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    Alternativen von Michael Ruff

    Die düster-schicksalhaften Erzählungen eines Nathaniel Hawthorne oder Cormac McCarthy in das viel knappere Song-Format zu übertragen, ist bislang kaum jemandem gelungen. Rennie Sparks, Bassistin der HANDSOME FAMILY, hat es geschafft: Ihre Texte sind knapp skizziert, machen nicht viele Warte, doch die Geschichten, die sie erzählen, sind im Detail wie auch in der umrahmenden Gefühlslage von […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Keine Band der Welt hat mit ihren ersten vier Singles trefflichere und tödlichere Geschosse abgefeuert als die SEX PISTOLS. Die Beatles? Lachhaft. Die Stones? Kein Gedanke. Die Smiths? Schon eher. Aber nicht einmal deren formidables Start-Quartett kann dem der Pistols das Wasser reichen: „Anarchy In The UK“, „God Save The Queen„, „Pretty Vacant“ und „Holidays […] mehr…

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    The Boo Radleys – C’Mon Kids

    Ein „Sergeant Pepper“ der Neunziger, eine Pop-Oper fürs nächste Jahrtausend. Irgendwo dazwischen, aber auf keinen Fall darunter, liegt die Vision, von der Martin Carr geplagt wird. Mit seinen Boo Radleys legt der Songwriter und Sound-Werker höchst interessante Entwürfe zu dieser Aufgabe vor komplexe Konstrukte, die live aufgeführt immer wieder am eigenen Anspruch scheitern. Furios scheitern, […] mehr…

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    The Kelley Deal 6000 – Go To The Sugar Altar - Play It Again Sam /…

    Wie gehts eigentlich Kelley Deal? Bei deren Drogenabhängigkeit hatte nun wirklich jeder in Amerika ein Wörtchen mitzureden, sie war das Sorgenkind der alternative nation. Kelley mit Heroin aufgegriffen, Kelley in Untersuchungshaft, Kelley von ihrer Familie zum Entzug überredet. Schwester Kim war so freundlich, ihre gemeinsame Band, die Breeders, während ihrer Abwesenheit erstmal auf Eis zu […] mehr…

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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Ihr Debüt „Expecting To Fly“ liegt noch nicht lange zurück, aber die BLUETONES legen schon ein Mini-Album mit sechs neuen Songs vor. „Are You Blue Or Are You Blind?“ (Polydor) hat wiederum die schwärmerischen Twingle-Twangle-Qualitäten samt Sechziger-Nostalgie (Stichwort „Rickenbacker-Universum“) und hoher Redundanzrate – aber auch tollem Schmachtfaktor! 3,0 Archaischer Folksong und feinsinniges Kunstlied, frankokanadische Mystik […] mehr…

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    Gillian Welch – Revival und Roseanne Cash – 10-Song-Demo - Almo / MCA , Capitol…

    Gillian Welch Almo/MCA 3,5 IQ-SOIG QEIO Roseanne Cash Capitol.IRS Alle Jahre wieder: Eine „neue Emmylou Harris“ wird aufs Podest gehoben. Iris DeMent, 1994 zuletzt als amtierende Titelträgerin aktenkundig, schweigt seither. Prompt wird Newcomerin Gillian Welch als thisyear’s model hofiert. Pikant daran ist, daß Harris einen Welch-Song („Orphan GW“) auf ihrem letzten Album „fVrecking Ball“ verewigte, […] mehr…

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    Syd Straw – War and Peace / Kris McKay – Things That Show / Brenda Kahn – Destination Anywhere - Capricorn / IMS , Shanachie…

    Drei Alben von drei Frauen, die einst mehr Hoffnungen zu schultern hatten, als ihnen lieb sein konnte. Drei Rückmeldungen aus der Etappe. Remember Syd Straw? (Eine) Stimme der Golden Palominos, dann das erste Solo-Album („Surprise“, Virgin 1989), in acht verschiedenen Studios mit über 30 Klasse-Musikern von unterschiedlichsten Produzenten (Van Dyke Parks, Daniel Lanois, Straw selbst) […] mehr…

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    X-Tal – The Conqueror Norm - RTD

    Als X-Tal im Winter 1995/96 das vorliegende Album einspielten, wußte noch niemand, daß es ihr letztes sein würde. Zur Zeit der Aufnahmen befand sich die Band in einem kreativen Hoch, wagte gar den Schritt zur internen Demokratisierung: Wo früher J. Neo als charismatischer Bandleader im Vordergrund stand, sind diesmal auch die Songs der anderen Mitglieder […] mehr…

  • Eels - Beautiful Freak

    Eels – Beautiful Freak

    Das sagt sich so leicht „Tm trying to salute individuality in the face of depression“, so Herr E, Leiter der Kauz-Gruppe Eels. Dieser Mann will einen neuen Rekord in Knappheit und Unsichtbarkeit aufstellen. „Beautiful Freak“ handle zur Hälfte davon, wie es ist, „fucked-up and different“ zu sein und in den Abgrund zu blicken, zur anderen […] mehr…

