• Ups..

    Jahrelang out, ist Travolta nun mit zwei Filmen im Kino

    - Travolta im Quadrat

    Mit dem Gangster-Melodram „A Better Tomorrow“ wurde der Regisseur John Woo in Hongkong zum Heiligen. Zwei verstoßene und verbitterte Killer kämpfen um Respekt und Würde, ihre Familie und den alten Ehrenkodex ihres Gewerbes. Mit heroischer Verzweiflung legen sie drei Dutzend Gunmen um. Einer der Freunde stirbt für den anderen. Bei Woo ist nur Freundschaft unsterblich. […] mehr…

  • Nick Cave - Murder Ballads

    Nick Cave & The Bad Seeds - Murder Ballads

    Mord und Totschlag. Dankbare Sujets für jemanden, der bekennerhaft seine Obsessionen in Musik und Worte gießt Wiewohl Nick Cave natürlich seit jeher nur Abbilder von Gewalt und Wahnsinn, von Krankheit und Verfallenheit schafft, bloß die gesellschaftlich gerade noch verträglichen Klischees einer wüsten Künsder-Existenz unter Alkohol und Drogen. Cave gelang es ganz mühelos, zum kultisch verehrten […] mehr…

  • Ups..

    Reggae & Dub - von Joachim Deicke

    Riddim-wise? Ganja-Nase und Dub-Meister LEE PBRRY (diesmal ohne „Scratch“) ist sich mit seinen „ExperrYments At The Grass Roots Of Dub“ (Ariwa) allzu treu geblieben: Nicht ohne Selbstironie verhackstückt er eigenes Material, versinkt im Spiel mit den Reglern und taktgenauen Echoschleifen. Die alten Fans werden – wie immer – andächtig die Mütze ziehen; die jungen sind […] mehr…

  • Ups..

    Rocket From The Crypt – Scream, Devil, Scream - (Virgin)

    Wir alle kennen das. Man steht mal wieder in einem Club herum, um eine dieser wichtigen, hintergründigen Bands zu sehen. Man schüttet das Bier aus dem Plastikbecher in den eigenen Kopf und diskutiert gegen den Lärm anschreiend über die kulturelle Relevanz verschiedener Arten, die Gitarre zu halten. Rock hören ist in der Postmoderne manchmal ziemlich […] mehr…

  • Ups..

    Jack Logan & Liquor Cabine – Mood Elevator

    „Wieviele?“ fragt man sich irgendwann unwillkürlich. Wieviele verkannte, unerkannte, festgerannte Talente mag es da draußen noch geben? Existenzen, die im Süden der USA, im Osten und im Mittleren Westen zum Beispiel Autos reparieren, Klimaanlagen durchpusten und Swimming-Pools desinfizieren, um nach Feier- abend mit einem Haufen Songs fast unter Ausschluß einer größeren Öffentlichkeit auf die Bühne […] mehr…

  • Ups..

    Don Walser & The Pure Texas Band – The Archive Series Vol. I & II

    Don Walser BC The Pure Texas Band Watermelon/Zensor Die große Blütezeit der Country SC Western Music liegt lange zurück, zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Anfang der Rock’n’Roll-Revolte: Roy Acuff, Ernest Tubb, Hank Williams, Lefty FrizzeL Noch heute macht in Nashville jeder Plastik-Cowboy seinen obligaten verbalen Kotau vor diesen Legenden, bevor er singend […] mehr…

  • Ups..

    Replays2 - von Bernd Metheja

    Sie hatten was von Joy Division, aber mit Licht am Ende des Tunnels. Ihr Sound wabert oft trüb wie warm-dickes Altbier, und die Songs werden uhrwerkartig getrieben von hypnotischen Baßund Drum-Mustern. Über der fest durchweg bedrohlichen Grundstimmung: Stephen Fellows‘ herrischer Gesang. Verglichen mit den COM-SAT ANGELS waren The Cure oder Echo 8C Co. nur bessere […] mehr…

  • Ups..

    Replays1 - von Franz Schöler

    Der einzige richtig fette Scheck, den „MISSIS-SIPPI“ FRED McDO-WELL je für seine Musik erhielt, kam von den Rolling Stones. Die hatten sein Gospel-Lied „You Gotta Move“ ohne den Komponisten zu nennen! auf dem Album „Sticky Fingers“ veröffentlicht Und so sah der alte Mann kurz vor seinem Tod erstmals richtig Geld für einen seiner Songs. Von […] mehr…

  • Penelope Houston - Cut You

    Penelope Houston – Cut You

    Penelope Houston, sanfte Königin des Neo-Folk, geliebt ihrer melancholischen Songs und schöner Melodien wegen. Sanft jedoch war sie nie. In jungen Jahren schon erprobte sie als Sängerin der kalifornischen Punkband Avengers die Widerspenstigkeit, um sich später einer völlig anderen, der komplexen Welt akustischer Musik zuzuwenden. Mandolinen, Gitarren, Harmonien anstatt verzerrter Akkorde und Geschrei. Die elektrische […] mehr…

  • Ups..

    The Dashboard Savior – Love Sorrow Hatred Madness

    Aus Athens/Georgia, der Stadt mit dem nimmer versiegenden Quell guter, innovativer Bands, stammt auch dieses Quartett. Und trotz des Namens – Dashboard Saviors sind jene Maria-, Christopherus- usw. -Figuren, die das Armaturenbrett so mancher Automobile zieren und den Wagenlenker vor verkehrstechnischer Unbill bewahren sollen – ist diese Band beileibe nicht nur Ohrenschmaus für Taxifahrer, Trucker […] mehr…

  • Ups..

