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    Stabbing Westward: Auf der dunklen Seite der Seele

    Stabbing Westward wollen nach tief unten, dahin, wo noch keiner war. Sänger Christopher Hall eröffnet das neue Album mit einem unmißverständlichen Bekenntnis: „I’m Such An Asshole, zwei Songs später wünscht er sich mit gequälter Stimme, daß seine Geliebte, mit der er Haut an Haut im Bett liegt, in ihn hineinschauen könnte. Allein, es bleibt natürlich […] mehr…

  • Underworld - Second Toughest In The Infant

    Von Techno zu Blues und zurück. Underworld nehmen diesen langen Weg nicht mit großen Sprüngen, sondern tasten sich auf ihrer Reise behutsam vor, und manchmal kann der Hörer den Prozeß, wie sich die landscape of sounds verändert, kaum bewußt wahrnehmen. Er merkt nur: Wo eben noch Breakbeats schnetzelten, hallt jetzt ein Blues-RifF. Das neue Album […] mehr…

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    Drucksachen von Wolfgang Doebeling

    Elvis und kein Ende. Mehr als 500 Bücher wurden über den King bereits verfaßt, und man sollte annehmen, damit sei die wichtigste musikalische Figur dieses Jahrhunderts auch erfaßt Jeder denkbare Blickwinkel wurde bemüht: Elvis wurde vergöttert und verteufelt, mystifiziert und entmystifiziert, von Greil Marcus zu Lebzeiten aufs höchste Podest gehoben und von Albert Goldman postum […] mehr…

  • Steve Earle - I Feel Alright

    Steve Earle – I Feel Alright

    Zwischen 1991 und 1994 kursierten vermutlich mehr schlechte Witze über Steve Earle in Nashville, als dort schlechte Songschreiber ihr banales Handwerk tun. Und das will was heißen in einer Stadt, die vor allem der Mediokrität vom Co-Writing-Fließband huldigt. Die öffentliche Demontage des widerspenstigen Hardcore-Romantikers folgte dabei dem bewährten Prinzip, wonach für den Spott nicht groß […] mehr…

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    Ivan Neville – Thanks - Iguana / SPV

    Ivan Neville Igu:in:i. SPV Warum Ivan Neville sein neues Album „Thanks“ getauft hat, bedarf einer kurzen Erklärung: Als sein Vater Aaron anno 1990 nach langen Drogen-Eskapaden endlich sein Privatleben und seine Karriere wieder in den Griff bekam, war das auch für Ivan Auslöser für einen Neuanfang. Ihm wurde schlagartig klar, daß die Songs, die er […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Englischen Wiederveröffentlichern muß oft hilfreich zur Seite gestanden werden – und sei es auch nur mit einem popeligen Hinweis darauf, daß „auf dem Kontinent“ eventuell mal Platten erschienen sind, die es im Kingdom nie gab. So verfuhr „yourstruly“ und mahnte für „Eight Gigs A Week. The Steve Winwood Years“(Mercury 524180) der SPENCER DAVIS GROUP die […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Klanglich gegenüber den frühen CD-Remakes deutlich verbessert, liegen die letzten drei noch ausstehenden PINK FLOYD-Titel jetzt ebenfalls als Remaster vor: die Soundtracks zu „Obscured By Clouds“ (EMI 835609 2,2,0) und „More“ (8356312, 3,0) sowie die „Relics“ Compilation (835603 2, 3,5). Letztere leider phantasielos in der Original-Zusammenstellung. Dabei hätte man sich wirklich der Floyd-Fans erbarmen können […] mehr…

  • Palace Music - Arise Therefore

    Palace Music – Arise Therefore

    Wohin will Will Oldham? Sein Gesichtsfeld sei vollkommen leer, sagt er, und auch seine Musik nähert sich der Auslöschung, dem Stillstand, der Entsagung. Oldham hat kein Zuhause, jetzt wohnt er vielleicht in Birmingham, Alabama, einem Kaff, das Randy Newman in einem Lied als Abgrund der Ereignislosigkeit beschrieb. Alle paar Monate bringt der Sonderling ein Album […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner - Von Kloos&Wellner

    Das erste Halbjahr 1996 ist fast vorbei, doch echte Höhepunkte in Sachen HipHop lassen noch auf sich warten. Der Titel des SPICE 1-Albums ist da programmatisch: Mit berühmt-berüchtigtem B-Boy-Wortwitz lautet er „1990-Sick“(Jive/Aris) und bezieht sich selbstverständlich auf die Mißstände des Gesellschaftssystems und nicht auf den derzeitigen Zustand des HipHop. Das bewahrt Spice-1 aber nicht davor, […] mehr…

  • Shed Seven - A Maximum High

    Shed Seven – A Maximum High

    Die Presse hat sich Britpop als Spektakel zurechtgeschrieben, und Oasis kommen dem mit kurzem Atem gerade noch mal nach, wenn sie ihren Feinden Aids wünschen. Ansonsten gilt: Simplicity sells. Die englische Pop-Musik ist so langweilig wie eine Reihenhaussiedlung in Hackney. Ich muß mich korrigieren, natürlich sind Reihenhaussiedlungen überhaupt nicht langweilig, denn wenn man durch die […] mehr…

