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    Barry Adamson – Oedipus Schmoedipus

    Cockermania überall, kürzlich auch in Amerika. Da wurde Jarvis natürlich gleich krank (der Magen wohl!), und hypochondrisch ließ er sich bei einem Konzert in Hannover auf die Bühne fallen, rief immer wieder „Taffelwein!“ und delirierte lustigen Unfug. Pulp waren dennoch besser und ekstatischer denn je: Eine epische Version von „Live Bed Show“ mit Instrumentalteil hätte […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Kultiges aus allen stilistischen Himmelsrichtungen. Kult 1: Sie waren so out, outer ging’s gar nicht Und dann drückten die WALKER BROTHERS 1978 „Nite Flights“ (Epic 484438) ab. Einige Unentwegte sollen die LP des GTO-Labels auch tatsächlich gekauft haben – um sie hurtigst zum Vinyl-Höker an der Ecke zu tragen. Denn was die drei Kunstbrüder da […] mehr…

  • Die Goldenen Zitronen - Economy Class

    Die Goldenen Zitronen – Economy Class

    Punk war für die Goldenen Zitronen über die zehn Jahre ihres Bestehens ein unverhandelbarer Standpunkt – von dem aus sich alle erdenklichen Stile verhandeln ließen. Garagentrash und HipHop, Beat-Pop und Agit-Rock. Die Hamburger Band war so gesehen immer eine sehr offene Angelegenheit. Mit „Economy Class“ holen sie nun zur Neudefinition des Begriffe Punk aus – […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    In irgendeinem Archiv müssen also doch noch weit bessere Bänder gelegen haben als die, die bisher für CD-Wiederveröffentlichungen der EASYBEATS verwendet wurden! Denn deren jetzt veröffentlichtes Doppel-Set „The Definitive Anthology“ (Repertoire REP 4505) hält ausnahmsweise mal nicht nur, was der Titel verspricht. Es bietet auch klangtechnisch die entschieden beste Überspielqualität. 3,5 Im Fall der IAN […] mehr…

  • Lambchop - Hank

    Lambchop - Hank

    Kurt Wagner ist ein komischer Kauz. Das ist der erste Eindruck, den seine geschmackvollen Slow-Motion-Burlesken hinterlassen, seine geschmacklose Cover-Kunst, sein lustloses Im-Song-Herumstochern bei Konzerten, bei denen er nur mit dem Bühnenpersonal kommuniziert und ab und an kichert, ohne erkennbaren Grund. Die Idiotie des In-Jokes. Dann dämmert, daß sich Kurt selbst für einen komischen Kauz hält […] mehr…

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    Jimie Dale Gilmore – Braver Newer World

    Jimmie Dale Gilmore nennt eine Stimme sein eigen, die ihresgleichen nicht mehr hat. Nur Roy Orbison konnte sein Organ so scheinbar ungebunden fliegen lassen, und Willie Nelson erreichte früher ein ähnlich schwebendes Timbre, in den seltenen Momenten, wenn er seinen Gesang hoch hinauszog, etwa gemeinsam mit Bill Monroe auf dessen „Sunset Trail“: high lonesome. Gilmore […] mehr…

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    Multimedia von Thomas Feibel

    Big Noise. Es war ja auch nur eine Frage der Zeit, bis auch die spannenden Bands die neuen Medien für sich entdecken. Auf dem neuen Album der EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN, „Ende Neu“ (RTD), befindet sich (neben abgedruckten Texten in Deutsch/Englisch und Werk-Interpretationen im Booklet) ein CD-Extra-Datentrack, der sich allerdings nur in der limitierten Erstauflage befindet. Nachdem […] mehr…

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    16 Horsepower – Sackcloth’n’Ashes

    Der Ritt in die Finsternis beginnt mit einem Trommelwirbel. Die Gitarre erklingt, als setze sich der Karren eines Totengräbers in Bewegung, und eine Stimme hebt beschwörend an: „Then I climbed on the big horse strapin’/ Put the spur down to blood/ He took of 16 horses strong/ Left me lyin‘ in the mud.“ Das Stück […] mehr…

  • Smog - The Doctor Came At Dawn

    Smog – The Doctor Came At Dawn - Domino / RTD

    Der Anfang: ein Trauerspiel mit verstreutem Piano-KIimpern und flirrenden Streichern, eine enigmatische Schauergeschichte, die frösteln macht. „You Moved In“: „And I hope you don’t mind/ If I grab your private life/ Slap it on the table/ And split it/ With a knife.“ Beklemmend. Der seltsame Bill Callahan, Mr. Smog, mußte sich daran gewöhnen, daß sein […] mehr…

  • Michael Hurley - Parsnip Snips

    Michael Hurley – Parsnip Snips

    Townes Van Zandt sei die Antithese zu allem Industriellen, hat Paul Zollo in „Song Talk“ einmal treffend formuliert. Dasselbe gilt nicht minder für Michael Hurley. Auch Hurley hat sich nie nötigen lassen, auch er hat sich nie gebeugt Noch 32 Jahre nach seinen „First Songs“ pflegt er unbeirrt den aufrechten Gang. Begriffe wie „Modernität“ sind […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Die düster-schicksalhaften Erzählungen eines Nathaniel Hawthorne oder Cormac McCarthy in das viel knappere Song-Format zu übertragen, ist bislang kaum jemandem gelungen. Rennie Sparks, Bassistin der HANDSOME FAMILY, hat es geschafft: Ihre Texte sind knapp skizziert, machen nicht viele Warte, doch die Geschichten, die sie erzählen, sind im Detail wie auch in der umrahmenden Gefühlslage von […] mehr…

