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    ROOTS

    - VON JÖRG FEYER

    Grammy-Ehren und Platin-Platten: Ein Nashville im Umsatztal ärgert sich vermutlich gewaltig, daß der Durchmarsch von ALISON KRAUSS & UNION STATION ohne eine pekuniäre Beteiligung der lokalen Plattenindustrie stattfand. Auch das neue Album „So Lang So Wrong“ (Rounder/in-akustik) wird wieder vom renommierten Ostküsten-Indie veröffentlicht. Krauss‘ mal strahlender, mal gedämpfter Sopran ist wieder die halbe Miete, doch […] mehr…

  • Robert Earl Keen - Picnic

    Robert Earl Keen – Picnic - Arisla/BMG

    Unverhofft kommt doch öfter, als man denkt Robert Earl Keen auf einem Major-Label? Damit war nicht unbedingt zu rechnen,auch wenn es „nur die regionale Sub-Adresse (nämlich Austin) ist Ein Fall für die Buchhaltung also, Rubrik „Abschreibungen“? Oder doch echtes Engagement für texanische Songwriter-Kunst? Da diese Zeilen abseits einer Spezialisten-Kolumne ihren Platz finden, zwecks Einführung der […] mehr…

  • Wu-Tang Clan - Wu-Tang forever

    Wu-Tang Clan – Wu-Tang forever - Loud/RCA/BMG

    Wie ein riesiger Raubvogel prangt ein „W“, wo immer über den Wu-Tang Qan berichtet wird. Also überall. Und die gewaltigen schwarzen Schwingen des Initials legen über alle anderen Künstler einen gewaltigen Schatten – KRS-One sieht kein Licht mehr, von den Jungk Brothers nimmt sowieso niemand Notiz. Es ist unvermeidlich, daß sich in der Welt des […] mehr…

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    Jazz - von Seckendorff

    Seit Frau Cassandra Wilsons „Blue Light TU Darm“ war Jazz-Gesang nicht mehr so aufregend wie jener von KURT ELLING. Eddie Jefferson, Jon Hendricks, Mark Murphy: Da stammt einer hörbar aus bester Schule, überzeugt aber mit völlig eigenem Zugang zu Seat-Improvisation und dem raffinierten Spiel mit Worten. EUings Bariton-Stimme kann Jazz-Songs den Charme von Pop und […] mehr…

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    John Hiatt – Little Head - Capitol/EMI

    Rock’n’Roll sowie „sweet love songs“ verspricht John Hiatt für sein inzwischen 14. Solo-Album, fein ausbalanciert, versteht sich. Klare Koordinaten und im Prinzip nichts Neues also. Und ein gewisses Niveau hält der Mann ja immer. Allerdings: Jhfectly Good Guitar“ war 1993 der klarere und zugleich tiefer gründende Rock-Jungbrunnen. Und „Walk Ort“, der unmittelbare Vorgang«; war das […] mehr…

  • K.D. Lang - Drag

    K.D. Lang – Drag - WEA

    Lange ist es her, die Lebenserwartung war wohl niedrig, aber die Stimmung gut. In kleinen Clubs sangen ausgemergelte Interpreten mit blutunterlaufenen Augen Lieder über die Untiefen der Lust und die Freuden der Morallosigkeit. Jeder Sänger rauchte während der Show zu einer Flasche Whisky zwei Schachteln Zigaretten, das war gut fiir die Stimme. Und die Lebenserfahrung. […] mehr…

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    Ein Licht in meinem Herzen von Nick Cassavetes - ab 3. Juli

    Das Gespür für die kleinsten inneren Regungen und sich den Personen schonungslos zu nähern, hat er vom Vater gelernt. Nick Cassavetes ist unverkennbar der Sohn von John. Wenn Mildred (Gena Rowlands, Nicks Mutter und Johns Witwe) morgens fluchend die Zeitungen austeilt, scheint der skurrile Humor des Vaters durch. Eigentlich sollte ihre Tochter die Blätter austragen, […] mehr…

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    SUBURBIA von Richard Linklater - ab 3. Juli

    Before sunrise. Fünf Slackers treffen sich an der Ecke einer Tankstelle in Burnfield, einer jener suburbs irgendwo in Amerika, die es überall gibt und niemand kennt. Sie schwatzen, saufen, scherzen und sehnen sich nach etwas, das sie kaum formulieren und noch weniger fassen können. Sie sind dazed and confused. Mit „Slacker“, „Dazed And Confused“ und […] mehr…

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    KOLYA von Jan Sverák - ab 17. Juli

    Geschichten, in denen Kinder Erwachsene aus ihrer emotionalen Starre befreien, sind so alt wie das Kino. „The Kid“ von Charlie Chaplin sowie Wim Wenders‘ „Alice in den Städten“ sind nur die zwei schönsten Beispiele. Findet ein tschechischer Film den Weg in deutsche Kinos (und eben nicht nur ins Nachtprogramm des WDR), muß etwas Besonderes passiert […] mehr…

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    ENCORE von Pascal Benitzer - ab 26. Juni

    Uni-Professor Abel Vichac (Jackie Berroyer) wird geplagt von Midlife-Crisis und Writer’s Block. Seine Freundin Aliette (Valerie Bruni-Tedeschi) macht ihm die Hölle heiß, wenn er zu spät nach Hause kommt Beide wissen – er hat mal wieder mit einer der Studentinnen geschlafen. Während er im Cafe zynisch mit einer Schönen parliert, sucht er sich bereits sein […] mehr…

