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    Julian Cope – Interpreter

    Mit seinen bunten Klamotten, den wirren Haaren und dem flackernden Blick gilt Julian Cope seit einiger Zeit als das Musterbeispiel des genialen Irren. Seine ehemalige Band The Teardrop Explodes ist inzwischen zwar ebenso unangreifbar wie seine herausragenden ersten beiden Solo-Alben „Fried“ und „World Shut Your Mouth“. Doch Platten wie das apokalyptische Nahverkehrs-Opus „Autogeddon“ oder die […] mehr…

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    Baby Bird – Ugly Beautiful - Echo/MCA

    Stephen Jones will noch nicht sterben, das ist verständlich. An die 400 Songs soll er geschrieben und zu Hause auf vier Spuren aufgenommen haben, eine Auswahl davon hat er im Eigenvertrieb auf einer CD-Reihe unter die Leute gebracht. Fünf Teile waren geplant, jeder stand für eine Phase seines Lebens. Das Cover illustrierte stets den Titel. […] mehr…

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    Joni Mitchell – Hits / Misses - Reprise/WEA

    Reprise/WEA Die Frau hat Nerven. Und Humor. Für das Cover zu ihrem letzten Album, „Turbulent Indigo“, kopierte Joni Mitchell ein Selbstbildnis Vincent van Goghs und malte sich samt bandagiertem Ohr. Und auch das erste Best-Of-Unterfangen ihrer 30jährigen Karriere zeichnet sich durch eine morbide, mordlustige und metaphorisch deutbare Optik aus. Die Retrospektive findet in zwei Teilen […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Die Mojave-Wüste war schon immer ein Magnet für visionäre Klangkünstler. Man denke nur an den Auftritt der Einstürzenden Neubauten an diesem ungastlichen Ort Daß unsere amerikanischen RS-Kollegen das neue Werk der Gruppe SCENIC als „vivid mindphoto of the mojave desert“ beschrieben haben, wirkt allerdings verwunderlich. Zwar laden die meditativen Gitarrenklänge durchaus zu intensiver Landschaftsbetrachtung ein, […] mehr…

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    Fastbacks – New Mansions In Sound - SubPop/WEA

    SubPop/WEA Diese Band stammt aus einer Zeit, als Grunge noch unter den Fingernägeln klebte und nichts mit der Plattensammlung zu tun hatte. Damals existierte noch keine teenage angst, sondern nur die Langeweile der Adoleszenz. Aber dagegen gab es ein gutes Mittel: Punk-Rock. Die Fastbacks sind eine von Seattles dienstältesten Bands. Seit 1978 surfen Kim Warnick […] mehr…

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    The Presidents Of The United States Of America – II - Columbia/Sony

    Regression, Baby! The Presidents Of The United States Of America sind schon mit ihrem Namen so lustig, daß ihr Werk den Witz kaum überbieten kann. Ihr Debüt buchstabierte das Wort Eklektizismus rückwärts durch, und zurück geht es nun auch mit „II“: von den Pixies zu They Might Be Giants, vom Irrsinn zum Possierlichen, vom Kryptischen […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Na bitte: In Nashville werden also doch noch gute Platten produziert. Und von einer großen Firma veröffentlicht Auf „My RootsAn: Showing«(ARIS) blüht das verlebt-laszive blüht das verlebt-laszive Timbre von K.T. OSLIN in einer breiten Songkollektion, die Autoren wie Irving Berlin, die Louvin Brothers und Richard Thompson berücksichtigt. Und die druckvolle Low Key- Produktion widerlegt das […] mehr…

  • Mazzy Star - Among My Swan

    Mazzy Star – Among My Swan - Capitol/EMI

    Capitol/EMI Rock ist tot, mag sein. Macht aber nichts. Hope Sandoval und Steven Roback von Mazzy Star haben sich in seinen Katakomben eingerichtet, um seine Geister zu neuem Leben zu erwecken – oder einfach nur dessen Gesängen einige neue Resonanzflächen zu schaffen. Denn Roback weiß, daß alles eine Frage des richtigen Halls ist. Schließlich beschäftigt […] mehr…

  • Smashing Pumpkins - Pisces Iscariot

    Smashing Pumpkins – Pisces Iscariot

    Als Billy von der großen Reise zurückkehrte, die ein Jahr gedauert hatte, sah er, daß es nicht gut war. In Schottland war ein Mädchen beim Tumult des Konzertes getötet wurden. Schlagzeilen, Fragezeichen. Die Konzerte der Smashing Pumpkins in Großbritannien wurden verrissen als seelenlose Reichsparteitage eines Größenwahnsinnigen, der seine Anhänger verspottet. In New York starb der […] mehr…

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    Love And Other Catastrophes von Emma-Kate Croghan

    Ein Tag im Leben zweier Filmstudentinnen: Alice (Allee Garner) quält sich mit ihrer Doktorarbeit über das Thema „Doris Day als feministische Kämpferin“ ab, Mia (Frances O’Connor) scheitert bei ihrem geplanten Dozentenwechsel fast an der akademischen Bürokratie – ihr jetziger Professor haucht kurz vor der erforderlichen Unterschrift sein Leben aus. Sex und Kino sind die einzigen […] mehr…

