• DAN BERN - Fifty Eggs

    DAN BERN – Fifty Eggs

    - COLUMBIA/SONY

    Der Reflex ist immer derselbe. Kaum taucht mal wieder einer auf mit Akustik-Gitarre und auch noch Mundharmonika, der sich seine Reime nicht aus dem Standard-Handbuch für ach so sensible Songwriter holt und diese mit näselndem Impetus hinwirft, muß das natürlich sofort wieder der „neue“ Dylan sein. Oder irgendwas in der Richtung. „Fifty Eggs“ ist jedenfalls […] mehr…

  • Ups..

    SIX BY SEVEN – The Things We Make - MANTRA/ BEGGARS BANOUET

    Die Engländer lieben diese kleine Band und machen sie zu einer großen. Six by Seven sind seit Monaten in aller Munde – und man braucht sich gar nicht lange zu fragen, warum. Second-hand-Lederjacken, trauriger Dackelblick: Man denkt an The Verve. Ihre Firma heißt Mantra: Man denkt an Kula Shaker. Sie geben der Gitarre den Vorrang […] mehr…

  • Ups..

    Drucksachen

    Um den Bruderzwist im Pop ranken sich Legenden. Familiäre Nähe und die Forderungen von Karriere und Kommerz ergeben offenbar ein explosives Gemisch, auf das Revolverblätter ebenso anspringen wie Rockkritiker. Sibling rivahy sells. Einfach köstlich, wie sie sich kappein, die Gebrüder Davies, Reid, Gallagher. Und sich gegenseitig zu musikalischen Höchstleistungen aufstacheln. Daß es auch anders geht, […] mehr…

  • Ups..

    Barry Adamson – As Above, So Below

    Der Mann, der sich selbst Dirty Barry nennt, ist wieder da. Und zwar mit einem Album, das laut Plattenfirma „sofortige und vollständige Aufmerksamkeit verlangt“. Zu Befehl, Plattenfirma! Lausche gehorsamst und sofortigst! Rapport folgt ebenfalls umgehend. Naturgemäß kann das nur ein Bericht aus der Hölle sein. Barry Adamson ist da unerbittlich: kein Song ohne Tod und […] mehr…

  • JOHNNY CASH & WILLIE NELSON - VH1 Storytellers

    JOHNNY CASH & WILLIE NELSON – VH1 Storytellers - American Recordings/Sony

    Nach MTV Unplugged jetzt also VH 1 Storytellers. Keine üble Idee (und beileibe keine neue): Zwei Hocker, zwei Mikros, zwei lebende Legenden, die in entspannter Atmosphäre aus ihrem Song-Fundus schöpfen und Zwiesprache halten, Geschichten erzählen. Spontane Interaktionen, erleuchtende Diskurse, bizarre Anekdoten, verwegene Neuinterpretationen kanonisierter Songs, ungeahnte Tiefen, geistreiche Komik, die Magie des Augenblicks. Im Idealfall, […] mehr…

  • Ups..

    DWIGHT YOAKAM – A Long Way Home; – Will Sing For Food – The Songs Of Dwight Yoakam - REPRISE/WEA ;LITTLE DOG RECORDS /…

    Vom aufmüpfigen Neo-Klassizisten zum allseits respektierten Klassiker mit Hollywood-Ambitionen (demnächst in Ihrem Kino in Linklaters „Newton Boys“): Dwight Yoakam hat Nashville nicht verändert, aber sich allemal eine auch kommerziell komfortable Nische erstritten, in der surrealistisch inspirierte Plattencover, die engsten Jeans von Bakersfield und existentialistische Country-Songs zwanglos koexistieren. Wenn schon Hat-Act, dann dieser. Wohl wissend, daß […] mehr…

  • The Getaway People

    The Getaway People

    Ein Fußball-Nationaltramer, der wg. Rheumas selbst bei 30 Grad im Schatten in Gummistiefeln herumlaufen muß, kann wahrscheinlich nur aus Norwegen kommen. Bleibt der Ball ganz liegen im Land der langen Nächte und kurzen Tage, scheinen musikalisch nur zwei Alternativen zu greifen. Entweder konsequentes Dunkeltuten oder die feucht-fröhliche Flucht nach vorn. The Getaway People aus Stavanger […] mehr…

  • Ups..