    Alternativen von Michael Ruff

    Was wären wir ohne I Ring-Modulatoren, Harmonizer, Echo-Geräte und all die anderen wunderbaren Errungenschaften der elektrischen Musikwelt! Wenn man erfährt, daß auf der CD der Spaceheads (von den Schlaginstrumenten abgesehen) so gut wie alle Sounds aus einer Trompete kommen, fällt einem erstmal die Kinnlade runter. Der betreffende Solist heißt ANDYDIACRAM und ist höchstens ein paar […] mehr…

  • Ups..

    Alboth! – Ali (What’s So Funny About…/Indigo

    Erstaunlich, wie manchmal in unterschiedlichen Ecken der Welt an ähnlichen Ideen gearbeitet wird. Während John Zorn in New York den Noisecore entdeckte, experimentierten die Schweizer Alboth! Anfang der 90er Jahre an einer Symbiose aus Free Jazz und Death Metal. War Zorn jedoch von der Verknappung des hyperschnellen Noisecore fasziniert, der Möglichkeit also, innerhalb weniger Sekunden […] mehr…

  • Ups..

    No Oil No Dust – Crazy Walking

    Darf ich vorstellen: Lu Lafayette, musikalisches Hamburger Urgestein seit Beginn der frühen Siebziger. Damals machte der Sänger und Keyboarder seine ersten Gehversuche mit der Gruppe Gash, deren ’72er Debüt „A Young Man’s Gash“ man internationale Frühreife attestierte. Nach einem Abstecher zu den Rattles und Jobs als Studiomusiker (u. a. für Lee Patterson und John O’Brian […] mehr…

  • Ups..

    Andy Trinkler – In The Middle Of Nowhere

    Denkt er im Zusammenhang mit der Schweiz an Musik, dann kommen dem gemeinen Westdeutschen spontan nur Trachtenkapellen, Jodler oder Mundart-Barden in den Sinn (blame it on the TV). Daß es im Land der lila Kühe aber auch verkable Rockmusiker gibt, ist hierzulande ein ebenso gutgehütetes Geheimnis wie jenseits der Alpen das der Banken. Andy Trinkler, […] mehr…

  • P

    P

    P EMI Johnny Depp war Edward mit den Scherenhänden, imitierte Charlie Chaplin, schmachtete als Don Juan, wandelte sich zu Ed Wood und ist demnächst im Thriller „Nick Of Time“ zu sehen. Einen Musiker hat er – anders als der alterslose Matt Dillon in der Seattle-Romanze „Singles“ – noch nicht gespielt. Den gibt Depp nun in […] mehr…

  • Ups..

    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Mie alle Singles von CARBAGE ist auch „Queer“ (Mushroom) absolut brillant Langsam und lasziv sind sie diesmal, wie Neneh Cherry ohne Hip-Hop, wie eine erotische Siouxsie (imagine!). Fragt sich nur, wie lange die kesse Shirley Manson und ihre US-Boys die extravaganten Packaging-Ideen ihrer Singles durchhalten können. „Queer“ kommt in einer Plexiglas-Box, kostet aber kaum mehr […] mehr…

  • Ups..

    Giant Sand – Goods And Services / Backyard Barbeque Broadcast

    3;0 Goods And Services 3;5 Backyard Barbeque Broadcast Nie schien ein Live-Album weniger wertvoll. Warum eine Band auf der Bühne dokumentieren, die dessen als Zeugnis einer „Karriere“ gar nicht bedarf? Die ihre Arbeit immer als Work-in-progress-Prozeß begriffen hat und schon im Studio mehr Mut zur Improvisation aufbrachte als die meisten Kollegen vor Publikum? Und überhaupt: […] mehr…

  • Cowboy Junkies - Lay It Down

    Cowboy Junkies – Lay It Down

    KT II DOM Geffen/MCA Die Meßlatte liegt verdammt hoch, und die Cowboy Junkies sind selbst schuld dran. Mit „The Trinity Session“ definierten sie 1988 die Begriffe Andacht und Langsamkeit neu. Aufgenommen wurde dieses zweite Album in der Kirche. Margo Timmins sang die Songs mit geradezu sakraler Inbrunst, Bruder Michael strich dazu über die Gitarre, als […] mehr…

  • Ups..

    Roots von Jörg Feyer

    Es ist nie zu spät für JOE ELY. Auch wenn diese Besprechung vielleicht ein bißchen spät kommt. Nach dem Nashville-Kompromiß „Love & Danger“ mußte der Texaner erst in seine Heimat zurückkehren, um mit altgedienten Gefährten wie Lloyd Maines, David Grissom und Ponty Bone sein grosses spanisches Album machen zu können, Flamenco-Gitarren inklusive. „Letter To Laredo“ […] mehr…

  • Papas Fritas - Papas Fritas

    Papas Fritas – Papas Fritas

    Guys Don’t Lie“, fordern Papas Fritas mit dem ersten Stück der ersten Seite, „Kids Don’t Mind“ verordnen sie im ersten der zweiten. Pop-Musik, das darf so gesagt werden, ist in ihren besten Momenten eine Anweisung zum Glücklichsein, und die drei aus Boston könnten in nicht allzu ferner Zukunft Wortführer einer neuen amerikanischen Fröhlichkeit werden. Einer […] mehr…