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    Roots von Jörg Feyer

    Wir sind hier nicht bei Arabella. Auch nicht bei Bärbel, Vera oder Ilona. Dennoch bekenne ich: VINCE GILL thrills me. Manchmal jedenfalls. Weithin als aalglatter Seelentöter verschrien, lockt der alerte Hüne mit dem attraktiven Tenor vermutlich den Kitsch-Hansel in mir. „High Lonesome Sound“ (MCA), sein neues Album, hätte trotzdem kaum Eingang in diese Kolumne gefunden, […] mehr…

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    Mannic Street Preachers – Everything Must Go

    Vom Ausgang her betrachtet, gab es sowieso keine Hoffnung für Richey James Edwards, den Mann, der sich auslöschen wollte. Dem letzten Album der Manic Street Preachers von 1994, “ The Holy Bible“, hatte Edwards, der Designer und Ideologe der Band, einige Sentenzen aus Octave Mirbeaus „The Torture Garden“ vorangestellt: „It is that permanent contradictjon between […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner - von Kloos &Wellner

    Das zweite Halbjahr 1996 beginnt mit einigen Überraschungs-Comebacks in Sachen HipHop. DIGITAL UNDERGROUND haben sich drei Jahre Zeit für „Future Rhythm“ (Raputation/edel) gelassen – und Shock G. und Co. knüpfen darauf nahtlos an die P-Funk-Spinnereien vergangener Tage an. 4,0 Auch von De La Soul gibt es nach gut zweieinhalb Jahren wieder Neues zu hören. Unvermutet […] mehr…

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    Jazz von Seckendorff

    Endlich ein Komponist, der mit Kritiken unbestreitbar Sinnvolles anzufangen weiß: KLAUS KÖNIG hat ein Libretto mit Hunderten von Zitatschnipseln vertont aus Reviews“ {ENJA) zu seinen bisherigen fünf Suiten. Nicht nur textlich geht’s da grotesk zu. David Moss als stimmgewaltiger „Master of Ceremonies“ und das Vokalquartett „The Bobs“ klingen, als hätte Frank Zappa auf Basis halluzinogener […] mehr…

  • Odelay: Beck, 1996. Beck verschanzte sich mit den samplebesessenen Produzenten der Dust Brothers im Studio, kam mit einer Tec

    Beck – Odelay - Geffen/MCA

    Beck Geffen/MCA Was kommt nach „Loser“? Das haben sich alle gefragt. Die Bosse der Plattenfirma, die mit Beck einen ganz dicken Fisch an der Angel wähnten, und auch die Jugendforscher, die nach dem Tod von Kurt Cobain in ihm the next generation spokesman sahen, also irgendwie auch den nächsten dicken Fisch. Nur der Künstler selbst […] mehr…

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    John Duigan: Weg der Träume

    ab 4. Juli Serien-Schönling Jason Patric als verwitweter Farmer August, der 1815 im unwirtlichen North Carolina ein karges Leben fristet Auf dem Weg vom Viehmarkt zurück zur Farm hilft er einer schönen 17jährigen Sklavin (Thandie Newton) bei ihrer Flucht. Am Ende wandert sie auf einem einsamen Gratweg in die Freiheit der Nordstaaten, während August mitansehen […] mehr…

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    David Anspaugh: Moonlight & Valantino

    Jon Bon Jovi ist unter die Schauspieler gegangen. Als lasziv-geheimnisvoller Anstreicher darf der Rockstar seinen Sex-Appeal lustvoll ausspielen – und er tut es mit unaufdringlichem Charme. Es ist eine ähnliche Rolle wie Terence Stamps mysteriöse Gott-Figur in Pasolinis „Teorema“, die für vier verkrustete Frauen-Seelen wie ein Katalysator wirkt. Rebecca Lott (Elizabeth Perkins), deren Mann soeben […] mehr…

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    Peter Yates: Familienbande

    Juni Zu Beginn ist er 78 Jahre alt, nach 108 Minuten dieses schwerfälligen Familiendramas stirbt er im Alter von 107 Jahren: Bis zu fünf Stunden täglich mußte Peter Falk in der Maske sitzen, um sich „steinalt“ schminken zu lassen. Die Produktion hatte wohl alles Geld in das Make-up gesteckt, so daß für den Rest nicht […] mehr…

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    David Q. Russell : Flirting with Disaster

    Juli Für den jungen Regisseur ist dies erst sein zweiter Spielfilm – und trotzdem gaben sich reihenweise Stars die Ehre, um diese hektische, total überdrehte Komödie zu bereichern. Mit dem Desaster zu flirten, ist sehr bescheiden formuliert: Hier gehorchen alle Beteiligten Murphy’s Law – was schief gehen kann, geht schief. Ein verklemmter Entomologe (Ben Stiller), […] mehr…

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    Guiseppe Tornatore – Der Mann der die Sterne macht

    Kaum jemand liebt das Kino so überschwenglich wie der Italiener Guiseppe Tornatore. In „Cinema Paradiso“ wird ein Junge, unverkennbar das Alter ego des Regisseurs, vom knurrigen Filmvorführer Philippe Noiret in die Magie des Mediums eingeführt, um als erwachsener Mann am Ende zarte Tränen zu vergießen – als er nämlich das Testament seines Lehrers betrachtet: die […] mehr…

