• Yo La Tengo - I Can Hear The Heart Beating As One

    Yo La Tengo – I Can Hear The Heart Beating As One

    Unsere kleine amerikanische Band. Diesmal ganz groß. Und mit noch mehr Amerika drin. Durch das wunderbare „Stockholm Syndrome“ etabliert sich Bassist James McNew, in Low-Fi-Kreisen unter dem Pseudonym Dumb gefeiert, jetzt als festes drittes Mitglied. Yo La Tengo selbst nennen es lustigerweise ihr „Beatles-Stück“, in Wirklichkeit aber waren sie Neil Young nie näher. „We’re An […] mehr…

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    Nuggets - VON JÖRG GÜLDEN

    Der Mann ist echt emsig, denn nach seinem Dodge Main-Projekt (RS 3/’97) legt WAYNE KRAMER mit „Citizen Wayne“ (Epitaph 6488-2 P) ein weiteres maximum rock-Album nach. Produziert von David Was (Was Not Was), der auch das Gros der Titel mitgeschrieben hat, geht Kramer auf eine Parforcetour durch alle erdenklichen Stilrichtungen: böser Funk, eisenharter R&B und […] mehr…

  • Palace Music - Lost Blues And Other Songs

    Palace Music – Lost Blues And Other Songs - Domino/RTI

    Sein Werk ist ein schwarzes Loch, und das ist jetzt auch auf dem Cover. Bei Will Oldham gehen die Lichter aus – das Projekt Palace Music (Palace Brothers, Palace) hat er aufgegeben, zum Abschied gibt es noch eine Sammlung mit verlorenen Songs und anderem Blues; Material, das auf irgendwelchen Singles auf irgendwelchen Labels veröffentlicht wurde. […] mehr…

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    Jazz - VON SECKENDORFF

    Daß nicht überall traditionsbewußter Jazz drinsteckt, wo „Blue Note“ draufsteht, hat sich herumgesprochen. Aber in dem Fall von HELEN ERIKSEN geht die Verwirrung noch viel weiter: „Standards“ heißt ihr Erstling, obwohl „What Is This Thing Called Love“ hier als einzige Fremdkomposition aus dem Rahmen fallt Daß es ansonsten um eine der angenehmsten Jazz-Produktionen im Geiste […] mehr…

  • SUPERGRASS - In It For The Money

    SUPERGRASS - In It For The Money

    Geschickt eingefädelt. Blur haben ihr letztes Album schon drei Monate draußen, das neue von Oasis läßt noch auf sich warten. Und dazwischen plazieren sich ganz bequem Supergrass, die nie die Zukunft des Britpop verkörpert haben, aber immer der amüsantere Teil seiner Gegenwart gewesen sind. Daß da jemand vor kurzem den Tod des Britpop proklamiert hat, […] mehr…

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    John Lee Hooker – Don’t Look Back; Zakiya Hooker – Flavors Of The Blues

    Wenn der Vater mit der Tochter. Hat die Tochter natürlich per se erstmal die schlechteren Karten. Der Vater selbst, erinnert sich die Tochter, habe es ihr einmal so gesagt: „Du hat ja noch nicht mal ein Baumwollfeld gesehen.“ Noch Fragen? Und wenn Vater und Tochter dann, ganz am Schluß von „Flavors Of The Blues“, das […] mehr…

  • Townes Van Zandt - Highway Kind

    Townes Van Zandt - Highway Kind

    Der Nachlaß, erster Teil. Townes Van Zandts allerletzte Aufnahmen, wenige Tage vor seinem Tod mit diversen Sonic-Jugendlichen in Memphis auf Band gebannt, werden wohl kaum veröffentlicht werden, zumindest nicht vorläufig. Da nur vier oder fünf Vocal Tracks fertiggestellt wurden und der Auftraggeber der Sessions, Geffen Records, unterhalb der Schwelle eines kompletten, ausproduzierten Albums gar nicht […] mehr…

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    ROOTS - VON JÖRG FEYER

    Selbst im Mutterland des Kommerz-Fernsehens gibt es noch werbefreie Bastionen des guten Geschmacks. Wie AUSTIN CITY LIMITS: Geboren aus dem Geist der sogenannten „Outlaw“-Bewegung, blieb die populäre Live-Show aus der texanischen Bundeshauptstadt stets den besseren Ausläufern des Country-Gewerbes auf der Spur. „The Best Of Austin City Limits: Country Music’s Fittest Hour“ (Columbia/SMIS) ist kein vermessener […] mehr…

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    TWIN TOWN von Kevin Allen

    In Wales gibt es Orte wie Clwb und das Kaff Swansea, das Dylan Thomas mit Sauftouren und in seinen Gedichten als „Friedhof der Ambitionen“ unsterblich machte. Häuser sind klein, oder man haust gleich im Bauwagen. Über all den bröckelnden Putz, die korrupten, koksenden Polizisten, die verarmten Bewohner und eine Bucht mit Stahlwerken herrscht Baulöwe Cartwright […] mehr…

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    DIEBE DER NACHT von André Téchiné - ab 24. April

    André Téchiné läßt den Zuschauern nur zwei Möglichkeiten: Entweder maßvolle Langweile an den Wortwechseln oder ein gewisses Vfergnügen an der Kunst, die Komplexität von Wahrheit psychologisch und szenisch aufzudröseln. Der Plot kreist um einen Gangstertod, dessen Vorgeschichte und Auswirkung aus der Perspektive verschiedener Beteiligter vorgeführt werden. Notgedrungen unvollständig und existentiaüstisch – eine Verweigerung bürgerlicher Moralvorstellungen, […] mehr…

