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    She’s The One von Edward Burns

    Für seinen skurrilen, irisch-amerikanischen Erstling „Kleine Sünden unter Brüdern“, der im Oktober in die Kinos kam, reichten dem Regisseur 200 000 Dollar. Für diesen Nachfolger stellte Robert Redfbrd als Produzent nun drei Millionen Dollar zur Verfügung. Sex, Lügen und Taxi – Edward Burns entwirft in „She’s The One“ ein melancholisches Großstadtmärchen, das der Tradition von […] mehr…

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    Cosi von Mark Joffe

    ab 12. Dezember Lewis (Ben Mendelsohn) flog nicht übers Kuckucksnest – der arbeitslose Akademiker landet statt dessen in einer psychiatrischen Anstalt,um mit Patienten ein Theaterstück einzustudieren. Seine neue Therapie findet nicht viele Befürworter. Nachdem ein pyromanischer Insassse die offizielle Halle abgefackelt hat, probt die verschworene Gruppe subversiv in einem Lagerhaus. Als Stück schlägt der manisch-depressive […] mehr…

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    Palookaville von Alan Taylor

    Ein professioneller Bruch kann ein Kunstwerk sein. Nicht so bei Sid (William Forsythe), Jerry (Adam Ttese) und Russ (Vincent Gallo). Weil sie den Grundriß eines Hauses nicht lesen können, erbeuten sie statt der Klunkern eines Juweliers die Donuts des benachbarten Bäckers. Der Frust ist beträchtlich, und ihre Möglichkeiten für ein besseres Leben in der fiktiven […] mehr…

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    Kopf über Wasser von Jim Wilson

    Schöne labile Mädchen hoffen oft, bei älteren Männern ihren Seelenfrieden zu finden. „Kopf über Wasser“ handelt von trügerischer Ruhe zwischen Eifersucht (die meist berechtigt ist) und Flucht in eine Idylle (die immer auch Hölle ist). „Es kann sehr einfach sein, etwas durcheinander zu bringen“, erklärt Lance (Craig Sheffer). Der junge Künstler lebt auf einer Insel […] mehr…

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    Basquait von Julian Schnabel

    Der junge Afro-Amerikaner Jean-Michael Basquiat (Jeffrey Wright) war der erste farbige Künstler, der in der Szene von New York zu Starruhm aufstieg. Sein Drogentod 1988 mit 27 Jahren hat seinen Mythos eher noch erhöht Der Bildhauer und Malerjulian Schnabel, ein enger Freund Basquiats, hat mit seinem Regiedebüt dessen wildes, kurzes Leben mit exzessiver Hybris bebildert […] mehr…

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    Tykho Moon von Enki Bilal

    Enki Bilal zeichnet Comics. In dem 1983 erschienen Heft „Treibjagd“ treffen sich stalinistische Bonzen auf einem Landsitz in Polen, um mit Präzisionsgewehren die Machtverhältnisse zu ordnen. Skizzen des lötalitarismus entwirft Bilal auch in „Tykho Moon“, seinem zweiten Film, einer Analogie zum Zusammenbruch des Ostblocks – wozu deutsche Filmemacher schweigen. Durch Paris zieht sich eine Mauer, […] mehr…

  • Kula Shaker - K

    Kula Shaker – K - Columbia/Sony

    Wer hat die Hippies reingelassen? Weller war’s – und die Stone Roses beim zweiten Anlauf. Auch Oasis sind nicht ganz freizusprechen, gravitiert doch die Pop-Galaxis um ihre Supernova. Ein Moment der Unaufmerksamkeit – und schon stinkt es nach Räucherstäbchen. Anfangs, im Frühjahr erst, war es brüllend komisch: „I’m telling you man. Jerry was here, you […] mehr…

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    Das Weeth Experience – Plateeth Weeth - Strange Ways/Indigo

    Der Song und die Improvisation, das Korsett und seine Sprengung. Die tollen Momente auf „Planeeth Weeth“, dem zweiten Album von Das Weeth Experience, finden sich jenseits des Songs und seiner Regularien. Da, wo die letzten Worte unter viel Hall ausgehaucht wurden, das Feedback der Gitarre frei schwingt, Baß und Schlagzeug sich potentiell unbeschränkt aneinanderschmiegen können. […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    In Rick Halls Farne-Studios in Alabama wurden Hits wie „You Better Move On“, „When A Man Loves A Woman“ und „Hold What You’ve Got“ eingespielt 1962 siedelte Hall mit Sack und Pack nach Muscle Shoals um. Die Session-Musiker, die dort Southern Soul der obersten Güteklasse in Serie raushauten, umflort bis heute eine ganz besondere Aura: […] mehr…

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    The Schramms – Dizzy Spell

    Dave Schramm stammt aus der kleinen Stadt Hoboken. Dort haben die Feelies einst das Schrammeln neu erfunden. Zufall? Natürlich. Denn erstens gibt es das Wort nur so im Deutschen. Und zweitens schrammeln die Schramms gar nicht. Zumindest nicht mehr. Auf der ersten die Tournee, die die Band 1992 durch hiesige Clubs führte, war das noch […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Weder ein „Best Of-Verschnitt, noch eine hochrangige Raritäten-Kollektion, gehört „Sex, America, Cheap Trick“ (Epic E4K 64938) zu ienem neumodischen Typ von Box-Set, das nach der Devise „Endlich mal das Archiv ausmisten!“ für den eingeschworenen Fan produziert wird. Der findet in diesem Fall vom rundum besten CHEAP TRICK-Album „In Colors“ ganze drei Songs (nur zwei in […] mehr…

