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    The Bathers: Verschlungener Soul

    Verliebt in die Liebe und alles, was sie auslösen kann. Der Blues ist für Chris Thomson inzwischen Vergangenheit, leichtere Töne haben sich in seine Songs geschlichen. „Kelvingrove Baby“ ist das neue Album seines Ensembles The Bathers. Inzwischen erinnert der Songwriter mit seinem verschlungenen Soul-Gesang an den mittelspäten Van Morrisson. Das ist nur gerecht Früher mußte […] mehr…

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    Big Head Todd: Rock im Herzrhythmus

    Colorado ist nicht gerade der Nabel der Welt. Big Head Todd & The Monsters fuhren mit ihrem Bandbus „Colonel“ 400 000 Meilen weit zu 1500 Clubs, bis er nach zehn Jahren kürzlich auf den Schrottplatz entlassen wurde. Ansonsten spielen die eingeschworenen Freunde noch immer einen Rock, der nach Straßenstaub schmeckt und im Herzrhythmus rollt. Dabei […] mehr…

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    Sara Craig: Kluge Beats, sanfter Folk

    Vergessen wir mal die Theorie. Sara Craig beweist, wie weit einen das learning by doing bringen kann. Ende der 80er Jahre stürzte sich die damals noch gänzlich unerfahrene Songwriterin ins kalte Wasser und versuchte, über eine Zeitungsannonce Mitmusiker zu finden. „Das war vollkommen impulsiv von mir“, so die Kanadierin. „Aber mir war immer bewußt: Ich […] mehr…

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    Bettie Serveert: Melodien wie das erste Tageslicht

    Wäre der Sonnenaufgang ein Lied, hätten es Bettie Serveert geschrieben. Wie das erste Tageslicht klingen die Riffs von Peter Visser, wie Frühtau legt sich der weiche Gesang Carol van Dijks in den Raum. Ihre Lieder handeln oft von Trauer, genauso aber auch von Hoffnung. Daß in dieser Musik tiefe Magie liegt, findet man auch in […] mehr…

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    Pothead: Psychedelischer Walz-Rock

    Seattle haben sie schon lange verlassen, aber der Sound läßt sie nicht los. Anfang der Neunziger setzten sich Gitarrist Brad Pothead und Bassist Jeff Dope nach Berlin ab, wo sie den Schlagzeuger Sebastian Meyer kennenlernten. Die drei, die sich fortan Pothead nannten, glaubten an ihren schwer walzenden Rock. Ganze 400 Shows haben die drei in […] mehr…

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    Space: Pop-Alleskönner aus Liverpool

    Dirty Ass Rock ’n‘ Roll! Space brauchen keine Stunde, da sind sie schon durch die britische Pop-Geschichte gerauscht. Auf ihrem Album „Spider“ rollen sie den Ska der Specials auf, musizieren sie mit Blurs Gespür für feine Melodien und mit dem Sinn für das üppig geschmückte Melodram von Pulp. Und darunter liegt der Groove der Happy […] mehr…

  • Sovory - Sovory

    Sovory – Sovory

    Opener und Omen ist „Soul“, dessen roter Faden die Lieder-Perlen verbindet. Dabei spielt der Perspektivenwechsel die entscheidende Rolle – mal erzittert die Seele, mal zeigt sich Hoöhung auf Selbstfindung, nachdem die Erkenntnis der eigenen Schwäche im Lied Niederschlag findet. Die Texte sind übersichtlich, von einfacher PoesicTiefe gewinnen die Implikationen aus der Gospelmusik, die Sovory geprägt […] mehr…

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    Drucksachen von Wolfgang Doebeling

    Die Rolling Stones sind, so möchte man denken, publizistisch bis auf den letzten Tropfen ausgepreßt und wahrhaft erschöpfend analysiert, katalogisiert, seziert. Zahlreiche Biographien und zahllose Bildbände füllen ganze Bücherschränke, es gibt Fan-Folianten und Text-Exegesen, sündhaft teure Foto-Editionen, Memorabilia-Schwarten, Zitatensammlungen und Bill Wymans libidinöse Abenteuer als Autobiographie. Das sollte genügen. Keinesfalls, sagt Chronist Felix Aeppli, und […] mehr…

  • Rich Hopkins & Luminarios - El Paso

    Rich Hopkins & Luminarios – El Paso

    Rieh Hopkins Vita liest sich wie die Rock-Lexikon-Sonderausgabe „Wüstenrock“: Woodcocks, Underbelly, Sidewinders, Sand Rubies. Und jetzt eben die Luminarios. Was kann man zur nun vierten Veröffentlichung dieser Formation mehr sagen, als daß sie, besser als jedes andere Werk, dieses Genre definiert. Keine vergleichbare Band kann mit solch einem Gitarren-Feuerwerk aufwarten, kein anderer Musiker versteht sich […] mehr…

  • They Might Be Giants - Factory Showroom

    They Might Be Giants – Factory Showroom

    Diese Platte ist leider nicht so gut und deshalb ziemlich traurig. Denn früher gehörte das New Yorker Duo immerhin zu den besten Pop-Bands der Welt, was nun auch schon länger vorbei ist, aber muß man das noch mal ausgedehnt vorgeführt bekommen, auf CD-Länge quasi? Es gibt zwar einige kleine Höhepunkte auf dem siebten Album von […] mehr…

