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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Englischen Wiederveröffentlichern muß oft hilfreich zur Seite gestanden werden – und sei es auch nur mit einem popeligen Hinweis darauf, daß „auf dem Kontinent“ eventuell mal Platten erschienen sind, die es im Kingdom nie gab. So verfuhr „yourstruly“ und mahnte für „Eight Gigs A Week. The Steve Winwood Years“(Mercury 524180) der SPENCER DAVIS GROUP die […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Klanglich gegenüber den frühen CD-Remakes deutlich verbessert, liegen die letzten drei noch ausstehenden PINK FLOYD-Titel jetzt ebenfalls als Remaster vor: die Soundtracks zu „Obscured By Clouds“ (EMI 835609 2,2,0) und „More“ (8356312, 3,0) sowie die „Relics“ Compilation (835603 2, 3,5). Letztere leider phantasielos in der Original-Zusammenstellung. Dabei hätte man sich wirklich der Floyd-Fans erbarmen können […] mehr…

  • Palace Music - Arise Therefore

    Palace Music – Arise Therefore

    Wohin will Will Oldham? Sein Gesichtsfeld sei vollkommen leer, sagt er, und auch seine Musik nähert sich der Auslöschung, dem Stillstand, der Entsagung. Oldham hat kein Zuhause, jetzt wohnt er vielleicht in Birmingham, Alabama, einem Kaff, das Randy Newman in einem Lied als Abgrund der Ereignislosigkeit beschrieb. Alle paar Monate bringt der Sonderling ein Album […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner - Von Kloos&Wellner

    Das erste Halbjahr 1996 ist fast vorbei, doch echte Höhepunkte in Sachen HipHop lassen noch auf sich warten. Der Titel des SPICE 1-Albums ist da programmatisch: Mit berühmt-berüchtigtem B-Boy-Wortwitz lautet er „1990-Sick“(Jive/Aris) und bezieht sich selbstverständlich auf die Mißstände des Gesellschaftssystems und nicht auf den derzeitigen Zustand des HipHop. Das bewahrt Spice-1 aber nicht davor, […] mehr…

  • Shed Seven - A Maximum High

    Shed Seven – A Maximum High

    Die Presse hat sich Britpop als Spektakel zurechtgeschrieben, und Oasis kommen dem mit kurzem Atem gerade noch mal nach, wenn sie ihren Feinden Aids wünschen. Ansonsten gilt: Simplicity sells. Die englische Pop-Musik ist so langweilig wie eine Reihenhaussiedlung in Hackney. Ich muß mich korrigieren, natürlich sind Reihenhaussiedlungen überhaupt nicht langweilig, denn wenn man durch die […] mehr…

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    High Llamas – Hawaii

    Früher, im Zeitalter der Vinyl-Platten, gab es die schöne Einrichtung der Auslaufrille. Das war die Chill-Out-Zone der Zeit vor CD und Techno. Die Platte drehte sich noch, und man hörte ein gemütliches Rauschen, das meditativ und beruhigend wirkte. Nun zeigte sich, welche Wirkung die gerade abgelaufene Musik gehabt hatte: Bei manchen Rock-Platten hatte man das […] mehr…

  • Los Lobos - Colossal Head

    Los Lobos – Colossal Head - WEA

    Ein Hit kann wunderbar sein, aber auch lästig. Menschen sind halt bequem und erwarten den ewig gleichen Song. Als Los Lobos vor 23 Jahren als , just another band from L.A.“ anfingen, bei Nachbarn, Freunden und Verwandten auf Hochzeiten und sonstigen Feiern zum Tanz aufzuspielen, da konnte sich ihre ständig wachsende Fangemeinde an der perfekten […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Ein weltweiter Millionseiler wurde „A Girl Like You“ erst im zweiten Anlauf. Überrascht wurden davon alle, nicht zuletzt EDWYN COLLINS selbst. Im Rückblick lassen sich die Dauerbrenner-Qualitäten leicht erklären: unverwechselbarer Sound qua Fuzz-Gitarre, Danceability mittels Faktor Stomp und ein Glücksgriff von einer Melodie, die dafür sorgen wird, daß sich dieser Song in 20 Jahren als […] mehr…

  • Beastie Boys - The In Sound From Way…

    Die Beastie Boys waren immer mehr als eine Band – und das gleich in doppelter Hinsicht Erstens funktionieren sie als Handels-Unternehmen mit eigenem Label, eigenem Bulletin sowie angeschlossener Boutiquenkette, zweitens sind die Wahl-Kalifornier immer drei Bands auf einmal. Mindestens. Es gibt die Hardcore-Formation Beastie Boys, die HipHopper Beastie Boys und schließlich das Jazz-Funk-Ensemble Beastie Boys. […] mehr…

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    The Derailers – Jackpot - Watermelon/Zensor

    The Derailers Waternielon/Zensor Es mag kein geringes Privileg sein, in Texas geboren zu werden, doch gibt es auch dort kein natürliches Geburtsrecht darauf, die wilde und wundervolle Vielfalt der Musikstile des Lone Star State zu verstehen, zu fühlen, zu feiern. Oft genug sind es Wahltexaner, Texaner aus Überzeugung gewissermaßen, die den Traditionen dieser Region am […] mehr…

