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    HAZELDINE: Bittersüßer Wüstenschmelz

    Drei junge Frauen und ein Mann mit Brille mitten in der Wüste von New Mexico, eine einzige Bar in Albuquerque, weit und breit kein FM-Radiosender, 200 Meilen zum nächsten großen Plattenladen – eine ziemlich verschissene Gegend für Musiker. Sollte man meinen. Doch offenbar waren Abgeschiedenheit und Weite genau die Mischung, die das Quartett Hazeldine klingen […] mehr…

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    SIMON WARNER: Geschichtenerzähler

    Euro-Fetischisten wie Kohl wird das Herz höher schlagen. „Ich habe nie verstanden, wie die amerikanische Musiktradition – reduziert auf Wut und Angst – ganz Europa vereinnahmen konnte, das doch selbst eine weitaus größere Kultur-Palette hat.“ Sagt Simon Warner, ein Brite, der mit Tom Waits-Stimme und einem Zehn-Mann-Orchester (inklusive Streichquartett und Trompete) seine musikalischen Breitband-Epen erzählt. […] mehr…

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    JOHN HIATT: Endlich in der Formel Eins

    Wie lange muß dieser Mann noch Superhits für Kollegen komponieren, bis ihm endlich der längst verdiente Ruhm als Performer seiner eigenen Lieder vergönnt ist? Mit John Hiatts Songs haben sich so unterschiedliche Künstler wie Emmylou Harris, Bob Dylan, Paula Abdul und Iggy Pop geschmückt, für den Komponisten selbst hat es bisher jedoch gerade mal für […] mehr…

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    FEEDER: Gitarrenrock mit Kamikaze

    Während U2 dem alten Erfolgsrezept „drei Akkorde und die Wahrheit“ schon lange nicht mehr trauen, besann sich Grant Nicholas, ein Toningenieur aus Süd-Wales, auf eine andere Grundtugend des Rock’nRoll – drei Musiker und die halbe Wahrheit. „Ich weiß, daß auch ich Songs schreiben kann“, sagte er sich vor drei Jahren und zog mit seinem Studio-Kollegen, […] mehr…

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    THE WANNADIES: Kraftpop aus Ikealand

    Der erste Schein trügt wie so oft: Auf den Coverfotos von „Bagsy Me“ ist die Keyboarderin und Sängerin Christina Bergmark in vier Posen zu sehen -jedes Mal liegt sie irgendwo herum und schläft. Auf der Platte, das bereits vierte Album der Kraftpop-Band aus dem nordschwedischen Kaff Skelleftea, ist von träumerischer Schnarchmusik natürlich keine Spur. Wie […] mehr…

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    Todd Thibaud: Ein Solo wider Willen

    Stell dir vor, du hast eine eingespielte, am Song orientierte Rock-Band, zwei Alben halbwegs gut verkauft, das Studio für die dritte Platte gebucht- und dann erklärt dir der Boss deines Labels, er wolle lieber eine reine Rap-Firma haben – und kündigt alle Verträge mit seinen Rock-Acts. Todd Thibaud, Bostoner Sänger und Chef eben dieser Band […] mehr…

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    DEL AMITRI: Schneller auf den Punkt

    Zwei Regeln galten bei der Produktion“, so erinnert sich der Sänger und Bassist Justin Currie von der Band Del Amitri. „Keine akustische Gitarre und kein Song länger als drei Minuten.“ Das Glück für Currie: Keine Regel verträgt ihre letzte Konsequenz. So sind denn auf „Some Other Sucker’s Parade“, dem fünften Album der Schotten, die R.E.M. […] mehr…

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    A.C. ACOUSTICS: Bringen den Rock zurück nach Britannien

    Der verebbende Britpop-Hype hätte fest vergessen lassen, daß immer wieder auch großartige Rock-Bands aus England kamen. Das schottische Quartett um den Dichter und Sänger Paul Campion brauchte zwar neun Jahre bis zum nun vorliegenden Debütalbum „Victory Parts“, die 1994 erschienene EP „Able Treasury“ ließ jedoch sogar den eher rockfeindlichen „Melody Maker“ jubeln: „Endlich können wir […] mehr…

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    CORNERSHOP: Psychedelischer Inder

    Es begann mit einem tanzenden Turban: Tjinder, ein etwas durchgedrehter junger Sohn indischer Emigranten der Singh-Glaubensfamilie, vermengte in London Folklore aus dem Land seiner Ahnen mit Punk-Härten und Britpop-Melodien. Sein Projekt Cornershop veröffentlichte zwei von Kritik wie Publikum warmherzig aufgenommene Alben, hängte jedoch zu Jahresbeginn bei einer gemeinsamen Tournee mit Beck den Turban endgültig an […] mehr…

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    WORLD PARTY: Perlendes Pon-Puzzle

    Karl Wallinger hat sich nie eingebildet, die Popmusik neu erfinden zu können. Schon 1983 erkannte er mit seiner Band Waterboys, daß man sich nicht dafür schämen muß, aus jenem großen Baukasten der Musikgeschichte interessante Pop-Puzzles zusammenzubauen. In den vier Jahren nach „Bang!“, der letzten Platte seines Solo-Alter egos World Party, hat er sich am Londoner […] mehr…

