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    Nuggets von Jörg Gülden

    Daß Carol Noonan eine klassische Gesangsausbildung genossen hat, hört man, aber stören tut es mitnichten. Im Gegenteil: Die Emphase, die sie mit ihrer CAROL NOONAN BAND auf „Noonan Building & Wrecking“(PHILO PH 1196), ihrem zweiten Album, an den Tag legt, verursacht streckenweise Gänsehaut. Begleitet von einem kompetenten Quintett erforscht die Trägerin des „Boston Music Award […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner

    Das Spannende an KRUDER & DORFMEISTER ist, daß sie keine Grenzen kennen und daher virtuos zwischen Drum & Bass, Dub, Soul-Jazz und was-weiß-ichnoch-alles herumproduzieren. So wie die Wiener Mellow-Sound-Meister aus Remix-Aufträgen meist neue Tracks zaubern, haben sie für die Serie „DJ Kicks“ (K7/RTD) 17 klasse Stücke mit ganz eigenem Twist versehen. Auf die Dub-Sounds im […] mehr…

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    Tom Petty & The Heartbreakers – She’s The One

    Seinen bisher stärksten Auftritt als Filmmusiker erahnte Tom Petty bestenfalls, damals, ab er gleich am Premierentag in die Nachmittagsvorstellung von „Das Schweigen der Lämmer“ geeilt war. Noch viel weniger ahnte dieses gutgelaunte und doch so unglückliche „American Girl“, das geradewegs seinem Schlächter Buffalo Bill in die Arme fahrt, während der gleichnamige, frühe Petty-Klassiker aus dem […] mehr…

  • Sebadoh - Harmacy

    Sebadoh – Harmacy - City Slang / EFA

    Und sie sind doch eine richtige Band! Sebadoh können sich noch so sehr als Verfechter des Lustprinzips präsentieren, die ihren Launen in zig Nebenprojekten (Deluxx, Folk Implosion) freien Lauf lassen oder in aberwitzigen Zusammenschlüssen eben dieser Nebenprojekte (Deluxx Folk Implosion) – der stets nonchalant von Lou Barlow aufs Cover gekrakelte Band-Schriftzug ist inzwischen eine etablierte […] mehr…

  • R.E.M. - New Adventures In Hi Fi

    R.E.M. – New Adventures In Hi Fi - WEA

    R.EJV1. WEA Es rumort un bisher so einvernehmlich gehüteten Camp der fabfour aus Athens/Georgia. Da hat’s einen kürzlich gefeuerten Manager Qeflerson Holt), der seit den Anfängen eher ein fünftes bzw. sechstes Band-Mitglied war als „nur“ ein Manager. Da wissen inoffizielle Quellen, der seit „Green „(1988) assoziierte Live- und Studio-Musiker Peter Holsapple (DB’s, Continental Drifters) sei […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    „Some Cats Know“ (Telarc/ in-akustik) how to make my honey flow“, singt JEANIE BRYSON und bleibt dieser Behauptung keine Sinnlichkeit schuldig. Wie sie überhaupt keinem der 14 Songs aus dem Repertoire der legendären Peggy Lee etwas schuldig bleibt: weder die dezenten Latin-Grooves, noch die gelungene Balance zwischen cooler Ironie und warmem Bluesfeeling. 4,0 Eine reife […] mehr…

  • Pearl Jam - No Code

    Pearl Jam – No Code

    Ihr Gemütszustand ließ auf den Titel „No“ schließen, aber Pearl Jam nannten das neue Album „No Code“. Dazu die übliche Geziertheit: nahezu no Interviews und jedenfalls no rechtzeitig, no Mainstream-Presse, no Fotos und no körperliche Anwesenheit bei Gesprächen. No shit! Da trifft es sich gut, daß sie als amerikanische Band unschlagbar geworden sind. Eddie Vedder, […] mehr…

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    Antonias Welt von Marleen Gorris

    Für diese weibliche Chronik ländlicher Ereignisse erhielt die holländische Regisseurin Marleen Gorris den Oscar ’96 für den besten nicht englischsprachigen Film. Die liebevolle Familiensaga über vier Generationen zeigt als Hymne auf das Matriachat die melancholische Leichtigkeit des Seins. Als Mitdreißigerin kehrt Antonia (Willeke van Ammelrooy) nach dem Zweiten Weltkrieg in ihr Heimatdorf zurück. Sie kümmert […] mehr…

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    Schön ist die Jugendzeit von Bo Widerberg

    Für sein gleichermaßen sensibles wie kraftvolles Melodram über das ewig junge Thema vom pubertierenden Jüngling, den eine Frau im besten Alter verfuhrt, wurde der Schwede Bo Widerberg mit dem Silbernen Bären ’96 belohnt Malmö 1943: Der 15 Jahre alte Stig 0ohan Widerberg), geplagt von den entwicklungstypischen Problemen und gefangen in den kindischen Spielchen der Schulkameraden, […] mehr…

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    Philip Davis: Undercover

    Kurz nachdem ihre Kollegen enttarnt wurden und im Krankenhaus gelandet sind, werden vier Polizisten in die Hooligan-Szene eines Londoner Vorort-Zweitligadubs eingeschleust, um „Undercover“ die Rädelsführer auszuspionieren. Von ihnen identifiziert sich besonders der ehrgeizige John(Reece Dinsdale) ohne Vorbehalte mit seiner neuen Rolle als tumber, grölender, ständig besoffener Fußballfan. Bald wird aus dem liebevollen Ehemann ein unerträglicher […] mehr…

