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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Zuviel Gefühl diesmal. Während er auf „Lagoon Blues“ noch Tom Waits mit David Sylvian versöhnte und New Orleans in Schottland verortete, hat Chris Thomson alias THE BATHERS nun das Maß verlassen: Tiefstimmig brummelt der Hochländer zerquälte Lyrik, die Streicher sülzen zäh, dazu trällert Liz Fräser exaltierte Operngesänge. Mit „Sunpowder“ (Marina/ Indigo) feiert Thomson die Schönheit […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Die berechtigten Lobreden auf Mike Watt und sein Album „Ball-Hog Or Tugboat?“ hatten die erfreuliche Nebenwirkung, daß die Erinnerung an seine erste Band nach all den Jahren nochmal aufgefrischt worden ist: MINUTEMEN waren das Power-Trio schlechthin, mischten mit ultrakurzen Song-Detonationen die kalifornische Punk-Szenerie der frühen 8oer auf und konnten nur durch den tragischen Verkehrstod des […] mehr…

  • Scott Walker - Tilt

    Scott Walker – Tilt - Fontana Mercury 526859-l

    Scott Walker Fontana Mercury 5268’W-l Scott almighty, he’s back. Die Wiederkunft des Scott Walker 4^ Wiederkunft des Scott Walker ist, wie der Kollaps des Kommunismus, unverhofft und von unübersehbarer Konsequenz. Was den kultisch Verehrten ins Studio getrieben hat nach elf langen Jahren wissen wir nicht, und er wird es uns nicht sagen. Die Hoffnung auf […] mehr…

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    Die Mediocren – von Matthias Glasner

    Ganz so mittelmäßig, wie der Titel vermuten läßt, ist das Spielfilm-Debüt des Hamburgers Matthias Glasner nicht Woody Aliens Sprüche, Hai Hartleys Lakonismus und die Flut der unzähligen „Generation X“-Filme waren die Paten für diesen lockeren Streifen aus dem neuen Deutschland, fünf Jahre nach der Wende. „CinemaScope-Filme sind nur etwas für Schlangen und Beerdigungen“, sagte Fritz […] mehr…

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    Tank Girl – von Rachel Talalay

    Tank Girl ist eine Ikone der Comic-Subkultur, schwarz-weiß und sexy und ergötzlich derb. Sie trägt Boots und Büstenhalter auf nackter Haut, bauchnabelfreie T-Shirts und eine Teilglatze. Gegen Tank Girl besteht kein Mann, aber ohne will sie auch nicht sein. Der englische Zeichner Jamie Hewlett hat seiner Figur alles angeeignet, was durchgeknallt und irgendwie rebellisch ist […] mehr…

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    Der Priester – von Antonia Bird

    Gott ist tot, Liverpool auch. Geblieben ist sein Kirchenschiff, das sich wie ein anachronistischer Monolith über die Arbeitslosigkeit und Trostlosigkeit der Stadt erhebt Bei Hausbesuchen in einer Mietskaserne werden den katholischen Patres Greg (Linus Roache) und Matthew (Tom Wilkinson) genervt die Türen zugeknallt. Nur zwei Kollegen von den Zeugen Jehovas lächeln ihnen gesprächsbereit zu. Ein […] mehr…

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    Dazed And Confused von Richard Linklater

    Letzter Schultag. Als Mike (Adam Goldberg) mit seinen Freunden Tony (Anthony Rapp) und Cynthia (Marissa Ribisi) abends im Wagen umherkurvt, befallt den Schülerzeitungsschreiber mal wieder eine existentielle Krise. Stets wollte er Jura studieren, schwatzt Mike aufgeregt, um Menschen zu mehr Gerechtigkeit zu verhelfen. Aber gestern, als er in einer langen Schlange auf der Post stand […] mehr…

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    Miami Rhapsody von David Frankel

    Drogenhandel und Geriatrie – Miami weiß, warum gerade hier unter Palmen die Latino-Mafia auf die reichen US-Rentner trifft. Eine „Rhapsody in tropic-blue“ wollte TV- Produzent David Frankel drehen – aber warum fiel ihm nichts Besseres als eine lausige Rückblenden-Struktur für sein Spielfilm-Debüt ein? Den Blick starr in die Kamera gerichtet, überfallen Gwyn Marcus (Sarah Jessica […] mehr…

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    Nationaltheater

    Rußland-Feldzug. Andi Möller dagegen ist das genaue Gegenteil – wenn einer unserer Nationalspieler nicht gedient hat, dann er. Möller war untauglich. Jedenfalls nehmen das alle an. Klinsmann dagegen ist der typische Zivildienstleistende. Beides stimmt natürlich nicht Langjährige Mannschaftskameraden wie Dortmunds Kapitän und Ex-Wirtschaftsstudent Michael Zone sagen über Möller nur das Beste. Ein guter Kumpel ohne […] mehr…

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    Nacho Cano: Suche nach Schönheit

    Die Stimme Spaniens: Nacho Cano musiziert mitten aus der Ferienhölle und meditiert dabei über Obsessionen, Gott und die Betongettos seiner Heimat Mit “ Un Mundo Sepamdo Por El Mismo Dios – Eine Welt von einem Gott geteilt“ hat das Mitglied des erfolgreichen Ensembles Mecano ein Solo-Debüt eingespielt, das wie ein Soundtrack der Schizophrenie anmutet. Synthesizer, […] mehr…

