Karriere zum Trotz, die selbst sie nicht zu Höherem adeln konnte. Nicht wirklich jedenfalls, einfach […] mehr…

  • Garbage - Version 2.0

    Garbage - Version 2.0

    Sie sind gemacht. Sie sind gewollt. Sie sind geliebt. Und das Wichtigste: Sie sind wieder da. Das am sehnlichsten erwartete, aber auch am meisten befürchtete Album des Jahres heißt „fusion 2.0“, was uns erstens bedeutet, daß es die zweite Platte von Garbage ist, und daß zweitens so lange daran gearbeitet wurde wie an einem Software-Programm. […] mehr…

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    GINGERBREAD MAN von Robert Altman - ab 21. Mai

    Es ist ziemlich lange her, seit Robert Altman den letzten Genrefilm gedreht hat. Und einen geradlinigen Krimi hat Amerikas Antwort aufs europäische Autorenkino nie gemacht – denn „The Long Goodbye“ von 1973 war kein echter Nachkömmling des Film noir, sondern vielmehr eine herrlich schräge Satire über den Chandler-Mythos. Warum nur hat er diesmal einen Roman […] mehr…

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    HARRY AUSSER SICH von Woody Allen - ab 21. Mai

    In allen Filmen seit „Der Stadtneurotiker“, in denen Woody Allen unter eigener Regie selbst mitspielte, gibt es nur eine Hauptrolle: Woody Allen – oder besser gesagt die Kunstfigur „Woody Allen“. Wer in „Harry außer sich“ (einer bescheuerten Übersetzung des alles erklärenden Originals „Deconstructing Harry“) dem New Yorker Querdenker vorwirft, er schlachte mit miesen Altherrenwitzen sein […] mehr…

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    DOBERMANN von Jan Kounen - ab 7. Mai

    Seine Karriere als Mörderbube ist ihm in die Wiege gelegt. Bereits bei der Taufe scheute Yann das Weihwassser. Vom Geschrei des Babys angelockt, stürzt ein Dobermann in die Kirche und beißt einem Onkel in die Hand. Dessen Taufgeschenk, eine A 357 Magnum, fliegt in hohem Bogen in den Schoß von Yann, der beglückt am langen […] mehr…