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    MIKE GRIER: Neil Youngs Wiedergänger

    Das Album, das Neil Young im letzten Jahr nicht aufgenommen hat – unter diesem Motto wurde vor einigen Monaten die Debüt-LP der Hooblers innerhalb der Musikjournaille weitergereicht. Auf „Can You Do This?“, so der Titel des vielgelobten Werks, beeindruckte Songwriter Mike Grier mit einer Stimme, die der des Meisters wahrlich nicht ähnlicher sein konnte. Daß […] mehr…

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    INDIGENOUS: Tatkräftiges Engagement

    Ein ehrenvolles Projekt: „The Honour The Earth Campaign“ ist eine Organisation, die das Land der amerikanischen Ureinwohner schützt, indem sie mehr ab 200 „environmental groups“ in den USA unterhält. Spendenaufrufe lauten rührend etwa so: „Protect sacred sites: be a voice for the little Rocky Mountains.“ Weil die Spenden aber nicht ausreichen, gibt es den Sampler […] mehr…

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    DOLLFISH: Jazz. Folkrock und Technik

    Colorado ist nicht gerade der Nährboden für eine Band mit einer Vision. Viele Clubs haben das Schild „Cover bands only“ an der Tür. Dollfish, die vom Nachspielen nicht viel halten, haben sich trotzdem dort gegründet, denn eine Alternative zum Musikmachen hatte das Quartett eh nie. Sängerin Coreen Johnson trällerte ihrer Mutter schon mit fünf Billie-Holiday-Songs […] mehr…

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    CHRIS DUARTE GROUP: Spät gestartet

    Die Vorbilder mag Chris Duarte nie verleugnen. Auf der neuen LP spielt er Hendrix‘ „Drivin‘ South“ und B. B. Kings „The Thrill Is Gone“. Denn das sind die, die den Texaner zur Musik gebracht haben: der Gitarren-Gott und der Blues-Messias. Doch Duarte ist kein einfältiger Epigone – mit „Tailspin Headwhack“, so der Titel seines zweiten […] mehr…

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    Readymade: Mit Feedback-Power den Pop-Song zerlegen

    Wer kennt das nicht: Nachts liegst du auf dem Bett und zermarterst dir den Kopf, was dir im Leben wichtig ist und was unwichtig. Readymade eröffnen mit einem Song ihr Debüt-Album, der diese Situation treffend beschreibt. „All These Things“ ist er betitelt, aber grüblerisch klingt er überhaupt nicht. Was für eine Melodie, wie herrlich die […] mehr…

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    THE JOYKILLER: Härte mit Herzlichkeit

    Punk und Pop in wunderbarer Eintracht. Die Riffs in den Songs von The Joykiller sind herbe, die Melodien herzlich. Ein bißchen fühlt man sich an die mittelspäten Saints erinnert, bei denen der vom Feedback verdunkelte Himmel ja auch immer voller Geigen hing. Seit über eineinhalb Jahrzehnten ackert der Vorarbeiter Jack Grisham jetzt schon in der […] mehr…

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    TITO & TARANTULA: Gruselig gute Hits

    An seltsamen Orten sind Tito & Tarantula schon aufgetreten. Zum Beispiel im „Titty Twister“, dem Bumslokal, bekannt aus dem Splatter-Reißer „From Dusk Till Dawn“. So richtig verwundert es nicht, daß das Ensemble bei der Kooperation der Filmemacher Tarantinound Rodriguez mitgemacht hat Frontman Larriva spielte früher schließlich mal bei den Flesh Eaters. Doch jetzt will er […] mehr…

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    Hurricane Nr. 1: Jungspunde sägen am Thron des Britpop

    Irgendwas muß an ihnen ja dran sein. Kollege Ralf Schlüter jedenfalls sieht durch diese Band schon das Schlachtschiff des Britpop untergehen. Tatsächlich sollten Oasis Obacht geben. Denn, fucking hell, die Songs auf dem gleichnamigen Debüt-Album von Hurricane Nr. 1 sind fett, melodisch und rocken. Außerdem hat die Gruppe gegenüber den Gallaghers einen ganz großen Vorteil: […] mehr…

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    Sweet 75; The Cramps – Big Beat From Badsville - Geffen/Universal; Epitaph/Semaphore

    Die Ruine brennt noch. Auch der dritte Teil von Nirvana, Bassist Krist Novoselic, hat nach langer Zeit das Debüt gewagt. Der Exil-Serbe kooperiert mit einer phänotypisch furchterregenden Sängerin mit dem furchterregenden Namen Yva Las Vegas, die den Cramps Ehre machen würde. Die Venezuelanerin soll sonst für heimische Folklore bürgen und bürgt hier für die Abwehr […] mehr…

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    Jazz - VON SECKENDORFF

    Bis in das letzte Detail hat WALLACE RONEY sein „Village“ (WEA) durchdacht: Warum hier Chick Corea am Klavier sitzen soll und dort Gert Allen. Wo Synthie-Sounds hinpassen, und wann die Percussionspieler das Schlagzeug Lenny Whites ergänzen. Maßgeschneidertes fiir Pharoah Sanders, für Michael Brecker. Alles kühl kalkuliert. Und doch ist das „Dorfleben“ spannend. Sogar straight swingende […] mehr…

