• Bad Religion The Gray Race Cover

    Bad Religion

    - The Gray Race

    Die Musik von Bad Religion hat Erfolg bei den Massen, läuft bei MTV, steht ganz oben in den Hitparaden. Nur leider unter dem Namen Green Day. Wieder so eine typische Neunziger-Jahre-Geschichte: Die einen prägen einen Sound und werden darüber alt, die anderen sind jung und verkaufen ihn. Siehe Hüsker Dü/Nirvana oder auch Mudhoney/Pearl Jam. Von […] mehr…

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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Ein neues Album von Elvis Costello – unter neuem Pseudonym? Nein, ESQUIVEL, der mexikanische Altmeister des Easy Listening, „the Busby Berkeley of Cocktail Music“ und in den 50er und 60er Jahren wie der Choreograph ein Markenartikel im Showbusiness. Frank Sinatra kannte ihn! Jetzt wird wieder getanzt wie einst, und auf „Cabaret Manana“ (RCA) sind diese […] mehr…

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    Maria McKee – Live Is Sweet

    Punk-Rock war nur ein Ablenkungsmanöver. Wieder mal. Wären Lone Justice nicht dazwischengekommen, sagt Maria McKee eine gute Dekade danach, wäre sie wohl eher auf der Julliard-Music-School und bei Stephen Soundheim gelandet. Das, was nach Lone Justice kam, erklärt sie jetzt kategorisch zu mal mehr, mal minder gelungenen Verlegenheitslösungen, geboren aus der Not einer unentschlossenen Künstlerin, […] mehr…

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    Multimedia von Thomas Feibel

    Wer hätte sich das nicht in seinen kühnsten Pubertär-Träumen gewünscht: einmal mit AEROSMITH auf der Bühne stehen und die Lead-Gitarre spielen, während unzählige Fans kräftig zujubeln. Immerhin ist das – Multimedia sei Dank – als Spiel möglich. „Quest For Farne“ (IBM, Win) bietet eine sehr witzige und geistreiche Musik CD-ROM an. Der Spieler beginnt als […] mehr…

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    LFO – Advanve & Disjecta – Looking For Snags

    «DUNGE LFO Warp’RTD 3,0 LOOKINB FDR SNAGS Das beste Beispiel sind LFO. Fünf Jahre durften sie sich für ihr zweites Album Zeit lassen. Mit dem Debüt „Frequenäes“ lieferten sie 1991 ein Werk von integrativer Kraft. Viele Gitarrenpopper, ansonsten recht bewegungsfaul, lernten damals dazu das Tanzen, und die genau ausbalancierte Mischung aus geschmeidigen Bässen und schönen […] mehr…

  • Flowerpornoes - Ich & Ich

    Flowerpornoes – Ich & Ich

    Kein schlechter Titel, aber man macht sich doch Sorgen. Ich und Ich. Ist Tom Liwa ein Fall von Schizophrenie? Oder hat einfach nur der Bob-Dylan-Fan in ihm die Oberhand gewonnen, und er zitiert den Dylan-Song „I And I“? Wahrscheinlicher ist, daß mit beiden Ichs das eine Ich gemeint ist, das von Liwa. Mehr als von […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    Vietnam kennt seinen eigenen Blues: Dort hat das Verziehen von Saiten und Tönen lange Tradition. Unter Exilanten herrscht pure Sehnsucht. Der vielgerühmte Gitarrist NGUYEN LE, mit Jimi Hendrix ebenso vertraut wie mit dem Jazz, ist in Paris aufgewachsen. Seine „Tales Front Vietnam“ (ACT) schaffen es, traditionelle Musiker in oft abenteuerliche Konzepte zu integrieren: Sie singen […] mehr…

  • Lou Reed - Set The Twilight Reeling

    Lou Reed – Set The Twilight Reeling

    First came fire then came light/ Then came feeling then came sight“ Die letzten Zeilen aus „Finish Line“ bringen den Impetus von Lou Reed auf den Punkt: Er sucht die Klarsicht. Eine Klarsicht, die aus einem Gefühl erwächst, so wie das Licht dem Feuer entspringt. Wem das zu pathetisch klingt, soll ausschalten. So hat Reed […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Weit über eine Dekade, nachdem er das Bluegrass-Erbe von Flatt & Scruggs bis Bill Monroe charts und damit auch hoffähig machen konnte, muß RICKY SKAGGS im Post-Garth-Brooks-Nashviüe fast schon wohltuend antiquiert wirken. Und damit fast so aktuell wie ehedem. Sein Atlantic-Einstand „Solid Ground“ (TIS) schlägt den Bogen von beinharten Traditionais („Cry Cry Darlin'“, „I Ain’t […] mehr…

  • Tori Amos - Boys For Pele

    Tori Amos – Boys For Pele - Tori Arnos

    tastwest Wundersame Tori. Was treibt sie, was hat Besitz ergriffen von ihr, warum leidet sie so? Denkt sie, mit dem großen Harald Schmidt: „Suffering is fun“? Ist das Patriarchat schuld an ihrer Pein? Hat ihr der Klavierunterricht im bildungsbürgerlichen Elternhaus irreparablen Schaden zugefügt? Oder wie sonst ensteht eine krumme Biographie, die cjua schmetterlingshafter Verwandlung vom […] mehr…

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    Goran Pascaljevic – Paradies Brooklyn

