• Jamiroquai-Return Of The Space Cowboy

    Jamiroquai-Return Of The Space Cowboy

    Jamiroquai,, Sony 477813 2. Jay Kay, ein dürrer Junge aus dem Londoner Vorort Ealing, ist furchtbar nett und idealistisch. Er glaubt an Indianermärchen und Pazifismus, sorgt sich um Regenwald und Elefanten, er spendet für den Öko-Konzern Greenpeace und schätzt Spaziergänge auf dem Lande, wohin er mit seinem BMW kurvt. Den Wagen konnte er sich leisten, […] mehr…

  • Giant Sand - Glum

    Giant Sand – Glum

    Rock-Puristen behaupten, Platten von Giant Sand seien nervtötend chaotisch. Vor allem könne Howe Gelb keine Songs schreiben. Fans entgegnen, das sei auch gar nicht sein Anliegen. „Glum“, das 17. Album der Band, stiftet Frieden zwischen den Fraktionen. Einige der Songs gehen problemlos als beinahe klassische Rock-Songs durch. Vergleiche mit Neil bung, Green On Red oder […] mehr…

  • Sister Double Happiness-Horsey Water

    Sister Double Happiness-Horsey Water - Sub Pop/EFA 08337

    Das Cover, vom Bassisten entworfen, überrascht durch völlig uncoole, steife Spätsiebziger-Ästhetik und ließe Schlimmes befürchten, wüßte man nicht um den launigen Humor der Band. Tatsächlich klangen Sister Double Happiness nie lockerer als auf „Horsey Water“. Die zehn Stücke wurden live im Studio aufgenommen; dadurch sind sie von einer Unmittelbarkeit, der man sich nicht entziehen kann […] mehr…

  • Country

    Country - Cowboy Mouth-It means Escape

    Cowboy Mouth, Marina/Indigo 4457-2. Daß in Schottland ein kausaler Zusammenhang zwischen Whiskey-Brauen und Melancholie-Destillieren bestehe – das wäre eine geistesschlichte Erklärung für den steten Fluß von Tränen, den die Künstler des Landes in schwelgerische Leidenslieder kanalisieren. Gäbe es allerdings nicht das Liebhaber-Label „Marina“ in Hamburg – all die schöne Kopfhängerei bliebe uns verborgen. Nach Paul […] mehr…

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    Alternativen

    Der Songschreiber STEPHEN YERKEY ist ein Berufsmusiker, der sich nicht zu schade ist, daheim in San Francisco auch mal in häßlichen Kneipen vor flackerndem TV zum Wochenend-Bums aufzuspielen. Seine letzte Plattenveröffentlichung, damals noch mit der Gruppe Nonfiction, liegt fast zehn Jahre zurück, und die Brötchen wollen schließlich verdient werden. Um so überraschender, daß er jetzt […] mehr…

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    Nuggets

    Den Braten Garth Brooks hat nunmehr jeder gerochen. Doch verfälscht die aufdringliche Duft-Marke der Garth’schen Personality-Show nicht eher das Gesamtbild? Wenn All-4-One wochenlang Nummer eins sind, während die Originalversion von „I Swear“ (John Michael Montgomery) einige Monate zuvor noch im schwarzen Loch achselzuckender Radio-Programme entschwand, ist es um die hiesige Country-Akzeptanz nach wie vor schlecht […] mehr…

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    The Black Crowes-Amorica

    The Black Crowes, RCA 74321 23682. „Die Crowes? ieah“, nickt Keef wohlwollend, „die sind nicht übel. Ein bißchen wie die Stones vor ’nem Vierteljahrhundert.“ Selbst Mick grinst gönnerhaft. So gnädig springen die Glimmer Twins keineswegs immer mit Epigonen um. Primal Scream können ein Lied davon singen. Eitel Sonnenschein also in Atlanta? No, Sir. Die Gebrüder […] mehr…

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    Clockhammer – So Much For You

    I’m losing a thousand days of the only time/ They fall like a flock of bones from a sallow sky/ It feels like the closing of this always-ending dream.“ Wer seine private Apokalypse derart poetisch konstatiert wie Byron Bailey, macht keine Zugeständnisse mehr. Im vergangenen Jahr debütierten der Schmerzenskünstler und seine Band Clockhammer mit „Klinefelter“, […] mehr…

  • Melvins - Stoner Witch

    Melvins – Stoner Witch

    „Gnnnnaaannng!“ – „Der Spion, der mich liebte“: Die Szene, in der Roger Moore mal freihändig-locker den Atomsprengkopf aus einer U-Boot-Rakete schraubt. Und den braven Kombattanten der Schweiß auf der Stirn steht, als 007 lapidar konstatiert: „Wenn sich die beiden Ringe berühren, dann bleibt von uns hier nicht viel übrig.“ Da war es nämlich, dieses unheilschwangere […] mehr…

  • Nirvana - MTV Unplugged in New York

    Nirvana – MTV Unplugged in New York

    Der Verramschung auf dem Grabbeltisch des Totenkults ist Kurt Cobain entkommen. Wenigstens das blieb ihm erspart, dem im Leben alles ans Herz griff. Kein Teenager trägt Kurt-Gedenk-T-Shirts, keine Firma macht den erhofften Reibach mit der Vermarktung seines Todes. Cobain gab eben keine schöne Leiche ab: Eine Schrotflinte ist ein ganz unromantisches Henkerswerkzeug. Wracks waren am […] mehr…

