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    Ween – Chocolate & Cheese

    - Flying Nun/RTD

    Sie beherrschen alles: Mit einem Rollgriff durch die Historie der Popmusik gelingt Ween die Synthese von Parodie und Apotheose. Disco, Singalong-Pop, Schweine-Rock, Schnulzen, mexikanische Folklore, R & B – Ween macht Ernst mit dem Allgemeinplatz, auch das Triviale tauge zur Kunst. Aber Achtung – das Perfide: Die Texte zu den schnuckeligen Melodien sind fies, so […] mehr…

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    Beck – Mellow Gold - MCA

    Wonach riecht die Jugend heute? Armut? Askese? Dem blassen Knaben Beck ist das egal, so wie alles auf dieser Platte keinen Sinn macht. Seine seltsam teilnahmslosen Fetzen aus Ethno-Gejohle, Country mit Mundharmonika, Akustik-Folk und übersteuerten Punk-Gitarren sind ein hohles Manifest der 90er Jahre. „I’m a loser, baby, why don’t you kill me?“ Das Echo aus […] mehr…

  • Nirvana - MTV Unplugged In New York

    Nirvana – MTV Unplugged In New York - MCA

    Die explosivste Band der 90er Jahre interpretiert auf akustischen Gitarren das eigene Schaffen und einige Cover-Songs. Die skelettierten Songs artikulieren eine bittere Blöße und entstöpselte Emotionen, die ohne den Lärm noch wuchtiger ins Herz schneiden. Zudem wird bewußt, wie beeindruckend begrenzt, prägend, ja gefräßig genial Kurt Cobains Stil war. Er hat die Formel des Todes […] mehr…

  • Pearl Jam - Vitalogy

    Pearl Jam – Vitalogy - Sony

    Eddie Vedder wollte Tabula rasa machen. Herausgekommen ist etwas Orientierungslosigkeit und viel Rock’n’RolL Led Zeppelin, natürlich. „Not For You“ klingt allerdings wie AC/DC, als wollten Pearl Jam ihre Fans ärgern. Letztlich setzt sich doch ihr Hang zum kunstvollen, malerischen, pathetischen Epos durch. Vedder, der hier über Tod, Suizid und Vergänglichkeit nachdenkt, wird sich nicht erschießen. mehr…

  • Portishead - Dummy

    Portishead - Dummy

    „We got a road to find/ Never find a way/ From this moment/ How can it feel“, fleht Beth Gibbons, verloren in den gespenstischen elektronischen Klang-Kulissen ihres Partners Geoff Barrow. Das Dorf Portishead bei Bristol wurde zum traurigsten und wundersamsten Ort des Jahres: wüstes Land und Weltraum zugleich. Jazz, Blues, Soul, Ambient, Soundtrack für einen […] mehr…

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    Clockhammer – So Much For You - EFA

    Byron Bailey hat eine Mission. Er versöhnt den Metal mit Melodien, die dieses Genre aus den Untiefen des schlechten Geschmacks in die Tiefe der Poesie fuhrt. „So Much For You“ ist ein Gebet und Gottesgeschenk von melodramatischer Größe und der Virtuosität des Jazz. Bislang ist Bailey für seinen Kreuzzug zur Katharsis meist gekreuzigt worden. Aber […] mehr…

  • Beastie Boys - Ill Communication

    Beastie Boys - III Communication

    Die Beastie Boys waren das Tier im Teenie. Sie befummelten Brüste, verherrlichten Budweiser-Bier und sampelten die pubertären Klischees vom Rock’n’Roll. Heute sind die drei jüdischen Homeboys die coolsten Nonkonformisten und Eklektizisten. Was sie mit „Check Your Head“ überdachten, ist auf „Ill Communication“ integratives Chaos: Flöten, Cello, Rap, Funk, Jazz. Ein Kommunikations-Crash. mehr…

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    Sonic Youth – Experimental Jet Set, Trash And No Star

    Kurt Cobain war bereits tot, als Sonic Youth den Rest begruben. Die Lärmvirtuosen aus New York demontierten ihr Meisterwerk „Dirty“ und behielten ihre Würde. Gebremster Krach, sphärische Splitter, Melodienbrüche, Maschinenrattern, Country, Popsongs wie Intros und Rückkopplungen als letztes Aufbäumen. Schönheit inmitten der Trümmer. mehr…

  • Tori Amos - Under The Pink

    Tori Amos – Under The Pink - EastWest

    Wenn Kate Bush gut ist, ist sie brillant Wenn Tori Arnos gut ist, ist sie so gut wie Bush, wenn die nicht so gut ist. Dafür ist Tori musikalisch stringenter, verläßlicher und seltener peinlich. Und lyrisch erotischer, weniger erratisch und immer näher am Leben.“Under The Pink“ ist voll kleiner, gemeiner Seitenhiebe und durchtriebener Apercus. Auf […] mehr…

  • Townes Van Zandt - No Deeper Blue

    Townes Van Zandt - No Deeper Blue :: IRS

    Townes Van Zandt hat sich einmal mehr ausgeliefert, diesmal an Philip Donnelly. Den Wunsch, ein „irisches“ Album zu machen, trug er seit Jahren mit sich herum, doch ist sein Leben nicht so organisiert, daß er sich um irgendwelche Details kümmern könnte. So sorgte Donnelly, als Sidekick von John Prine in guter Erinnerung, für Auswahl der […] mehr…

