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    Braveheart

    - ab 5. Oktober

    Selten wurde der Aufprall zweier Heere und Blutrausch der Krieger derart schonungslos, wuchtig und exzellent choreographiert. Wo andere Action sagen, läßt das Gemetzel von Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent Mel Gibson keine Ausflucht zu. Sein Freiheitskampf der Schotten gegen die Despoten aus England beginnt als Melodram und endet im Messiastod unter der Folter. Weil ein Brite […] mehr…

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    Milcho Manchevski-Vor dem Regen - ab 28. September

    Auf den ersten Blick scheint dieses mazedonische Meisterwerk, 1994 mit dem Goldenen Löwen von Venedig gewürdigt worden, einer der vergeblichen Versuche zu sein, den Bürgerkrieg auf dem Balkan zu erklären. Aber der Film ist ein philosophischer Diskurs über das Phänomen Zeit und die Logik (oder Unlogik) des Lebens. „Die Zeit wartet nicht, der Kreis ist […] mehr…

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    Nikita Mlichalkow -Die Sonne die uns täuschte - ab 12 Oktober

    Die Idylle und das Böse. Fast behutsam und versponnen wie ein Drama von Gorki oder Tschechow fangt Michalkows in Cannes gekrönter Film („Großer Preis der Jury“ 1994) an, ehe das Grauen an der Oberfläche sichtbar wird. Der jungen Musiker Dimitri besucht an einem Sonunertag 1936 auf einer Datscha seine Jugendliebe, und ein Psycho-Duell mit ihrem […] mehr…

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    Apollo 13 - ab 19. Oktober

    Tom Hanks goes Oscar. Die ganze Welt hat 1970 mit den „Apollo 13“-Astronauten gebangt, und der Film ist mit seinen Heldenporträts und 150 Millionen Dollar bereits ein Kassenschlager – alles zusammen honoriert die Academy gerne. Lovell (Tom Hanks), Swigert (Kevin Bacon) und Haise (Bill Paxton) starten zum Trip auf den Mond. Am 13. April funken […] mehr…

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    Lisa Gerrard: Mannigfaltige Klänge

    Im Stil des Mittelalters musizieren viele, aber kein Ensemble ist so beständig und populär wie Dead Can Dance. Seit 15 Jahren produziert das Duo auf Instrumenten, die den Laien in Erstaunen versetzen, ebenso meditative wie ornamentale Intrumentalmusik. Trotz der Todessymbolik und Gruft-Assoziationen haben die sakral flirrenden Stücke von Dead Can Dance immer etwas Erhebendes und […] mehr…

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    Ren Harper: Songwriter aus der Bibel

    Onplugged spielen können ja beinahe alle, etwa Arrested Development und sogar Herbert Grönemeyer. Schlimm ist nur, daß auch tatsächlich alle den MTV-Lockrufen folgen – und es tun! Wer aber kann auch unplugged denken? Da wird es schon dünner. Und besser: Ben Harper etwa kann gar nicht anders. Er zieht nicht einfach den Stecker raus, seine […] mehr…

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    Filter: Vom Teufel höchstpersönlich programmiert

    Ganz ohne Häme, dafür punktgenau und nüchtern ist die Musik von Filter. Aus derselben Haltung heraus entstand der Titel für ihr Debüt-Album „Short Bus“. Es gibt in Qeveland verschiedene Arten von Schulbussen. Im short bus werden die „Problemkinder“ transportiert, die „normalen“ Kinder dagegen dürfen (müssen?) in einem längeren Bus mit ihren Schulbroten um sich werfen. […] mehr…

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    Unemployed Ministers: Mit Power-Pop bereit zum Sprung

    Wenn das Parlament sich aufgelöst, geht es der Demokratie definitiv schlecht Schwer vorstellbar, daß es in der dann ausbrechenden Anarchie ausschließlich bunt, lustig und rund um die Uhr frohgelaunt zugeht Oder? Was machen all die beschäftigungslosen Minister nach dem Zerbrechen des Systems? Im besten Fall Musik. Die Unemployed Ministers sind eine deutsche Band, die durch […] mehr…

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    Jackie Leven: Mit Panorama-Blick

    Einer, der überlebt hat Den Rock’n’Roll mit seiner Band Doll By Doll Ende der 70er Jahre, das Herumstreunen danach, „die Drogen“, einen angeblichen „Mordanschlag“ gar. Alles dabei. So einer darf eine Platte auch K The Mystery Of Love Is Greater Than The Mystery Of Death“ nennen. Wiejackie Leven im letzten Jahr. Damit hatte niemand mehr […] mehr…

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    Big Light: Grooviger Sound-Pullover

    nd sie kommen doch aus Deutschland. Schwören hätte man es können: So scheuklappenfern setzt niemand Samples ein, so groovy tänzelt niemand, und so gläsern schichtet auch niemand Sounds aneinander. Nicht in Deutschland. Doch tatsächlich kommen die Urheber dieser Song-Konstrukte nicht irgendwo aus der Sonne, sondern aus Berlin. Thorsten Wingenfelder, Gitarrist bei Fury In The Slaughterhouse, […] mehr…

