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    TRAVIS: Furioser Blindflug im Rockreich

    Wissen ist Macht, wird behauptet. „Macht nichts“, sagte vor zehn Jahren der schottische Kunststudent Francis Healy, hängte sich eine Gitarre um und fing an, aus einer möglichst unschuldigen und naiven Perspektive heraus Songs zu schreiben. Und dieser Devise blieb er immer treu: „Ich will gar nicht viel wissen. Wenn du über eine Sache zu viel […] mehr…

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    Lambchop: Country-Band ohne Cowboys

    Für Millionen von Musikfans auf der Welt ist,Thriller’das vollkommene Pop-Album“, zwinkert Kurt Wagner, Chef von Lambchop. Er und sein zehnköpfiges Neo-Country-Ensemble sind mit ihrem neuen Album derart zufrieden, daß für sie nur ein Titel in Frage kam – „Thriller“. Lambchop versteht sich zwar als Country-Band, hat aber mit dem schlüpfrigen US-Schlager aus Nashvdle außer den […] mehr…

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    GRASS-SHOW: Ikeapop wie von Costello

    Klingt wie typisch britische Popmusik, die von fünf Schweden britischer gespielt wird, als es heute sogar in England erlaubt ist. Kommt nach den Cardigans und den Wannadies jetzt eine neue Ikeapop-Welle? Der „New Musical Express“ sah angesichts des Debüts der Stockholmer Band, „SomethingSmelk Goodln Stinkyiüe“, ohne Zögern „die nächste schwedische Invasion“. Zu Recht, denn das […] mehr…

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    STEVE WYNN: Die Entdeckung der Langsamkeit im Studio

    r ragt mich nicht, warum ich diesmal I im Studio genau doppelt so lange wie früher benötigt habe“, bittet Steve Wynn, ehemaliges Gründungsmitglied von Dream Syndikate. „Fragt lieber, wie ich es damals geschafft habe, in jeweils nur zehn Tagen meine Alben einzuspielen.“ Für „Sweetness And Light“, Wynns mittlerweile fünftes Soloalbum, nahm er sich 20 Tage […] mehr…

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    The Chainsaw Hollies: Pott-Britpop

    O ie sind bereits die er-W klärte deutsche Lieblingsband von Teenage Fanclub, und Oasis hatten bei ihrer ersten letzten Tour in Deutschland darauf bestanden, daß die Chainsaw Hollies im Vorprogramm spielen sollten. Das ist aber noch längst nicht alles, was die – inzwischen zum Trio geschrumpfte – Dortmunder Band mit den Kollegen aus England gemeinsam […] mehr…

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    MIKE WATT: Maritimer Avantgarde-Punk

    Ahoi! Ausgerechnet in Zeiten beschleunigter Singlehits traut sich Mike Watt als amerikanischer Punk-Veteran an ein längst verschollen geglaubtes Genre heran – das Konzeptalbum. Mit „Contetnplating The Engine Room“ erzählt er in 15 musikalischen Kapiteln den Alltag seines Vater während dessen Dienstzeit auf einer Navy-Fregatte: Jeder Song behandelt einen Teil des Tages an Bord, der kurz […] mehr…

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    FINLEY QUAYE: Rock’n’Reggae von Trickys jungem Onkel

    Wenn einer die Musik in den Genen hat, dann Finley Quaye, der aus einer reinrassigen Musikerfamilie stammt Sein Vater war Jazzkomponist, sein Onkel spielte in der Afro-Rock-Band Osibisa, sein älterer Bruder als Session-Gitarrist bei Elton John, und die älteste Schwester ist die Mutter von Englands Dance-Star Tricky. Doch im Gegensatz zu den düsteren Elektro-Klängen seines […] mehr…

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    SUGARTOWN – SLOW FLOWS THE RIVER - Marina/Indigo

    Schön saumselig fließt der Fluß diesmal. Die Band (nicht wirklich, natürlich) Sugartown funktioniert etwa so: Herb-schöne Frau mit sehnender Stimme (Gwen Stewart) trifft schwer melancholischen Qualitäts-Songschreiber (Douglas MacIntyre), Schauplatz ist Schottland. Plattenbesprecher wenden sich ab: Kennen wir! Stimmt ja. Jedoch: Die beschaulichen Elegien der Herzschmerz-Fraktion sind ein erbauliches Antidot in diesen Tagen der kontrollierten Hysterie […] mehr…

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    Drucksachen - von Wolfgang Doebeling

    Biographien sollten Fazit und Evaluation sein, ein Leben ausleuchten, ein Lebenswerk beschreiben und bewerten. Dazu muß freilich erst mal einer gelebt haben und auf mehr verweben können als ein paar erfolgreiche T-Shirts. In diesem Sinne: drei Lebensgeschichten längst verblichener Legenden… „LOUIS ARMSTRONG – AN EXTRAVAGANT LIFE“ (HarperCollins, ca. 80 Mark) von Laurence Bergreen ist beileibe […] mehr…

  • Genesis - Calling All Stations

    Genesis - Calling All Stations

    Eine unfaßbar langweilige Platte. Nein, wirklich. Nicht, weil der sogenannte Progressive Rock dieser Tage beliebt ist wie Rinderwahn und über Genesis sowieso alle Musiksinnigen gern und laut lästern, seit Phil Collins vor einigen Jahren als Schnulzist und Hauptfeind alles Wahren und Wichtigen ausgemacht und seine Band gleich mit zum Abschuß freigegeben wurde. Aber man müßte […] mehr…

