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    Lamerika – von Gianni Amelio

    Eber der großen Poeten des europäischen Kinos hatte diesmal Schaum vor dem Mund. Amelios in Venedig und als „Felix ’94“ ausgezeichneter Film ist eine sarkastische Abrechnung mit dem Neokolonialismus unserer Tage. Nach der Wende kauft der Westen Europas den Osten auf – ob dieser nun DDR heißt oder Albanien. Albanien 1991: Der Kleinstaat, bislang nur […] mehr…

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    Legenden der Leidenschaft – von Edward Zwick

    von Edward Zwick ab 30. März LEINWAND NEU IM KINO Der alte Mann und der Bär. Auf der Lichtung eines Waldes ringen sie ums Leben. Ein letztes Mal blitzt das Messer auf, dringt das Brüllen durchs Unterholz, dann friert die Szene mit dem umschlungenen Paar zum verzerrten Standbild ein. Aus einem solchen Akt der Leidenschaft […] mehr…

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    Diverse – Wo ist zu Hause, Mama - Trikont US-0210/Indigo

    Wo die Heimat sei, davon handelte das letzte Album von Thomas Meineckes Band F.S.K. Aus dem transatlantischen Reigen „The Sound Of Music“ stammt das Intro zu den „Perlen deutschsprachiger Popmusik“, wie ordentlich ironisch der Untertitel dieser Sammlung lautet. Hernach singt jemand, dessen Stimme für Amerika spricht: Johnny Cash interpretiert in wunderbar verschliffenem, knarzigem Deutsch „Wo […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Sadcore? Was für ein schönes neues Kunstwort, erdacht von US-Kollegen, um schon gut eingeführten Bands wie American Music Gub oder Red House Painters endlich ihre eigene Schublade zu verschaffen. Das Angenehme: Zwischen diesen Moll-Rockern und depressiven Party-Löwen können nun auch Newcomer wie TIMCO ihr Zuhause finden. Auf den acht Songs ihres Debüts „Friction Tape (Virgin) […] mehr…

  • Fischer-Z - Stream

    Fischer-Z - Stream

    Es gibt keine „Cruise Missiles“ mehr. Und „Berlin“ ist auch nicht mehr das, was es einmal war, damals, 1981, als John Watts mit schneidender Stimme über wavigen Reggae-Riffs die „Red Skies Over Paradise“ besang, „I’m simply sentimental“, klagt er 14 Jahre später beim Anblick der fehlenden Mauer. Wo sind die Panzer? Wo sind die Russen? […] mehr…

  • Throwing Muses - University

    Throwing Muses – University - 4AD/RTD

    Die haben nicht mehr geschockt, die Throwing Muses. Nachdem Tanya Donelly, zweite Gitarristin und Songwriterin, ausgestiegen war und mit Belly ihr eigenes Unternehmen gegründet hatte, verlor die Band das Gleichgewicht Wie ein Wagen auf drei Rädern gerieten die Muses 1992 auf Schlingerkurs. Unsicherheiten wurden versucht, durch Lautstärke wettzumachen. Das Album „Red Heaven “ dokumentierte die […] mehr…

  • Chris & Carla - Life Full Of Holes

    Chris & Carla – Life Full Of Holes - Glitterhouse / EFA

    Chris äi. CarU Glitterhou.se/ EFA GRCD 360 Sie waren nie preachy, haben sich nie ein Banner umgehängt. Aber implizit war er immer da, der Anspruch, den Bedrängten, Gescheiterten, Getriebenen, Verzweifelten eine Stimme zu geben, die am anderen Ende der Fiktion vom american dream entlangtaumeln. Die ein Leben voller Löcher nicht mit irgendeinem (Konsum-)Sinn füllen können, […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Durch Pipifax-Liedchen geriet sie in eine unverdiente Seicht-Abteilung: Marie McDonald Mc-Laughlin Lawrie, besser bekannt als LULU. „From Crayons To Perfume“ (Rhino R 71815) räumt mit dieser eindimensionalen Sicht auf. 20 treffsicher ausgewählte Tracks beweisen, was die Dame wirklich konnte: wilden Rhythm’n’Blues, monströse Wucht-Balladen, Souliges. Sie interpretiert David Bowie, Tim Rose, Neil Diamond und Harry Nilsson […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Er war der Original-Punk, ein begnadeter Rockabilly-Genius und mit seiner Playback-Technik das Vorbild für JOHN FOGERTY und DAVE EDMUNDS. Mit dem „Summertime Blues“ hatte EDDIE COCHRAN den Teenager-Frust seiner Generation so genau auf den Punkt gebracht wie Jahre später die Stones den ihrer Generation mit „Satisfaction“. Und wäre er nicht am 17. April 1960 fern […] mehr…

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    The Chieftains – The Long Black Veil

    Die Lordsiegelbewahrer irischen Liedgutes haben einen guten Riecher für Genreübergreifende Arbeiten. Schon auf früheren Veröffentlichungen halfen Fremd-Fraktionäre wie Jackson Browne, Nanci Griffith, Roger Daltrey, Rickie Lee Jones, die oft jahrhundertealten Jigs, Reels und Balladen in die Gegenwart zu transformieren. Auch wenn derartige Altstar-Versammlungen nicht immer funktionieren (man denke an Van Morrisons jüngsten, käsig-blutarmen „No Primadonna“-Flop): […] mehr…