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    Jon Spencer Blues Explosion – Now I Got Worry - Mute/Intercord

    Gäbe es ein Buch mit dem Titel „Die Kultur der USA in Klischee und Wirklichkeit“, dann fände sich auf Seite 148 das Stichwort „American Diner“: Neonlicht und Zigarettenqualm (seh den 90er Jahren nur noch Neonlicht). Die Frau hinter der langen Theke („Dolores“, verrät das Plastikschild) schenkt Kaffee nach. Free refill. Aus der Jukebox quält sich […] mehr…

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    Drucksachen von Wolfgang Doebeling

    Oft schon waren die wildbewegten Lehr- und Wanderjahre der Beatles Gegenstand von Dokumentation und Reminiszenzen, Kaschemmen wie der Star-Club oder der Kaiserkeller sind veritable Folklore, und wer dabei war, schwört noch heute Stein und Bein, daß die Liverpooler nie besser waren als damals, rabaukig in Lederkluft, Rock’n’Rollvernarrt, prä-Uniform, prä-Moptop, prä-Ringo. Glaubhaft ist das allemal, und […] mehr…

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    The Confusions – Everyone’s Invited - Clearspot / EFA

    Clearspot.’KFA Während sich noch alle Köpfe in Richtung England drehten, weht in Sachen Juendzimmerpop ein frischer Wind auch aus nördlichen Ländern, allen voran Bands wie die Wannadies oder den inzwischen recht erfolgreichen Cardigans aus Schweden. Und scheinbar war das nur der Anfang. Schon steht die nächste Runde Pop-inspirierter Youngsters in den Startlöchern. Die Confusions werden […] mehr…

  • Jonathan Richman - Surrender To Jonathan!

    Jonathan Richman – Surrender To Jonathan! - Vapor / WEA

    Neil Young und Jonathan Richman haben wenig gemein, oberflächlich betrachtet. Hier der Brummbär, dort der Tanzbär. Hier der unberechenbare Berserker, dort der smarte Gaukler. Oder auch: hier der Orson Welles des Rock ’n‘ Roll, dort der Cary Grant Trotzdem verfolgen die beiden das gleiche ZieL Sie wollen möglichst wenig mit dem Geschäft zu tun haben. […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Der Titel „Compilation des Monats“ geht klar an die erste Ausgabe des in England konzipierten „American Songbook“ (Volume). Nicht nur, weil es hier 17 unveröffentlichte bzw. rare Live- und Alternative-Tracks von u. a. Steve Earle, Kim Richey, Kevin Welch, Golden Smog gibt und das Line-Up von Freakwater über Pam Tillis bis zu Joe Henry fast […] mehr…

  • Frank Zappa - Läther

    Frank Zappa – Läther

    Die Wiederveröffentlichung dieses Albums ist schön für Sammler, war aber nicht unbedingt nötig. Pop-Archäologen, die nach versunkenen Meisterwerken suchen, sollen sich lieber weiter mit den „Smile“-Ruinen der Beach Boys beschäftigen. Zappas Musik braucht keine festgegossene Form. Sie ist ein Labyrinth, ein Rhizom, eine musikalische Vernetzung. Aber der Reihe nach. Im Jahre 1977 wollte Zappa „Läther“ […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Seit die ehemalige Co-Leaderin Margaret Fiedler sich in Richtung Laika verabschiedet hat, bestehen MOONSHAKE nur mehr oder weniger aus David Callahan allein. Auf „Dirty & Devine“ (World Domination/EFA) schöpft er aus seinem reichen Sample-Fundus, doch so opulent und ausgefallen er seine digitale Big Band auch arrangiert – der Platte fehlt genau die Portion Speed, die […] mehr…

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    The Heads – No Talking Just Head

    Die (Talking) Heads ohne David Byrne: nur ein verzweifelter Akt der Amputation? Zum Scheitern verurteilt wie die Stones ohne Jagger? Wie die Pistols ohne Rotten? Wie letztlich auch Little Feat ohne Lowell George? Die entscheidende Frage muß auch Tina Weymouth, Chris Frantz und Jerry Harrison umgetrieben haben, als sie daheim in Connecticut neue Tracks aufnahmen […] mehr…

  • Aphex Twin - Richard D. James LP

    Aphex Twin – Richard D. James LP - Warp / RTD

    Der Erfolg von Aphex Twin ist ein unwiderlegbares, weil faktisches Argument gegen die These, langfristiger Erfolg, also Markentreue der Musikhörer, sei nur durch Vorhersehbarkeit erreichbar. Die einzige Konstante im ziemlich üppigen Werk des Techno-, Ambient-, Electronic-Listening-Stars Richard James, dessen bekanntestes Pseudonym neben Aphex Twin Polygon Window ist, ist seine Unberechenbarkeit – und selbst auf die […] mehr…