  • The Mommyheads

    The Mommyheads - Geffen/Universal

    Adam Cohen hat ein Problem. Er versteht nicht, was die Liebe ist. Zu dumm. Wir glauben allerdings zu wissen, daß er damit nicht allein dasteht. Ein Weg, der Sache auf den Grund zu gehen, ist gerade für Jungs klassisch: Man gründet eine Band und schreibt ganz viele Songs über diesen verzwickten Gegenstand. Und die Hoffnung […] mehr…

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    OCEAN COLOUR SCENE – MARCHIN‘ ALREADY, VELVET JONES – COLIN - Geffen/Universal; Naked/Bellaphon

    Diese Unglücklichen. Wieder kommen sie zum falschen Zeitpunkt, so katastrophal zu spät, daß „Marchin‘ Already“ kaum zur Marginalie taugt. Freundlicher sind Ocean Colour Scene sogar noch geworden, harmloser und muskelärmer, und aus den Sechzigern haben sie sich nicht ein Jota fortbewegt Gerade wurde mit der britischen Musikpresse Frieden geschlossen, da geben sie allen Grund zur […] mehr…

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    REPLAYS2 - von bernd Matheja

    Wer wollte schon 1979/80 etwas Neues von den SEARCHERS hören? Eine Handvoll Williger war schwer angetan und tschüs: „Searchers“ und „Love’s Melodies“ (UK-Titel: „Play For Today“), zwei wirkliche Spitzen-LPs, soffen ab. Erst die Aussies mußten kommen, um fast 20 Jahre später die in den Rockfield-Studios (Qualitätsgarantie!) eingespielten Scheiben auf CD zu reanimieren: „The Sire Sessions“ […] mehr…

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    REPLAYS1 - von Franz Schöler

    Die Idee war einfach zu gut. Also gibt es jetzt die Fortsetzung der „New Electric Muse“-Box mit dem Titel „New Electric Muse II: The Continuing Story of Folk Into Rock“ – 60 Aufhahmen auf drei CDs, keiner historischen Chronologie und keinem erkennbaren Auswahlprinzip folgend, nur handverlesene „appetizer“ aus dem Repertoire prominenter Folkund Folkrock-Interpreten der britischen […] mehr…

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    Helium – The Magic City

    Auf der Suche nach der magischen Stadt Nachts kannst du ihre Lichter am Horizont leuchten sehen, aber der Weg dahin bleibt dir verschlossen. Mary Timony hat das zweite (lange) Album ihrer Band Helium „The Magic City“ betitelt – die einzigen allerdings, die hier diesen Weg zum Licht finden, sind die Motten – angezogen vom Strahlen […] mehr…

  • Robbie Williams - Life Thru A Lens

    Robbie Williams – Life Thru A Lens - EMI

    Der Bengel ist in Erklärungsnot. Seit der Demission von Take That und dem folgenden Zerfall ist Robbie Williams der Sündenbock. Nein, er war niemals ein Tory – er schrie schon als Baby gegen Maggie. Nein, er ist nicht und war niemals ein Drogenabhängiger – „I’ve done a bit“, na gut. Nein, er war niemals ein […] mehr…

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    Alternativen - von Michael Ruff

    Mit dem literarisch ergreifenden Country-Style von „Milk & Scissors“ konnten THE HANDSOME FAMILY 1995 keinen Blumentopf gewinnen. Das wird sich auch im Falle von „Invisible Hands“ (Scout/JRS) nicht ändern: Erstens ist das Mini-Album auf 1000 Vinyl-Exemplaren limitiert, zweitens sind die fünf neuen Songs, die ihren beliebten Schunkel-Hit „Tin-Foil“ hier begleiten, so zurückhaltend arrangiert, daß sie […] mehr…

  • Pizzicato Five - Happy End Of The World

    Pizzicato Five – Happy End Of The World

    Pizzicato Five rasen die Datenautobahn herunter, als säßen sie in einem Carrera-Auto. Natürlich hantiert das japanische Pop Ensemble auf „Happy End 0{ The World“ wieder mit allen möglichen Spielarten brandaktueller elektronischer Musik, aber die Kommunikation scheint bei ihnen noch in den Kinderschuhen zu stecken. Und das ganz wörtlich. Manchmal reicht ihnen das Piepen eines Spielzeug-Handys […] mehr…

  • Steve Wynn - Sweetness And Light

    Steve Wynn – Sweetness And Light - Blue Rose/Rough Trade

    Dieser Mann müßte jedem Arbeitsminister die Brust voller Stolz schwellen lassen, denn mit „Sweetness…“ legt Steve Wynn (Ex-Suspects, -Long Ryders, -Dream Syndicate und -Gutterball) bereits seine fünfte Solo-LP vor. Und dabei hat sich der Gute diesmal sehr viel Zeit für die Produktion genommen, denn während er bis dato ein Album in nur zehn Tagen im […] mehr…

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    45 R.P.M.

    Für die Dauer einer ganzen LP Spannung zu erzeugen, fällt PAUL WELLER derzeit schwer, nimmt man seinen letzten Longplayer „Heavy Soul“ als Indikator. Zuviel des biedersinnigen Blues-Rock, nicht annähernd genug Pop & Style. Wer hätte noch vor zehn Jahren im Traum daran gedacht, diesen Vorwurf ausgerechnet dem Mr. Weller machen zu müssen, einem Mann, der […] mehr…