• 45 RPM

    45 RPM

    Single des Monats geht, hands down, an GARBAOE für „Vow“ (Discordant 1), eine Single von so feuriger und facettenreicher Brillanz, daß selbst nach zigmaligem Hören Adrenalinschübe nicht ausbleiben. Shirley Manson singt maliziös, der Text ist purer Haß, und die Band um Butch Vig fugt mehrere Melodien so zusammen, daß eine rnirakulöse Ganzheit entsteht. „W“ kommt […] mehr…

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    Country von Jörg Feyer

    Es muß bösem Zufall geschuldet sein, daß an dieser Stelle zumindest unter diesem Etikett noch nie eine Frau gewürdigt wurde. Denn hier ist gewiß kein Frauenfeind am Werk. Oder nur, wenn Lyle Lovett auch einer ist. Höchste Zeit also, auch und gerade für SONYA HUNTER. Einst als Königin des „Neo-Folk“ inthronisiert, gelingt ihr der Sprung […] mehr…

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    Der Tod und das Mädchen – von Roman Polanski

    Sie hat ihn mit der Pistole niedergeschlagen und an einen Stuhl gefesselt. Er schreit. Sie gibt ihm eine Ohrfeige, zieht ihren Schlüpfer aus, setzt sich breitbeinig auf seinen Schoß und knebelt ihn mit dem Slip. Dann schnuppert sie an ihm, gierig, voller Bitterkeit, Verachtung, Furcht und Erkenntnis. Triumphierend beißt sie ihm in den Hals. Der […] mehr…

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    Probezeit – von Chris Menges

    Wenn Chris Menges zur Kamera griff, dann war Krieg. Er lichtete „The Killing Fields“ und „Mission“ ab und erhielt zwei Oscars dafür. Er filmte für die britischen Regisseure Ken Loach, Neil Jordan und Stephen Frears. Menges selbst drehte das Apartheid-Drama „Zwei Welten“. Selten ging es dabei um den physischen Kampf. Menges Bilder zeigten den Krieg […] mehr…

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    Betty und ihre Schwestern – von Gillian Armstrong

    Als Studentin in „Reality Bites“ sollte Winona Ryder die heutige Jugend repräsentieren – doch tatsächlich stammt sie aus einer vergangenen Epoche. In „Bram Stoker’s Dracula“ und „Zeit der Unschuld“ spielte sie Mädchen aus dem 19. Jahrhundert mit wunderbar großen Augen und berückendem Charme. Wenn sie in viktorianischen Kleidern und Kostümen ihre Lider senkt oder bei […] mehr…

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    Bullets Over Broadway von Woody Allen

    ab 20. April Das Leben imitiert die Kunst Aber wer erschafft sie: Wer ist der kreative Geist hinter den Worten und Bildern, die seit Urzeiten auf uns niederprasseln? Dabei kann es dann schon mal passieren, daß die Kugel aus einer Pistole den künstlerischen Prozeß leitet. Hochphilosophische Fragen hat Woody Allen wieder einmal in den scheinbar […] mehr…

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    Weltmusik von Christian Salvesen

    Der Name EMBRYO steht für ein gelebtes Experiment, das vor mehr als 25 Jahren begann und schon bald zu dem wurde, was man heute als eine progressive, unkommerzielle Weltmusik bezeichnet könnte: Kaum eine andere Band hat das Reisen im Sinne von Offenheit, Begegnung, Wandel und Improvisation so zum Programm erhoben. 1978 brach Embryo als Großfamilie […] mehr…

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    Jazz von Ralph Quinke

    Wie sich die Zeiten und der Zeitgeschmack doch ändern: Anfang der 70er Jahre, als Ex-Miles-Davis-Keyboarder HERBIE HANCOCK sein Album „Mwandishi“ veröffentlichte, war das mit das Aufregendste, was damals im Jazz erschien. Nur Miles Davis war noch interessanter. Joe Zawinuls Weather Report und John McLaughlins Mahavishnu Orchestra lagen gleichauf mit Hancock. Heute, mehr als 20 Jahre […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Zwischen 1970 und 1975 scheiterten diverse Band-Sänger als Solisten. Einer von ihnen war MILLER ANDERSON (ex-Keef Hartley Band). Urig-gute Röhre, obendrein ein Guter an den Saiten, prima Songs nur die Allgemeinlähmung jener Jahre verhinderte, daß „Bright City“ (Repertoire REP 4524) aus den Regalen gerissen wurde. Blues-Rock, Halbakustisches – noch heute hervorragend anzuhören. Ebenso stark: LINDA […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler - Von Franz Schüler

    Was früher Domäne kleiner Spezialisten war, praktizieren mittlerweile auch alle größeren Plattenfirmen vielfach als eine Art Hochleistungssport: Dauerseller, berühmte Meilensteine der Rock-Historie oder auch „nur“ legendäre Aufnahmen werden mittels Klang-Qualität prozessiert. Mit dem Ergebnis, daß von byrds bis zz TOP auch 1995 viele herausragende Aufnahmen klangtechnisch gründlich renoviert wiederveröffentlicht werden. Für „The Very Best Of […] mehr…