  • 16 HORSEPOWER - LOW  ESTATE

    16 HORSEPOWER – LOW ESTATE - A&M/Polydor

    Sie waren eine Offenbarung des vergangenen Jahres. Mit „Sackcloth’n’Ashes“ schufen 16 Horsepower eine Sammlung sakraler Songs, die knarrten wie das Öffnen eines Sargdeckels – und ein Lichtstrahl durchstach die Finsternis von Tod, gefallenen Mädchen und Männern, Versuchung, Vergeltung, Vergebung und all diesem mystelnden, orthodoxen Kram. Folks, hear and fear! Anfangs scharten sich nur wenige Jünger […] mehr…

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    Edwyn Collins – I’m Not Following You - Setanta/Sony

    Alles Wahnsinn und alles wahnsinnig witzig. Edwyn Collins hat in den fast zwei Dekaden alsMusiker ja schon viel erlebt, aber der Überraschungserfolg von „A Girl Like You“ brachte selbst ihn zum Staunen. In den USA wurde zur Hitsingle extra ein neues Video gedreht, das selbstredend viel schlechter war als das Original, aber gut das Dreißigfache […] mehr…

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    Replays2 - VON BERND MATHEJA

    Als in England 1963/64 alle Dämme brachen, gab es für viele Bands auf eigener Scholle kaum noch Jobs. Der einzige hoffnungmachende Ausweg war die „4-H-Tour“: Harwich-Hoek van Holland – Hamburg. So fanden u. a. Jimmy 8C The Rackets, Ian 8C The Zodiacs und die Liverbirds Lohn und Brot, die in England nahezu unbekannt blieben, bei […] mehr…

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    GENEVA FURTHER - Nude/Sony

    „The Next Big Thing“ haben Jesus Jones ironisch ihre erste Single nach langer Pause genannt und klingen dabei wie zu ihren erfolgreichsten Zeiten – bevor sie Techno-Rock entdeckten. Unglücklicherweise hat die Welt nicht gerade auf ihr Comeback gewartet. „Nothing Lasts Forever“ heißt dagegen die Reunion-Single von Echo & The Bunnymen, die dabei kaum an ihren […] mehr…

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    REPLAYS1 - VON FRANZ SCHÖLER

    Weil die Aufnahmen, in deren Verlauf der Produzent LEE PERRY die Wailers um die Wende zu den 70er Jahren von einem Ska-Sanges-Trio zur richtigen Reggae-Band transformierte, überwiegend immer auf Raub-Platten zirkulierten, wurde diese Leistung nie so gewürdigt wie die Verdienste von Island-Boß Blackwell um die Superstar-Karriere von Bob Marley. Perrys Aufnahmen vor und nach seinen […] mehr…

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    THE INNER FLAME: A TRIBUTE TO RAINER PTACEK - Atlantic/eastwest

    So ist das Leben: Rainer Ptacek hat Krebs. Das ist schlimm, auch wenn er, wie zu hören ist, schon wieder auf dem Weg der Besserung sein soll. Der aus der ehemaligen CSSR via Chicago nach Tucson, Arizona, emigrierte Gitarrist, Dobro-Spezialist und Songwriter hat aber auch einen Freund mit Namen Robert Plant. Und das ist schön, […] mehr…

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    Nuggets - VON JÖRG GÜLDEN

    Der GRANFALOON BUS rollt weiter, diesmal sogar mit Schlafwagen. Was auf dem Vorgänger „Rocket Noon“ gelegentlich noch gehetzt oder wie im Demo-Stadium klang, wirkt auf „Sleeping Car“ (Trocadero TR 30060042) exaise thepun – total ausgeschlafen. Elf mal groteske, mal banale Geschichtchen, wie sie das Leben so schreibt, untermalt von Klängen zwischen Katzenjammer und Gaudi. Da […] mehr…

  • SNEAKER PIMPS - BECOMING X

    SNEAKER PIMPS – BECOMING X - Virgin

    TripHop im Spätsommer 1997: Tricky ist damit beschäftigt, seinem Traum, Filmstar zu werden, nachzugehen und debütiert mit einer undankbaren Rolle in Luc Bessons „Fifth Element“. Massive Attack waren zwar vor kurzem auf Tournee, halten sich aber äußerst bedeckt, wenn es darum geht, ihnen ein Statement über ein etwaiges neues Album zu entlocken. Lediglich Portishead geben […] mehr…

  • Tim Isfort - Orchester

    Tim Isfort – Orchester

    Neulich klang er überhaupt nicht beschwingt, da chauffierte er noch mit einem Taxi jede Nacht und siebenmal die Woche Menschen in die Bronx oder nach Brooklyn, und Bernhard Herrmann rollte dazu seine schweren Streicherteppiche aus. Doch jetzt säuselt Christian Brückner, der besser bekannt ist als „Die Stimme von Robert De Niro“ und mithin in der […] mehr…

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    Alternativen - von Michael Ruff

    Als Boss des Trios Archers Of Loaf hat Eric Bachmann alles getan, um dem blödschwammigen Begriff „Post-Grunge“ einen guten Namen zu geben. Unter dem bestechenden Pseudonym BARRY BLACK geht er noch einen Schritt weiter: War sein Debüt-Album (1995) eine bizarre, aber überaus hörbare Mixtur aus New Orleans-Bläsern, asiatischer Folklore und orchestralen Miniaturen, so wandelt er […] mehr…