• 16 HORSEPOWER - LOW  ESTATE

    16 HORSEPOWER – LOW ESTATE

    - A&M/Polydor

    Sie waren eine Offenbarung des vergangenen Jahres. Mit „Sackcloth’n’Ashes“ schufen 16 Horsepower eine Sammlung sakraler Songs, die knarrten wie das Öffnen eines Sargdeckels – und ein Lichtstrahl durchstach die Finsternis von Tod, gefallenen Mädchen und Männern, Versuchung, Vergeltung, Vergebung und all diesem mystelnden, orthodoxen Kram. Folks, hear and fear! Anfangs scharten sich nur wenige Jünger […] mehr…

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    Edwyn Collins – I’m Not Following You - Setanta/Sony

    Alles Wahnsinn und alles wahnsinnig witzig. Edwyn Collins hat in den fast zwei Dekaden alsMusiker ja schon viel erlebt, aber der Überraschungserfolg von „A Girl Like You“ brachte selbst ihn zum Staunen. In den USA wurde zur Hitsingle extra ein neues Video gedreht, das selbstredend viel schlechter war als das Original, aber gut das Dreißigfache […] mehr…

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    Replays2 - VON BERND MATHEJA

    Als in England 1963/64 alle Dämme brachen, gab es für viele Bands auf eigener Scholle kaum noch Jobs. Der einzige hoffnungmachende Ausweg war die „4-H-Tour“: Harwich-Hoek van Holland – Hamburg. So fanden u. a. Jimmy 8C The Rackets, Ian 8C The Zodiacs und die Liverbirds Lohn und Brot, die in England nahezu unbekannt blieben, bei […] mehr…

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    GENEVA FURTHER - Nude/Sony

    „The Next Big Thing“ haben Jesus Jones ironisch ihre erste Single nach langer Pause genannt und klingen dabei wie zu ihren erfolgreichsten Zeiten – bevor sie Techno-Rock entdeckten. Unglücklicherweise hat die Welt nicht gerade auf ihr Comeback gewartet. „Nothing Lasts Forever“ heißt dagegen die Reunion-Single von Echo & The Bunnymen, die dabei kaum an ihren […] mehr…

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    REPLAYS1 - VON FRANZ SCHÖLER

    Weil die Aufnahmen, in deren Verlauf der Produzent LEE PERRY die Wailers um die Wende zu den 70er Jahren von einem Ska-Sanges-Trio zur richtigen Reggae-Band transformierte, überwiegend immer auf Raub-Platten zirkulierten, wurde diese Leistung nie so gewürdigt wie die Verdienste von Island-Boß Blackwell um die Superstar-Karriere von Bob Marley. Perrys Aufnahmen vor und nach seinen […] mehr…

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    THE INNER FLAME: A TRIBUTE TO RAINER PTACEK - Atlantic/eastwest

    So ist das Leben: Rainer Ptacek hat Krebs. Das ist schlimm, auch wenn er, wie zu hören ist, schon wieder auf dem Weg der Besserung sein soll. Der aus der ehemaligen CSSR via Chicago nach Tucson, Arizona, emigrierte Gitarrist, Dobro-Spezialist und Songwriter hat aber auch einen Freund mit Namen Robert Plant. Und das ist schön, […] mehr…

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    Nuggets - VON JÖRG GÜLDEN

    Der GRANFALOON BUS rollt weiter, diesmal sogar mit Schlafwagen. Was auf dem Vorgänger „Rocket Noon“ gelegentlich noch gehetzt oder wie im Demo-Stadium klang, wirkt auf „Sleeping Car“ (Trocadero TR 30060042) exaise thepun – total ausgeschlafen. Elf mal groteske, mal banale Geschichtchen, wie sie das Leben so schreibt, untermalt von Klängen zwischen Katzenjammer und Gaudi. Da […] mehr…

  • SNEAKER PIMPS - BECOMING X

    SNEAKER PIMPS – BECOMING X - Virgin

    TripHop im Spätsommer 1997: Tricky ist damit beschäftigt, seinem Traum, Filmstar zu werden, nachzugehen und debütiert mit einer undankbaren Rolle in Luc Bessons „Fifth Element“. Massive Attack waren zwar vor kurzem auf Tournee, halten sich aber äußerst bedeckt, wenn es darum geht, ihnen ein Statement über ein etwaiges neues Album zu entlocken. Lediglich Portishead geben […] mehr…

  • Tim Isfort - Orchester

    Tim Isfort – Orchester

    Neulich klang er überhaupt nicht beschwingt, da chauffierte er noch mit einem Taxi jede Nacht und siebenmal die Woche Menschen in die Bronx oder nach Brooklyn, und Bernhard Herrmann rollte dazu seine schweren Streicherteppiche aus. Doch jetzt säuselt Christian Brückner, der besser bekannt ist als „Die Stimme von Robert De Niro“ und mithin in der […] mehr…

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    Alternativen - von Michael Ruff

    Als Boss des Trios Archers Of Loaf hat Eric Bachmann alles getan, um dem blödschwammigen Begriff „Post-Grunge“ einen guten Namen zu geben. Unter dem bestechenden Pseudonym BARRY BLACK geht er noch einen Schritt weiter: War sein Debüt-Album (1995) eine bizarre, aber überaus hörbare Mixtur aus New Orleans-Bläsern, asiatischer Folklore und orchestralen Miniaturen, so wandelt er […] mehr…

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    Belle And Sebastian – If You’re Feeling Sinister - Jeepster/Virgin

