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    Roots von Jörg Feyer

    In Würde altern? Kein Problem für Blues-Musiker. In einem Genre, das „Gerontokratie“ als Schimpfwort nicht zu kennen scheint, ist auch dem immerhin schon 74jährigen CHARLES BROWN erst in den letzten Jahren seitens der Plattenindustrie der Respekt zugewachsen, den ihm seine Verehrer unter den Kollegen von Elvis Costello bis Bonnie Raitt schon lange bezeugen. Auf „Honey […] mehr…

  • Soul Coughing - Irresistible Bliss

    Soul Coughing – Irresistible Bliss

    Soul Coughing lieben Filme aus Hongkong. Wenn sie nachts nicht müde genug sind, um die Heimreise von Manhattan in ihre Neighbourhood in Brooklyn anzutreten, schauen sie sich noch einen Action-Streifen von John Woo oder Tsui Hark in Chinatown an. Was das mit ihrer Musik zu tun hat, fragen Sie? Ganz einfach: Soul Coughing wissen, wie […] mehr…

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    Aki Kaurismäki: Wolken Ziehen Vorüber

    Der finnische Regisseur hat mit seinen inzwischen mehr als zehn Spielfilmen die Tristesse der Armut und Einsamkeit auf eine höhere Seinsform gehoben. In seinen Werken passiert nichts – und dies auf unnachahmliche Weise. Der Stillstand, die Erstarrung des Lebens, das Elend emotionaler Leere: Aki Kaurismäki huldigt seit Jahren der unbewohnbaren Seele des Menschen. Es ist […] mehr…

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    Brian Gibson: Nicht Schuldig

    Künstlerin Annie (Demi Moore) wird Geschworene im Mordprozeß gegen einen Mafiaboß. Um trotz der erdrückenden Indizien einen Freispruch zu erwirken, soll ein smarter Killer namens „Der Lehrer“ (Alec Baldwin) der naiven, alleinerziehenden Mutter Annie klar machen, sie habe auf nicht schuldig zu plädieren. Seine Mittel: Wanzen, Psycho-Terror, schmieriger Charme, Sex. Wieder eine Bestseller-Verfilmung, diesmal von […] mehr…

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    Spike Lee : Girl 6

    ab 30. Mai Grobkörnige Videobilder mit verzerrten Großaufnahmen von Telefonapparaten, Mündern und Telefonsex-Anzeigen – schon im von Prince überlagerten forspann sind wir mitten drin im Thema. Im Aids-Zeitalter ist für viele die anonyme Lust an der (Hör- und Sprech-) Muschel der einzige Weg zur sexuellen Erfüllung. Spike Lee ist zwar nicht der erste, der im […] mehr…

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    Revolter: Die satanischen Verse

    Der Pop-Intellektuelle Frank Zappa ist ein wichtiger Einfluß für sie – der Schuhverkäufer Al Bundy auch. Revolter holen sich ihre Inspiration aus den verschiedensten Bereichen der Kultur und der Gesellschaft. Tabus gibt es für das Duo aus Westösterreich nicht, weil die beiden ganz genau wissen: Jedes Tabu bedeutet unweigerlich das Ende der Gedankenfreiheit. Denn das […] mehr…

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    Zam Helga: Rettung der 70er Jahre

    Zam Helga war schon früh geschädigt, denn er kam in der Universitätsstadt Paderborn zur Welt, wo auch der Prediger Eugen Drewermann lehrt. Dort zog Zam als Folk-Musikant durch die Straßen, obwohl er bereits als Zwölfjähriger bei einer Punk-Kapelle getrommelt hatte. Es war ein Elend. In Stuttgart versuchte er sich bei anderen Gruppen, spielte sogar auch […] mehr…

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    Secret Goldfish: Das Drei-Minuten-Glück aus Glasgow

    Some of our best friends are three minutes long“, lautet der Wahlspruch, den das Marina-Label unter dem Firmenlogo trägt. Mit der Verpflichtung von The Secret Goldfish macht sich das Pop-Unternehmen aus Hamburg nun wieder ein paar beste Freunde, denn die frisch gesignte Band weiß um die Regeln des klassischen Drei-Minuten-Popsongs: Die Gitarren jubilieren, und auch […] mehr…

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    Dave Matthews Band: Ohne Register

    Wer da glaubt, daß Erfolg nur eine Frage der perfekten Vermarktung ist, der kann sich durch die wundersame Erfolgsgeschichte der Dave Matthews Band eines besseren belehren lassen. Ihr erstes Album ^lemember Two Things“ brachten sie in Eigenregie, also strictly independent raus. Es gab keine Anzeigenkampagnen, keine Sendezeit auf MTV – trotzdem ging das Werk mehr […] mehr…

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    Terrorvision: Vor nichts Respekt

    Die jungen Männer von Terrorvision richten cool die Knarre auf die Kameralinse, hinter ihnen blitzt ein Feuerball auf – das Cover von Jtegular Urban Survivors“, dem neuen Album, erinnert an die Plakate von James-Bond-Filmen. Und das ist durchaus schlüssig, denn der Pop-Punk der Band steht in einem ähnlichen Verhältnis zum Rock’n’Roll wie James-Bond-Filme zum Action-Genre: […] mehr…

