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    YinYang

    Trance auszulösen war und ist eine Hauptfunktion von Musik, jedenfalls außerhalb des westlichen Kulturkreises. Dabei geht es weniger ums Ausspacen oder Highwerden, sondern um sozialen Service. Die Schamanen reisen nicht zum Spaß in die „Nichtalltägliche Wirklichkeit“, sondern haben gefälligst zu heilen und Rat zu geben. Monotone Trommelschläge von vier bis sieben Schlägen pro Sekunde oder […] mehr…

  • Cake - Fashion Nugget

    Cake – Fashion Nugget

    John McCrea sagt schöne Sätze über Musik im allgemeinen, um das Besondere seiner Musik unauffällig anzudeuten. Wie etwa: Ein guter Song sei „wie die Träne im Auge eines Pudels, der einen Preis bei einer Weltklasse-Hundeshow gewonnen hat“. Der Sänger und Chef-Songwriter von Cake weiß natürlich, daß so etwas gern zitiert wird, kann sich den vollen […] mehr…

  • Depeche Mode Ultra Cover

    Depeche Mode - Ultra

    Durch die Krise der Band und den Selbstmordversuch ihres Sängers Dave Gahan bekommt diese Platte eine Bedeutung, die über das Musikalische hinausgeht. Es hätte nicht viel gefehlt, und Gahan wäre ein zweiter Kurt Cobain geworden – eine Rock’n’Roll-Edelleiche, massenhaft aufgebahrt auf schnell gefertigten Gedenk-T-Shirts. Die ruinösen, verzweifelten 90er Jahre hätten die unbeschwert ironischen 80er Jahre […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    Er spielt in dem Trio von Ray Brown und gilt als Pianist für die Fans von Oscar Peterson. Dabei ist dieser BENNY GREEN kein Neo-Traditionalist, wie das „Kaleidoscope“(Blue Note) seiner eigenen Kompositionen beweist Die bleiben zwar dem modernen Mainstream verpflichtet, auf Nummer sicher jedoch ging Herr Grün nur bei der Auswahl von Mitstreitern wie Ron […] mehr…

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    HELMET- AFTERTASTE; ROLLINS BAND – COME IN AND BURN - Interscope/Universal;Geffen/Universal

    Eine Frage des Schweißes: Nahezu zehn Jahre ist es her, daß sich Männer wie Henry Rollins oder Page Hamilton des Proll-behafteten „Heavy“ vor dem „Metal“ entledigten und es großzügig durch ein „Open“ oder „Modern“ ersetzten. „Heavy“ ist nur noch die diffuse Assoziation eines Sounds, der auf Spandexhosen und Flying-V-Gitarren verweist – sie tatsächlich aber lächerlich […] mehr…

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    EMMA von Douglas McGrath - ab 10. April

    Die Liebe – ein Spiel? Emma (Gwyneth Paltrow) ist hübsch,lebenslustig und unerfahren. Von Liebe aber glaubt sie alles zu verstehen – zumindest, wie man zwischen zwei Menschen ein Feuer schürt. Als ihre Gouvernante (Greta Scacchi) heiratet, will sie aus Trauer über den Verlust zwei Menschen glücklich machen. Opfer ihrer guten Tat ist ihre schüchterne, pummelige […] mehr…

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    DANTE’S PEAK von Roger Donaldson - ab 10. April

    Der weiße Hai ist diesmal mehrere tausend Meter hoch und grummelt verdächtig in seinem Inneren. Dante’s Peak, ein kleiner, idyllischer Ort im Nordwesten der USA, feiert seinen zweiten Platz im Wettbewerb „Die schönste Kleinstadt Amerikas“. Dummerweise rumort der den Ort überragende Vulkan seit einigen Tagen, was den Vulkanologen Harry Dalton (Pierce Brosnan) irritiert. Seine Warnung, […] mehr…

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    MICHAEL COLLINS von Neil Jordan - ab 3. April

    Neil Jordans opulent inszeniertes Theorem über jenen richtigen Weg, eine verhaßte Besatzungsmacht zu stürzen, fand auch nach Erhalt des Goldenen Löwen von Venedig bei Kritikern nicht nur Zustimmung. Aber der Ire hat mit „Michael Collins“ genau das geschafft, wovon (fast) alle Regisseure träumen: Großes Kino zu machen und dabei sein politisches Credo doch nicht zu […] mehr…

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    THE ADDICTION von Abel Ferrara - ab 27. März

    Abel Ferrara ist ein Besessener. Er weiß, was er will, aber weiß auch, daß er das Schicksal nicht ändern kann. Zuletzt drehte er „Das Begräbnis“, mit kleinem Budget und großen Darstellern, der nur wenige Tage in den Kinos lief. „The Addiction“ ist bereits zwei Jahre alt. Der deutsche Verleih wollte ihn nie zeigen, bis das […] mehr…

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    THE ORB: Ein Sound ohne Schwerkraft

    The Orb sind ihrer Zeit immer ein paar Jahre voraus. Für sie hat das neue Millenium längst begonnen, denn die Kirche – da stützen sich die Ambient-Popper auf die Ergebnisse renommierten Sternenforscher – hat sich mit der Geburt von Jesus Christus um einige Jahre vertan. Und wie klingt die Musik des nächstenjahrtausend? Unglaublich weich, ungeheuer […] mehr…

