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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Wow! Man stelle sich eine gelungene Kreuzung vor zwischen dem schneidigen Garagen-Beat der Prisoners und dem eleganten Gitarren-Klassizismus der Distractions: THE BLUETONES aus dem Londoner Westend sind ebendas. „Are You Blue Or Are You Blind?“ (Superior Quality) ist für eine Debüt-Single beängstigend perfekt, vom kräftig perlenden Sound über den Aggro-Text, den Gesang Marke angry young […] mehr…

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    Jazz von Ralph Quinke

    Hit and run/ Freedom comes trough the battle of a gun“, sang 1980 der schwarze südafrikanische Pianist ABDULLAH IBRAHIM, der damals seine Musik ganz in den Dienst des Kampfes gegen die Apartheid stellte. Weil er politisch so korrekt war und außerdem so wunderbare Harmonien auf dem Klavier spielte, kriegte manch eine Zuörerin in seinen Konzerten […] mehr…

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    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Hier steppt sprichwörtlich der Bär, denn drei CDs der 4-CD-Box 2O YEARS BEAR FAMILY „1975 -1995“ widmen sich ausschließlich dem Thema Bär. Der Anlaß: Richard Weizes kleine, aber feine Firma begeht ihr Zwanzigjähriges, und da darf heute singen, wer will, Hauptsache, er huldigt Meister Petz. Das Spektrum reicht von Lys Assias „Mein Teddy“ über Ray […] mehr…

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    Roots von Jörg Feyer

    Wer großen Worten nicht ebensolche Taten folgen läßt, steht schnell als Aufschneider da. Auch auf seinem dritten Verve-Album „Lifetime“ (Polydor 527 771 2) hinkt LUCKY PETERSON dem eigenen Anspruch, so etwas wie ein Blues-Hohepriester des 2L Jahrhundert zu sein, ein paar Schritte hinterher. Er covert Earth, Wind & Fire, Sting und – noch am gelungensten […] mehr…

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    Mrs .Parker und ihr lasterhafter Kreis von Alan Rudolph

    Als Altman-Schüler bewegt Alan Rudolph („The Modems“) sich bei seinen europäisch wirkenden Meisterwerken auf einem schmalen Grat zwischen Kunst und Kunstgewerbe. Aber auch seine Verfilmung der bizarren Biographie von Dorothy Parker (1893-1967) beweist wieder, daß sein intellektueller Zugang zum Medium funktionieren kann. Die Journalistin und Schriftstellerin gehörte zu der berüchtigten Algonquin-Tafelrunde im New York der […] mehr…

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    Bunte Hunde von Lars Becker

    In einem Land, wo senile Oberinspektoren, trottelige Kommissare und beflissene Assistenten das Krimi-Genre beherrschen, ist man schon dankbar, wenn sich ein junger Regisseur den großen Franzosen Jean-Pierre Melville zum Vorbild nimmt. Dessen lakonischen, kargen Dramen um Freundschaft und Verrat haben in „Bunte Hunde“ deutliche Spuren hinterlassen. Immerhin bemüht sich Lars Becker um eine rauhe, zupackende […] mehr…

  • Batman Forever

    Batman Forever - Kinostart 3.August

    Einsam huscht ein Schatten in der Dunkelheit über die Dächer der Stadt. Batman behütet Gotham City. Käme er an einem Kino vorbei, ihn könnte die Zeile einer Leuchtreklame zu Tränen rühren: ,“Batman Forever‘: 52.784.433 millon $ in two days – the world’s most successful movie of all times.“ Es ist das Resultat einer brachialen Sommer-Offensive. […] mehr…

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    Yin Yang von Christian Salvesen

    Wer erinnert sich an EELA CRAIG? Die österreichische Gruppe um Hubert Bognermayr präsentierte vor 20 Jahren eine sinfonische Rockmusik im Gefolge und oft auch im Stil von Pink Floyd, und zwar meist in Opernhäusern und Theatern. Die Alben „One Niter“ und „Hats Of Glass“ sind soeben unter dem Titel Symphonie Rock“ (Erdenklang) erschienen, ebenso die […] mehr…

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    Replays 2 von Bernd Matheja

    Die Wiederveröffentlichungs-Politik in Sachen Frühwerk der ROLLING STONCS ähnelt Bonn & Co.: schlechte Qualität, alles vermanscht. Hoßen also auf Kuriosa und Raritäten jüngeren Datums. „Jamming With Edward“ (Virgin CDV 2779) ist ein Anfang. Der zufällige Session-Mitschnitt von 1968/69 mit den Herren Jagger, Watts und Wyman sowie Nicky Hopkins und Ry Cooder dient Stein-Sammlern als Ergänzung. […] mehr…

  • Replays

    Replays

    Er kam nun mal aus Washington und nicht aus dem Süden der USA, und obwohl er einer der begnadetsten Crooner der „Sweet Soul Music“ wurde, taucht der Name MARVIN GAYE nicht ein einziges Mal in Peter Guralnicks gleichnamigen Standardwerk auf. Wie die Sangeskollegen Al Green und Stevie Wonder revolutionierte er seit Beginn der 70er Jahre […] mehr…

