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    Tracy Bonham: Ungestüm, laut und leidenschaftlich

    Dieser Frau kann niemand mehr etwas vormachen. Tracy Bonham ist immerhin schon Ende Zwanzig und hat die Welt gesehen. Keine schlechte Voraussetzung, um das erste Album herauszubringen. Da läßt man sich nicht mehr hineinreden oder erfindet Strategien, um mit notorischen Hereinrednern umzugehen. Starke Frauen sind in? Also präsentiert sich Tracy Bonham auf dem Cover ihres […] mehr…

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    Ani DiFranco: Fulminanter Folkcore

    Monströs schlägt Ani DiFranco die Akustische an. Ist das noch Folk oder schon Punk oder vielleicht gar Hardcore? „Boston Globe“ hat es einfach „Guerilla Folk“ genannt, „Now“ sieht die adrette Mittzwanzigerin als „one woman acoustic punk band“, die ehrenwerte „New York Times“ adelt Ani zum „whip smart acoustic warrior who strums with the ferocity of […] mehr…

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    Doyle Bramhall II: Blues mit Funk

    Dieses Debüt ist derart zwingend, daß man sich fragt, warum es etst jetzt veröffentlicht wird. hat die Parade-Biographie eines Musikers, der zu Höherem berufen ist: Sohn eines Schlagzeugers, Gitarre gelernt, Vorspielen bei Stevie Ray Vaughan, dann gemeinsam mit dem auch nicht unbekannten Charlie Sexton seine Band Are Angels gegründet Dennoch dauerte es lange, bis dieses […] mehr…

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    The Schramms: Radikaler Formwille

    Dave Schramm verdient seinen Lebensunterhalt als Werkkundelehrer einer Schule in Brooklyn – doch nach Feierabend treibt er die Kunst des Songwriting einige Etappen voran. Der sympathische Ami kennt die Rockgeschichte, in seinen Songs setzt er ihre verschiedenen Kapitel wieder neu zusammen. Oft Eigensinning, aber immer schlüssig. Da ist Country drin, da ist Pop drin, und […] mehr…

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    16 Horsepower: Hypnotischer Galopp

    Im Galopp durchquert David Eugene Edwards die amerikanische Musikgeschichte, durchmißt hundert Jahre Einsamkeit, überwindet die Rocky Mountains, den Rio Grande, das Monument Valley und die großen Einöden. „Sackcloth ’n‘ Ashes“, das Debüt seines Trios 16 Horsepower, ist ein Rollgriff durch die archaische Welt von Schuld und Sühne, Grausamkeit und Tod, erzählt in einem biblischen Tonfall […] mehr…

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    Butter - Weiche Beats kollidieren im All

    Bei dem Hanse-Quartet Butter kollidieren Welten. Hier der Folk-Song, dort ein elektronisch verfeinerter Beat. Doch niemals kracht es, niemals ächzt es. Nein, bei Butter läuft alles wie geschmiert Ja, der Name ist Programm. Zuweilen erweckt ihr Debüt-Album „Happy“ das Gefühl, hier singe der David Bowie der Siebziger über einen Beat der Neunziger. Jemand treibt schwerelos […] mehr…

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    Ali Zapak: Eine poetische Realistin

    Ali Zapak hat sich nie Zwängen gebeugt. Als Jugendliche entzog sich die Kanadierin der Enge einer Privatschule, indem sie nach Miami durchbrannte. Ihren Lebensunterhalt erarbeitete sich sich ab Go Go-Girl, später schlug sie sich sogar als Stripperin in New York durch. Auf dem Debüt „My First Suicide“ verarbeitet die Weltenbummlerin alle Erfahrungen, die ihr das […] mehr…

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    Nickelbag: Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln

    Musik und Business haben nichts gemeinsam.“ Stevie Salas hat seine Erfahrungen mit dem dreckigen Geschäft gemacht und beinahe wäre er daran zugrunde gegangen. Jetzt ist er wieder obenauf. Das ist wahrscheinlich auch eine Folge der Auszeit, in der der Gitarrist neue spirituelle Eindrücke bei Red Thunder sammelte, einem Projekt, für das sich Vertreter verschiedener Indianerstämme […] mehr…

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    Little Axe: Vom Blues zum Schmelztiegel der Zukunft

    Blues hat viele Gesichter. Skip McDonald kennt sie alle. Seit fast drei Jahrzehnten befindet sich der Chef von Little Axe schon auf seiner musikalischen Exkursion. Der 47jährige hat in fast alle Ecken der Welt geblickt und mit den schillerndsten Gestalten des Musikbetriebs zusammengearbeitet Den ersten Kontakt mit dem Blues hatte der Ami über seinen Vater, […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Nashville werde „implodieren“ – zuviel schlechte Musik“ werde dort produziert, prognostiziert Richard Bennett. Wer sich durch repräsentative Stichproben des aktuellen Output gekämpft hat, kann dem Steve-Earle-Produzenten nur zustimmen. Sicher: Es gibt sowohl bei CHRIS WARD und „One Step Beyond“ (Giant/ARIS) als auch auf „Dreamin‘ Out Loud“ (Capitol/IRS) von TRACE ADKINS und nicht zuletzt bei KENNY […] mehr…

