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    Boomers: Klassische Roots-Tugenden

    Die sind schon sehr lange dabei, aber außerhalb ihrer Heimat Kanada gab es noch keinen Urknall. Ihr Songschreiber Ian Thomas, der früher Chicago, Santana oder Manfred Mann mit Songs versorgte, nimmt es mit Selbstironie: „Wir sind keine Poser mit toupierten Haaren – dazu haben wir einfach nicht mehr genügend davon auf dem Kopf.“ Recht so. […] mehr…

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    Imperial Drag: Kauzige Hippies der dritten Generation

    Roger Manning hat einen seltsamen Humor. Der Keyboard-Kauz legte unlängst als CD das „Moog Cook Book“ vor – eine Sammlung moderner Klassiker, vorgetragen im schunke Ligen Moog-Synthie-Gewand. Derart läßt sich Nirvana auch beim Tanztee der Senioren spielen. Mannings Freund Eric Dover, der Gitarren zupfen und singen kann, ist nicht minder durchgeknallt Früher spielten beide mit […] mehr…

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    DRUCKSACHEN - Von Wolfgang Doebeling

    Evident ist, daß der Unterhaltungswert einer Biographie nicht unbedingt mit ihrer Wahrheitstreue korrespondiert. Das gilt erst recht für Autobiographien, die ja realiter meist keine sind, sondern nur ein Patchwork aus Erinnerungsfetzen, die einem des Schreibens Kundigen überantwortet werden. Die Versuchung, zu euphemisieren, zu zensieren, zu heroisieren ist mächtig. Und übermächtig, wenn man noch mitten im […] mehr…

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    Tim Booth & Angelo Badalamenti – Boothe & The Bad Angel

    Jenseits des Angesagten lebt es sich gar nicht so schlecht. Man muß nicht gleich auf der dunklen Seite des Mondes landen, wenn sich auf einmal andere in Hipness sonnen. Beide hier in aller Stille kooperierenden Musiker standen noch vor wenigen Jahren im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit. Im Brit-Pop galten James als eine der großen Hoffnungen […] mehr…

  • Super Furry Animals - Fuzzy Logic

    Super Furry Animals – Fuzzy Logic - Creation/Sony

    Die Super Furry Animals singen über Hamster, Frisbees und vom schlechten Verhalten als Rettung. Ihre Gitarren sind fuzzy, die Logik, mit der sie zu Werke gehen, ebenfalls. Sagt ja schon der Plattentitel. Ein Stück haben sie ihrem Drogendealer gewidmet, der auch von den fünf Briten zum Cover-Star gemacht worden ist – denn natürlich kiffen die […] mehr…

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    Fred Schneider – Just Fred - Reprise/WEA

    Hysterie und Orgeln – das waren die Markenzeichen der B-52’s. Ganz abgesehen von den Perücken. Der letzte große Erfolg der einstmaligen New Yorker Insider-Band (mit Wurzeln in Georgia) fiel jedoch alles andere als rühmlich aus. Denn zuletzt fanden sich die B-52’s in der mäßigen Steinzeit-Klamotte „Flintstones“ an der Seite von John Goodman und Rick Moranis […] mehr…

  • Screaming Trees - Dust

    Screaming Trees – Dust - Epic/Sony

    Die Wege des Herrn sind unergründlich. Die Screaming Trees, die ja schon immer mit religiöser Inbrunst und Bibel-Vokabular musiziert haben, wissen das. Welch‘ wundersamer Werdegang: In den Achtzigern schnitzten sie in Ellensburg/Washington an ihrem zeitlosen Rock, der zu gleichen Teilen aus Byrds-Harmonien und gekonnt geloopten Gitarren bestand, dann wurden sie nach Seattle gespült und als […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Jahrelang vergriffen, jetzt wieder da: „Smile!“ (Repertoire 7034/IMS) von den REMO FOUR, neben den V.I.P.’s, Action und Artwoods die technisch beste und fortgeschrittenste englische Kapelle der Mittsechziger. Ihr Instrumental-Klassiker „Peter Gunn“ ist nur Teil einer swingenden R&B-Palette, die sich wohltuend vom vorherrschenden 67er-Trend abhob. Das Originalalbum wurde um zwei Singles (A-& B-Seiten) sowie vier unveröffentlichte […] mehr…

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    Mike Keneall – Hat/Boil The Dust Speck

    Das passiert schon mal. Da kommen Platten raus, und Platten, und Platten… Die meisten werden gehört, für gut oder schlecht befunden, und ein paar landen in irgendeiner Ecke. Wie diese hier. Was aber schlecht ist, denn Mike Keneally ist ein Guter! Machen wir’s kurz: Keneally entdeckte als Teenager Zappa, begann dessen Songs auf der Gitarre […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Parallel zum Comeback-Album „Gone Again“ sind von PATTI SMITH auch die vorausgegangenen fünf Platten aus den Jahren 1975 bis 1988 in neuen CD-Überspielungen wiederveröffentlicht worden. Verpflichtet hatte man dafür dasselbe Sony-Techniker-Team, das kürzlich die Remix/Remaster-Versionen der frühen Byrds-Platten (vgL RS 6/96) mit so fabelhaften Ergebnissen produziert hatte – allerdings ohne daß man den Herrn Irwin […] mehr…

