• Bob Mould - Bob Mould

    Bob Mould – Bob Mould

    Der Neuanfang folgt bei Bob Mould dem Prinzip des Zyklus. Nach einer Handvoll epochaler Alben löste der Ami vor acht Jahren in Haßliebe Hüsker Dü auf, um mit „Workbook“ ein inbrünstiges Solo-Debüt vozulegen, und nach zweieinhalb passablen Langspielwerken verkündet er nun das Ende seiner Band Sugar, um ein weiteres Mal im Alleingang zu arbeiten. Doch […] mehr…

  • Ups..

    Ocean Colour Scene – Moseley Shoals

    Es lagen einst Welten zwischen Mersey und Themse, Liverpool und London, Beat und Rhythm & Blues, pilzköpfig und langhaarig, fab und cool, angepaßt und aufsässig, yeah-yeah-yeah und nono-no, „Let It Be“ und „Let It Bleed“. Was die Beatles und Stones trennte, war Musik. Was ihre Fans trennte, war Weltanschauung, no less. Fast drei Jahrzehnte später […] mehr…

  • Ups..

    Jazz von Seckendorff

    Wenn er das Stride-Piano spielt, wird sogar der „St. Louis Blues“ zum schrägen Abenteuer. Auch sonst ist HENRY BUTLER bei aller Liebe zum Blues kein Ewiggestriger, sondern mit McCoy Tyner ebenso per Du wie mit den großen Boogie-Pianisten. Weshalb auf „For All Seasons“ (Atlantic) auch Dave Holland die Baß-Saiten zupft. Und sogar „How Insensitive“ einen […] mehr…

  • Soundgarden - Down On The Upside

    Soundgarden - Down On The Upside

    Nirvana: verstorben. Alice In Chains: vergessen. Pearl Jam: verwirrt. Melvins und Mudhoney: verdammt zu Außenseitern. Der Soundgarden von Seattle ist mit Kurt Cobain verblüht, während der Torso als Foo Fighters wie ein Zombie auf seinem Grab tanzt. Und aus Chicago gaben die Smashing Pumpkins mit ihren melodramatischen Melodien dem Grunge den Gnadenschuß. Grunge war Hype, […] mehr…

  • The Cure Wild Moon Swings Cover

    The Cure - Wild Mood Swings

    Cure-Musik war immer Stimmungs-Musik. Vom schmissigen Existentialismus und pubertären Trotz-Pop der ersten Jahre ließ sich Robert Smith 1982 in die wabernde Depression von „Pornography“ fallen, noch immer ein Fanal der schlechten Laune, ein Mahnmal der Monotonie, des mürben Nicht-mehr-weiter-Wollens. Aber Smith wollte weiter, schrieb Spaßlieder wie „The Lovecats“ und nahm das Album „Kiss Me, Kiss […] mehr…

  • Ups..

    Roots von Jörg Feyer

    In Würde altern? Kein Problem für Blues-Musiker. In einem Genre, das „Gerontokratie“ als Schimpfwort nicht zu kennen scheint, ist auch dem immerhin schon 74jährigen CHARLES BROWN erst in den letzten Jahren seitens der Plattenindustrie der Respekt zugewachsen, den ihm seine Verehrer unter den Kollegen von Elvis Costello bis Bonnie Raitt schon lange bezeugen. Auf „Honey […] mehr…

  • Soul Coughing - Irresistible Bliss

    Soul Coughing – Irresistible Bliss

    Soul Coughing lieben Filme aus Hongkong. Wenn sie nachts nicht müde genug sind, um die Heimreise von Manhattan in ihre Neighbourhood in Brooklyn anzutreten, schauen sie sich noch einen Action-Streifen von John Woo oder Tsui Hark in Chinatown an. Was das mit ihrer Musik zu tun hat, fragen Sie? Ganz einfach: Soul Coughing wissen, wie […] mehr…

  • Ups..

    Aki Kaurismäki: Wolken Ziehen Vorüber

    Der finnische Regisseur hat mit seinen inzwischen mehr als zehn Spielfilmen die Tristesse der Armut und Einsamkeit auf eine höhere Seinsform gehoben. In seinen Werken passiert nichts – und dies auf unnachahmliche Weise. Der Stillstand, die Erstarrung des Lebens, das Elend emotionaler Leere: Aki Kaurismäki huldigt seit Jahren der unbewohnbaren Seele des Menschen. Es ist […] mehr…

  • Ups..

    Brian Gibson: Nicht Schuldig

    Künstlerin Annie (Demi Moore) wird Geschworene im Mordprozeß gegen einen Mafiaboß. Um trotz der erdrückenden Indizien einen Freispruch zu erwirken, soll ein smarter Killer namens „Der Lehrer“ (Alec Baldwin) der naiven, alleinerziehenden Mutter Annie klar machen, sie habe auf nicht schuldig zu plädieren. Seine Mittel: Wanzen, Psycho-Terror, schmieriger Charme, Sex. Wieder eine Bestseller-Verfilmung, diesmal von […] mehr…

  • Ups..

    Spike Lee : Girl 6

    ab 30. Mai Grobkörnige Videobilder mit verzerrten Großaufnahmen von Telefonapparaten, Mündern und Telefonsex-Anzeigen – schon im von Prince überlagerten forspann sind wir mitten drin im Thema. Im Aids-Zeitalter ist für viele die anonyme Lust an der (Hör- und Sprech-) Muschel der einzige Weg zur sexuellen Erfüllung. Spike Lee ist zwar nicht der erste, der im […] mehr…

  • Ups..

