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    David Thomas & Two Pale Boys – Erewhon

    Reisen an Orte, die nicht existieren. Musik, die noch niemals gehört wurde. Texte, die nichts bedeuten. Ein Mann, den niemand kennt Einzelkämpfer, Erfinder, Vorgänger: David Thomas. Auf ihn können sich alle einigen, wenn nach Avantgarde in der Rockmusik gefragt wird; seit 1975 ist der Amerikaner allem voraus, ist ihm alles egal, was nicht in seinen […] mehr…

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    Tarwater – 11/6 12/10 - Kitty-Yo/Indigo

    Tarwater spannen einen weiten Bogen. Ihr Geräusch-Pop hat seine Wurzeln in den frühen Achtzigern, mithin in einer Zeit, als der Eimer Nägel noch mit großer Geste und viel Budenzauber auf den Bühnenboden geknallt wurde. Und sie führen direkt ins Hier und Jetzt, wo Musikologen vor allem an der Materialität von Tönen interessiert sind. Theatralik und […] mehr…

  • Weezer - Pinkerton

    Weezer - Pinkerton

    Es fällt schwer – aber stellen wir uns mal für einen Moment vor, wir wären eine Plattenfirma. Was hätten wir mit einer Garagenband gemacht, deren erstes Album sich zwei Millionen mal verkauft hat? Genau: Wir hätten ihr für die nächste Platte viel Geld sowie einen Promi-Produzenten aufgezwungen und eine einschüchternde Werbekampagne geplant. Dann hätten wir […] mehr…

  • Curtis Mayfield - New World Order

    Curtis Mayfield – New World Order

    Darf man das fragen? Oder ist es nur blanker Zynismus? Darf man also fragen, ob Curtis Mayfield jemals wieder so weit in den Blickpunkt (nicht zuletzt der Plattenindustrie) gerückt wäre, wenn ihn nicht vor gut sechs Jahren auf einer Open-air-Bühne in Brooklyn ein herabstürzender Lichtmast vom Hals abwärts gelähmt hätte? Oder wäre seine Zeit via […] mehr…

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    Bargeld, Cave, Harvey – To Have And To Hold und Tindersticks – Nenette Et Boni - Mute/Intercord, Mercury

    Der Film ist immer schon da, wenn die Bad Seeds musizieren. Kid Congo Powers hat mit gerade einen grandiosen imaginären Soundtrack geschrieben (der ob juristischer Streitigkeiten apokryph bleiben wird). Die Dreieinigkeit Blixa Bargeld, Nick Cave und Mick Harvey legt einen veritablen vor für den Film „To Have And Tb Hold“ des australischen Regisseurs John Hillcoat […] mehr…

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    Nuggets von Jörg Gülden

    Roots, Gitarren, Singer/ Songwriter und Neuentdeckungen galore präsentiert die feine Compilation LUXURY LINER mit „Volume 1“ (Glitterhouse GRCD 4B). Acts, die man kennt – Rainravens, Haynes Boys, Blue Mountain oder Chris Burroughs – schätzt man ohnehin, und die man noch nicht kennt – Cheri Knight, Granfaloon Bus, Beacon Hillbillies oder Neal Casal – lernt man […] mehr…

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    Lttle Axe – Slow Fuse

    Der Ko-Produzent Adrian Sherwood läßt ab und dann zarte Geräusche durch transparente sich um Dialog bemühende Gitarrenmelodien fahren – wer Skip McDonalds Little Axe-Platten hört, der erkennt sofort, daß der Mann nie den graden Weg gewählt hat. Er ist ein Forscher, ein Spätzünder, der gewöhnlich zur richtigen Zeit an extremen Orten ist. In den 70er […] mehr…

  • John Cale - Walking  On Locusts

    John Cale – Walking On Locusts - Ryko / RTD

    Darf John Cale das? Der klassische Musiker, Avantgardist, Komponist, der Dämonenbeschwörer, Selbstzerstörer und Extremmensch, darf er eine gefällige Pop-Platte machen? Überflüssig, die Alben der letzten Jahrzehnte als Vergleich heranzuziehen. Cale hat in sämtliche Richtungen experimentiert, Harmonien gesucht, gefunden und zerstört. Egal, ob ab Rockmusiker oder in der Klassik. Sein Schaffensdrang scheint sich mit dem Alterwerden […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner

    Was, in aller Welt, ist nur mit Everlast passiert? Seine Stimme auf dem neuen HOUSE OF PAIN-Album „Truth Crushed To Earth Shall Rise Again“ (Tommy Boy/eastwest) klingt, als habe er während der Aufnahme zigarrengroße Joints auf Lunge geraucht! Vielleicht auch die Erklärung dafür, warum er und seine Kollegen einiges an Wortwitz und Verspieltheit eingebüßt haben. […] mehr…

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    Lullaby For The Working Class – Blanket Warm und Fuck – Baby Loves A Funny Bunny - Ryko / RTD , Normal…

    LULLABY FOR THE WORKING CLASS ILÄNKET W1IM Ryko/RTD 3,0 FUCK IÄIY LOVES 1 FDNNY IUNNY Normal/Indigo Die amerikanischen Bands bekommen immer komischere Namen, und auch bei den Albumtiteln wollen alle den Preis fürs Obskure gewinnen. Seit von „Independent“ nicht mehr gesprochen werden darf (und hoffentlich bald nicht mehr von „Alternative“), „Home-Recording“ sowie „Lo-Fi“ antiquierter wirken […] mehr…