  • Liz Phair - Whip-Smart

    Liz Phair – Whip-Smart - EastWest

    Wenn Debüt-Alben so verzehrend und lebensspendend zugleich daherkommen wie Patti Smith‘ „Horses“ oder „Marquee Moon „von Television, wenn sie wie diese als strahlende Fixsterne am Firmament stehen, werden die Nachfolger in eine Umlaufbahn geschickt und verschwinden bald aus dem Gedächtnis. „Whip-Smart“ brennt und wird dieses Schicksal nicht teilen, auch wenn Liz Phair noch immer ins […] mehr…

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    The Rolling Stones – Voodoo Lounge - Virgin

    Drei Gründe, warum „Voodoo Lounge“das beste Stones-Album ist seit „Some Girls“: 1. Die Songs. Mick’n’Keith haben sich zusammengerauft und beweisen, wie sehr sie einander brauchen. .Nur ausnahmsweise gibt es Jagger („New Faces“) oder Richards („The Worst“) pur. 2. Die Musik. Don Was hat sich eingemischt und mehr Spielfreude herausgekitzelt. 3. Die Atmosphäre. Bill fehlt zwar, […] mehr…

  • R.E.M. - Monster

    R.E.M. – Monster - WEA

    „Monster“, sagt Michael Stippe, sei Punk-Rock. Eine Provokation vermutlich. Oder der Mann ist wirklich blöd. Das Gegenteil ist wahr. „Monster“ ist ein fein abgestimmter, ziselierter und teleologisch entworfener Gitarrenlärm. Peter Buck hat ein paar neue Regler an seiner Silverado entdeckt und nutzt sie extensiv. Die Sound-Parameter entstammen den Sixties, nur das metallische Schlagzeug ist von […] mehr…

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    The Cranberries – No Need To Argue - Phonogram

    Schleichend und beinahe unbemerkt wurden die Cranberries zu Superstars, obwohl kaum jemand etwas über die Band wußte. Das erste Album interessierte niemanden, das zweite stieg unaufhaltsam in den Charts. Dolores O’Riordan setzt auf die Kraft der Sanftmut und vereint Punk mit Kammermusik und Pop. „No Need To Argue “ ist ein unzeitgemäßes Album – und […] mehr…

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    Neil Young & Crazy Horse Sleeps With Angles - WEA

    Die Feedback-Exzesse von „Arc-Weld“ und die süßen, trunkenen Melodien von „Harvest Moon“ bleiben diesmal außen vor. Das Pendel zwischen den Polen der Young’schen Soundwelt schlägt nie ganz aus. Höhepunkt eines großartigen Albums ist „Change Of Mind“, eine epische Exkursion in jene unwirklich zerklüfteten Gefilde, in denen nur Youngs Gitarre überleben kann. Nekrologe, Reminiszenzen, Mythen als […] mehr…

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    Michael Hurley – Wolfsway - Veracity/IRS

    In den Jahren der Abwesenheit ist Michael Hurley sicher ruhiger geworden, gleichgültiger nicht Seine neuen Songs sind noch weniger sendungsbewußt ab ehedem, und seine Züge und Zunge sind milde. Militant wird Hurley nur noch, wenn es um die Belange der Marihuana-Pflanzer geht Was nicht heißt, daß seine kleinen, schrulligen Folk-Blues-Vignetten nur von Altersweisheit genährt werden. mehr…

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    Frank Black – Teenager Of The Year - 4AD/RTD

    Mit den Pixies dekonstruierte Charles Thompson die Rockmusik, als Frank Black setzt er die Atome wieder zusammen. Auf „Teenager Of The Year“ bringt der Phantast einen gleißenden Kosmos von Sounds zur Explosion. Dabei ist das Universum des Frank Black nur ein gigantischer Sandkasten, in dem er mit Patschehändchen majestätisch über die Rock-Geschichte gebietet. 1000 Einfälle, […] mehr…

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    Am wilden Fluss von Curtis Hanson

    Der Weg ist das Ziel. Ein perfekter Actionfilm zeichnet sich dadurch aus, daß die Bewegungsenergie in einer Richtung verläuft ohne Schnörkel, ohne Umwege. Das Beispiel „Speed“: Fahrstuhl, Bus, U-Bahn. Genial einfach! Wildwasser hat auch nur eine Richtung – abwärts durch Stromschnellen und über Wasserfiüle. Die Filme „Deliverance und „River Of No Return haben bewiesen: Es […] mehr…

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    Tödliche Geschwindigkeit von Deran Sarafian - von Deran Saraflan

    Es sollte der ultimative Stunt werden: Ein Cabrio wird aus einem Frachtflugzeug geworfen. Ein Mann sitzt am Steuer, eine Frau ist im Kofferraum eingeschlossen und ein Gangster krallt sich an der Windschutzscheibe fest. So fallen sie Tausende von Metern gen Erde. Und nur der Mann am Steuer hat einen Fallschirm. Wer überlebt? Um diese Schlüsselszene […] mehr…

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    Quiz Show – Der Skandal von Robert Redford

    ab 16. Februar Es war einmal eine Zeit, da fielen Millionen Amerikaner für das Fernsehen von ihrem Glauben ab. Sie erhoben die Glotze zum Götzen und hofften, bessere und klügere Bürger zu werden. Abends schalteten sie verzückt Sendungen ein, die den Charme von Schularbeiten hatten und die sich nur ein manischer Studienrat ausgedacht haben konnte. […] mehr…