• Nina Hagen - Freud Euch

    Nina Hagen

    - Freud Euch

    Freud ist ein gutes Stichwort Er hätte bei Nina Hagen eine Menge zu tun. Sie war immer, und daran hat sich selbst am wenigsten Zweifel gelassen, nicht ganz dicht. Eine schrillere Antithese zu Vernunft und Disziplin konnte man sich kaum denken. So wurde sie einer der wenigen wirklichen deutschen Popstars, mit Ambitionen zum Gesamdcunstwerk. Die […] mehr…

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    Nuggets von Uli Schüler & Jörg Feyer

    Rotziger Rock a la Billy Punk mit einer gehörigen Portion Trash und Surf sind einige Attribute, die auf SIMON AND THE BARSINI-STER anzuwenden wären. Produziert wurde diese grandiose, stilübergreifende Mixture von Eric (Del Lords) Ambei, der hier auch auf der Gitarre und an den Stimmbändern mehr als nur aushilft. „Look At Me I’m Cool“ (Upstart […] mehr…

  • Genius/GZA - Liquid Swords

    Genius/GZA – Liquid Swords

    Der Verweis auf die „explicit lyrics“, Standard bei beinahe jedem HipHop-Album, fehlt auf dem Cover von „Liquid Swords“. Dabei hätte das Solo-Werk von Genius alias GZA diesen Hinweis wirklich verdient. Nicht weil es hier sexuell uncodiert zur Sache ginge oder Gewalt eins zu eins dargestellt würde, doch die Attacken des MCs aus Brooklyn könnten unverblümter […] mehr…

  • Buick 6 - Juice Machine

    Buick 6 – Juice Machine

    Was Roger Hubbard hier mit seinen National-Gitarren (akustisch wie elektrisch) betreibt, ist Roots-Suche und -Pflege in Reinkultur. Unterstützt von Bassist Colin Gibson (Ex-Skip Bifferty, -Snafu, -Radiator etc.) und Drummer Liam Genockey (Paul Brady, Steeleye Span, Bert Jansen etc.) reiht er sich ein in die britische Songwriter-Oberliga zu John Martyn und Richard Thompson. Traumwandlerisch verknüpft Roger […] mehr…

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    Yin Yang von Christian Salvesen

    Aufmerksamen Fußgängern ist sicher nicht entgangen, daß der chaotische Lärm verkehrsreicher Straßen oft durch ein gleichmäßiges, dumpfes Pochen strukturiert wird. Es kommt aus den Lautsprechern von Autoradios und wird von Kennern als Trancebeat klassifiziert. Ethnologen können bestätigen, daß dieser beängstigend gleichförmige Rhythmus ursprünglich bei Stammesritualen von Schamanen geschlagen wurde, um veränderte Bewußtseinzustände auszulösen. Ob die […] mehr…

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    Quincy Jones – Q´s Jook Joint

    Quincy Jones WEA Was macht ein Mensch, der alles erreicht hat? Er trifft sich regelmäßig mit Freunden, trinkt mit ihnen ein Bier und plaudert über alte Zeiten und die Zeichen der Zeit. Dann macht er weiter wie bisher. Quincy Jones hat alles erreicht. Drei gescheiterte Ehen, 26 Grammys, 300 Millionen Dollar Vermögen und ein Kind […] mehr…

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    45RPM von Wolfgang Doebeling

    Xmas 1995, ein Fest für Nekrologen. Pietätlos fleddert die Pop-Industrie ihre Leichen. Die Exhumierungswelle rollt und die Charts riechen nach Verwesung. Was für ein Gruselkabinett: Freddie Mercury muß gewaltig aus dem Jenseits kitschen und Elvis vom Himmel hoch den Pelvis schwingen, während er sich live durch „The Twelfth Of Never“ labert und lallt. Great sales, […] mehr…

  • Lambchop - How I Quit Smoking

    Lambchop - How I Quit Smoking

    Als Bob Dylan im Jahr 1969 ein unverschämtes Schnulzen-Album aufnahm und es „Nashville Skyline“ nannte, war das nicht bloß eine Hommage an eine Stadt und ihren musikalischen Mythos, sondern vor allem an einen ganz bestimmten Sound: Die zuckersüßen, mit allerliebsten Streichern garnierten Lieder von Chet Atkins und anderen. Dylan versündigte sich zweifach. Er spielte nicht […] mehr…

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    Paul Kelly – Deeper Water

    Paul Kelly Musliroom RTD Abrupt hält der taumelnde Beat inne, bleibt nur noch als pochendes Metrum fast lautlos stehen. Erwartungsvolle Fast-Sttlle, in die hinein Paul Kelly die folgenden Zeilen fast wie zu sichselbst eher spricht als singt: „I can’t believe she fucked you here and then fed me füll of lies/ Why don’t I go […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Anno 1970, da war mit JOE COCKER gar nix. Warum also die US-4-CD-Box „The Long Voyage Home“ (A&M 540 236) den Untertitel „The Silver Anniversary Collection“ trägt keine Ahnung. Sollte das Jubiläum von „With A Little Help…“ (zweimal enthalten) gemeint sein, dann kommt das Teil zwei Jahre zu spät. Sei’s drum. Viel ärgerlicher, daß bei […] mehr…