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    Peter Lewis: Unendliche Gelassenheit

    tergang seiner sagenhaften Gruppe Moby Grape hat Peter Lewis sein erstes Solo-Album aufgenommen: Aus der tiefsten Versenkung schickt er Musik, als wäre die Zeit stehengeblieben. Lewis und seine Kollegen waren Leidtragende verfehlter Vermarktungs-Strategien, auch interner Auflösungserscheinungen. Wie es sich für eine Legende gehört, deutet Peter Lewis das Schicksal von Moby Grape typologisch mit dem Personal […] mehr…

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    Tarnation: Country in der Schwebe

    Aus dem Heartland der USA: Als Paula Frazer 14 Jahre alt war, zog sie mit ihren Eltern nach Eureka Springs, Arkansas. „Am Stadtrand gibt es eine riesige Jesus-Statue. Ursprünglich wollten die Stadtväter sie so riesig machen, daß man ein Flugzeug-Warnlicht auf ihrem Kopf hätte befestigen müssen.“ Jetzt kniet Jesus. Mittlerweile lebt Paula in San Francisco, […] mehr…

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    King L: Simpler Rock für den Tag, Elegie für die Nacht

    Seiner neuen Band, mit der Gary Clark gemeinsam sein mittlerweile drittes Album aufgenommen hat, gab er den Namen King L. Clarks vorangegangenes musikalisches Schaffen war eine Bereicherung für jede anständige Plattensammlung: Zunächst das schwelgerische Debüt „Bebop Mobtop“ mit seiner ersten Band Danny Wilson und dann das grandiose Soloalbum „Ten Short Songs About Lore“. Mit King […] mehr…

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    Garbage: Im Recyclingverfahren zum großen Pop-Wurf; Sullen: Mit brodelndem Groove für eine bessere Welt

    O ullen kommen aus L.A. und wer-0 den von den ihnen Wohlgesinnten gern als „The angry voice of America“ bezeichnet. Wütend sind sie, ja, sicherlich auch ein wenig harsch und manchem sicher zu unbequem, aber mit dem Vorwurf der Destruktivität liegt man bei ihnen weit daneben. Ihr bebender Crossover mag manch einem zu aggressiv erscheinen, […] mehr…

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    45 RPM von Wolfgang Doebeling

    Die Beatles und die Stones hatten den direkten Kräftevergleich immer tunlichst vermieden und die Veröffentlichungsdaten ihrer Singles so koordiniert, daß sie beim Charts-Rennen einander nie in die Quere kamen. Der Nimbus beider Bands blieb so gewahrt: teile und herrsche. Ein Prinzip, das den beiden momentan populärsten Brit-Combos fremd zu sein scheint In ihrer unendlichen Weisheit […] mehr…

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    Replays 1 von Franz Schöler

    G rundlich vermasselt hat Tonmann Jon Astley so ziemlich alles im Fall der Neuausgabe des WHO-Frühwerks, dem Pete Townshends erste Mini-Oper „A Quick One (While He’s Away)“ den Titel gab. Einige der zehn Bonus-Tracks hier mischte er doch tatsächlich neu von den Vier-Spur-Originalen ab. Aber beim Hauptwerk verwendete er anstelle der vorhandenen Stereo-Mixes ein Mono-Band! […] mehr…

  • Yin Yang

    Yin Yang

    Klassisch angehaucht war die Musik von Jethro-Tull-Flötist IAN ANDERSON schon immer gewesen. Aber wie hört sich das an, wenn er auf Rock verzichtet und seine diversen Flöten zu den Klängen eines großen Orchesters, einer Harfe oder Kirchenorgel spielt? Ich finde: besser. Als Musiker und Komponist zeigt Anderson auf „Divinities – Twelve Dances With God“ (EMI) […] mehr…

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    Alternativen von Michael Ruff

    Die Chicago-Connection blüht: Szene-Stars wie Liz Phair oder Urge Overkill stehen bereits unter mächtigem Erfolgsdruck, während die Nachrücker schon Schlange stehen. Gute Chancen dürfen sich dabei THE COCKTAILS ausrechnen: „Peel“ (Moll/EFA) ist längst nicht so easy listening wie der Band-Name vermuten ließe, dafür eine ausgewogen-poppige Mischung aus allem, was den städtischen Underground zuletzt in Mittelpunkt […] mehr…

  • Morrissey - Southpaw Grammar

    Morrissey - Southpaw Grammar

    Schon das epische Intro zum ersten Track verwirrt und zwingt gleichwohl zum Zuhören: eine dunkle Orchestration, manischmonoton, signalisiert Paranoia. Klirrende, klobige Gitarrenakkorde vermitteln Angst und Pein. Welcome to the real world: „The Teachers Are Afraid Of The Pupils“ heißt der Song, und der Morrissey-Fan staunt nicht schlecht. Gewiß, „The Headmaster Ritual“ war kein fahrlässig-bildungsfeindliches Agitprop-Stück […] mehr…

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    Der 1. Ritter von Jerry Zucker

    ab 7. September Mann liebt Ehefrau seines Chefs. Das originäre Dreiecksverhältnis gilt in der Sage von Lancelot (Richard Gere), Lady Guinevere (Julia Ormond) und König Artus (Sean Connery) als klassische Tragödie. Jerry Zucker („Ghost“) hatte das Mittelalter-Melodram als Epos gedacht, aber eine Episode gedreht. Die Recken ähneln in ihren Uniformen dem Personal aus „Star Trek“, […] mehr…