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    Nuggets von Ulli Schüler

    Die letzte Scheibe der VIGILANTES OF LOVE war schon von recht beachtlichem Kaliber. Doch mit „Blister Soul“ (Capricorn 42042-2) ist der Band um den begnadeten Sänger und Gitarristen Bill Mallonee eines der unglaublichsten Werke überhaupt gelungen. Songs wie „Bethlehem Steel“ dürften selbst Anhänger der Kuschelrock-Fraktion in unkontrollierte Ekstase versetzen. Denn wer sonst fährt einem noch […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Madchester revisited: BLACK GRAPE nennt der gute, alte, unzurechnungsfähige Shaun Ryder seine neue Band, der auch das Faktotum Bez und ein gewisser Kermit angehören. „Reverend Black Grape“ (Radioactive) scheißt auf den Papst, doch läßt sich sonst nichts Positives über die Single sagen: räudig-funky, besoffen-laut und nicht weniger überflüssig als die letzten Happy Mondays-Peinlichkeiten. 1,5 Aus […] mehr…

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    Jazz von Ralph Quinke

    Der Tenor-Saxophonist JOHNNY GRIFFIN, mittlerweile 67, hat in Chicago, New York und Paris gelebt. In Chicago lernte er den Blues, in New York den Bebop, in Paris die Melancholie. Sein Album „Chicago, New York, Paris“ (Verve) ist folglich eine Art Lebensbilanz voller Seele, Swing und Weisheit Der Mann, der einst als der Heißsporn unter den […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Wer den rumpeligen Wohnküchen-Charme der frühen Go-Betweens liebt und den jüngst verblichenen Beat Happening nachtrauert, darf sich über gleich mehrere Silberstreifen am Sommerhimmel freuen. Und alle kommen aus dem Hause ASHTRAY BOY: erstmal die zwei verschiedenen Inkarnationen der Band, welche Mastermind Randall Lee parallel im heimischen Sydney bzw. setner Lieblingsstadt Chicago betreibt Beide sind auf […] mehr…

  • Roots

    Roots

    Falls es nicht aufgefallen ist: Die als „Country“ annoncierte Mai-Kolumne hätte natürlich unter „Songwriter“ erscheinen müssen. Um solche Konfusionen künftig zu vermeiden aber auch, um ohne Rücksicht auf Schubladen schnell auf besondere Veröffentlichungen reagieren zu können – wurde das Baby jetzt umgetauft: „Roots“. Was nicht heißt, daß hier nicht auch spezifisch bei den verschiedenen Genres […] mehr…

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    Während du schliefst von Jon Turtletaub

    Lucy (Sandra Bullock) ist nicht zu beneiden: Waise, Single, eine Katze und wenige Freunde – das unscheinbare Mädchen quält sich als Angestellte der U-Bahn durch das winterliche Chicago. Natürlich wird sie von ihren Kollegen ausgenutzt, denn die Frau ohne Freund und Familie darf die unbeliebten Wochenend- und Feiertagsschichten übernehmen. Eines hält sie hinter ihrem Fahrkartenschalter […] mehr…

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    Zauber eines Sommers – von Craig Bolotin

    Der Film ist schon vor dreijahren gedreht worden und wäre beinahe in der Versenkung verschwunden. Juliette Lewis‘ Popularität aber hat diese kleine, unprätentiöse Sommerkomödie dem Vergessen entrissen. Das Thema ist nicht neu: Ein elfjähriges Mädchen entdeckt beim Beobachten eines von allen Seiten angefeindeten Liebespaares die Nöte und Leiden der Pubertät. „Romeo und Julia“ auf Long […] mehr…

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    Tim Burton-Ed Wood - Ab 13. Juli „

    Seine blonde Frauenperücke ist verrutscht. Die Männer in der dunklen Bar blicken nur kurz auf, als er einen Whisky bestellt. Hysterisch war Ed Wood (Johnny Depp) aus dem schäbigen Studio gestürmt, in dem er seinen Science-fiction-Film „Plan Nine From Outer Space“ dreht. Die Geldgeber wollen ihn, den Regisseur, im weißen Angora-Pullover nicht als Darsteller akzeptieren. […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Es mag nicht besonders originell sein, doch Ehre, wem Ehre gebührt: Die Single des Monats kommt von OASIS. Gitarren wie ein Orkan und eine absolut sublime Melodie machen „Some Might Say“ (Creation/Sony) zu einem überlegenen Stück Powerhouse-Pop. Liams Gesang ist erstmals mehr Lennon als Rotten, und dennoch klingt die neue Oasis-45 weniger beatlesk, weniger verkünstelt […] mehr…

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    Multimedia von Thomas Feibel

    Multimedia macht sie schon lange, doch bisher funktionierten die Werke von LAURIE ANDERSON nur in ihren Performances und als Konzept-Alben. Ihre Bücher konnte die Arbeit nicht repräsentativ fassen, ihre Platten ebensowenig. Nur CD-ROM, das wird dem Anwender mit „Puppet Motel“ (Systhema) schnell klar, ist die geeignete Plattform für Avantgarde, Kunst und Popmusik. Im Gegensatz zu […] mehr…