    REPLAYS 2 - von Bernd Matheja

    Normale l:l-Reissues, eine Box, Best Of und Greatest Hits – die PRETTY THINGS haben nach Jahren im CD-Schatten inzwischen Hochkonjunktut Wer noch nicht bedient ist und die mega-schroffen Anfange der Kult-Band favorisiert, sollte jetzt zugreifen – beim Debüt „The Pretty Things“ (Snapper SMMCD 54«) und dem Nachfolger „Get The Picture?“ (Snapper SMMCD 549). Beide Klassiker […] mehr…

  • Ups..

    JOSEPH COTTON – Dancehall Days 1976-84 - MOLL/INDIGO

    Joseph ist ein DJ und Toaster vieler I Stile. Seit 1976, als er seine ersten Aufnahmen machte, bis heute ist er immer wandlungsfahig geblieben. Der Durchbrüche gab es zwei: Einmal in den späten 70er Jahren als Jah Walton und dann massiv mit unverkennbar persönlichem Stil als Joseph Cotton in den späten 80er Jahren. Doch waren […] mehr…

  • Ups..

    REPLAYS1 - von Franz Schöler

    Unzufrieden mit dem Pfusch, bei dem britische Tonleute vor Jahr und Tag die frühen ROD STEWART-Platten mittels dubiosem Remastering klanglich verschlimmbesserten, ließ Polygram-Technikboß Bill Levenson diese frühen Solo-Werke der Mercury-Jahre noch einmal mittels Hochbit-Prozeß generalüberholen. Ähnlich salopp produziert wie parallel die Platten der Faces, waren das wirklich nie high-fidele Lustbarkeiten. Weshalb „The Rod Stewart Album“ […] mehr…

  • JOHN MARTYN - The Church With One Bell

    JOHN MARTYN – The Church With One Bell - INDEPENDIENTE/SONY

    Sein Lebenswerk ist ein Patchwork aus Folk, Jazz, Blues, Reggae & Dub, Rock & Soul, nichts davon ausschließlich, nicht einmal über zwei, drei Alben hinweg. John Martyn einen Eklektiker zu nennen, wäre ein Understatement Doch was von außen wie ein Sammelsurium von Stilen anmutet, entpuppt sich in seiner Binnenstruktur als ein Stilgeflecht Der Mann hat […] mehr…

  • Ups..

    45 R.P:M. - VON WOLFGANG DOEBELING

    Subtilitäten sparen sich die meisten Pop-Bands für gut versteckte LP-Tracks auf. Von Singles wird erwartet, daß sie plakativ sind und radiotauglich, daß sie Hooklines haben und offensiv ins Ohr gehen. ARNOLD sehen das anders. Für „Fishsounds“ (Creation) verzichten sie auf jede Art von Ausrufezeichen und setzen dafür ein paar Gedankenstriche und rätselhafte Semikolons. Die ersten […] mehr…

  • Ups..

    DEE-JAY PUNK-ROC – Chicken Eye - INDEPENDIENTE/EPIC

    Einst tauchte Clint Eastwood in Gestalt des gewalttätigen, stoischen und unbelehrbaren Cops Harry Calahan auf der Leinwand auf, der den Gangstern im Restaurant zurief: „Werft die Kanonen hin! Wir werden euch sonst hier nicht rausspazieren lassen.“ Darauf folgte die verdutzte Frage: „Wer ist wir?“ Das war kein Pluralis majestatis – gemeint waren „Smith, Wesson und […] mehr…

  • Ups..