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    High Llamas – Hawaii

    Früher, im Zeitalter der Vinyl-Platten, gab es die schöne Einrichtung der Auslaufrille. Das war die Chill-Out-Zone der Zeit vor CD und Techno. Die Platte drehte sich noch, und man hörte ein gemütliches Rauschen, das meditativ und beruhigend wirkte. Nun zeigte sich, welche Wirkung die gerade abgelaufene Musik gehabt hatte: Bei manchen Rock-Platten hatte man das […] mehr…

  • Los Lobos - Colossal Head

    Los Lobos – Colossal Head - WEA

    Ein Hit kann wunderbar sein, aber auch lästig. Menschen sind halt bequem und erwarten den ewig gleichen Song. Als Los Lobos vor 23 Jahren als , just another band from L.A.“ anfingen, bei Nachbarn, Freunden und Verwandten auf Hochzeiten und sonstigen Feiern zum Tanz aufzuspielen, da konnte sich ihre ständig wachsende Fangemeinde an der perfekten […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Ein weltweiter Millionseiler wurde „A Girl Like You“ erst im zweiten Anlauf. Überrascht wurden davon alle, nicht zuletzt EDWYN COLLINS selbst. Im Rückblick lassen sich die Dauerbrenner-Qualitäten leicht erklären: unverwechselbarer Sound qua Fuzz-Gitarre, Danceability mittels Faktor Stomp und ein Glücksgriff von einer Melodie, die dafür sorgen wird, daß sich dieser Song in 20 Jahren als […] mehr…

  • Beastie Boys - The In Sound From Way…

    Die Beastie Boys waren immer mehr als eine Band – und das gleich in doppelter Hinsicht Erstens funktionieren sie als Handels-Unternehmen mit eigenem Label, eigenem Bulletin sowie angeschlossener Boutiquenkette, zweitens sind die Wahl-Kalifornier immer drei Bands auf einmal. Mindestens. Es gibt die Hardcore-Formation Beastie Boys, die HipHopper Beastie Boys und schließlich das Jazz-Funk-Ensemble Beastie Boys. […] mehr…

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    The Derailers – Jackpot - Watermelon/Zensor

    The Derailers Waternielon/Zensor Es mag kein geringes Privileg sein, in Texas geboren zu werden, doch gibt es auch dort kein natürliches Geburtsrecht darauf, die wilde und wundervolle Vielfalt der Musikstile des Lone Star State zu verstehen, zu fühlen, zu feiern. Oft genug sind es Wahltexaner, Texaner aus Überzeugung gewissermaßen, die den Traditionen dieser Region am […] mehr…

  • Joe Henry - Trampoline

    Joe Henry – Trampoline - Mammoth/TIS

    Es gibt Platten, die erschüttern das liebgewonnene Bild, das man sich von einem Künstler gemacht hatte, auf durchaus positive Art und Weise. „Trampoline“, das sechste Album von Joe Henry, ist so eine Platte – und für den in Los Angeles ansässigen Songwriter in etwa das, was „99,9 F“ für Suzanne Vega war: ein Aufbruch zu […] mehr…

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    MULTIMEDIA

    Ganz ehrlich: Momentan hat die deutsche Musikindustrie in Sachen Multimedia erstmal kräftig die Bremse gezogen. Die progressive Haltung, hauptsächlich vom Prestigedenken angetrieben, ist inzwischen klarer Ernüchterung gewichen. CD-ROMs verkaufen sich nun mal nicht wie CDs. Auch an den mangelhaften Vertriebsstrukturen hat sich nichts geändert. Es ist also mit einem trockenen CD-ROM-Sommer zu rechnen. Bei uns […] mehr…

  • The X-Files

    The X-Files

    „The beat generation changed the world“: Das Axiom ist schon mal Quatsch, aber das schadet ja nichts. Denn William S. Burroughs, der mit „10% – File Under Burroughs“ gefeierte Knallkopf, hat auch immer Quatsch geschrieben und ist dafür berühmt. Interessanter als seine von diversen Drogen ebenso inspirierten wie ruinierten Werke war das Tellsche Experiment, das […] mehr…

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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Der tote Querkopf FRANK ZAPPA kommt nicht zur Ruhe: “ The Lost Episodes“ (Ryko/RTD) sind 30 mehr oder weniger lange, mehr oder weniger interessante Studio-Schnipselchen aus 25 Jahren seines Schaffens. Bei fünf Songs singt Captain Beefheart. Ein Nachklapp zu der voluminösen Wiederveröffentlichung des Gesamtwerks und also vor allem für Archivare und Kuriositätensammler von Wert. 3,0 […] mehr…

  • Paul Westerberg - Eventually

    Paul Westerberg – Eventually - Reprise/WEA

    Paul Westerberg Reprise/WEA ¿ am the day that no one needs they never call no one like me“, gesteht Paul Westerberg gleich zum Auftakt in „These Are The Days“. Und es entbehrt nicht einer gewissen, durchaus bitteren Ironie, daß er damit auch seine späte Karriere zu beschreiben scheint. Während die, die sich nicht zuletzt von […] mehr…