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    A Tribe Called Quest – Beats, Rhymes and Life - Jive / BMG Ariola

    New York brennt. Auf dem Cover zu „Beats, Rhymes And Life“, dem neuen Album von A Tribe Called Quest, sieht man eine Truppe schemenartiger Gestalten mit dem Banner der HipHop-Guerilla durch die flammende Metropole ziehen. Der Tag der Befreiung ist gekommen, und es ist natürlich auch ein Tag der Abrechnung. Deshalb trägt gleich der erste […] mehr…

  • Low - The Curtain Hits The Cast

    Low – The Curtain Hits The Cast - Caroline / Virgin

    Gespenster, Tod, hohe Bäume. Low sagen sinngemäß, daß es genug Dinge gebe, vor denen es sich fürchten läßt Aber vor der Dunkelheit, so erklärt uns Alan Sparhawk singend im knapp einminütigen „Dark“, dem letzten Stück ihres neuen Albums – vor der Dunkelheit muß man nun wirklich keine Angst haben. Ein stimmiger Epilog für ein Werk, […] mehr…

  • Soulwax - Leave The Story Untold

    Soulwax – Leave The Story Untold

    In Belgien, dem Land des Bösen, existieren zwei fabelhafte Plattensammlungen. Die eine gehört den irren Hippies von dEUS, dazu im nächsten Monat mehr. Die andere gehört Soulwax, wahrhaft new roiees in der internationalen Rockmusik. Die vier jungen Schlingel sind Supereklektizisten und Kenner, die mit Mini-Moog und Hammond-Orgel, Streichern und Grand Piano arbeiten. Schwer zu sagen, […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Die Band HOME hatte kein Zuhause, stilistisch gesehen. So schien es zumindest, als das Quartett um 1972 plötzlich auf der englischen Szene auftauchte. Mal klangen sie verdammt nach America – mit außergewöhnlich gutem Harmoniegesang und -Verständnis. Dann wieder wurde der geneigte Hörer an die lichtesten Momente von Barclay James Harvest (jawoll, die gab es!) erinnert […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Einen ganz großen Klassiker der Jazz-Historie, JOHN COLTRANEs „A Love Supreme“ (Impulse 1155-2/ARIS), findet man neuerdings – vergleichsweise spottbillig – als 20bit-Remaster-Version. Die klanglichen Unterschiede zur Erstausgabe sind sublim, über bessere Anlagen aber nachvollziehbar: etwas „körperlicherer“, sprich live-haftigerer, sehr schön dreidimensionaler und im Grundtonbereich mal wieder „vollerer“ Klang. Auch für den gewöhnlichen Rock-Fan, der diesen […] mehr…

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    Iain Matthews – God Looked Down - Watermelon / Fenn

    Eine heisere, besessene Linda-Blair-Stimme bellt einen Befehl, dann knallen Drums, viel zu rockig, eine Gitarre perlt, eine Orgel wummert, und dann hebt diese hyperfamiliäre, warme, sanft-sympadiische Stimme an, die noch immer so klingt, als könne sie kein Wässerchen trüben, entspannt, gleitend, glatt: „I am like Cathy’s clown/ So unbelieving, I’m bobbing und weaving/ I need […] mehr…

  • George Jones - I Lived To Tell It All

    George Jones - I Lived To Tell It…

    Es muß ein so erhabenes wie lästiges Gefühl sein, als Legende zu leben, als unumstrittener König des Honky Tonk, als unerreichter Meistersänger einer Musiktradition, der Soul Music des weißen Mannes. George Jones beginnt erst jetzt, seit wenigen Jahren, diesen Selbstwert zu reflektieren, Selbstgewißheit zu gewinnen. Krone und Zepter des King of Country Music mag er, […] mehr…

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    Yin Yang von Christian Salvesen

    Seiner noblen Vorfahren, die im Mittelalter ihre Big Macs erfolgreich als Waffen einsetzten, gedenkt STEVE McDONALD auf „Sons Of Somerled“ (Etherean Music/Aquarius). Umgeben von Dudelsäcken und Hirtenflöten, Keyboards und Schlagzeugen, Chören und Orchestern besingt er Heldentum und Heimat und entpuppt sich schon bald als das männlichschottische Gegenstück zu Enya. Für Multimedia-Freunde gibt es zusätzlich zur […] mehr…

  • Neneh Cherry - Man

    Neneh Cherry - Man

    Vier Jahre hat sich Neneh Cherry Zeit gelassen, um ein neues Album zu machen – abgesehen von den zwischenrein geworfenen und dann natürlich gleich zum Welthit avancierten „Seven Seconds“ mit Youssou N’Dour. In den vier Jahren ging es von London nach Schweden, nach New York, nach Spanien; Geburt der dritten Tochter und Tod des Stiefvaters […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Eine Band, die sich schlicht und einfach FUCK nennt, muß mit Mißverständnissen rechnen. Deshalb sei vorweggeschickt, daß die Kalifornier nicht im Hardcoreoder Sleaze-Bereich tätig sind. Die leisen, durch und durch sanften Song-Meditationen ihres Debüts „Pretty…Slow“(Normal/Indigo) lassen eher an eine Mischung aus Palace Music und Swell denken. Die melancholisch tröpfelnden Gitarren scheinen von einem inneren Drive […] mehr…