• Chris Isaak - Baja Sessions

    Chris Isaak

    - Baja Sessions

    Purist war er nie, und doch war Chris Isaak eine Zeitlang so etwas wie Lordsiegelbewahrer der Fifties-Ästhetik, damals, vor rund zehn Jahren, als sein Rock ’n‘ Roll messerscharf war und chromveredelt. Isaak war Ricky Nelson und Roy Orbison und Elvis Presley, too good to be true. Heute ahnen wir, daß er wie letzterer in Las […] mehr…

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    Short Cuts – Auch im Kino

    Walter Hills („Nur 48 Stunden“) Last Man Standing (ab 31.10.) muß sich gleich mit zwei Klassikern messen: Akira Kurosawas Original „Yojimbo“ (1960) und Sergio Leones Remake „Für eine Handvoll Dollar“ (1964). Diesmal trickst Lakoniker Bruce Willis zwei Mafia-Banden in einem Western-Kaff gegeneinander aus. Stilsicher, aber wenig originell. Willkommen im Tollhaus (ab 7.11.) ist die Tragikomödie […] mehr…

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    Bound – Gefesselt – vonLarry und Andy Wachowski

    Sylvester Stallone muß instinktiv gespürt haben, daß ihn die Story von „Assassins“ adeln würde, aber dann spielte er doch im falschen Film. Mit Regisseur Richard Donner, ebenfalls ein Vetreter des Kraftkinos, mißlangen Raffinesse, atmosphärische Dichte und Ironie des Drehbuches von Larry und Andy Wachowski zu zähen Stereotypen. Ihren Stilwillen zum Sarkasmus, Film noir und zu […] mehr…

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    Crash – von David Cronenberg

    Wa(h)re Libido oder das Ende der Erotik. Geschlechtsteile degenerieren zu Sekundärmalen gegenüber Sadomasochisten-Mobilar und Gummikolben. Silikonbrüste blenden wie Scheinwerfer. Nummern in der Nacht 0190/661166. Ruf an! Die globale Kommunikation hat die totale Kopulation stärker befruchtet als die verklärte sexuelle Revolution. Der neoexzessive, von Medien verbreitete Sex genügt sich neben Karambolagen der Körper mit Kontakten, die […] mehr…

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    Die Bettlektüre – von Peter Greenaway

    Nach bemüht kunstgewerblichen Ausflügen zu Shakespeare und nach Macon hat sich der britische Avantgardist Peter Greenaway wieder auf seine Fähigkeit besonnen, hintergründig-verspielte Geschichten zu erzählen. So wird in „Die Betdektüre“ die Handlung intellektuell gebrochen und – mit multimedialen Tricks optisch wie geistig – auf eine Metaebene gehoben. Es geht um die Wechselbeziehung von Sex und […] mehr…

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    Fargo – von Joel Coen

    Das Gespür für Schnee macht „Fargo“ zu einem der besten Filme des Jahres. Mit traumwandlerischer Sicherheit balancieren Joel und sein Bruder Ethan Coen auf dem schmalen Grad zwischen Grauen und Komik, Gewalt und Idylle. Der griechischen Tragödie ähnlich, vollzieht sich in der winterlichen Weite von Minnesota ein blutiges Drama. Der gescheiterte und verklemmte Autoverkäufer Lundegaard […] mehr…

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    Die Jury – von Joel Schumacher

    von Joel Schumacher ab 7. November Wenn ein Bestseller-Autor die Verfilmung seines Erstlings-Romans selbst produziert, den Regisseur auswählt und die Rollen-Besetzung überwacht, muß dabei nicht notgedrungen eine besonders gelungene Literaturverfilmung entstehen. Ab John Grisham vor sieben Jahren sein Romandebüt „Die Jury“ vorlegte, hatte er nicht an eine Umsetzung für das Kino gedacht Inzwischen schreibt er […] mehr…

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    Sharon Stoned: Eine der aufregendsten hiesigen Bands

    Wenn Sharon Stoned rufen, kommen alle. Für die Aufnahmen zu dem letzten Album der wunderbaren Westfalen gaben sich – nur mal so als Beispiel – Lou Barlow von Sebadoh und Lemonhead Evan Dando die Studioklinke in die Hand, und die Besetztungsliste für das neue Werk ist ein „Who Is Who“ desIndie-Pop vor der Haustür. Neben […] mehr…

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    Rich Hopkins: Imposanter Rock-Ritt

    Rockgeschichte wird neuerdings im Frisiersalon geschrieben. Zumindest, wenn man der Legende zur Entstehung von Rich Hopkins‘ Album „El Paso“ Glauben schenkt. Denn als er über dem Konzept zu seiner neuen Platte brütete, suchte er noch immer einen Bassisten. Den fand er über eine Coiffeur-Bekanntschaft seiner Gattin. Die Dame ließ sich nämlich mit der Frau des […] mehr…

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    Dodgy: Britpop bescheidener Hippies

    Dodgy sind im Herzen Hippies. Klar, sie stehen in den englischen Charts ganz oben, und sie tragen neuerdings glamouröse Glitzerklamotten. Und ihre Songs besitzen alle Zutaten, um als Britpop konsumiert werden zu können. Doch mit der Mißgunst, mit der schlechten Laune, mit dem Größenwahn ihrer Genre-Kollegen wie Oasis haben die Sympathie-Träger nichts am Hut. Bescheiden […] mehr…

