• Monster Magnet, Dopes To Infinity, Cover

    Monster Magnet

    - Dopes To Infinity

    Sie haben wirklich dazugelernt: Die Titel der bisherigen Monster Magnet-Alben hielten sich stets zaghaft bedeckt: Bei „Spine Of God“ (1991) und „Superjudge“ (1993) wußte der Unvoreingenommene nicht gleich, was ihm bevorstand. Jetzt aber machen es Monster Magnet weniger spannend – und benennen ihr neues Ding holzhammerartig „Dopes To Infinity“. Weniger leisetreterisch waren zwar auch schon […] mehr…

  • Ups..

    Sonny Landreth-South of 1-10

    Der Schweizer Songwriter Stephan Eicher wußte schon, warum er Sonny Landreth auf seinem Album „Carcassonne“ die Slide-Gitarre spielen ließ. In diesem Metier kann Landreth, der bereits mit dem Blues-Opa John Mayall oder dem Cajun-Grandpa Zachary Richard auf der Bühne stand, momentan wohl niemand das Wasser reichen. Daß er nicht nur ein begnadeter Session-Musiker, sondern auch […] mehr…

  • Ups..

    Songwriter von Jörg Feyer

    Pappy Allen muß wirklich ein ganz besonderer Mensch gewesen sein. Nach Howe Gelb und Victoria Williams ist JIM LAUDERDALE bereits der dritte Weggefährte, der der Wüstenmuse einen Abschiedsgruß („Three Way Conversation“) aufs Grab legt – nicht das einzige Highlight auf „Pretty Close To The Truth“ (Atlantic 82608-2/TIS). Lauderdale, der von seinen Tantiemen aus dem „Pure […] mehr…

  • Ups..

    Waterson : Carthy – Waterson : Carthy

    Zweieinhalb Tage singt und spielt Britanniens berühmteste Folk-Familie für die Mikros und die Bandmaschine von TopicEigner Tony Engle. Das Resultat, ein Album von so bodenständiger wie übernatürlicher Schönheit, verleitet die englische Fachpresse zu Lobeshymnen und Wahrsagungen: Das Folk-Revival beginne hier. Schön wär’s. Stellen wir jedoch erstmal die Dynastie derer von Waterson-Carthy vor. Mutter Norma Waterson […] mehr…

  • Ups..

    Sonic Youth – Made In USA - EastWest

    „Ist das nun noch ein Ted von ‚Smoke Blisters 2‘ oder bereits der Anfang von ‚The Velvet Plug?'“ Fragen solcher Art entstehen beim Hören der neuen Platte von Sonic Ybuth andauernd. „Made In USA“ ist eine weitgehend instrumentale Platte; nur auf drei Stücken wird gesungen, und geringfügig unterschiedliche Versionen der gleichen Komposition tauchen mehrmals unter […] mehr…

  • Ups..

    Weltmusik von Peter Lau

    Kämen eines Tages einige Leute aus, sagen wir mal, Ghana in eine deutsche Reihenhausssiedlung, um dort die Lieder der Kinder aufzunehmen, das Trällern der Frauen in der Küche oder vielleicht den Männergesangverein, gäbe es vermutlich Arger. Vielleicht würden ein paar Polizisten die schwarzen Musikforscher in letzter Minute in Sicherheit bringen. Doch selbst die würden schließlich […] mehr…

  • Ups..

    Slash’s Snakepit – It’s Five O’Clock Somewhere

    So, so. Fünf Uhr ist es also, irgendwo. Worauf spielt Slash denn nun an? Auf seine britische Herkunft? Als Teetrinker ist der Guns N’Roses-Gitarrist weniger bekannt. Vielleicht meint er fünf Uhr morgens? Zeit für einen Schluck Tennessee-Whiskey? Reines Ablenkungsmanöver. Eher scheint bei Guns N’Roses eine Stimmung zu herrschen, die mit „High Noon“ vergleichbar ist. Gibt […] mehr…

  • Ups..