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    Ani DiFranco – Dilate

    Auch das gibt es noch in Zeiten wie diesen: eine Sängerin, Songschreiberin und Multi-Instrumentalistin, die gerade mal Mitte 20 ist und trotzdem schon auf sieben Alben zurückblicken kann, die in Eigenregie auch noch 200000 mal verkauft wurden. Die Industrie mußte bisher vor der Tür bleiben. Wieviele wohl kürzlich schon angeklopft haben, auf der Hatz nach […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Indie-Rock gestorben? Wer dieser Meinung ist, muß darunter leiden, daß die hiesigen Lizenznehmer von lähmender Vorsicht befallen zu sein scheinen. Wie sonst ist es zu erklären, daß eine hervorragende Band wie DIESELHED bei uns völlig unbekannt geblieben ist „Tales Of A Brown Dragon “ heißt ihre zweite CD auf dem Amarillo-Label aus Santa Fe, New […] mehr…

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    Kevin Salem – Glimmer

    Wer oder was ist das denn? Tom Petty auf Acid? Nach einer Frischzellenkur? „Run, Run, Run“ heißt der erste Song auf dem zweiten Solo-Album von Kevin Salem. Und es braucht keine zwei Akkordwechsel, da liegt tatsächlich diese Verheißung des Unterwegsseins in der Luft. Flucht oder Aufbruch? Egal, letztendlich. Ein Innovator ist der in Brooklyn residierende […] mehr…

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    Pete Droge & The Sinners – Find A Door - American / RCA

    Es ist immer schlecht, wenn die harten Faken dem schönen Hype hinterherlaufen müssen. Kaum hatte Pete Droge sein passables, aber kaum spektakuläres Debüt „Necktie Secoond“ ins Schaufenster gestellt, wurde er wahlweise als neuer Tom Petty oder John Mellencamp, jedenfalls als Songwriter-Newcomer von Rang hofiert. Mit Petty tourte er gar durch die Staaten, auch mit Sheryl […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner

    Der Heiland kommt aus Manchester! Und zwar in Person von Graham Massey und 8O8 STATE. Die Baß-Pioniere haben in den letzten acht Jahren für Techno das getan, was Brian Eno für die moderne Popmusik bedeutet. Auf „Don Solaris“ (WEA) springen sie virtuos zwischen Hardcore Tracks, TripHop, süßlichen Balladen und Drum & Bass-Instrumentals hin und her. […] mehr…

  • Offbeat - A Red Hot Sound Trip

    Offbeat – A Red Hot Sound Trip - Alternation / IRS

    A lf nv.iuun IRS Aids-Benefiz-Aktivitäten sind eine höchst unbefriedigende Angelegenheit. Zusammengetrommelte Prominente sammeln meist ein bißchen Geld, machen Promotionen für den Präser – und nebenbei auch für sich selber. Sie meinen, diese Behauptung sei zynisch? Nö. Der politische Aspekt von Aids wird bei diesen karitativen Nettigkeiten allzu gern ausgeklammert. Ist ja auch einfacher, noch einmal […] mehr…

  • Harry Connick Jr. - Star Turtle

    Harry Connick Jr. – Star Turtle - Columbia / Sony Music

    Leute, die mal das Vergnügen mit Herrn Connick, Jr. hatten, bezeichnen ihn als Unsympathen, und seine bisherigen Veröffentlichungen (zumindest das, was man hierzulande von ihm zu Ohren kriegte) ließen eher an einen Sinatra für Minderbemittelte denken. Wer beschreibt also des Rezensenten Verwunderung, daß Harry, der Jüngere, nun mit einem Album aufwartet, das streckenweise stark an […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Drei Jahrzehnte nach „Pet Sounds“ kommen die BEACHBOYS via Zinch auf Sub Pop (!) ins Haus, auf die Vocals reduziert in „Wouldn’t It Be Nice“ und auf den Backing Track in „Here Today“. Als A-Seite fungiert indes „Just Wasn’t Made For These Times“ in einem kompletten und komplexen Stereo-Mix. Sein Schöpfer wurde dieser Effekte freilich […] mehr…

  • Return To Sender

    Return To Sender

    Zurück an Absender: Das mag dem Label Normal in Bonn manches Mal passieren, wenn per Mailorder die sogenannten Perlen verschickt werden. Die Reihe „Return To Sender“ ist die exzeptionellste in Deutschland und die am sorgfältigsten gestaltete: In kostbarer Digipak-Artwork mit stets wiederkehrender Ästhetik, darunter je eine Briefmarke mit Poststempel aus der Heimat, werden Konzertmitschnitte von […] mehr…

  • Babe The Blue OX - People

    Babe The Blue OX – People - RCA / Aris

    Der Songwriter und sein Babe, eine Geschichte voll Gewalt und Leidenschaft. „I want to fuck this song/ Fuck it long/ Fuck it sweet/ Carry it around/ Near the souls of my feet“, singt Tim Thomas. Und das so begehrte Liebesobjekt kommt ein paar Zeilen später ebenfalls zu Wort: „I’m that song/ Where you can’t even […] mehr…