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    Sitter: Unwiderstehlicher Powerpop

    Konzerte von Sitter sind eine stürmische Angelegenheit Während die Band ein pralles Powerpop-Stück mit dem Titel „Washing The Pain“ schrammt, entert eine Gruppe Aktricen, die sich süß Brutale Blondinen nennt, die Bühne und schrubbt mit Toilettenreiniger herzartige Gebilde weg. In Süddeutschland sind die drei Krach-Heinis deshalb ziemlich berüchtigt. Sitter-Chef Andi Blab gehört zu jenen semi-legendären […] mehr…

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    Tracy Bonham: Ungestüm, laut und leidenschaftlich

    Dieser Frau kann niemand mehr etwas vormachen. Tracy Bonham ist immerhin schon Ende Zwanzig und hat die Welt gesehen. Keine schlechte Voraussetzung, um das erste Album herauszubringen. Da läßt man sich nicht mehr hineinreden oder erfindet Strategien, um mit notorischen Hereinrednern umzugehen. Starke Frauen sind in? Also präsentiert sich Tracy Bonham auf dem Cover ihres […] mehr…

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    Ani DiFranco: Fulminanter Folkcore

    Monströs schlägt Ani DiFranco die Akustische an. Ist das noch Folk oder schon Punk oder vielleicht gar Hardcore? „Boston Globe“ hat es einfach „Guerilla Folk“ genannt, „Now“ sieht die adrette Mittzwanzigerin als „one woman acoustic punk band“, die ehrenwerte „New York Times“ adelt Ani zum „whip smart acoustic warrior who strums with the ferocity of […] mehr…

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    Doyle Bramhall II: Blues mit Funk

    Dieses Debüt ist derart zwingend, daß man sich fragt, warum es etst jetzt veröffentlicht wird. hat die Parade-Biographie eines Musikers, der zu Höherem berufen ist: Sohn eines Schlagzeugers, Gitarre gelernt, Vorspielen bei Stevie Ray Vaughan, dann gemeinsam mit dem auch nicht unbekannten Charlie Sexton seine Band Are Angels gegründet Dennoch dauerte es lange, bis dieses […] mehr…

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    The Schramms: Radikaler Formwille

    Dave Schramm verdient seinen Lebensunterhalt als Werkkundelehrer einer Schule in Brooklyn – doch nach Feierabend treibt er die Kunst des Songwriting einige Etappen voran. Der sympathische Ami kennt die Rockgeschichte, in seinen Songs setzt er ihre verschiedenen Kapitel wieder neu zusammen. Oft Eigensinning, aber immer schlüssig. Da ist Country drin, da ist Pop drin, und […] mehr…

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    16 Horsepower: Hypnotischer Galopp

    Im Galopp durchquert David Eugene Edwards die amerikanische Musikgeschichte, durchmißt hundert Jahre Einsamkeit, überwindet die Rocky Mountains, den Rio Grande, das Monument Valley und die großen Einöden. „Sackcloth ’n‘ Ashes“, das Debüt seines Trios 16 Horsepower, ist ein Rollgriff durch die archaische Welt von Schuld und Sühne, Grausamkeit und Tod, erzählt in einem biblischen Tonfall […] mehr…

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    Butter - Weiche Beats kollidieren im All

    Bei dem Hanse-Quartet Butter kollidieren Welten. Hier der Folk-Song, dort ein elektronisch verfeinerter Beat. Doch niemals kracht es, niemals ächzt es. Nein, bei Butter läuft alles wie geschmiert Ja, der Name ist Programm. Zuweilen erweckt ihr Debüt-Album „Happy“ das Gefühl, hier singe der David Bowie der Siebziger über einen Beat der Neunziger. Jemand treibt schwerelos […] mehr…

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    Ali Zapak: Eine poetische Realistin

    Ali Zapak hat sich nie Zwängen gebeugt. Als Jugendliche entzog sich die Kanadierin der Enge einer Privatschule, indem sie nach Miami durchbrannte. Ihren Lebensunterhalt erarbeitete sich sich ab Go Go-Girl, später schlug sie sich sogar als Stripperin in New York durch. Auf dem Debüt „My First Suicide“ verarbeitet die Weltenbummlerin alle Erfahrungen, die ihr das […] mehr…

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    Nickelbag: Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln

    Musik und Business haben nichts gemeinsam.“ Stevie Salas hat seine Erfahrungen mit dem dreckigen Geschäft gemacht und beinahe wäre er daran zugrunde gegangen. Jetzt ist er wieder obenauf. Das ist wahrscheinlich auch eine Folge der Auszeit, in der der Gitarrist neue spirituelle Eindrücke bei Red Thunder sammelte, einem Projekt, für das sich Vertreter verschiedener Indianerstämme […] mehr…

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    Little Axe: Vom Blues zum Schmelztiegel der Zukunft

    Blues hat viele Gesichter. Skip McDonald kennt sie alle. Seit fast drei Jahrzehnten befindet sich der Chef von Little Axe schon auf seiner musikalischen Exkursion. Der 47jährige hat in fast alle Ecken der Welt geblickt und mit den schillerndsten Gestalten des Musikbetriebs zusammengearbeitet Den ersten Kontakt mit dem Blues hatte der Ami über seinen Vater, […] mehr…