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    U2: Ab in die Disco

    War keine gute Idee vom „Tane“-Magazin, ausgerechnet einen gerade mal 21jährigen Reporter zum Bono-Interview zu schicken: „Verfick dich“, grollte Bono auf die Bemerkung, U2 habe endlich den Dancefloor entdeckt, „wir haben bereits Dance-Remixes gemacht, als ihr kleinen Arschlöcher noch in kurzen Hosen herumlaufen mußtet!“ Und tatsächlich findet sich in der U2-Diskographie bereits 1988 der erste […] mehr…

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    Drucksachen - von Wolfgang Doebeling

    Inzwischen umkreist seine Asche ja den Erdball, aber noch vor wenigen Jahren taperte Timothy Leary, äußerlich ein Tattergreis, im Herzen der ewige Rebell, durch Flughafenhallen und andere öffentliche Gebäude, wo das Rauchen bei Strafe untersagt ist, immer auf der Suche nach einem Polizisten oder einem anderen Vertreter der Obrigkeit. Und hatte er einen gefunden, baute […] mehr…

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    Waterson:Carthy – Common Tongue

    Um Mord und Maßlosigkeit geht es in diesen Liedern. Um Tod und Verderben, aber auch um Lust und die Launen der Natur. Ihr Aber mißt sich in Jahrhunderten, und ihre Helden sind liebeskranke Damen und ruchlose Wüsdinge, läufige Jungfern und rachsüchtige Riesen. Ort der Handlung ist das britische Empire, also gut und gern die halbe […] mehr…

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    Jackie Leven – Fairytales For Hardmen - Cooking Vinyl/Indigo

    Wie ein alter Bussard zieht Jackie Leven oben im schönen Oban (pardon the pun) seine Kreise, je höher, desto majestätischer. Leven braucht die Luft unter den Schwingen, am Boden macht er eine merkwürdige Figur. Knorrig, beinahe grobschlächtig wirkt er inmitten des hektischen Treibens der Moderne, die er so sehr verachtet. In den lichten Höhen seiner […] mehr…

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    Ja König Ja - dto.

    Gerade hat man die Grenze überschritten, zum ersten Mal sieht man sich in dem fremden Land um, und überrascht stellt man fest, daß es hier ganz ist wie zu Hause: Die Häuser haben Wände, die Autos Räder, die Menschen Köpfe, die reden und essen, und McDonald's oder Michael Jackson gibt es sowieso überall. mehr…

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    replays2

    Mit ihren eigenen Bluesund Hardrockern hatten’s die Briten Ende der 60er, Anfang der 70er nicht so sehr. Viele schwärmten aus, um etwa in den USA oder auf dem Euro-Fesdand abzugreifen – Savoy Brown, Ten Years After und Steamhammcr, zum Beispiel. Ein weiteres Beispiel: ROBIN TROWER, dessen erste viel Alben jetzt, kraftvoll remastered, in zwei CDs […] mehr…

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    Baby You Know – Snake Eyes Cry - Veracity/EFA

    In diesem Jahr dürften noch einige Veröffentlichungen anstehen, die Tbwnes Van Zandt einen letzten Gruß hinterherschicken. So „naturally“, wie es auch Baby You Know auf „Snake Eyes Cry“, ihrem vierten Album, tun. Zukünftige Werke der Band aus dem Niederbayerischen lassen durchaus noch einige weitere Verbeugungen post mortem erwarten, aus je gegebenem Anlaß. Vor Lou etwa. […] mehr…

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    replays1

    Spottbillig wiederveröffentlicht hat Sony in der Columbia/Legacy-Serie eines der allergrößten Meisterwerke der Jazz-Historie, namentlich MILES DAVIS‘ „Kind Of Blue“(CK 64935) von 1959; als Hochbit-Remix/Remaster vom Dreispur-Originalmaster in schier sagenhafter Klangqualität. Drei der Aufnahmen, die auf LP immer und auf frühen CDs ebenfalls „zu schnell“ überspielt worden waren (ein technischer Fehler, der jahrzehntelang Kollegen wie Fans […] mehr…

  • Faith No More - Album Of The Year

    Faith No More - Album Of The Year

    And the music is fauing into pieces. Faith No More gehörten zum Beginn des Crossover irgendwie dazu. Und etwas mehr. Mit „The Real Thing“ gelang ihnen ein Urknall, zu dem Gymnasiasten und andere Pubertierende plötzlich ihr kurz frisiertes Haupthaar schüttelten. Die Poser vom Sunset Strip verschwanden, da man zum Moshen keine Mähne benötigt. Nun sind […] mehr…

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    The Folk Implosion – Dare To Be Surprised

    Gommunion FFA Keine Strategie ist natürlich auch eine Strategie, irgendwie. Siehe Lou Barlow, der seit über zehn Jahren dem Erfolg davonläuft, um sich dann doch regelmäßig von ihm einholen zu lassen. Die Daten seiner Karriere wurden dem Leser ja schon einige Male gereicht: Bei Dinosaur Jr. stieg der Ami einst aus, als sie ihm zu […] mehr…