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    Ulu Grosbard: Georgia

    Während eines Folkrock-Konzertes in Seattle bewundert die unbegabte Background-Sängerin Sadie (Jennifer Jason Leigh) ihre große Schwester, den umjubelten Country-Star Georgia (Mare Winningham). In der heilen Welt eines Farmhauses brechen die schwesterlichen Konflikte wieder aus. Georgia wirft Sadie deren Drogenexzesse vor, Sadie beneidet Georgia um Stimme und Erfolg. Immer wieder versucht das körperliche Wrack, eine Solokarriere […] mehr…

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    Mike Leigh: Lügen und Geheimnisse

    Das Adoptionssyndrom geht um. Nach „Geliebte Aphrodite“ und „Flirting With Disaster“ macht sich auch in .lügen und Geheimnisse“ (Goldene Palme ’96) jemand auf die Suche nach seiner leiblichen Mutter. Die niederschmetternde Tristesse von „Naked“ und „Life Is Sweet“ ist jedoch komödiantischer Gelassenheit gewichen. Positive Energie statt Anarchie und Chaos. Die schwarze Hortense (Marianne Jean-Baptiste), eine […] mehr…

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    Volker Schlöndorff : Der Unhold

    In Babelsberg gehen die Gespenster vergangener Glorie um. Volker Schlöndorff, alternder Autorenfilmer und linksliberaler Kulturbürger, wurde vor vier Jahren als Verweser des deutschen Kinogeistes bestellt, um aus den Ruinen der einstigen DEFA-Studios die versunkene Magie der Ufa-Ära zu renovieren und den archivierten Mythos ab moderne Medienmacht zu installieren. Andere waren kaum denkbar. Schlöndorff ist ein […] mehr…

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    Tab Twol: Jazziges Duo mit Groove-Appeal

    Ein kurioses Duo bilden Tab Two. Auf der einen Seite steht der Selbstverwirklicher Hellmuth Hattler, der seine Karriere bereits in den Siebzigern bei Kraan begann, auf der anderen der 14 Jahre jüngere und akademisch ausgebildete Joo Kraus. Hier der Lange mit seinem Baß, und dort der Kurze an der Trompete. Vier Alben haben die beiden […] mehr…

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    Harry Connick, Jr.: Das Wunderkind

    Wunderkind nennt man so einen wohl. Mit neun Jahren hat Harry Connick, jr. sein erstes Album eingespielt. Jetzt ist er noch keine 30, und die Wände seines Hauses hängen voll mit Platin- sowie Doppelplatin-Platten. Hollywood hat natürlich auch schon bei ihm angeklopft – nach seiner Rolle als Psychopath in „Copycat“ ist er derzeit kurz in […] mehr…

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    Sponge : Breitwand-Grunge im Soul-Sound

    Sponge haben es nie eilig gehabt Jahrelang spielten die unterschiedlichen Mitglieder in miesen Kaschemmen und malochten sie sich mit Jobs über die Runden. Ihr Sänger Vinni Dombroski erinnert sich: „Nachdem ich ein Konzert gespielt hatte, ging ich in ein Restaurant dort arbeitete ich bis fünf Uhr morgens. Für 100 Dollar in der Woche.“ Heute sind […] mehr…

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    Eels: Eiernder Groove & schwere Gitarren

    Entstellte, Ausgestoßene, Verlierer – die eels lieben das Abseitige. Logisch, denn wer sich nach einer Fischart benennt, Hymnen mit Titeln wie „Beautiful Freak“ und „My Beloved Monster“ im Repertoire führt und sich – wie etwa im Song „Guest List“ – über alle Wichtigtuer lustig macht, die damit protzen, daß sie bei Konzerten auf der Gästeliste […] mehr…

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    Fiona Apple: Sensible Feinberserkerin

    Sie ist erst 18 Jahre alt, aber sie arbeitet mit der Intensität einer Feinberserkerin. Fiona Apple blickt aus großen Augen auf die Welt, aber ihre ätherisch-verträumte Anmutung täuscht: Schon im ersten Song ihres Debüts „Tidal“, „Sleep To Dream“, teilt sie mit: „So don’t forget what I told/ Don’t come around/ I’ve got my own hell […] mehr…

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    Mike Peters: Der doppelte Neuanfang

    Wie erfolgreich The Alarm waren, kann nur der Statistiker ermessen: 14 Top-40-Singles erreichten die Schotten in acht Jahren, typische Vertreter der 80er Jahre. Dann, 1991 zog sich der Songschreiber und Gitarrist Mike Peters zurück und arbeitete in einem entlegenen Städtchen in Wales. Erst 1994 erschien sein Solo-Debüt „Breathe“. Mit The Alarm kam er danach nicht […] mehr…

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    Rainravens: Doppelbödiges Vergnügen

    Aus Altem wächst Neues. Was bei den Rainravens nicht nur die Musik dieses Quartetts beschreibt, die unbefangen in dem großen „Americana“-Katalog blättert und doch kein Dutzendplagiat ist Auferstanden aus den Ruinen der nach ihm benannten Band, konnte der seit Ende der 80er Jahre in Austin ansässige Andy Van Dyke kurz vor Toresschluß noch David Ducharme-Kones […] mehr…