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    Ministry – Filth Pig

    Aua… nein, nicht die Sirenen-Solo-Gitarre! Und: oh mein Gott… bitte nicht noch mal den Magenschmerzen-Baß! Ministry hören, heißt Schmerzen haben. Einen sensiblen Hörer kann diese Platte ganz schön aus der Bahn werfen. Hinterher sammelt man sich, zählt bis zehn, bewegt die Finger zur Probe und guckt, ob noch alle Ohren dran sind. Al Jourgensen ist […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Re-Make/Re-Model“ war der Titel des ersten Songs auf dem Debütalbum von ROXY MUSIC – und jetzt für Tonmeister Bob Ludwig offenbar auch die Devise, was die Überspielqualität der von ihm klangtechnisch verantworteten 4-CD-Retrospektive „The Thrill Of lt All“ anging (Virgin 840970 2). Bis auf knapp zwei Dutzend Aufnahmen bietet das Set eine handverlesene „Best Of“-Auswahl […] mehr…

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    Monochrome Set – Trinity Road

    The Monochrome Set stehen im Abseits, und das seit fast zwei Jahrzehnten. Wir schauen zurück: Während andere Bands Ende der 70er Jahre mit harten Sounds experimentierten, kultivierten sie eine seidenweiche Eleganz, für den englischen Pop-Sommer 1982 hingegen waren sie viel zu schrullig, um einen Platz in den Charts zu ergattern. Und weil es keine Gerechtigkeit […] mehr…

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    Aimee Mann – I´m With Stupid

    Profi-Fußballer sind doch die größten Philosophen in Zeiten wie diesen. Der vermutlich dem Abstiegskampf abgerungenen Weisheit, wonach auch noch Pech hinzukomme, wenn man gerade kein Glück habe, könnte sicher auch Aimee Mann beipflichten. Mit Til Tuesday gelang der Frau aus Boston nie die ganz große Karriere, auch wenn sich Elvis Costello höchstpersönlich niederließ, um mit […] mehr…

  • Momus - The Philosophy Of Momus

    Momus – The Philosophy Of Momus

    Momus Cherry Red’IRS Was lief sonst noch in diesem Jahr? Ein Blick ins Regal. Neben den Stones-Memorabilia, der eingerissenen Konzert-Karte, dem Voodoo-Lounge-T-Shirt, der Jagger-Mütze mit Zunge, der „Stripped“-CD, dem Sammel-Ordner mit Zeitungs-Ausschnitten, Berichten und Besprechungen, dem großen Poster aus der Anton-Corbijn-Session: noch ein Album am Rand, fast vergessen, nirgendwo besprochen – nicht einmal von den […] mehr…

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    Alternativen

    Wie oft hat man sich nicht schon über dämliche Statements von Politikern, Kommentatoren und sonstwie betroffenen Bürgern geärgert, die zu jeder Gelegenheit durch den Äther geistern? SCREW RADIO ist ein Projekt von Greg Ginn, Andy Batwinas und Poindexter Stewart. Letzterer hat in mühsamer Kleinarbeit Redefetzen von Hillary Clinton, Ted Kennedy, irren Priestern und anderen Eiferern […] mehr…

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    The Story Of Mo’Wax

    Eine wundersame Welt, in die uns das Label Mo’Wax hier führt: Attica Blues beginnen ihr „Blue Print“ mit kammermusikalischen Samples, um im Anschluß eine Jazz-Elegie zu intonieren. Clubbed To Death gehen einen Schritt weiter, in „The First Mix“ werden chopineske Melodien mit gedrosselten Breakbeats gekoppelt. Nun sind auf „The Story Of Mo’Wax“, einer Übersicht über […] mehr…

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    Kurzbesprechungen - Steinbruch

    Rockabilly from Austin: Die Texaner spielen ihren Billy mit Honky-Tonk-Flair und Roots-Verstand. „Stranger Things“ (Crazy Love) heißt das neue Album von HIGH NOON, und das Trio konzentriert sich nach dem Western-Boogie-Exkurs der letzten Platte „Texas Style“ wieder auf seine eigentliche Stärke: die Paarung von Finesse und Stil mit Energie und Gefühl. In Verbindung mit den […] mehr…

  • Willy Porter - Dog Eared Dream

    Willy Porter – Dog Eared Dream

    Diese Branche lebt bekanntlich auch und nicht zuletzt vom Hype. Der soll auch hier den Blick aufs Wesentliche verstellen. Muß dieser nicht eben untalentierte Songwriter aus Wisconsin anläßlich seines Major-Label-Debüts im Promo-Waschzettel wirklich gleich in einem Atemzug mit Randy Newman und Bob Dylan genannt werden? Und: Ist das nicht unfair vor allem dem Künstler selbst […] mehr…

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    Tindersticks – Bloomsbury Theatre 12.3.95

    Oscar Wilde singt. Und in Kopenhagen ist es kalt. Fassen wir es mal so zusammen, das Jahr der Tindersticks. Nie in den Charts gewesen, aber in allen Blättern. Die tragen Anzüge! Auch im Sommer! Auch in Amerika! Und Stuart Staples schwitzt! Auch auf der Bühne! Dann streicht er die Haare zurück, und zwischen den Fingern […] mehr…