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    Tracy Bonham – The Burdens Of Being Upright und Lisa Germano – Excerpts From The Love Circus - Island / Mercury, 4AD /…

    Zweimal weibliches Songwriting, und das Wort „stark“ ist hier scheinbar nur noch Ironie. Gut – wenn es denn auch tatsächlich so gemeint wäre. Denn in Zeiten, wo sich für die Marketing-Heinis der Plattenfirmen Joan Osborne auf PJ Harvey reimt, sollte doch vorsichtiger mit diesem Adjektiv umgegangen werden. Oder amüsiert. Wie Tracy Bonham es für ihr […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Keine Band der Welt hat mit ihren ersten vier Singles trefflichere und tödlichere Geschosse abgefeuert als die SEX PISTOLS. Die Beatles? Lachhaft. Die Stones? Kein Gedanke. Die Smiths? Schon eher. Aber nicht einmal deren formidables Start-Quartett kann dem der Pistols das Wasser reichen: „Anarchy In The UK“, „God Save The Queen„, „Pretty Vacant“ und „Holidays […] mehr…

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    The Boo Radleys – C’Mon Kids

    Ein „Sergeant Pepper“ der Neunziger, eine Pop-Oper fürs nächste Jahrtausend. Irgendwo dazwischen, aber auf keinen Fall darunter, liegt die Vision, von der Martin Carr geplagt wird. Mit seinen Boo Radleys legt der Songwriter und Sound-Werker höchst interessante Entwürfe zu dieser Aufgabe vor komplexe Konstrukte, die live aufgeführt immer wieder am eigenen Anspruch scheitern. Furios scheitern, […] mehr…

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    The Kelley Deal 6000 – Go To The Sugar Altar - Play It Again Sam /…

    Wie gehts eigentlich Kelley Deal? Bei deren Drogenabhängigkeit hatte nun wirklich jeder in Amerika ein Wörtchen mitzureden, sie war das Sorgenkind der alternative nation. Kelley mit Heroin aufgegriffen, Kelley in Untersuchungshaft, Kelley von ihrer Familie zum Entzug überredet. Schwester Kim war so freundlich, ihre gemeinsame Band, die Breeders, während ihrer Abwesenheit erstmal auf Eis zu […] mehr…

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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Ihr Debüt „Expecting To Fly“ liegt noch nicht lange zurück, aber die BLUETONES legen schon ein Mini-Album mit sechs neuen Songs vor. „Are You Blue Or Are You Blind?“ (Polydor) hat wiederum die schwärmerischen Twingle-Twangle-Qualitäten samt Sechziger-Nostalgie (Stichwort „Rickenbacker-Universum“) und hoher Redundanzrate – aber auch tollem Schmachtfaktor! 3,0 Archaischer Folksong und feinsinniges Kunstlied, frankokanadische Mystik […] mehr…

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    Gillian Welch – Revival und Roseanne Cash – 10-Song-Demo - Almo / MCA , Capitol…

    Gillian Welch Almo/MCA 3,5 IQ-SOIG QEIO Roseanne Cash Capitol.IRS Alle Jahre wieder: Eine „neue Emmylou Harris“ wird aufs Podest gehoben. Iris DeMent, 1994 zuletzt als amtierende Titelträgerin aktenkundig, schweigt seither. Prompt wird Newcomerin Gillian Welch als thisyear’s model hofiert. Pikant daran ist, daß Harris einen Welch-Song („Orphan GW“) auf ihrem letzten Album „fVrecking Ball“ verewigte, […] mehr…

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    Syd Straw – War and Peace / Kris McKay – Things That Show / Brenda Kahn – Destination Anywhere - Capricorn / IMS , Shanachie…

    Drei Alben von drei Frauen, die einst mehr Hoffnungen zu schultern hatten, als ihnen lieb sein konnte. Drei Rückmeldungen aus der Etappe. Remember Syd Straw? (Eine) Stimme der Golden Palominos, dann das erste Solo-Album („Surprise“, Virgin 1989), in acht verschiedenen Studios mit über 30 Klasse-Musikern von unterschiedlichsten Produzenten (Van Dyke Parks, Daniel Lanois, Straw selbst) […] mehr…

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    X-Tal – The Conqueror Norm - RTD

    Als X-Tal im Winter 1995/96 das vorliegende Album einspielten, wußte noch niemand, daß es ihr letztes sein würde. Zur Zeit der Aufnahmen befand sich die Band in einem kreativen Hoch, wagte gar den Schritt zur internen Demokratisierung: Wo früher J. Neo als charismatischer Bandleader im Vordergrund stand, sind diesmal auch die Songs der anderen Mitglieder […] mehr…

  • Eels - Beautiful Freak

    Eels – Beautiful Freak

    Das sagt sich so leicht „Tm trying to salute individuality in the face of depression“, so Herr E, Leiter der Kauz-Gruppe Eels. Dieser Mann will einen neuen Rekord in Knappheit und Unsichtbarkeit aufstellen. „Beautiful Freak“ handle zur Hälfte davon, wie es ist, „fucked-up and different“ zu sein und in den Abgrund zu blicken, zur anderen […] mehr…