  • Monster Magnet, Dopes To Infinity, Cover

    Monster Magnet - Dopes To Infinity

    Sie haben wirklich dazugelernt: Die Titel der bisherigen Monster Magnet-Alben hielten sich stets zaghaft bedeckt: Bei „Spine Of God“ (1991) und „Superjudge“ (1993) wußte der Unvoreingenommene nicht gleich, was ihm bevorstand. Jetzt aber machen es Monster Magnet weniger spannend – und benennen ihr neues Ding holzhammerartig „Dopes To Infinity“. Weniger leisetreterisch waren zwar auch schon […] mehr…

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    Sonny Landreth-South of 1-10

    Der Schweizer Songwriter Stephan Eicher wußte schon, warum er Sonny Landreth auf seinem Album „Carcassonne“ die Slide-Gitarre spielen ließ. In diesem Metier kann Landreth, der bereits mit dem Blues-Opa John Mayall oder dem Cajun-Grandpa Zachary Richard auf der Bühne stand, momentan wohl niemand das Wasser reichen. Daß er nicht nur ein begnadeter Session-Musiker, sondern auch […] mehr…

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    Songwriter von Jörg Feyer

    Pappy Allen muß wirklich ein ganz besonderer Mensch gewesen sein. Nach Howe Gelb und Victoria Williams ist JIM LAUDERDALE bereits der dritte Weggefährte, der der Wüstenmuse einen Abschiedsgruß („Three Way Conversation“) aufs Grab legt – nicht das einzige Highlight auf „Pretty Close To The Truth“ (Atlantic 82608-2/TIS). Lauderdale, der von seinen Tantiemen aus dem „Pure […] mehr…

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    Waterson : Carthy – Waterson : Carthy

    Zweieinhalb Tage singt und spielt Britanniens berühmteste Folk-Familie für die Mikros und die Bandmaschine von TopicEigner Tony Engle. Das Resultat, ein Album von so bodenständiger wie übernatürlicher Schönheit, verleitet die englische Fachpresse zu Lobeshymnen und Wahrsagungen: Das Folk-Revival beginne hier. Schön wär’s. Stellen wir jedoch erstmal die Dynastie derer von Waterson-Carthy vor. Mutter Norma Waterson […] mehr…

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    Sonic Youth – Made In USA - EastWest

    „Ist das nun noch ein Ted von ‚Smoke Blisters 2‘ oder bereits der Anfang von ‚The Velvet Plug?'“ Fragen solcher Art entstehen beim Hören der neuen Platte von Sonic Ybuth andauernd. „Made In USA“ ist eine weitgehend instrumentale Platte; nur auf drei Stücken wird gesungen, und geringfügig unterschiedliche Versionen der gleichen Komposition tauchen mehrmals unter […] mehr…

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    Weltmusik von Peter Lau

    Kämen eines Tages einige Leute aus, sagen wir mal, Ghana in eine deutsche Reihenhausssiedlung, um dort die Lieder der Kinder aufzunehmen, das Trällern der Frauen in der Küche oder vielleicht den Männergesangverein, gäbe es vermutlich Arger. Vielleicht würden ein paar Polizisten die schwarzen Musikforscher in letzter Minute in Sicherheit bringen. Doch selbst die würden schließlich […] mehr…

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    Slash’s Snakepit – It’s Five O’Clock Somewhere

    So, so. Fünf Uhr ist es also, irgendwo. Worauf spielt Slash denn nun an? Auf seine britische Herkunft? Als Teetrinker ist der Guns N’Roses-Gitarrist weniger bekannt. Vielleicht meint er fünf Uhr morgens? Zeit für einen Schluck Tennessee-Whiskey? Reines Ablenkungsmanöver. Eher scheint bei Guns N’Roses eine Stimmung zu herrschen, die mit „High Noon“ vergleichbar ist. Gibt […] mehr…

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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Diverse – Howl – A Farewell Sampler, 4,0 Glitterhouse/EFA GRCD 352 Das Fanzine „Howl hatte nicht viele Leser – schrieb aber über erlesene Bands. Wie die meisten Blätter, in denen öffentlich nachgedacht werden darf, hatte diese Zeitschrift keine Chance. Zum Abschied singen Künstler, die auch nicht viele Chancen haben, tröstliche Lieder: Vic Chesnutt, dem es […] mehr…

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    Paul Geremia – Self Portrait In Blues

    Das allgemeine Blues-Revival hat leider eine wunderschöne Spielart fast schmählich vernachlässigt: den akustischen Blues. Zwar konnte wenigstens Ted Hawkins nach langen Jahren auf obskuren Mini-Labels im letzten Jahr einen Major-Deal ergattern, aber selbst ein so Großer wie Dave Van Ronk kreist nur bei wenigen Eingeweihten auf dem Plattenteller. Gut zu wissen aber, daß jetzt auch […] mehr…

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    Jonboy Langford and the Pine Valley Cosmonauts – Misery Loves Company und Sally Timms – To The Land Of Milk And Honey - Scoutrecords/RTD

    John Langford und Sally Timms gehören zu den wenigen Musikern, von denen man sicher sagen kann: Sie sind feste Mitglieder der Mekons (oder besser: von Mekons, denn seit einiger Zeit fehlt der Artikel). Zusammen mit Tom Greenhalgh bilden sie den harten Kern des umbesetzungsfreudigen Kollektivs. Wenn jetzt beide gleichzeitig ihre Solo-Alben veröffentlichen, könnte das leicht […] mehr…