  • Suzanne Vega - Nine Objects Of Desire

    Suzanne Vega - Nine Objects Of Desire

    Große Suzanne Vega auf leichten Sohlen, mit leisen Tönen. Mit ihrem mittlerweile vierten Album kehrt die Songwriterin nach einer längeren, (zumindest was ihrer Plattenveröflentlichungen angeht) Pause zurück. Seit 1985, mit dem Erscheinen ihres Debüts, ist sie gefeierte Meisterin des filigranen Kunstsongs, seltsamer Zwischenzeiten und zarter Stimmgewalt. Jede Sängerin und ambitionierte Songschreiberin, die in den letzten […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Jeder Zwei-Spalten-Kolumnist kennt das Dilemma: Mehr schreiben? Mehr Platten? Da in dieser Sparte pro Heft locker 15 Alben um die Plätze drängeln, wird hier verstärkt die zweite Variante zum Zuge kommen. In der Hoffnung, daß auch in der gebotenen Kürze Detail-Würze nicht zu kurz kommt… Seine Ambition, der Blues-Wiege in Chicago auch ein Baby namens […] mehr…

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    Nuggets von Jörg Gülden

    Daß Carol Noonan eine klassische Gesangsausbildung genossen hat, hört man, aber stören tut es mitnichten. Im Gegenteil: Die Emphase, die sie mit ihrer CAROL NOONAN BAND auf „Noonan Building & Wrecking“(PHILO PH 1196), ihrem zweiten Album, an den Tag legt, verursacht streckenweise Gänsehaut. Begleitet von einem kompetenten Quintett erforscht die Trägerin des „Boston Music Award […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner

    Das Spannende an KRUDER & DORFMEISTER ist, daß sie keine Grenzen kennen und daher virtuos zwischen Drum & Bass, Dub, Soul-Jazz und was-weiß-ichnoch-alles herumproduzieren. So wie die Wiener Mellow-Sound-Meister aus Remix-Aufträgen meist neue Tracks zaubern, haben sie für die Serie „DJ Kicks“ (K7/RTD) 17 klasse Stücke mit ganz eigenem Twist versehen. Auf die Dub-Sounds im […] mehr…

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    Tom Petty & The Heartbreakers – She’s The One

    Seinen bisher stärksten Auftritt als Filmmusiker erahnte Tom Petty bestenfalls, damals, ab er gleich am Premierentag in die Nachmittagsvorstellung von „Das Schweigen der Lämmer“ geeilt war. Noch viel weniger ahnte dieses gutgelaunte und doch so unglückliche „American Girl“, das geradewegs seinem Schlächter Buffalo Bill in die Arme fahrt, während der gleichnamige, frühe Petty-Klassiker aus dem […] mehr…

  • Sebadoh - Harmacy

    Sebadoh – Harmacy - City Slang / EFA

    Und sie sind doch eine richtige Band! Sebadoh können sich noch so sehr als Verfechter des Lustprinzips präsentieren, die ihren Launen in zig Nebenprojekten (Deluxx, Folk Implosion) freien Lauf lassen oder in aberwitzigen Zusammenschlüssen eben dieser Nebenprojekte (Deluxx Folk Implosion) – der stets nonchalant von Lou Barlow aufs Cover gekrakelte Band-Schriftzug ist inzwischen eine etablierte […] mehr…

  • R.E.M. - New Adventures In Hi Fi

    R.E.M. – New Adventures In Hi Fi - WEA

    R.EJV1. WEA Es rumort un bisher so einvernehmlich gehüteten Camp der fabfour aus Athens/Georgia. Da hat’s einen kürzlich gefeuerten Manager Qeflerson Holt), der seit den Anfängen eher ein fünftes bzw. sechstes Band-Mitglied war als „nur“ ein Manager. Da wissen inoffizielle Quellen, der seit „Green „(1988) assoziierte Live- und Studio-Musiker Peter Holsapple (DB’s, Continental Drifters) sei […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    „Some Cats Know“ (Telarc/ in-akustik) how to make my honey flow“, singt JEANIE BRYSON und bleibt dieser Behauptung keine Sinnlichkeit schuldig. Wie sie überhaupt keinem der 14 Songs aus dem Repertoire der legendären Peggy Lee etwas schuldig bleibt: weder die dezenten Latin-Grooves, noch die gelungene Balance zwischen cooler Ironie und warmem Bluesfeeling. 4,0 Eine reife […] mehr…

  • Pearl Jam - No Code

    Pearl Jam – No Code

    Ihr Gemütszustand ließ auf den Titel „No“ schließen, aber Pearl Jam nannten das neue Album „No Code“. Dazu die übliche Geziertheit: nahezu no Interviews und jedenfalls no rechtzeitig, no Mainstream-Presse, no Fotos und no körperliche Anwesenheit bei Gesprächen. No shit! Da trifft es sich gut, daß sie als amerikanische Band unschlagbar geworden sind. Eddie Vedder, […] mehr…

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    Antonias Welt von Marleen Gorris

    Für diese weibliche Chronik ländlicher Ereignisse erhielt die holländische Regisseurin Marleen Gorris den Oscar ’96 für den besten nicht englischsprachigen Film. Die liebevolle Familiensaga über vier Generationen zeigt als Hymne auf das Matriachat die melancholische Leichtigkeit des Seins. Als Mitdreißigerin kehrt Antonia (Willeke van Ammelrooy) nach dem Zweiten Weltkrieg in ihr Heimatdorf zurück. Sie kümmert […] mehr…