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    Caroline Lavelle: New-Age-Folk-wave

    Die erwachte Stimme: Bislang fiel die Britin Caroline Lavelle nur am Cello auf, spielte für Siouxsie And The Banshees, Alison Moyet, Boy George, Holly Johnson, Ride, The Fall und die Cranberries und beim Geburtstag von Nigel Kennedy sogar Songs von Hendrix. Erst beim Massive Attack-Stück „Home And Away“ wurde William Orbit hellhörig. Doch der Chef […] mehr…

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    Dave Matthews Band: Über den Stilen

    Die multikulturelle Stimme: Dave Matthews wuchs in Johannesburg auf und fand in Charlotteville/Virginia seine schwarzen Mitspieler. Der Bandname sollte nicht als Vermessenheit mißverstanden werden. Die Dave Matthews Band ist vom Bewußtsein der alten Jazz-Inspiration erfüllt, ohne dabei altmodisch zu sein. Auf „Under The Table And Dreaming“, dem ersten Major-Album nach ihrem – erstaunlich erfolgreich selbstvertriebenen […] mehr…

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    Ezio: Herzschmerz statt Weltschmerz

    Die schmachtende Stimme: Gitarrist Booga und Sänger Ezio berichten von der Leidenschaft und Liebe und all den Miniaturdramen danach. Beim Song Just To Talk To You Again“ zupft Booga den Folk, und Ezio schluchzt: „So you see it’s not important for you to know the way that I feel/ No, but you are the one/ […] mehr…

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    Better Than Ezra: Im zweiten Anlauf

    Die späte Stimme: Ende der 80er Jahre spielten Better Than Ezra bereits als Vorgruppe der Pixies und Dinosaur Jr. Ihr selbstproduziertes Debüt-Album „Surprise“ gefiel vor allem in Athens, der Heimstatt von R.E.M. Dann starb der Bassist. Kevin Griffin, Songschreiber, Sänger und Gitarrist sowie Schlagzeuger Cary Bonnecaze kehrten geschockt in sich. Better Than Ezra war ihnen […] mehr…

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    The Brandos: Der Heimat verhaftet

    Die retrospektive Stimme: „They kill you or they make you strong“, singt Dave Kincaid über die „Hard Times“ und zitiert John Steinbecks „Früchte des Zorns“. Wie die dort beschriebenen Arbeiter sind auch The Brandos aus New York. Jahrelang bespielten sie lokale und provinzielle Clubs, blieben sie geduldig und kämpferisch. „Gettysburg“ hieß ein Song auf ihrem […] mehr…

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    Mike Watt: Bassist als Katalysator

    Die Stimme des Kollektivs: Mike Watt rief, und alle machten mit. Auf „Ball-Hog Or Tugboat?“ läßt er Eddie Vedder, Thurston Moore, J. Mascis, Flea, Evan Dando, Mike D. sowie einige andere Kumpels und Könner sein Leben, seinen Standpunkt im Leben und seinen Blick auf das Leben interpretieren. Er gab ihnen einige Ideen, Themen und Gedanken, […] mehr…

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    The Tragically Hip: Träge Spannung

    Die tragische Stimme: Wenn in Kanada die Sonne untergeht, stöpseln The Tragically Hip ihre Instrumente ein. Sänger Gordon Downie, ein liebenswerter Wirrkopf, hebt zu leiernden Gesängen an. Auf „Fully Completely“, ihrem letzten Album, sang er von Cartier, Truckern und Stotterern, und beim Song „Eldorado“ fragte er: „Where we’re going? What’s that smell? What’s the ticket?“ […] mehr…

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    Yo La Tengo- Das leiseste Feedback - Yo La Tengo suchen die…

    YO LA TENGO suchen die zarte Oberfläche des La Bin Artikel über Yo La Tengo könnte auch aus einer bloßen Aufzählung bestehen. Darin kämen mexikanische Soft-Drinks vor, der britische Schauspieler Tom Courtenay, Johnny Cash und Paul McCartney, eine unbekannte Band namens Red Buckets und vieles mehr. Ira Kaplan und Georgia Hubley sind das Paar, aus […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Mit ein bißchen gutem Willen hätte „The Finer Things“ von STEVE WINWOOD (Island 516860) zugleich eine umfassende Hit-Kollektion werden können. So aber wird die Karriere des Multi-Talents auf vier CDs ohne „Time Seller“, „Mr. Second Class“, „Mulberry Bush“ und – größtes Ärgernis – ohne „Hole In My Shoe“ abgefeiert (letzteren Knüller sparte man offenbar aus, […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    Als im Juni 1975 aus dem ROLLING STONES-Nachlaß der Sampler „Metamorphosis“ veröffentlicht wurde, hatte der sofort seinen Spitznamen weg: „Kleins Rache“! Jetzt hat sich der ehemalige Finanzmanager der Beatles und Stones noch einmal gerächt. Ab sofort dürfen die Decca-Aufhahmen von Jagger de Co. weltweit nicht mehr in den britischen Original-Fassungen, sondern ausschließlich in den amerikanischen […] mehr…