    Nicht zuletzt durch das Duo Auster/Wang hat Brooklyn inzwischen Woody Aliens Manhattan den Rang abgelaufen. Melancholisch erzählt Paskaljevic ein modernes Märchen über Menschlichkeit, Solidarität und Freundschaft. Bayo (Miki Monojlovic, aus Kustoricas „Underground“ bekannt) ist illegal aus Montenegro in die USA eingewandert und lebt bei dem Spanier Alonso (Tom Conti) und dessen blinder Mutter (Maria Casares). […] mehr…

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    Ang Lee – Sinn und Sinnlichkeit

    Ein Taiwanese in England: Emma Thompson verfaßte nach dem Roman „Sense and Sensibility“ von Jane Austen (1775-1817) ihr erstes Drehbuch und Regisseur Ang Lee („Das Hochzeitsbankett“) drehte seinen ersten Kostümfilm. Alles Voraussetzungen für eine brave Literaturverfilmung. Aber der Chinese und die britische Crew haben ein Wunder vollbracht – den schönsten Film des bisherigen Jahres. Dafür […] mehr…

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    Oliver Parker – Othello

    Gute Drehbuchautoren sind rar – also griff man gleich zweimal auf Old Will Shakespeare zurück. Im Smoking oder in altmodischer Theater-Pose: „Richard III.“ und „Othello“ streiten sich um die bessere Adaption. Das Drama um den verkrüppelten Aufsteiger Richard (grandios: Ian McKellen), der sich zum Königsthron durchmordet, hat Regisseur Loncraine in das England der 30er Jahre […] mehr…

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    John Lasseter – Toy Story

    Für ein Videospiel ins Kino zu gehen, ist seit den „Super Mario Brothers“ fast schon normal. Aber zum erstenmal wurde mit „Toy Story“ ein Film direkt im Computer produziert. Ein ausgedienter Spielzeug-Cowboy und ein futuristischer Weltraum-Superman kämpfen im Kinderzimmer um die Gunst ihres Besitzers. Zeichentrick dreidimensional. Wer’s mag! mehr…

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    Christoph Schlingensief – United Trash

    Im Kino gewesen. Gelacht. Während Politiker über Bundeswehreinsätze debattieren und die Nation in Agonie liegt, kolonialisierte Christoph Schlingensief den Platz an der Sonne. Sein treuer Hofnarr Udo Kier errichtet stolz ein Krematorium neben dem multikulturellen Kinderspielplatz, ein Diktator will mit Hitlers V2-Schrott den US-Präsidenten ermorden, die sexsüchtige Jungfrau (Russ-Meyer-Muse Kitten Natividad) des schwulen UNO-Generals treibt […] mehr…

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    Lesli Linka Glatter – Now And Then

    Einige Drehtage nur reichten der Produzentin Demi Moore, um mit ihren Kolleginnen Melanie Griffith, Rosie O’Donnell und Rita Wilson oben auf den Vorspann zu kommen. Vier Freundinnen treffen sich nach über 20 Jahren in der Kleinstadt ihrer Kindheit wieder. Dann setzt die Rückblende ein. Der Sommer 1970 ist erfüllt von Songs wie „Sugar, Sugar“. Noch […] mehr…

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    Tarantino, Rodrigues u.a. – Four Rooms

    Gibt es für Quentin Tarantino ein Leben nach „Pulp Fiction“? In „Four Rooms“ hat the man you lore to hole neben Allison Anders („Gas Food Lodging“), Alexandre Rockwell („In The Soup“) und Robert Rodriguez („Desperado“) eine Episode gedreht, den Film würde es aber ohne seinen Ruf nicht geben. Als bellboy eines pittoresk-versiflten Hotels quält Tim […] mehr…

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    Jahrelang out, ist Travolta nun mit zwei Filmen im Kino - Travolta im Quadrat

    Mit dem Gangster-Melodram „A Better Tomorrow“ wurde der Regisseur John Woo in Hongkong zum Heiligen. Zwei verstoßene und verbitterte Killer kämpfen um Respekt und Würde, ihre Familie und den alten Ehrenkodex ihres Gewerbes. Mit heroischer Verzweiflung legen sie drei Dutzend Gunmen um. Einer der Freunde stirbt für den anderen. Bei Woo ist nur Freundschaft unsterblich. […] mehr…

  • Nick Cave - Murder Ballads

    Nick Cave & The Bad Seeds - Murder Ballads

    Mord und Totschlag. Dankbare Sujets für jemanden, der bekennerhaft seine Obsessionen in Musik und Worte gießt Wiewohl Nick Cave natürlich seit jeher nur Abbilder von Gewalt und Wahnsinn, von Krankheit und Verfallenheit schafft, bloß die gesellschaftlich gerade noch verträglichen Klischees einer wüsten Künsder-Existenz unter Alkohol und Drogen. Cave gelang es ganz mühelos, zum kultisch verehrten […] mehr…

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    Reggae & Dub - von Joachim Deicke

    Riddim-wise? Ganja-Nase und Dub-Meister LEE PBRRY (diesmal ohne „Scratch“) ist sich mit seinen „ExperrYments At The Grass Roots Of Dub“ (Ariwa) allzu treu geblieben: Nicht ohne Selbstironie verhackstückt er eigenes Material, versinkt im Spiel mit den Reglern und taktgenauen Echoschleifen. Die alten Fans werden – wie immer – andächtig die Mütze ziehen; die jungen sind […] mehr…