  • Joe Henry - Trampoline

    Joe Henry – Trampoline - Mammoth/TIS

    Es gibt Platten, die erschüttern das liebgewonnene Bild, das man sich von einem Künstler gemacht hatte, auf durchaus positive Art und Weise. „Trampoline“, das sechste Album von Joe Henry, ist so eine Platte – und für den in Los Angeles ansässigen Songwriter in etwa das, was „99,9 F“ für Suzanne Vega war: ein Aufbruch zu […] mehr…

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    MULTIMEDIA

    Ganz ehrlich: Momentan hat die deutsche Musikindustrie in Sachen Multimedia erstmal kräftig die Bremse gezogen. Die progressive Haltung, hauptsächlich vom Prestigedenken angetrieben, ist inzwischen klarer Ernüchterung gewichen. CD-ROMs verkaufen sich nun mal nicht wie CDs. Auch an den mangelhaften Vertriebsstrukturen hat sich nichts geändert. Es ist also mit einem trockenen CD-ROM-Sommer zu rechnen. Bei uns […] mehr…

  • The X-Files

    The X-Files

    „The beat generation changed the world“: Das Axiom ist schon mal Quatsch, aber das schadet ja nichts. Denn William S. Burroughs, der mit „10% – File Under Burroughs“ gefeierte Knallkopf, hat auch immer Quatsch geschrieben und ist dafür berühmt. Interessanter als seine von diversen Drogen ebenso inspirierten wie ruinierten Werke war das Tellsche Experiment, das […] mehr…

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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Der tote Querkopf FRANK ZAPPA kommt nicht zur Ruhe: “ The Lost Episodes“ (Ryko/RTD) sind 30 mehr oder weniger lange, mehr oder weniger interessante Studio-Schnipselchen aus 25 Jahren seines Schaffens. Bei fünf Songs singt Captain Beefheart. Ein Nachklapp zu der voluminösen Wiederveröffentlichung des Gesamtwerks und also vor allem für Archivare und Kuriositätensammler von Wert. 3,0 […] mehr…

  • Paul Westerberg - Eventually

    Paul Westerberg – Eventually - Reprise/WEA

    Paul Westerberg Reprise/WEA ¿ am the day that no one needs they never call no one like me“, gesteht Paul Westerberg gleich zum Auftakt in „These Are The Days“. Und es entbehrt nicht einer gewissen, durchaus bitteren Ironie, daß er damit auch seine späte Karriere zu beschreiben scheint. Während die, die sich nicht zuletzt von […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Ein Album wie „Edge Of Night“ (Dead Reckoning/ Import) konnte MIKE HENDERSON in Nashville nur auf einem kleinen Label wie Dead Reckoning realisieren. Ohne Rücksicht auf Marketing-Schablonen und Radio-Formate stöbert der formidable Gitarrist in einer prall gefüllten Roots-Wundertüte, die polterndem Texas-Boogie und edler Country-Melancholie ebenso einen Platz bietet wie einem satten Honky-Tonk-Sound und akustischem Traditional-Blues. […] mehr…

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    Cracker – The Golden Age und F.S.K. - International

    Wie man sich zu seiner Heimat und Geschichte verhält, das kann man anhand dieser beiden Alben studieren – wie die Gebrochenheit und Enttäuschung in überzeitliche Melancholie umschlägt, wie sich das Gesamtbild auflöst in winzige Augenblicke. „The Golden Age“ von Cracker und „International“ von FSK sind Platten nach aller Erfahrung, von nicht mehr jungen Musikern, die […] mehr…

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    Nuggets von Jörg Gülden

    Bis auf „Memphis Time“, das durch Robbie Turners Gastspiel auf der Pedal Steel Schwung bekommt, haben die Gin Blossoms ihr jüngstes Werk so ziemlich vergeigt. Was aber nicht so schlimm ist, bieten doch WAKELAND aus Oklahoma mit „Magnetic“(Giant 9 24628-2) mehr als vollwertigen Ersatz. Hier überzeugen die Hooklines Stück für Stück, und wenn die beiden […] mehr…

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    Bob Neuwirth – Look Up - Watermelon Pool

    Das Prinzip des trial anderror ist auch Songschmieden wohl vertraut, wobei der Quotient aus diesen beiden Mengen keineswegs korrelieren muß mit der Qualität ihrer Arbeit. John Prine schreibt viel und behält wenig, Guy Clark schreibt wenig und behält alles, Randy Newman probiert so lange am Piano, bis aus einem Shuffle ein Song wird, den er […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    Eine blonde Kanadierin mit rauchig-dunkler Stimme, die sich selbst am Klavier begleitet und konsequent Nat King Cole verehrt. Wie einst Mr. Cole hat auch DIANA KRALL diesmal einen Gitarristen im Trio und verzichtet aufs Schlagzeug: keine Big Names, sondern eine gut eingespielte Working Band. Aus Nats Repertoire finden sich auf „All For You“{GRP) 13 unbekanntere […] mehr…