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    Holy Barbarians: Neue Lebenslust ; Dashboard Saviors: Sentiment pur

    I an Astbury ist ein No-I made. Zwar wurde er in Liverpool geboren, doch mit seiner Band The Gilt zog er um die halbe Welt: London und Paris, Los Angeles und New York sind nur einige der Stationen seines langen Trips gewesen. Jetzt ist er aber in die alte Heimatstadt zurückgekehrt, um dort mit seinem […] mehr…

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    Hank Shizzoe: Amerikanisches – aus der Schweiz

    Post aus Amerika, Absender: ein Mr. Hank Shizzoe. Sein Album: „Walk“. Das Päckchen kam aber gar nicht aus den USA, sondern aus der Schweiz, und Hank Shizzoe heißt eigentlich Thomas Erb und ist so eine Art Karl May der Roots-Musik. „Don’t surf the net, walk the earth“ ist Shizzoes Motto. In Shizzoe steckt shoe. Bodenständiger […] mehr…

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    Lyle Lovett: Der böse, böse Bäcker

    Am bekanntesten ist Lyle Lovett für seine gescheiterte Ehe mit Julia Roberts; am zweitbekanntesten für seine Bäckermütze in dem Robert-Altman-Streifen „Short Cuts“. Und erst am drittbekanntesten für seine Musik, mit der er zumindest hierzulande noch nicht den durchschlagenden Erfolg hatte. Er ist einfach kein Verkäufer. Wenn Lyle Lovett auf der Bühne steht, ist er ein […] mehr…

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    Sophie Zelmani: Schwedische Alanis

    Sophie Zelmani ist, äh, sehr hübsch. Darf man sagen. Sie stammt aus Schweden, ist aber gar nicht blond. Und sie schreibt introspektive, bisweilen auch exzessive Lieder, die zur Zeit das Prädikat „wie Alanis Morissette“ unvermeidlich machen – früher hätte man Suzanne Vega genannt. Anders als Morissette und Vega aber bleibt ihre Lyrik noch im Rahmen […] mehr…

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    Tragically Hip: Über alle Straßen

    Jeder hippe Tankstellenwart sollte dieses neue Album von The Tragically Hip im Cassetten-Sortiment führen – neben der „Bestem von Hank Williams und Document“ von R.E.M. „Trouble At The Henhouse“, so der Titel des exzellenten Albums, handelt nämlich von der Straße, ist auf der Straße entstanden und – klar – muß auf der Straße gehört werden: […] mehr…

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    Alejandro Ecovedo: Der Süden lebt

    An die Setters erinnert man sich noch immer gerne. Da war die Elite des amerikanischen Traditions-Songwriting einträchtig vereint; vor kurzem gingen sie fast zur selben Zeit mit eigenen Solo-Alben an den Start: Michael Hall, Walter Salas-Humara – und eben Alejandro Escovedo. Der hatte schon mit den True Believers und vorher mit den Nuns – seit […] mehr…

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    David Torn: Frage statt Antwort

    What Means Solid, Traveller?“ -so hat David Torn sein neues Album betitelt. Für den Avantgarde-Töner stelltdas Musikmachen eine Fahrt ins Blaue da: Er schmeißt den Gitarren-Verstärker an und hebt ab – wo er landen wird, ist nicht vorhersehbar. So verhält es sich auf seinem neuen Werk, und so verhielt sich auch während einer schon fast […] mehr…

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    Kula Shaker: Tanz & Meditation

    Das Glück kommt aus dem Oster. Kula Shaker glauben vermutlich selbst nicht daran, daß sie die britische Popmusik revolutionieren könnten, aber sie glauben fest daran, daß sie sie mit ein paar neuen Impulsen ein bißchen stärken können. „Die Musikindustrie ist wie ein großes, groteskes Monster'“, erzählt Frontmann Crispian. Er und seine drei Mitstreiter setzen deshalb […] mehr…

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    Space Hog – New Yorker Glamour englicher Provinienz

    In den USA herrscht zur Zeit, auch inspiriert von der TV-Serie „X-Files“, ein Drang ins All. Da trifft es sich gut, daß Spacehog mit „Resident Alien „abheben. Alietis sind sie tatsächlich: Die Mitglieder von Spacehog stammen nämlich aus England, siedelten aber aus unterschiedlichen Gründen nach New brk um, wo sie sich zufällig kennenlernten. Englishmen in […] mehr…

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    Stabbing Westward: Auf der dunklen Seite der Seele

    Stabbing Westward wollen nach tief unten, dahin, wo noch keiner war. Sänger Christopher Hall eröffnet das neue Album mit einem unmißverständlichen Bekenntnis: „I’m Such An Asshole, zwei Songs später wünscht er sich mit gequälter Stimme, daß seine Geliebte, mit der er Haut an Haut im Bett liegt, in ihn hineinschauen könnte. Allein, es bleibt natürlich […] mehr…