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    COLIN NEWMAN:DerAmbient-Bastard

    Ambient, Trance, Drum’n’Bass – für Colin Newman alles kalter Kaffee. Alter Kram, denn im Grunde spielt der Brite seit 1976 nichts anderes nur nannte man es damals noch Art Rock, wozu auch mal gesungen wurde. Newman sang bei seiner damaligen Band, der Kult-Gruppe Wire, und nahm auch für einige der Stükke seines neuen Albums r […] mehr…

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    PRIMAL SCREAM: Tanz im Space Shuttle

    Nein, „Kowalski“ ist nicht der Titel einer neuen Sat l-Vorabendserie. Mit ihrer Single erinnern Primal Scream den Protagonisten des 70er-Jahre-Roadmovies „Vanishing Point“. In diesem Film fuhr Kowalski in seinem roten Dodge Challanger ziellos durch die USA. Und dieses Konzept hatten die britischen Pioniere des tanzbodenkompatiblen Noise-Rock auch bei der Produktion ihres neuen Albums „Vanishing Point […] mehr…

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    SLEATER-KINNEY: Punk Rock ohne Kerl

    Wenn man sich im Schneesturm erst den Weg zu dem Studio in Seattle freischaufeln muß, liegt diese alternative Heizmethode nahe: Punk Rock, schnell, laut und hart, prügelten die drei Frauen von Sleater-Kinney auf ihre Gitarren und Trommeln – und ruck zuck war „Dig Me Out“ im Kasten. Es ist schon das dritte Album der lauten […] mehr…

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    JAZZATEERS: Auch später Ruhm adelt

    Unendliche Weiten Britanniens. Wir schreiben das Jahr 1983. Die Gitarren dieser Welt sind halbakustisch geworden und klingen – egal, ob bei Lloyd Cole oder Aztec Camera – nur noch „pling pling plang“. Andere Zeitgenossen stülpen sich Cashmere-Pullis über, kaufen sich einige Synthesizer, nippen am Martini und nennen sich ABC oder Heaven 17. Nur in einem […] mehr…

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    PALACE MUSIC: Seltsam schöne Songs

    Mancher muß erst sein halbes Leben lang auf der Straße leben und bis ans Ende der Welt reisen, um danach herauszufinden, daß er sich die Mühe im Grunde hätte sparen können. Doch wäre für Will Oldham, besser bekannt unter seinen Pseudonymen Palace, Palace Music und Palace Brothers, nicht immer der Weg das eigentliche Ziel gewesen, […] mehr…

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    HAZELDINE: Bittersüßer Wüstenschmelz

    Drei junge Frauen und ein Mann mit Brille mitten in der Wüste von New Mexico, eine einzige Bar in Albuquerque, weit und breit kein FM-Radiosender, 200 Meilen zum nächsten großen Plattenladen – eine ziemlich verschissene Gegend für Musiker. Sollte man meinen. Doch offenbar waren Abgeschiedenheit und Weite genau die Mischung, die das Quartett Hazeldine klingen […] mehr…

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    SIMON WARNER: Geschichtenerzähler

    Euro-Fetischisten wie Kohl wird das Herz höher schlagen. „Ich habe nie verstanden, wie die amerikanische Musiktradition – reduziert auf Wut und Angst – ganz Europa vereinnahmen konnte, das doch selbst eine weitaus größere Kultur-Palette hat.“ Sagt Simon Warner, ein Brite, der mit Tom Waits-Stimme und einem Zehn-Mann-Orchester (inklusive Streichquartett und Trompete) seine musikalischen Breitband-Epen erzählt. […] mehr…

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    JOHN HIATT: Endlich in der Formel Eins

    Wie lange muß dieser Mann noch Superhits für Kollegen komponieren, bis ihm endlich der längst verdiente Ruhm als Performer seiner eigenen Lieder vergönnt ist? Mit John Hiatts Songs haben sich so unterschiedliche Künstler wie Emmylou Harris, Bob Dylan, Paula Abdul und Iggy Pop geschmückt, für den Komponisten selbst hat es bisher jedoch gerade mal für […] mehr…

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    FEEDER: Gitarrenrock mit Kamikaze

    Während U2 dem alten Erfolgsrezept „drei Akkorde und die Wahrheit“ schon lange nicht mehr trauen, besann sich Grant Nicholas, ein Toningenieur aus Süd-Wales, auf eine andere Grundtugend des Rock’nRoll – drei Musiker und die halbe Wahrheit. „Ich weiß, daß auch ich Songs schreiben kann“, sagte er sich vor drei Jahren und zog mit seinem Studio-Kollegen, […] mehr…

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    THE WANNADIES: Kraftpop aus Ikealand

    Der erste Schein trügt wie so oft: Auf den Coverfotos von „Bagsy Me“ ist die Keyboarderin und Sängerin Christina Bergmark in vier Posen zu sehen -jedes Mal liegt sie irgendwo herum und schläft. Auf der Platte, das bereits vierte Album der Kraftpop-Band aus dem nordschwedischen Kaff Skelleftea, ist von träumerischer Schnarchmusik natürlich keine Spur. Wie […] mehr…