    BEATS - VON KLOOS & WELLNER

    Nicht genug damit, daß Wu-Tang Clan Mitglied Ol‘ Dirty Bastard Opfer eines Raubüberfalls wurde. Seinem Kumpel BUDDHA MONK stiehlt er damit auch noch die Aufmerksamkeit für dessen Debüt Leider nicht zu Unrecht: „The Prophecy“ (edel) kommt nämlich nicht über gutes Mittelmaß hinaus. Geht dieser Ideenschmiede etwa die Kondition aus? 3,0 Wirklich erfrischend klingt dagegen das […] mehr…

  • Ups..

    LITTLE FEAT – Under The Radar; BOX TOPS – Tear Off! - SPV; LOUDSPRECHER/INDIGO

    Eines ist diese LP gewiß: eine ganz passable Rock-Platte. Eines aber ist sie nun ganz gewiß nicht: ein Little Feat-Album. Da mögen sich Paul Barrere und Fred Tackett noch so mühen, weder per Gitarre noch per Stimme kommen sie der Magie Lowell Georges auch nur annähernd auf die Spur. All ihr Tun klingt verkrampft oder […] mehr…

  • Ups..

    SHORT CUTS - VON JÖRG DOEBELING

    FORMIDABEL Im September geben sie ihr Major-Debüt. Die Wartezeit bis dahin versüßen HAZELDINE mit dem Mailorder-only Album „Orphans“ (All Swoll/Glitterhouse), das nebenbei auch die löurkasse auffüllen hilft Zehn Coverversionen disparater Herkunft legen beredt Zeugnis ab von Weitläufigkeit und Geschmackssicherheit der Band aus New Mexico. Das Spektrum reicht von Gram Parsons (klar!) über Hank Cochran (wahr!) […] mehr…

  • EDDI READER - Angels & Electricity

    EDDI READER – Angels & Electricity - BLANCO Y NEGRO/WEA

    Exakt zehn Jahre sind ins Land gegangen, seit die Stimme von Eddi Reader erstmals wenn nicht gleich um die ganze, so doch für die Musikindustrie wesentliche Teile dieser Welt ging. Fairground Attraction hieß die Band, „Perfect“ der arg einfaltige Hit Die Band ist gegangen, Reader ist geblieben. Und dabei immer besser geworden. Nur kräht leider […] mehr…

  • Ups..

    Matthew Ryan – Mayday

    Ein Mann, eine Zigarette, eine Schreibmaschine, ein leerer Blick: Mit gepreßter Stimme gibt Matthew Ryan noch einmal die autobiographisch gequälte Seele, weitgehend ironiefrei, aber doch auch mit sarkastischem Seitenblick. „I’m as pathetic as a junkie who knows what he does“, heißt es abschließend in „Railroaded“. Mit seinem Debüt „Mayday“ schlägt der Songwriter aus Pennsylvania Alarm […] mehr…

  • Alternativen

    Alternativen - VON MICHAEL RUFF

    Hawaii? Es soll ja Leute geben, die damit den absoluten Gegenpol zur hiesigen Tristesse verbinden. Aber es gibt auch noch CHOKE-BORE, die einen jederzeit eines besseren belehren. Mit „Black Black“ (Boomba/Indigo) legen die gebürtigen Insulaner ein Album vor, das in seinem offensiv vorgetragenen Selbstmitleid unübertrefflich sein dürfte. Keine Spur von Surf und Sonnenschein hier regieren […] mehr…

  • Jack - The Jazz Age

    Jack – The Jazz Age

    Alben von Jack beginnen so getragen, glorios und hoffhungsfroh, als käme mit der Morgendämmerung die Revolution. „Three O‘ Clock“ ist diesmal der Auftakt:“Drinkin‘ stops the thinking of you“, glaubt Anthony Edwards, die Streicher jubilieren, die Gitarren drängen. Wie schon bei ihrem Debüt „Pioneer Soundtracks“ vor zwei Jahren bleibt das erste das beste Stück. Und der […] mehr…