    Auf der Bühne sehen Belle And Sebastian aus wie die Peanuts bei einer Orchesterprobe. Ein Haufen sehr junger Menschen turnt zwischen Piano, Glockenspiel und den Notenständern für die Streicher umher, und ganz vorne am Bühnenrand steht traurig und unbeholfen ein Junge mit viel zu großem Kopf. Wenn er spricht oder singt, was bei seinem ganz […] mehr…

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    Fink – Vogelbeobachtungen im Winter

    Der Sänger sieht ein bißchen wie der junge Jimmy Stewart aus – was gut zu einer Musik paßt, die mit knorriger Eleganz ihrem Ziel entgegenstrebt. Und das Ziel von Fink erscheint erst einmal, wie für Jimmy Stewart und die von ihm verkörperten Helden übrigens, unerreichbar: Country zu spielen, deutsch zu singen und sich nicht zum […] mehr…

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    45 R.P.M. - von Wolfgang Doebeling

    Dem „Rough Trade Singles Club“ wurde ein schnelles Ende prophezeit, als er 1991 sein Konzept vorstellte: Mitglieder entrichten einen Jahresbeitrag und erhalten dafür quartalsmäßig per Post eine Single, meist von einer völlig unbekannten Band. Ein Vabanquespiel, meinten die Skeptiker. Doch sechs Jahre später floriert der Qub. Zehnmal jährlich finden die Abonnenten mittlerweile schon eine Wundertüten-Single […] mehr…

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    The Electric Family – Welcome To The Family

    Krautrock nouveau der Sonderklasse! 1996 bat Tom Redecker – „The Perc“ beim derzeit ruhenden Projekt The Perc Meets The Hidden Gentleman – die Kollegen zum legendären, jährlichen Hippie-Gathering auf der Burg Herzberg, und gut ein Dutzend Musiker folgten seinem Ruf. Darunter heimische Pioniere wie etwa Dieter Serfas (Ex-Amon Düül II), Dieter Bornschlegel (Ex-Atlantis) und Volker […] mehr…

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    Beats - VON KLOOS, WELLNER, BUSS

    Seit vier Jahren basteln die BALLISTIC BROTHERS fette Beats, Remixes und Soundcollagen. Auf „Rüde System “ (EFA) verzichten sie vollkommen auf Drum’n‘-Bass-Elemente und Jungle-Vibes. Statt dessen strömt schmoover Seventies-Soul-Jazz durch die Speaker. Eine Platte also für den Sonntagmorgen, und wären die Percussions nicht so trocken, man würde manchmal gar vergessen, daß man schon längst aufgestanden […] mehr…

  • MY LIFE STORY -  THE GOLDEN  MILE

    MY LIFE STORY – THE GOLDEN MILE - Parlophone/EMI

    Zwölf Gründe, weshalb ich diese Platte liebe. Erstens. Sie vermittelt eine Vision davon, wie das Leben sein könnte, wenn es nicht das Leben wäre: glamourös, aufregend, leichtsinnig. Zweitens. Sie ist Pop. Drittens. My Life Story besteht aus elf Musikern, also einem kleinen Orchester, und klingt auch so. Viertens. Die Musiker tragen Anzüge wie die Tindersticks, […] mehr…

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    HURRICANE # 1 - Creation/Sony

    Unruhe im Oasis-Hauptquartier. Krisensitzung. Information haben gemeldet: Dem alten Creation-Veteranen Andy Bell, der zuletzt mit Ride in den Außenbezirken des Britpop-Rummels versackte, soll mit seiner neuen Band ein frischer Wurf gelungen sein. Das hätte keiner gedacht. Genau genommen hat man sowieso sehr wenig an Andy Bell gedacht. Jetzt hat er eine Band gegründet, die zur […] mehr…

  • CHRIS CACAVAS -  ANONYMOUS

    CHRIS CACAVAS – ANONYMOUS - Normal/Indigo

    Kennen Sie den? Legt der eine ein Tape ein, sagt der andere, als die ersten Akustik-Gitarren-Akkorde aus den Lautsprechern kriechen: „Klingt ja wie Neil Young.“ Antwortet der, der das Tape eingelegt hatte: „Is‘ aber nur Chris Cacavas.“ Häme beiseite. Chris Cacavas hat sie nicht verdient, weil er längst über dem unvermeidlichen Vergleich steht. Dennoch plagt […] mehr…

  • Travis - Good Feeling

    Travis – Good Feeling

    Es wird eng für Oasis. Noel selbst erteilte den Schotten den Ritterschlag, darin ist er gerecht. Ein reichliches halbes Jahr nach dem Überraschungsschlag „All I Want To Do Is Rock“, einem rohen Stück züggellosen Hedonismus‘ und entfesselter, zerrender Gitarren, kommt das Debüt-Album, wieder mit blödem Titel und – aufs Ganze gesehen – sensationeller noch als […] mehr…

  • TEENAGE FANCLUB - SONGS FROM NORTHERN BRITAIN

    TEENAGE FANCLUB – SONGS FROM NORTHERN BRITAIN - Creation/Sony

    Alles, was mit der Silbe „Hy“ anfangt, liegt dem Teenage Fanclub gar nicht: Hype, Hysterie, Hybris. Wer in ihren Songs nach etwas Überspanntem sucht, ist auf vergeblicher Expedition. Die Silbe „Be“ dagegen spielt in der Welt dieser Band eine große Rolle: Bescheidenheit, Bewährtes, Beatles. Mit so einer Einstellung wird man natürlich nicht zum Chartbreaker. Zu […] mehr…