    Revolter: Die satanischen Verse

    Der Pop-Intellektuelle Frank Zappa ist ein wichtiger Einfluß für sie – der Schuhverkäufer Al Bundy auch. Revolter holen sich ihre Inspiration aus den verschiedensten Bereichen der Kultur und der Gesellschaft. Tabus gibt es für das Duo aus Westösterreich nicht, weil die beiden ganz genau wissen: Jedes Tabu bedeutet unweigerlich das Ende der Gedankenfreiheit. Denn das […] mehr…

  • Ups..

    Zam Helga: Rettung der 70er Jahre

    Zam Helga war schon früh geschädigt, denn er kam in der Universitätsstadt Paderborn zur Welt, wo auch der Prediger Eugen Drewermann lehrt. Dort zog Zam als Folk-Musikant durch die Straßen, obwohl er bereits als Zwölfjähriger bei einer Punk-Kapelle getrommelt hatte. Es war ein Elend. In Stuttgart versuchte er sich bei anderen Gruppen, spielte sogar auch […] mehr…

  • Ups..

    Secret Goldfish: Das Drei-Minuten-Glück aus Glasgow

    Some of our best friends are three minutes long“, lautet der Wahlspruch, den das Marina-Label unter dem Firmenlogo trägt. Mit der Verpflichtung von The Secret Goldfish macht sich das Pop-Unternehmen aus Hamburg nun wieder ein paar beste Freunde, denn die frisch gesignte Band weiß um die Regeln des klassischen Drei-Minuten-Popsongs: Die Gitarren jubilieren, und auch […] mehr…

  • Ups..

    Dave Matthews Band: Ohne Register

    Wer da glaubt, daß Erfolg nur eine Frage der perfekten Vermarktung ist, der kann sich durch die wundersame Erfolgsgeschichte der Dave Matthews Band eines besseren belehren lassen. Ihr erstes Album ^lemember Two Things“ brachten sie in Eigenregie, also strictly independent raus. Es gab keine Anzeigenkampagnen, keine Sendezeit auf MTV – trotzdem ging das Werk mehr […] mehr…

  • Ups..

    Terrorvision: Vor nichts Respekt

    Die jungen Männer von Terrorvision richten cool die Knarre auf die Kameralinse, hinter ihnen blitzt ein Feuerball auf – das Cover von Jtegular Urban Survivors“, dem neuen Album, erinnert an die Plakate von James-Bond-Filmen. Und das ist durchaus schlüssig, denn der Pop-Punk der Band steht in einem ähnlichen Verhältnis zum Rock’n’Roll wie James-Bond-Filme zum Action-Genre: […] mehr…

  • Ups..

    Holy Barbarians: Neue Lebenslust ; Dashboard Saviors: Sentiment pur

    I an Astbury ist ein No-I made. Zwar wurde er in Liverpool geboren, doch mit seiner Band The Gilt zog er um die halbe Welt: London und Paris, Los Angeles und New York sind nur einige der Stationen seines langen Trips gewesen. Jetzt ist er aber in die alte Heimatstadt zurückgekehrt, um dort mit seinem […] mehr…

  • Ups..

    Hank Shizzoe: Amerikanisches – aus der Schweiz

    Post aus Amerika, Absender: ein Mr. Hank Shizzoe. Sein Album: „Walk“. Das Päckchen kam aber gar nicht aus den USA, sondern aus der Schweiz, und Hank Shizzoe heißt eigentlich Thomas Erb und ist so eine Art Karl May der Roots-Musik. „Don’t surf the net, walk the earth“ ist Shizzoes Motto. In Shizzoe steckt shoe. Bodenständiger […] mehr…

  • Ups..

    Lyle Lovett: Der böse, böse Bäcker

    Am bekanntesten ist Lyle Lovett für seine gescheiterte Ehe mit Julia Roberts; am zweitbekanntesten für seine Bäckermütze in dem Robert-Altman-Streifen „Short Cuts“. Und erst am drittbekanntesten für seine Musik, mit der er zumindest hierzulande noch nicht den durchschlagenden Erfolg hatte. Er ist einfach kein Verkäufer. Wenn Lyle Lovett auf der Bühne steht, ist er ein […] mehr…

  • Ups..

    Sophie Zelmani: Schwedische Alanis

    Sophie Zelmani ist, äh, sehr hübsch. Darf man sagen. Sie stammt aus Schweden, ist aber gar nicht blond. Und sie schreibt introspektive, bisweilen auch exzessive Lieder, die zur Zeit das Prädikat „wie Alanis Morissette“ unvermeidlich machen – früher hätte man Suzanne Vega genannt. Anders als Morissette und Vega aber bleibt ihre Lyrik noch im Rahmen […] mehr…

  • Ups..

    Tragically Hip: Über alle Straßen

    Jeder hippe Tankstellenwart sollte dieses neue Album von The Tragically Hip im Cassetten-Sortiment führen – neben der „Bestem von Hank Williams und Document“ von R.E.M. „Trouble At The Henhouse“, so der Titel des exzellenten Albums, handelt nämlich von der Straße, ist auf der Straße entstanden und – klar – muß auf der Straße gehört werden: […] mehr…