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    THE CHEMICAL BROTHERS: Die Formel

    Wuchtige Baß-Schlaufen, metallisch scheppernde Drums, psychedelische Gitarrenloops – irgendwo im Niemandsland zwischen Rock und Techno haben sich die Chemical Brothers vergraben. Rock amerikanischer Provenienz kommt in ihren Tracks ebenso vor wie die neuesten Entwicklungen der englischen Elektronik. Für Tom Rowlands und Ed Simons, die Kraftwerk und Led Zeppelin lieben, geht das zusammen. Begonnen hat die […] mehr…

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    BETH ORTON: TripHop auf der Klampfe

    Weitsicht ist wichtig, das weiß auch Beth Orton. Elektronische Musik und Folk sind für die 26jährige keine Gegensätze. In ihrer englischen Heimat wird sie schon als „90’s Joni Mitchell“ gefeiert, aber die Songs ihres Debüts „Trailer Park“ arrangierte sie mit elektronischen Rafinessen. Bei einigen hat mit Andrew Weatherhall einer der coolsten Dance-DJs Hand angelegt hat. […] mehr…

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    TEX PERKINS: Country mit Herz aus Gold

    Der Mann mit den zwei Gesichtern. Gerade erschien unverhofft ein Album seiner Hobbyband Beasts Of Bourbon, auf der Tex Perkins zu massiv krachendem Blues-Rock auf Satan macht Wahrlich, Blues muß die Musik des Teufels sein. Und nun kommt mit „Far Be It From Me“ sein Solo-Album heraus, auf dem er mildes Country-Sentiment versprüht. Unerklärlich, wie […] mehr…

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    TONIC: Reifezeugnis aus opulentem Rock

    Sie sind jung, aber keineswegs unerfahren. Gitarrist Jeff Russo verursachte schon durch einen gewagten Auftritt in einem TV-Spot, der vor Aids warnen soll, einen mittelschweren Skandal. Sänger Emerson Hart kennt Freud und Leid des Unterhaltungswesen von den Erfahrungen seiner Mutter, der Schauspielerin Sandra Hart Dan Rothchild hat bereits wichtige Erfahrung als Produzent gesammelt – so […] mehr…

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    Sam Brown: Verführerischer Soul-Jazz

    Klar, „Stop“ kennt fast jeder. Ein Welthit, damals 1988. Natürlich erinnert sich Sam Brown gern daran zurück, aber die Zukunft liegt ihr genauso am Herzen. Und vielleicht noch ein bißchen mehr – denn ein „One-Hit-Wonder“ will sie wirklich nicht sein. Es ist gar nicht so einfach, sich der Welt immer wieder als verkable Songwriterin ins […] mehr…

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    Ramshackle: Neutöner des Dancefloor

    Tricky, Faithless – und nun kommen Ramshackle: Die Neutöner sind nicht mehr aufzuhalten. Wobei dieses britische Trio schon auf seinem Debüt „Depthology“ einen alten Experten für Synthesizer und Soul einsetzen konnte – nämlich Steve Winwood. Bei Ramshackle fließt die Musikgeschichte locker ineinander, ist Deep Purple ebenso ihr Einfluß wie Prince, und „TripHop“ wäre eine zu […] mehr…

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    SWELL: Psychofolk voll dunkler Poesie

    Der Dreck, das Elend, die Dunkelheit – erst vor jenem Hintergrund kann die Schönheit der Kunst strahlen. So glauben es jedenfalls Swell. Jahrelang nahmen die Klangperfektionisten in dem eigenen Studio im Tenderloin District, einer schaurigen Ecke San Francis««, ihre Alben auf. Dann wollten sie ihren Sound modifizieren, eine Ortsveränderung schien unvermeidbar. Das Trio zog nach […] mehr…

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    ELEVENTH DREAM DAY: Feinmechaniker

    Die Band als Familienunternehmen. Etwas unregelmäßiger erscheinen die Alben von Eleventh Dream Day, seit Janet Beveridge Bean und Rick Rizzo sich um das gemeinsame Kind kümmern. Trotzdem enttäuschen sie nie. Erschwerend zur Arbeit kommt hinzu, daß die Schlagzeugerin nebenbei erfolgreich bei ihrer Country-Formation Frealcwater singt, während der ihr angetraute Gitarrist oft Gastauftritte bei anderen Bands […] mehr…

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    LIVE: Rock-Wucht entgegen dem Klischee

    Schon als Jungspunde hatten sie einen Plattenvertrag in der Tasche, und einige Journalisten erinnern sich noch an den ersten Auftritt der schüchternen Bürschchen in Deutschalnd. Ganz aufregend war es damals. Seitdem sind sie zu Rockstars ge- mit fast priesterlichem Ernst Die Juworden, zumindest in ihrer amerika- 1 gend ersetzt die Väter, nischen Heimat. Vor zwei […] mehr…

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    SUBLIME: unvergleichliche Stimme zwischen Ska und Reggae

    San Francisco, 25. Mai 1996. Brad Nowell wacht schon um 630 Uhr morgens auf- und alle seine Träume scheinen wahrgeworden zu sein. Er hat die Mutter seines elf Monate alten Sohnes geheiratet, das neue Album seiner Band Sublime wird gerade in die Läden ausgeliefert, bald soll es endlich wieder auf Tour gehen. Da wird sein […] mehr…