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    The Henrys – Chasing Grace - Demon / Edel

    Die Henrys aus Toronto sind ein Quartett das seine musikalishe Arbeit hauptsächlich instrumental serviert Seit ihrem Debüt „Puerto Angel“ bleiben sie ihrem gemeinsamen Ziel treu. Musik ohne Image, ohne Stilzwang, quasi lustvoll am heimischen Herd zusammengemixt Henrys-Boß Don Rooke hat als Meister der Kona (eine hawaianische Slidegitarre von besonderer tonaler Klarheit) in frühereren Jahren die […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    Zwei CDs mit identischen Kompositionen – das gab es bei ORNETTE COLE-MAN schon 1987. Während aber das Doppel-Album „In All Languages“ die Kategorien Rock und Jazz in Frage stellte mit parallelen Interpretationen durch Prime Time und Ornettes akustisches Quartett, ist bei „Three Women“ und „Hidden Man“ (Verve) ein und dieselbe Besetzung am Werk: Coleman spielt […] mehr…

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    OMC – How Bizarre

    Bizarr! Ein Sommerhit im Herbst Heißt „How Bizarre“ und ist in den Charts, obwohl niemand weiß, wer OMC ist und was das soll. OMC steht für Otara Millionaires Club, und Mitglied darin ist Pauly Fuemana. Mit ihm hat Neuseeland einen Popstar hervorgebracht. Eine harte Kindheit und anhaltende Arbeitslosigkeit haben den Maori nicht verdrießlich gemacht. Denn […] mehr…

  • Tricky - Pre-Millenium Tension

    Tricky – Pre-Millenium Tension

    Einsam da oben. Eine verfahrene Situation ist das: Du kannst machen, was du willst, der Applaus ist dir sicher. Aber bist du nicht so fix wieder unten, wie du nach oben gekommen bist? Von wegen! Der Musikbetrieb wird gern schnellebig genannt, doch oft erinnert er eher an einen furchtbar langsam mahlenden Beamtenapparat Wenn du es […] mehr…

  • Chris Isaak - Baja Sessions

    Chris Isaak - Baja Sessions

    Purist war er nie, und doch war Chris Isaak eine Zeitlang so etwas wie Lordsiegelbewahrer der Fifties-Ästhetik, damals, vor rund zehn Jahren, als sein Rock ’n‘ Roll messerscharf war und chromveredelt. Isaak war Ricky Nelson und Roy Orbison und Elvis Presley, too good to be true. Heute ahnen wir, daß er wie letzterer in Las […] mehr…

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    Short Cuts – Auch im Kino

    Walter Hills („Nur 48 Stunden“) Last Man Standing (ab 31.10.) muß sich gleich mit zwei Klassikern messen: Akira Kurosawas Original „Yojimbo“ (1960) und Sergio Leones Remake „Für eine Handvoll Dollar“ (1964). Diesmal trickst Lakoniker Bruce Willis zwei Mafia-Banden in einem Western-Kaff gegeneinander aus. Stilsicher, aber wenig originell. Willkommen im Tollhaus (ab 7.11.) ist die Tragikomödie […] mehr…

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    Bound – Gefesselt – vonLarry und Andy Wachowski

    Sylvester Stallone muß instinktiv gespürt haben, daß ihn die Story von „Assassins“ adeln würde, aber dann spielte er doch im falschen Film. Mit Regisseur Richard Donner, ebenfalls ein Vetreter des Kraftkinos, mißlangen Raffinesse, atmosphärische Dichte und Ironie des Drehbuches von Larry und Andy Wachowski zu zähen Stereotypen. Ihren Stilwillen zum Sarkasmus, Film noir und zu […] mehr…

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    Crash – von David Cronenberg

    Wa(h)re Libido oder das Ende der Erotik. Geschlechtsteile degenerieren zu Sekundärmalen gegenüber Sadomasochisten-Mobilar und Gummikolben. Silikonbrüste blenden wie Scheinwerfer. Nummern in der Nacht 0190/661166. Ruf an! Die globale Kommunikation hat die totale Kopulation stärker befruchtet als die verklärte sexuelle Revolution. Der neoexzessive, von Medien verbreitete Sex genügt sich neben Karambolagen der Körper mit Kontakten, die […] mehr…

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    Die Bettlektüre – von Peter Greenaway

    Nach bemüht kunstgewerblichen Ausflügen zu Shakespeare und nach Macon hat sich der britische Avantgardist Peter Greenaway wieder auf seine Fähigkeit besonnen, hintergründig-verspielte Geschichten zu erzählen. So wird in „Die Betdektüre“ die Handlung intellektuell gebrochen und – mit multimedialen Tricks optisch wie geistig – auf eine Metaebene gehoben. Es geht um die Wechselbeziehung von Sex und […] mehr…

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    Fargo – von Joel Coen

    Das Gespür für Schnee macht „Fargo“ zu einem der besten Filme des Jahres. Mit traumwandlerischer Sicherheit balancieren Joel und sein Bruder Ethan Coen auf dem schmalen Grad zwischen Grauen und Komik, Gewalt und Idylle. Der griechischen Tragödie ähnlich, vollzieht sich in der winterlichen Weite von Minnesota ein blutiges Drama. Der gescheiterte und verklemmte Autoverkäufer Lundegaard […] mehr…