• Flowerpornoes - Ich & Ich

    Flowerpornoes – Ich & Ich

    Kein schlechter Titel, aber man macht sich doch Sorgen. Ich und Ich. Ist Tom Liwa ein Fall von Schizophrenie? Oder hat einfach nur der Bob-Dylan-Fan in ihm die Oberhand gewonnen, und er zitiert den Dylan-Song „I And I“? Wahrscheinlicher ist, daß mit beiden Ichs das eine Ich gemeint ist, das von Liwa. Mehr als von […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    Vietnam kennt seinen eigenen Blues: Dort hat das Verziehen von Saiten und Tönen lange Tradition. Unter Exilanten herrscht pure Sehnsucht. Der vielgerühmte Gitarrist NGUYEN LE, mit Jimi Hendrix ebenso vertraut wie mit dem Jazz, ist in Paris aufgewachsen. Seine „Tales Front Vietnam“ (ACT) schaffen es, traditionelle Musiker in oft abenteuerliche Konzepte zu integrieren: Sie singen […] mehr…

  • Lou Reed - Set The Twilight Reeling

    Lou Reed – Set The Twilight Reeling

    First came fire then came light/ Then came feeling then came sight“ Die letzten Zeilen aus „Finish Line“ bringen den Impetus von Lou Reed auf den Punkt: Er sucht die Klarsicht. Eine Klarsicht, die aus einem Gefühl erwächst, so wie das Licht dem Feuer entspringt. Wem das zu pathetisch klingt, soll ausschalten. So hat Reed […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Weit über eine Dekade, nachdem er das Bluegrass-Erbe von Flatt & Scruggs bis Bill Monroe charts und damit auch hoffähig machen konnte, muß RICKY SKAGGS im Post-Garth-Brooks-Nashviüe fast schon wohltuend antiquiert wirken. Und damit fast so aktuell wie ehedem. Sein Atlantic-Einstand „Solid Ground“ (TIS) schlägt den Bogen von beinharten Traditionais („Cry Cry Darlin'“, „I Ain’t […] mehr…

  • Tori Amos - Boys For Pele

    Tori Amos – Boys For Pele - Tori Arnos

    tastwest Wundersame Tori. Was treibt sie, was hat Besitz ergriffen von ihr, warum leidet sie so? Denkt sie, mit dem großen Harald Schmidt: „Suffering is fun“? Ist das Patriarchat schuld an ihrer Pein? Hat ihr der Klavierunterricht im bildungsbürgerlichen Elternhaus irreparablen Schaden zugefügt? Oder wie sonst ensteht eine krumme Biographie, die cjua schmetterlingshafter Verwandlung vom […] mehr…

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    Goran Pascaljevic – Paradies Brooklyn

    Nicht zuletzt durch das Duo Auster/Wang hat Brooklyn inzwischen Woody Aliens Manhattan den Rang abgelaufen. Melancholisch erzählt Paskaljevic ein modernes Märchen über Menschlichkeit, Solidarität und Freundschaft. Bayo (Miki Monojlovic, aus Kustoricas „Underground“ bekannt) ist illegal aus Montenegro in die USA eingewandert und lebt bei dem Spanier Alonso (Tom Conti) und dessen blinder Mutter (Maria Casares). […] mehr…

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    Ang Lee – Sinn und Sinnlichkeit

    Ein Taiwanese in England: Emma Thompson verfaßte nach dem Roman „Sense and Sensibility“ von Jane Austen (1775-1817) ihr erstes Drehbuch und Regisseur Ang Lee („Das Hochzeitsbankett“) drehte seinen ersten Kostümfilm. Alles Voraussetzungen für eine brave Literaturverfilmung. Aber der Chinese und die britische Crew haben ein Wunder vollbracht – den schönsten Film des bisherigen Jahres. Dafür […] mehr…

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    Oliver Parker – Othello

    Gute Drehbuchautoren sind rar – also griff man gleich zweimal auf Old Will Shakespeare zurück. Im Smoking oder in altmodischer Theater-Pose: „Richard III.“ und „Othello“ streiten sich um die bessere Adaption. Das Drama um den verkrüppelten Aufsteiger Richard (grandios: Ian McKellen), der sich zum Königsthron durchmordet, hat Regisseur Loncraine in das England der 30er Jahre […] mehr…

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    John Lasseter – Toy Story

    Für ein Videospiel ins Kino zu gehen, ist seit den „Super Mario Brothers“ fast schon normal. Aber zum erstenmal wurde mit „Toy Story“ ein Film direkt im Computer produziert. Ein ausgedienter Spielzeug-Cowboy und ein futuristischer Weltraum-Superman kämpfen im Kinderzimmer um die Gunst ihres Besitzers. Zeichentrick dreidimensional. Wer’s mag! mehr…

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    Christoph Schlingensief – United Trash

    Im Kino gewesen. Gelacht. Während Politiker über Bundeswehreinsätze debattieren und die Nation in Agonie liegt, kolonialisierte Christoph Schlingensief den Platz an der Sonne. Sein treuer Hofnarr Udo Kier errichtet stolz ein Krematorium neben dem multikulturellen Kinderspielplatz, ein Diktator will mit Hitlers V2-Schrott den US-Präsidenten ermorden, die sexsüchtige Jungfrau (Russ-Meyer-Muse Kitten Natividad) des schwulen UNO-Generals treibt […] mehr…