  • Stanley Tong Rumble In The Bronx

    Stanley Tong Rumble In The Bronx

    Mit diesem Film hat Jackie Chan, größter Action-Star zwischen Ural und Pazifik, endlich den amerikanischen Markt erobert. Als Polizist aus Hongkong reist er zur Hochzeit seines Onkels nach New York. In der Bronx gerät er jedoch zwischen Motorradgangs und Mafia, die er mit asiatischer Kampfkunst aufmischt. „Rumble In The Bronx“ ist ein einziger choreographischer Wirbelsturm, […] mehr…

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    Robert Rodriguez: From Dusk Till Dawn

    ab 4. Juli Morgengrauen, sieben Uhr. Die KiUer Jules (Samuel L Jackson) und Vincent 0ohn Travolta) fahren zu einem Mordauftrag, plaudern jedoch über Cheeseburger, Pilotfilme und Fußmassagen. In einem Apartment überraschen sie drei Junggauner beim Frühstück. Jules bittet den verängstigten Anführer höflich, dessen Cheeseburger probieren zu dürfen: „Ich liebe den Geschmack eines guten Burgers.“ Danach […] mehr…

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    Nicolette – Let No-One Live Rentfree In Your Head

    Wer ist hier der Boß? Fast zeitgleich wehen zwei Alben aus England über den Kanal, die die gängigen Kategorien von Autorenschaft und Stardom durcheinanderwirbeln. Auf der einen Seite steht die Sängerin Nicolette, die sich DJs gesucht hat, um ihre Ideen in Klang umzusetzen; auf der anderen der DJ Tricky, der sich für sein Projekt Nearly […] mehr…

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    Drucksachen von Wolfgang Doebeling

    Die hehre Kunst des Media-Hype erstreckt sich längst auch auf Back-Kataloge. Die generalstabsmäßige Vermarktung der ollen Fab-Four-Kamellen setzt diesbezüglich neue Maßstäbe, doch auch in Sachen Hendrix gibt es kein Halten mehr. Henry „Bizeps“ Rollins rührt naiv die Werbetrommel auf MTV, und der blanke Unsinn vom „Mozart des 20. Jahrhunderts“ macht erfolgreich die Runde. Der gerichtsnotorische […] mehr…

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    Adriano Celentano – Arriyano Gli Uomini

    Und mag auch das Polit-Geschehen in bella Italia noch so große Volten schlagen und die Ministerpräsidenten sich die Türklinke des römischen Senats in die Hände geben – es gibt eine Konstante im Lande der Mafiosi und Tifosi: Adriano Celentano! Was hat der Mann mit dem Gummigesicht und der Reibeisenstimme nicht schon alles gemacht: Filme, bei […] mehr…

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    Hayden – Everything I Long For und Johnny Polonsky – Hi My Name Is Johnny - Outpost / MCA und American…

    Zwei junge Songwnter aus den Weiten des amerikanischen Kontinents mit ihren Debüt-Werken. Zwei verschiedene Antworten auf Fragen wie: Was will ich von der Welt? Was sie von mir? Johnny Polonsky aus Wilmette, Illinois, will Spaß und gibt Gas. Weshalb auf „Hi My Name Is Johnny“ zwar zehn Titel zu hören sind, das Ganze aber trotzdem […] mehr…

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    Yin Yang von Christian Salvesen

    Schon mal was von RAMESH B. WEERATUNGA gehört? Der Mann kommt aus Sri Lanka, lebt seit 20 Jahren in Berlin, beherrscht Gitarre, Stimme und musikalische Einfalle und hat mit seiner Band Electric Rama ein Album aufgenommen, das abwechselnd nach Paul McCartney und Prince klingt – wenn beiden was Neues eingefallen ist. Dazu bläst Miles Davis […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Man hat ja immer was zu meckern, und das ist auch gut so. 1994 schoß die Polygram England den ersten Bolzen in Sachen DUSTY SPRINGFIELD: Eine prima 4-CD-Box blieb (Entscheidung eines psychisch Auffälligen) nur einige Wochen im Handel, erreichte die hiesige Scholle mit schätzungsweise weit über sechs Exemplaren. Und jetzt: „Something Special“ (Mercury 528 818). […] mehr…

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    Jackie Leven – The Argyll Cycle Vol. 1

    Jackie Leven ist ein feiner Kerl und ein Fremder in dieser Welt, aus der er sich periodisch zurückziehen muß, um seinen Kopf freizubekommen von der verachteten Existenz, die andere Leben nennen. Dann läßt er die Wildheit der Natur auf sich wirken, dort oben im schönen Argyll, und die Schlichtheit der Gemüter, mit denen er sich […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Anstatt nur an den Symptomen herumzudoktern, entschied man sich beim Sony-„Legacy“-Department im Fall der vier jetzt vorliegenden Remaster-Editionen der BYRDS für eine gründliche Generalüberholung. Also mischte Vic Anesini nicht nur sämtliche Aufnahmen der Alben „Mr. Tambourine Man“ (Columbia 483705 2, 5,0 ), „Turn! Turn! Turn!“ (483706 2, 4,0 ), „Fifth Dimension“, 483707 2, 4,0 ) […] mehr…