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    Luscious Jackson – Fever In Fever Out

    Luscious Jackson, die vier Großstadtmädels und ihr hybrid urbaner Sample-Sound der 90er Jahre. Der fiebrigen Umtriebigkeit des ersten Albums „Natuml Ingredients“ von 1994 folgt nun eine überraschend sonnengelbe Gelassenheit auf „Feyer In Feyer Out“. Man gibt sich entspannt leise, freundlich. Die Füße liegen auf dem Tisch und auch die Fäuste sind nicht mehr geballt. Dafür […] mehr…

  • Wooden Leg

    Wooden Leg - Blue Rose/RTD

    Elvis muß verdammt nervös gewesen sein, damals, vor seinem ersten und dann auch einzigen Auftritt im „Ryman“-Auditorium zu Nashville. Schließlich hatte er nicht nur vor, das Publikum mit seiner flotten Rockabilly-Interpretation von „Blue Moon Of Kentucky“ zu verschrecken. Nein, zu allem Überfluß stand der Autor dieses Bluegrass-Waltz auch noch in der Kulisse herum! Bill Monroe […] mehr…

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    Hans Platzgumer – Aura Antropica

    Im Jahre eins nach H. P. Zinker. Heftiger, psychedelischer Gitarrencore mit schweren 70er-Jahre-Reminiszenzen, wir erinnern uns? Der schmächtige Österreicher Hans Platzgumer als Gitarrenvirtuose mit seiner ungesunden, vornübergebeugten Spielhaltung. Über den großen Teich geflohen und als angesehener Indie-Star zurückgekehrt ins gute alte Europa. Zinker sind aufgelöst Geblieben sind eine Handvoll vergriffener LPs und Hans Platzgumei; inzwischen […] mehr…

  • Meira Asher - Dissected

    Meira Asher – Dissected

    Es ist immer wieder schön, nach dem ganzen Gefiepe, Geblubber und Geschrabbel, das sich als Sound durch praktisch alle Produktionen zieht (und durchaus nicht immer schlecht sein muß!), von einem einzelnen Instrument den Wen eines einzelnen Klang vorgeführt zu bekommen. Auf Meira Ashers Debüt-Album geschieht das häufig: „Fair &Ruddy“ wird allein von einem brummenden, brausenden, […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Winter ist schon gut, aber nur an einem wohlbeheizten Fensterplatz. Schmutzig-trockene Schneeflächen reflektieren die grelle KühlschranLYINksonne, unter der die Außenwelt friert. Dazu hört man dann am besten Flying Saucer Attack. Entweder „“Distant Station“, bei dem der Dub-Spezialist Tele:Funken ältere atmosphärische Sketche des Bristol-Duos per Sampler herausgepickt und auf so dramatisch anmutende Weise neu zusammengesetzt haben, […] mehr…

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    BETTER THAN EZRA – FRICTION, BABY - eastwest

    Den komischen Namen hat der Sänger und Songwriter Kevin Griffin von Ernest Hemingway. In „Paris – ein Fest fürs Leben“, seinem wunderschönen, schmalen Erinnerungsbuch spielt der Schriftsteller und Weggefährte Hemingways, Ezra Pound, eine tragende Rolle. Wie amüsant: Ein Literat der lost genera-Hon als Namensgeber für eine Rockband der nicht minder verlorenen Post-Seattle-Zeit. Sonst läßt sich […] mehr…

  • Chavez - Ride The Fader

    Chavez – Ride The Fader

    Und am Ende blubbert gemütlich ein defekter Heizkörper. Das ist der passende Abschluß für ein Album, auf dem so ziemlich alle Geräusche vorkommen, die du in und um dein Apartment in der Lower East Side vernehmen kannst. „Ride The Fader“ haben Chavez aus New York ihr zweites Album betitelt, und manchmal ziehen sie den Regler […] mehr…

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    45 R.P.M. von Wolfgang Doebeling

    Kratzen wir ihn weg, den ganzen Shit on 45, der den Winter versaute, doch vergessen und vergeben wir nicht die schlimmsten Sünden: „“Betcha By Golly Wow“ von Russell Thompkins und seinen zuckrigen Stylistics einst vortrefflich jubiliert, wurde von Prince (kein Symbol-Scheiß in dieser Kolumne!) so gräßlich zerjault, daß einem die Haare zu Berge standen. Und […] mehr…

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    Medeski, Martin & Wood – Shack-Man

    Heißes Zeugs, aus einer Hütte auf Hawaii. Eigentlich arbeiten Medeski, Martin And Wood in New Ttbrks Avantgarde-Szene, also irgendwo zwischen CBGB’s Gallery und Knitting Factory, und natürlich haben sie schon mit allen Größen dieses Circuit gespielt. Die Lounge Lizards, John Zorn, Marc Ribot sind nur einige wenige Arbeitgeber der drei undogmatisch zu Werke gehenden Instrumtalisten. […] mehr…

  • Steinbruch

    Steinbruch - Kurzbesprechungen

    Goldene Sechziger! Wilder Westen! Die Gitarre kreischt und cruncht, die Orgel heult und schmeichelt, die Riffs sind kernig, der Gesang ist sanft – und wenn schon die Stnithereens und die Jayhawks nicht mehr für uns spielen, bitte: Mother Hips können es nun auch, und auf „“Shoot Out“ (American/RCA) reminiszieren sie die Byrds und Jackson Browne […] mehr…