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    BIG NIGHT von Stanley Tucci - ab 24. April

    Mama Miracoli! Nicht eine Prise mehr Salz will Primo (Tony Shalhoub) ins Essen streuen. Derweil steht Secondo (Stanley Tucci) vor Gästen, die ins Risotto starren: Was dies sei? Die Brüder besitzen in New Jersey ein Restaurant. Es heißt „Paradise“, denn: „Gut essen heißt, Gott nahe zu sein“, so Primo. Secondo aber weiß, daß sie bald […] mehr…

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    SET IT OFF von F. Gary Gray - ab 1. Mai

    Die Schauspielerinnen Vivica A. Fox und Jada Pinkett schmückten mit ihren Model-Bodies Filme wie „Independence Day“ oder „Der verrückte Professor“ und standen männlichen Stars zur Seite. Nun zeigen sie selbst Heldinnen-Format: Als Frankie und Stony, Afroamerikanerinnen mit Ghetto-Vergangenheit ohne Perspektive, überfallen sie mit ihren Freundinnen Cleo (Rapperin Queen Latifah) und Tiscan mehrere Banken – bis […] mehr…

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    WHEN WE WERE KINGS von Leon Gast - ab 22. Mai

    Als Axel Schulz vor zwei Jahren im Showbabylon von Las Vegas gegen George Foreman antrat, gaben die Experten dem jungen Deutschen keine Chance. Trotzdem hätte er hätte nach Punkten siegen müssen – doch die Ringrichter votierten für den 44 Jahre alten Champion. Foreman trat dann endgültig zurück. Als Foreman 1974 in Zaire eintraf, war er […] mehr…

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    Vertrauter Feind von Alan J. Pakula; The Saint von Phillip Noyce - ab 27. März; ab 1.…

    In Polit-Thrillern von Alan J. Pakula scheinen die Menschen oft winzig, fast bedeutungslos, wie Fremdkörper im Vakuum. Leer ist darin seine Welt, mal finster, mal gleißend hell, niemals aber vertraut oder beruhigend. Und irgendwo dort draußen scheint das Böse zu lauern, hinter den seriösen Fassaden der Bürotürme, hinter einer der Türen der anonymen Flure, und […] mehr…

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    PEARLFISHERS: Knacken die Pop-Auster

    Mit diesem Bandnamen drückt der schottische Sänger David Scott natürlich ganz bewußt auf den Kalauerknopf der Musik-Redaktionen. Das provoziert die Frage: Was genau sind denn nun die vielbeschworenen Pop-Perlen? Sie sind lange gewachsen, auf den ersten Blick nicht so spektakulär wie Brillanten, auf jeden Fall aber von zeitloser Schönheit. In diesem Sinne haben Scott und […] mehr…

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    CALVIN RUSSELL: Urgestein aus Texas

    Wer als das sechste von neun Kindern auf die Welt kommt und seine ersten Lebensjahre auf dem Tresen der Kneipe verbringt, in der der Vater als Koch arbeitet, findet nach seinem ersten Bruch zwar garantiert einen mild gestimmten Jugendrichter, die Lebensperspektiven sind dennoch nicht allzu rosig. Nicht so in Texas – denn hier kann man […] mehr…

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    SHEEP: Pures Vergnügen aus Schwaben

    Kürzlich kündigte der Kölner Clip-Kanal VIVA an, Ende des Jahres ein Regionalbüro in Stuttgart aufmachen zu wollen – und stieß damit auf unverständiges Kopfschütteln: Was könnte eine Region, die der Nation bereits so spätzleschwere Acts wie Pur oder Fools Garden beschert hat, schon an wirklich interessanten Talenten hervorbringen? Daß aber nicht ganz Schwaben ein einziges […] mehr…

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    SUPERGRASS: Transistor-Killer im tiefen Tal der Super-Kiffer

    Wenn man seine Band Supergrass nennt, gehören natürlich Kiffergeschichten wie die zum Standardrepertoire: „Ich hab schon mal bekiffit einen Autounfall gebaut“, bekennt der Drummer Danny Goffey, „aber eigentlich war dieses Mädchen auf dem Beifahrersitz daran schuld. Sie rollte einen Joint nach dem anderen und ließ mich dran ziehen.“ Passiert ist ihm dabei jedoch nichts. Das […] mehr…

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    NAKED LUNCH: Endlich out of Klagenfurt

    Beinahe hätten sie es bereits 1994 gepackt: „Wir wurden nach New York geflogen“, so erinnert sich die Band aus dem österreichischen Klagenfurt mit Grausen an ihr damals erstes Branchen-Vorspielen in Amerika, „und sollten vor seltsamen Menschen aus dem Musikbiz spielen, die von überall mit schnellen Flugzeugen ankamen. Lange, dicke Autos fuhren vor und es wurden […] mehr…

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    THAT DOG: Frauen spielen die erste Geige

    Immer wieder das alte Lied: Da müht man sich monatelang im Studio ab und produziert einen kunterbunten Strauß interessanter Song-Blüten, dann blödelt man am Ende der Sessions noch mal zur Entspannung 3:17 Minuten lang herum – und mit blinder Trefisicherheit sucht sich die Plattenfirma diesen Spaß-Track als erste Single-Veröffentlichung heraus. So geschehen auch bei dem […] mehr…