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    She’s The One von Edward Burns

    Für seinen skurrilen, irisch-amerikanischen Erstling „Kleine Sünden unter Brüdern“, der im Oktober in die Kinos kam, reichten dem Regisseur 200 000 Dollar. Für diesen Nachfolger stellte Robert Redfbrd als Produzent nun drei Millionen Dollar zur Verfügung. Sex, Lügen und Taxi – Edward Burns entwirft in „She’s The One“ ein melancholisches Großstadtmärchen, das der Tradition von […] mehr…

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    Cosi von Mark Joffe

    ab 12. Dezember Lewis (Ben Mendelsohn) flog nicht übers Kuckucksnest – der arbeitslose Akademiker landet statt dessen in einer psychiatrischen Anstalt,um mit Patienten ein Theaterstück einzustudieren. Seine neue Therapie findet nicht viele Befürworter. Nachdem ein pyromanischer Insassse die offizielle Halle abgefackelt hat, probt die verschworene Gruppe subversiv in einem Lagerhaus. Als Stück schlägt der manisch-depressive […] mehr…

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    Palookaville von Alan Taylor

    Ein professioneller Bruch kann ein Kunstwerk sein. Nicht so bei Sid (William Forsythe), Jerry (Adam Ttese) und Russ (Vincent Gallo). Weil sie den Grundriß eines Hauses nicht lesen können, erbeuten sie statt der Klunkern eines Juweliers die Donuts des benachbarten Bäckers. Der Frust ist beträchtlich, und ihre Möglichkeiten für ein besseres Leben in der fiktiven […] mehr…

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    Kopf über Wasser von Jim Wilson

    Schöne labile Mädchen hoffen oft, bei älteren Männern ihren Seelenfrieden zu finden. „Kopf über Wasser“ handelt von trügerischer Ruhe zwischen Eifersucht (die meist berechtigt ist) und Flucht in eine Idylle (die immer auch Hölle ist). „Es kann sehr einfach sein, etwas durcheinander zu bringen“, erklärt Lance (Craig Sheffer). Der junge Künstler lebt auf einer Insel […] mehr…

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    Basquait von Julian Schnabel

    Der junge Afro-Amerikaner Jean-Michael Basquiat (Jeffrey Wright) war der erste farbige Künstler, der in der Szene von New York zu Starruhm aufstieg. Sein Drogentod 1988 mit 27 Jahren hat seinen Mythos eher noch erhöht Der Bildhauer und Malerjulian Schnabel, ein enger Freund Basquiats, hat mit seinem Regiedebüt dessen wildes, kurzes Leben mit exzessiver Hybris bebildert […] mehr…

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    Tykho Moon von Enki Bilal

    Enki Bilal zeichnet Comics. In dem 1983 erschienen Heft „Treibjagd“ treffen sich stalinistische Bonzen auf einem Landsitz in Polen, um mit Präzisionsgewehren die Machtverhältnisse zu ordnen. Skizzen des lötalitarismus entwirft Bilal auch in „Tykho Moon“, seinem zweiten Film, einer Analogie zum Zusammenbruch des Ostblocks – wozu deutsche Filmemacher schweigen. Durch Paris zieht sich eine Mauer, […] mehr…

  • Kula Shaker - K

    Kula Shaker – K - Columbia/Sony

    Wer hat die Hippies reingelassen? Weller war’s – und die Stone Roses beim zweiten Anlauf. Auch Oasis sind nicht ganz freizusprechen, gravitiert doch die Pop-Galaxis um ihre Supernova. Ein Moment der Unaufmerksamkeit – und schon stinkt es nach Räucherstäbchen. Anfangs, im Frühjahr erst, war es brüllend komisch: „I’m telling you man. Jerry was here, you […] mehr…

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    Das Weeth Experience – Plateeth Weeth - Strange Ways/Indigo

    Der Song und die Improvisation, das Korsett und seine Sprengung. Die tollen Momente auf „Planeeth Weeth“, dem zweiten Album von Das Weeth Experience, finden sich jenseits des Songs und seiner Regularien. Da, wo die letzten Worte unter viel Hall ausgehaucht wurden, das Feedback der Gitarre frei schwingt, Baß und Schlagzeug sich potentiell unbeschränkt aneinanderschmiegen können. […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    In Rick Halls Farne-Studios in Alabama wurden Hits wie „You Better Move On“, „When A Man Loves A Woman“ und „Hold What You’ve Got“ eingespielt 1962 siedelte Hall mit Sack und Pack nach Muscle Shoals um. Die Session-Musiker, die dort Southern Soul der obersten Güteklasse in Serie raushauten, umflort bis heute eine ganz besondere Aura: […] mehr…

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    The Schramms – Dizzy Spell

    Dave Schramm stammt aus der kleinen Stadt Hoboken. Dort haben die Feelies einst das Schrammeln neu erfunden. Zufall? Natürlich. Denn erstens gibt es das Wort nur so im Deutschen. Und zweitens schrammeln die Schramms gar nicht. Zumindest nicht mehr. Auf der ersten die Tournee, die die Band 1992 durch hiesige Clubs führte, war das noch […] mehr…