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    Catatonia – Way Beyond Blue

    Cerys Matthews ist für Catatonia, was Siouxsie für die Banshees wac Die conditio sine qua non. Böse Zungen behaupten gar, Cerys sei Catatonia, aber die sagen auch, Jarvis sei Pulp und Cantona sei Manchester United. Der Versuchung zur Simplifizierung erliegt man nur allzu gern, doch würde man Catatonia damit nicht gerecht. Und Man United schon […] mehr…

  • The Smiths Is Dead

    The Smiths Is Dead - epic/Sony

    An den Smiths schieden sich die Geister wie an keiner anderen Band der anämischen 80er Jahre, Morrissey war dankbarer Narr und souveräner Narziß, Gimpel und Heiliger, erntete ridicule & respect, beides im Übermaß. Was die Aufgeklärten immer schon wußten und inzwischen unstrittig ist: The Smiths waren nicht nur die beste und bedeutendste Band der Eighties, […] mehr…

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    Replays2 von Bernd Matheja

    „Psychedelia“ (See For Miles SEECD 463/TIS) nennt sich die 673. Compilation zum englischen „Summer Of Love“, der nun bald 30 wird. Spitzen-Bands wie St. Valentine’s Massacre und Timebox, Lau-Lüftchen wie World Of Oz und Megaton (mit dem jungen Les Humphries!) stehen hier nebeneinander. Alles nicht sooo aufregend, aber unverzichtbar etwa für die Gallagher-Brüder: Hier können […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Nur Prinzipienreiter werden behaupten, daß man die „Roadsongs“ des late great Townes Van Zandt nie und nimmer in der neuen Form hätte wiederveröffentüchen dürfen. Denn anders als beim ursprünglichen Album – das bot ausschließlich Cover-Versionen seiner Lieblings-Songs – sind hier jetzt (Normal CD 195/Indigo-Vertrieb) zwei der drei Bonus-Tracks Eigenkompositionen. Und die neue, weit faszinierendere Cover-Gestaltung […] mehr…

  • Bill Janovitz - Lonesome Billy

    Bill Janovitz – Lonesome Billy

    Die schönsten Überraschungen kommen meist ganz unauffällig und schon gar nicht mit großer Vorankündigung. Post von einem fast vergessenen Freund zum Beispiel. Oder endlich Schnee am Heiligen Abend. Oder das &etterleuchten über dem Starnberger See. Oder eine vergriffene Platte im Secondhand-Laden. Oder eben „Lonesome Billy“. Schneit einfach so herein, ohne Vorwarnung. Schon das Cover weckt […] mehr…

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    Luscious Jackson – Fever In Fever Out

    Luscious Jackson, die vier Großstadtmädels und ihr hybrid urbaner Sample-Sound der 90er Jahre. Der fiebrigen Umtriebigkeit des ersten Albums „Natuml Ingredients“ von 1994 folgt nun eine überraschend sonnengelbe Gelassenheit auf „Feyer In Feyer Out“. Man gibt sich entspannt leise, freundlich. Die Füße liegen auf dem Tisch und auch die Fäuste sind nicht mehr geballt. Dafür […] mehr…

  • Wooden Leg

    Wooden Leg - Blue Rose/RTD

    Elvis muß verdammt nervös gewesen sein, damals, vor seinem ersten und dann auch einzigen Auftritt im „Ryman“-Auditorium zu Nashville. Schließlich hatte er nicht nur vor, das Publikum mit seiner flotten Rockabilly-Interpretation von „Blue Moon Of Kentucky“ zu verschrecken. Nein, zu allem Überfluß stand der Autor dieses Bluegrass-Waltz auch noch in der Kulisse herum! Bill Monroe […] mehr…

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    Hans Platzgumer – Aura Antropica

    Im Jahre eins nach H. P. Zinker. Heftiger, psychedelischer Gitarrencore mit schweren 70er-Jahre-Reminiszenzen, wir erinnern uns? Der schmächtige Österreicher Hans Platzgumer als Gitarrenvirtuose mit seiner ungesunden, vornübergebeugten Spielhaltung. Über den großen Teich geflohen und als angesehener Indie-Star zurückgekehrt ins gute alte Europa. Zinker sind aufgelöst Geblieben sind eine Handvoll vergriffener LPs und Hans Platzgumei; inzwischen […] mehr…

  • Meira Asher - Dissected

    Meira Asher – Dissected

    Es ist immer wieder schön, nach dem ganzen Gefiepe, Geblubber und Geschrabbel, das sich als Sound durch praktisch alle Produktionen zieht (und durchaus nicht immer schlecht sein muß!), von einem einzelnen Instrument den Wen eines einzelnen Klang vorgeführt zu bekommen. Auf Meira Ashers Debüt-Album geschieht das häufig: „Fair &Ruddy“ wird allein von einem brummenden, brausenden, […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Winter ist schon gut, aber nur an einem wohlbeheizten Fensterplatz. Schmutzig-trockene Schneeflächen reflektieren die grelle KühlschranLYINksonne, unter der die Außenwelt friert. Dazu hört man dann am besten Flying Saucer Attack. Entweder „“Distant Station“, bei dem der Dub-Spezialist Tele:Funken ältere atmosphärische Sketche des Bristol-Duos per Sampler herausgepickt und auf so dramatisch anmutende Weise neu zusammengesetzt haben, […] mehr…