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    Brian Gilbert-Tom&Viv

    Ab 24. November. Der Dichter T. S. Eliot vertrat die Ansicht, daß persönliche Emotionen an sich in der Erzählkunst nicht zum Ausdruck kommen sollten. Tatsächlich hatte sein Privatleben jedoch einen größeren Einfluß auf seine Arbeit, als er wahrhaben wollte. „Seine schriftstellerischen Meisterwerke“, so der britische Dramatiker Michael Hastings, „entstanden in den schwierigsten Jahren seiner Ehe.“ […] mehr…

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    Neil Jordan-Interview mit einem Vampir

    Ab 1. Dezember. Mitunter kann die Entstehungsgeschichte eines Films weitaus spannender sein als das Resultat: Eine Verfilmung des Kultbuches „Interview mit einem Vampir“ plante Plattenfirmen- und Studio-Boss David Geffen seit fast zwei Jahrzehnten. Die Realisierung indes war problematisch und nahm erst konkrete Formen an, als Anne Rice, die Verfasserin der literarischen Vorlage, mit dem Schreiben […] mehr…

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    Richard Rush-Color of the Night

    Ab 8. Dezember. Stanley Kubrick ließ bekanntlich viele Jahre verstreichen, bevor er wieder ein Filmprojekt in Angriff nahm. Regie-Genies können sich das leisten. Richard Rush gelang vor 14 Jahren mit „Der lange Tod des Stuntman Cameron“ zwar ein höchst eigenwilliger, aber sicherlich kein genialer Thriller. Und auf gar keinen Fall rechtfertigt sein neuer Film „Color […] mehr…

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    Post von Carly - Carly Simon-Letters Never Sent

    Die Idee zu ihrer neuen CD kam Carly Simon beim Kramen in einem alten Pappkarton – unter einem Stapel von nie abgesandten Briefen. „Ich schreibe mir meine Sorgen in Form einer Korrespondenz von der Seele. Das Gros davon jedoch sieht nie den Schlitz eines Briefkastens.“ Dafür erreichen die „Letters Never Sent“ jetzt ihre Empfanger. Indirekt. […] mehr…

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    Sensibel sind wir alle - Ulla Meinecke-An!

    Die Tänzerin tanzt nicht gern. Wenn sie Widerstand spürt, wird Ulla Meinecke ungnädig. Vor vielen Jahren arbeitete sie im Büro von Udo Lindenberg und fiel mit zuweilen harschem Verhalten auf. „Damals waren die Strukturen in der Branche noch ganz anders“, sagt sie heute. „Udo ist auch eine Ausnahme im Geschäft: Er kontrolliert fast alles selbst.“ […] mehr…

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    Die letzten Geheimnisse werden gelüftet - Steve Turner erzählt in „“A…

    Im Juni ’67 hatten die Kaffeesatz-Leser ihre große Stunde. „Sgt Pepper“, der Soundtrack zum Summer of Love, erschien, und der darauf enthaltene Song „Lucy In The Sky With Diamonds“ wurde von der Acid-Fraktion sofort als Partei-Hymne vereinnahmt. Nie lagen die Säureköpfe allerdings schiefer, denn der Songtitel basiert auf einem Gemälde, das der Lennon-Sohn Julian damals […] mehr…

  • Big Chief-Platinum Jive

    Big Chief-Platinum Jive

    Daß Big Chief wichtig sind, hat sich bis zu Iggy Pop herumgesprochen. „Die interessanteste Band Amerikas“, soll er behauptet haben – und das ist nicht mal heillos übertrieben, obwohl die Musiker wie Pop aus Detroit stammen. Und aus Detroit kam schon lange nichts Wichtiges mehr. Barry Henssler, Chef von Big Chief, sieht das genauso. „Aber […] mehr…

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    Nuggets

    Vorab ein paar Worte der Erläuterung: In dieser Kolumne sollen fortan Perlen vorgestellt werden, die sonst (fast) nirgendwo ein Forum haben. Kurzum Platten für jene Leute, die dank der hiesigen Tina Turner-, Joe Cocker- und Genesis-Rezensions-Monokultur den Kolumnisten jedesmal mit ellenlangen Listen und der berechtigten Frage „Warum ist das eigentlich an mir vorbeigegangen?“ verlassen. Hier […] mehr…

  • Walter Becker-11 Tracks of Whack

    Walter Becker-11 Tracks of Whack

    11 TRACKS OF WHACK Walter Becker, RCA 74321 2209 2 Lieber Walter, vielleicht ist es Deiner Aufmerksamkeit entgangen, daß ich ein echter Steely-Dan-Freak bin. Aber, ehrlich gesagt, „11 Tracks Of Whack“ hat mich auch nach mehrmaligem Hören nicht recht überzeugen können. Gut, es ist mehr ab verständlich, daß Du nach den perfektionistischen Exzessen auf der […] mehr…

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    Robbie Robertson – Native Americans

    Erst unlängst outete sich Robertson plötzlich als Halbindianer. Seine Mutter war Mohikanerin, erfuhr man, und obwohl sich diese Tatsache, die in seiner Biographie bisher nicht aufgetaucht war, kaum in seinen Texten niedergeschlagen hatte (die Ich-Erzähler in seinen Songs für The Band waren eher konservative Südstaatler), wurde er zu einem Verfechter der indianischen Sache. Die Musik […] mehr…