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    SILVERCHAIR – FREAK SHOW; THE OFFSPRING – IXNAY ON THE HOMBRE - Epic/Sony Music; Epitaph/Semaphore

    „Wir machen eine Platte, Jungs, die den Grunge rettet. Klar, Grunge ist tot und Rock auch, aber wir sind jung, Jungs, und wen gibt es schon noch? Stone Temple Pilots! Und die rocken nicht mehr! Wir machen es so: Die erste Nummer muß krachen, so wie Soundgarden. Bei der zweiten wird’s meüaw, ungefähr wie ,Come […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner - VON KLOOS&WELLNER

    Wenn eine Hommage an Jazz-Drummer Gene Krupa klingt, als hätte sich ein Traditionalist auf einen Rave verirrt und mit den härtesten DJs prächtig amüsiert, dann ist der Boden für einen ordentlichen Hype bestens bereitet Apollo 440 stießen mit „“Krupa“ mittenrein ins Wespennest – in England nutzte Sunkist den Song für einen Werbespot, hierzulande pickte „ran“ […] mehr…

  • Reef - Glow

    Reef – Glow

    Wenn Paul Weller sich für eine Band interessiert und diesen Umstand auch unter anderem damit kundtut, sie als Support für die eigene Show zu buchen wollen, dann dauert es zumeist nicht lange, bis diese Band einen lukrativen Plattenvertrag in der Tasche hat – angemessene Medien-Reflexion inklusive. Bei Reef aus Newcastle waren die Talentscouts jedoch schneller […] mehr…

  • Run On - No Way

    Run On – No Way

    Allstar-Band nennt sich sowas. Die Mitglieder von von Run On, die mit „“No Way“ ihr zweites Album vorlegen, haben schon bei den unterschiedlichsten New Yorker Ensembles aus der Grauzone zwischen experimenteller Musik und College-Rock gespielt. Alan Licht forschte unter anderem bei den Noise-Extremisten The Blue Humans, Sue Garner führte unter anderem einst die Trash-Popper The […] mehr…

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    Nuggets von Jörg Gülden - VON JÖRG GULDEN

    Das, was Sackville auf ihrer „Low Ebb e.p.“ (Mag Wheel GRCD 412) veranstalten, mag man als Lo-fi Country oder Southern Goth bezeichnen, erfrischend schräg und liebevoll inszeniert ist es allemal. Und dabei stammt dieses wundersame Quintett aus Montreal! Aber auch Kanadier können Gefühle zeigen, und so bekommt der Weltschmerz-Tenor der acht Songs dank zirpender Mandolinen […] mehr…

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    The Walkabouts – Death Valley Days - Glitterhouse

    „Lost Songs And Rarieties“ ist natürlich ein verlockender Untertitel. Auf 18 Tracks verteilt, zeigt sich ein wirklich schöner Querschnitt aus jenen Jahren, in denen die Walkabouts nach und nach meinen Plattenschrank bevölkerten. Gerechterweise muß man sagen, daß es sich tatsächlich um eine feine Ansammlung größtenteils bekannter, jedoch meist nicht auf den regulären Alben enthaltener Songs […] mehr…

  • Beth Orton - Trailer Park (Heavenly/ARIS

    Beth Orton – Trailer Park (Heavenly/ARIS

    Mensch und Maschine. Songs und Sequenzer. Sound und Stimme, Gitarre und Groove. Loops und Lautmalerei. Allzuoft blieben bisher Produktionen zwischen diesen Polen nur bloße Behauptungen und leere Versprechungen. Zumal Frauen und deren Gesang dienten in treuer Klischee-Funktion nur als emotionales Schmiermittel einer ach so „kühlen“ Techno-Ästhetik. Beth Orton hingegen macht alles richtig: Souverän und doch […] mehr…

  • YinYang

    YinYang

    Eine weltweit organisierte musikalische Schwesternschaft gibt es zwar nicht, wohl aber eine Weltmusik der Frauen, wie die Compilation „SISTERS“ (Celestial Harmonies/Aquarius) beweist. Jasyln Hall vom amerikanischen abc radio präsentiert 14 Musikerinnen und Gruppen mit sehr unterschiedlichem kulturellen Background. Westafrikanische Trommel-Sessions wechseln mit einer japanischen Harfe oder finnischer Zither mittelalterliche Gesänge aus Armenien und aus Hildegards […] mehr…

  • Built To Spill - Perfect From Now On

    Built To Spill - Perfect From Now On

    Indie-Rock hat einen Bart, und er steht ihm verdammt gut. Merkwürdig, wer so alles gegen Jahresende geklagt hat, daß 1996 aus dem amerikanischen Gitarren-Untergrund keine innovativen Impulse gekommen seien. Doch all jene, die allzu leichtfertig in ihren Rückblicken die Gitarre beendigt haben, müssen schon im Februar wieder ihre Kondolenz-Artikel zurücknehmen. Mit dem neuen Album von […] mehr…

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    Roots – von Jörg Feyer

    Im neuen Jahr wollen wir doch wieder alle etwas dazulernen. Wer etwa die Disziplin „Schöntrinken“ und ähnliche Formen des Realitätsverlustes bisher (nicht ganz zu Unrecht) für eine typisch männliche Domäne hielt, darf sich nun von Amy Allison eines Besseren belehren lassen. Die Tochter des großen Mose Allison kommt auf „The Maudlin Years“ (Koch) wie eine […] mehr…