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    Lesli Linka Glatter – Now And Then

    Einige Drehtage nur reichten der Produzentin Demi Moore, um mit ihren Kolleginnen Melanie Griffith, Rosie O’Donnell und Rita Wilson oben auf den Vorspann zu kommen. Vier Freundinnen treffen sich nach über 20 Jahren in der Kleinstadt ihrer Kindheit wieder. Dann setzt die Rückblende ein. Der Sommer 1970 ist erfüllt von Songs wie „Sugar, Sugar“. Noch […] mehr…

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    Tarantino, Rodrigues u.a. – Four Rooms

    Gibt es für Quentin Tarantino ein Leben nach „Pulp Fiction“? In „Four Rooms“ hat the man you lore to hole neben Allison Anders („Gas Food Lodging“), Alexandre Rockwell („In The Soup“) und Robert Rodriguez („Desperado“) eine Episode gedreht, den Film würde es aber ohne seinen Ruf nicht geben. Als bellboy eines pittoresk-versiflten Hotels quält Tim […] mehr…

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    Jahrelang out, ist Travolta nun mit zwei Filmen im Kino - Travolta im Quadrat

    Mit dem Gangster-Melodram „A Better Tomorrow“ wurde der Regisseur John Woo in Hongkong zum Heiligen. Zwei verstoßene und verbitterte Killer kämpfen um Respekt und Würde, ihre Familie und den alten Ehrenkodex ihres Gewerbes. Mit heroischer Verzweiflung legen sie drei Dutzend Gunmen um. Einer der Freunde stirbt für den anderen. Bei Woo ist nur Freundschaft unsterblich. […] mehr…

  • Nick Cave - Murder Ballads

    Nick Cave & The Bad Seeds - Murder Ballads

    Mord und Totschlag. Dankbare Sujets für jemanden, der bekennerhaft seine Obsessionen in Musik und Worte gießt Wiewohl Nick Cave natürlich seit jeher nur Abbilder von Gewalt und Wahnsinn, von Krankheit und Verfallenheit schafft, bloß die gesellschaftlich gerade noch verträglichen Klischees einer wüsten Künsder-Existenz unter Alkohol und Drogen. Cave gelang es ganz mühelos, zum kultisch verehrten […] mehr…

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    Reggae & Dub - von Joachim Deicke

    Riddim-wise? Ganja-Nase und Dub-Meister LEE PBRRY (diesmal ohne „Scratch“) ist sich mit seinen „ExperrYments At The Grass Roots Of Dub“ (Ariwa) allzu treu geblieben: Nicht ohne Selbstironie verhackstückt er eigenes Material, versinkt im Spiel mit den Reglern und taktgenauen Echoschleifen. Die alten Fans werden – wie immer – andächtig die Mütze ziehen; die jungen sind […] mehr…

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    Rocket From The Crypt – Scream, Devil, Scream - (Virgin)

    Wir alle kennen das. Man steht mal wieder in einem Club herum, um eine dieser wichtigen, hintergründigen Bands zu sehen. Man schüttet das Bier aus dem Plastikbecher in den eigenen Kopf und diskutiert gegen den Lärm anschreiend über die kulturelle Relevanz verschiedener Arten, die Gitarre zu halten. Rock hören ist in der Postmoderne manchmal ziemlich […] mehr…

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    Jack Logan & Liquor Cabine – Mood Elevator

    „Wieviele?“ fragt man sich irgendwann unwillkürlich. Wieviele verkannte, unerkannte, festgerannte Talente mag es da draußen noch geben? Existenzen, die im Süden der USA, im Osten und im Mittleren Westen zum Beispiel Autos reparieren, Klimaanlagen durchpusten und Swimming-Pools desinfizieren, um nach Feier- abend mit einem Haufen Songs fast unter Ausschluß einer größeren Öffentlichkeit auf die Bühne […] mehr…

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    Don Walser & The Pure Texas Band – The Archive Series Vol. I & II

    Don Walser BC The Pure Texas Band Watermelon/Zensor Die große Blütezeit der Country SC Western Music liegt lange zurück, zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Anfang der Rock’n’Roll-Revolte: Roy Acuff, Ernest Tubb, Hank Williams, Lefty FrizzeL Noch heute macht in Nashville jeder Plastik-Cowboy seinen obligaten verbalen Kotau vor diesen Legenden, bevor er singend […] mehr…

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    Replays2 - von Bernd Metheja

    Sie hatten was von Joy Division, aber mit Licht am Ende des Tunnels. Ihr Sound wabert oft trüb wie warm-dickes Altbier, und die Songs werden uhrwerkartig getrieben von hypnotischen Baßund Drum-Mustern. Über der fest durchweg bedrohlichen Grundstimmung: Stephen Fellows‘ herrischer Gesang. Verglichen mit den COM-SAT ANGELS waren The Cure oder Echo 8C Co. nur bessere […] mehr…

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    Replays1 - von Franz Schöler

    Der einzige richtig fette Scheck, den „MISSIS-SIPPI“ FRED McDO-WELL je für seine Musik erhielt, kam von den Rolling Stones. Die hatten sein Gospel-Lied „You Gotta Move“ ohne den Komponisten zu nennen! auf dem Album „Sticky Fingers“ veröffentlicht Und so sah der alte Mann kurz vor seinem Tod erstmals richtig Geld für einen seiner Songs. Von […] mehr…