  • Faith No More King For A Day, Fool For A Lifetime Cover

    Faith No More - King For A Day, Fool…

    Wie haben sich alle aufgeregt, ein ganzes, langes Jahr lang: Jim Martin ist bei Faith No More rausgeflogen! Sie wissen schon, da ist dieses etwas verwegen-verwirrt dreinblickende, langhaarige, bärtige Wiesel mit Flying V-Gitarre und karminroter Banker-Brille. Stimmt, ein Outfit mit Widersprüchen und Abgründen. Er habe nichts mehr zum kreativen Wohl der Band beigetragen, heißt es. […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    In die Singer/Songwriter-Kiste wollte BARBARA MANNING nie so recht passen. Trotz unzweifelhaft vorhandener Talente – ihre Vorlieben für elektrische Gitarren und avantgardistische Klangexperimente sorgten stets für ein widersprüchliches Bild. Unter dem Titel „Barbara Manning Sings With The Original Artists“ gibt es nun ein Album, das sie (mit einer Ausnahme) als Interpretin fremder Songs vorstellt. Dabei […] mehr…

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    Country von Jörg Feyer

    Es gibt Vorurteile, die sind einfach zu schön, als daß sie je von der Wirklichkeit widerlegt werden könnten. Gleich zwei MERLE HAGGARD-Tribute-Alben konkurrieren derzeit um die Gunst geneigter Käuferinnen. Und welches zieht den kürzeren? Das mit dem üblichen Star-Aufgebot in Nashville inszenierte natürlich. Was nicht heißen soll, daß „Mama’s Hungry Eyes“ (Arista 18760-2/Aris) bei aller […] mehr…

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    Nuggets von Ulli Schüler

    Die SHIVERS aus Mineapolis haben mit ihrem gleichnamigen Debüt-Album (Restless 7 72777-2) eines der schönsten Country-Rock-Werke dieser Tage eingespielt, das in seiner nicht so schwer verdaulichen Zusammenstellung für alle Fans dieses Genres etwas bietet. Zwölf verträumte Songs mit einem Hauch psychedelischer Effekte. Ganz im Stil und der Tradition amerikanischer Badland-Bands à la Gear Daddies meet […] mehr…

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    Comet – Cornelia’s Dad

    Will man einem Club voll College-Kids traditionelle Musik andrehen, Musik, die ihre Blütezeit hatte, bevor das jugendliche Publikum auf die Welt kam, muß man sie wohl verbiegen, verfremden, verzerren. Pure Klänge sind verpönt, also bricht man die Tradition über den Leisten Lärm. Der Reverend Horton Heat spielt nicht wirklich Rockabilly, die Bad Livers nicht reinen […] mehr…

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    Weltmusik von Steve Lake

    Musik kann eine Möglichkeit sein, seinen Platz in der Welt zu finden, herauszubekommen, wer man ist. THE FAR EAST SIDE BAND besteht oder bestand zu der Zeit, als „Caverns“ (3,0 New World 80458-2, Import) aufgenommen wurde, aus drei asiatischen Musikern, die sich mit ihren roots auseinandersetzen. (Durch den kürzlich hinzugekommenen schwarzen Tuba-Spieler Joe Daley hat […] mehr…

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    Pure Phase – Spiritualized

    PURE PHASE Spiritualized Dedicated/RCA DEDCD 017 Spacemen 3 begleitete die ausgehenden 80er Jahre mit der zartesten Neo-Psychedelia, die man sich damals denken konnte. Als sie sich trennten, war es, als wäre ein guter Trip ganz plötzlich zu Ende gegangen. Wie gut, daß Jason Pierce ein paar Pillen nachschmiß und Spiritualized gründete. Auf diesem Album kommt […] mehr…

  • Stevie Wonder - Conversation Peace

    Stevie Wonder – Conversation Peace - Polydor 530 238 2

    Ach, wenn man nicht sieben Jahre hätte warten müssen! Und wenn man sich nicht die Nase hätte lang machen lassen von den Gerüchten und Ankündigungen, der Meister habe ein afrikanisches Album aufgenommen – man wäre wirklich nicht enttäuscht. Jetzt ist man das so ein bißchen, wozu Stevie Wonders neues Album aber eigentlich gar nichts kann, […] mehr…

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    RPM 45 von Wolfgang Doebeling

    Die beste Band der 80er Jahre hatte ihr Regime auf drei Killer-Singles gegründet: „Hand In Glove“, „This Charming Man“ und „What Difference Does It Make“. Die derzeit beste Band Britanniens legt mit „Hauted By You“ (Costermonger 4) ihre vierte exquisite 4,5 in Folge vor. Den bösen Verdacht, bloße Smith-Clones zu sein, können GENE damit noch […] mehr…

  • Tindersticks

    Tindersticks - Second Album

    Als Arne Willander diese so herbstliche Platte im Frühjahr des Jahres 1995 zugesendet bekam, tat er das einzig richtige: Er wartete, bis es Nacht wurde, schloss sich in seiner Wohnung ein und hörte für Stunden dieses Album. So muss man es machen, wenn man den Zeilen von Stuart A. Staples lauscht. Zeilen, wie diesen: „You’ve […] mehr…