    Steinbruch Kurzbesprechungen

    Diverse – Howl – A Farewell Sampler, 4,0 Glitterhouse/EFA GRCD 352 Das Fanzine „Howl hatte nicht viele Leser – schrieb aber über erlesene Bands. Wie die meisten Blätter, in denen öffentlich nachgedacht werden darf, hatte diese Zeitschrift keine Chance. Zum Abschied singen Künstler, die auch nicht viele Chancen haben, tröstliche Lieder: Vic Chesnutt, dem es […] mehr…

  • Ups..

    Paul Geremia – Self Portrait In Blues

    Das allgemeine Blues-Revival hat leider eine wunderschöne Spielart fast schmählich vernachlässigt: den akustischen Blues. Zwar konnte wenigstens Ted Hawkins nach langen Jahren auf obskuren Mini-Labels im letzten Jahr einen Major-Deal ergattern, aber selbst ein so Großer wie Dave Van Ronk kreist nur bei wenigen Eingeweihten auf dem Plattenteller. Gut zu wissen aber, daß jetzt auch […] mehr…

  • Ups..

    Jonboy Langford and the Pine Valley Cosmonauts – Misery Loves Company und Sally Timms – To The Land Of Milk And Honey - Scoutrecords/RTD

    John Langford und Sally Timms gehören zu den wenigen Musikern, von denen man sicher sagen kann: Sie sind feste Mitglieder der Mekons (oder besser: von Mekons, denn seit einiger Zeit fehlt der Artikel). Zusammen mit Tom Greenhalgh bilden sie den harten Kern des umbesetzungsfreudigen Kollektivs. Wenn jetzt beide gleichzeitig ihre Solo-Alben veröffentlichen, könnte das leicht […] mehr…

  • Ups..

    Nuggets von Ulli Schüler

    Das Leben kann schon hart sein, wenn der beste Freund gleichzeitig auch noch als Chefredakteur dieses Blattes zeichnet, auf Big Head Todd & The Monsters steht, und ich ihm nahebringen muß, daß Glenn Phillips und nicht irgendjemand sonst der Ausnahme-Gitarrist schlechthin ist. Nach diversen Solo-Projekten folgt nun endlich wieder ein Ausflug mit Band ins Oberhaus […] mehr…

  • Belly - King

    Belly – King

    Früher waren sie eine große glückliche Familie. Zunächst als Breeders, dann als Throwing Muses, und dann entdeckte die kleine Schwester von Kristin Hersh, daß es toll ist, ein Popstar zu sein und zwar mit eigener Band Belly. Tanya Donelly liebt kurze Begriffe. Kein Wunder also, daß auch das zweite Belly-Album auf den ersten Blick einsilbig […] mehr…

  • Simple Minds - Good News From The Next World

    Simple Minds - Good News From The Next…

    Und dann waren’s nur noch zwei. Fast zehn Jahre nach seiner größten Zeit hat sich der Club der schlichten Gemüter auf die Gründungsmitglieder (und Songschreiber) Jim Kerr und Charlie Burchill reduziert. Und gleichzeitig beschlossen, von nun an eine reine Gitarrenband zu sein. „A red guitar can get you far“, reimt Jimmy Kerr, „but you still […] mehr…

  • Ups..

    Jazz

    Wann wird endlich mal ein Bund gegen akustische Umweltverschmutzung gegründet, der eine weltweite Kampagne gegen den ganzen Klangmüll anzettelt, mit dem wir tagtäglich belästigt werden? Eine Kampagne nicht nur gegen das Zeug von Marianne 8i Michael und Matthias Reim, gegen die Berieselung vom Lufthansa- und Starlight-Express oder von den Klavierspielern Clayderman und Justus Frantz, vom […] mehr…

  • The Beatles Live At BBC Cover

    The Beatles - Live At The BBC

    Jedesmal, wenn jemand „Sgt. Pepper“ kauft, spuckt er auf das Grab von Eddie Cochran, um Billy Miller, den Herausgeber von „Kicks“, zu paraphrasieren. Ebenso wahr ist: Wer „Live At The BBC kauft, legt eine Rose auf Eddies letzte Ruhestätte (und ein paar Cents in Little Richards Klingelbeutel). Schlicht atemberaubend, das Tempo musikalischer Entwicklung in den […] mehr…

  • Ups..

    Pete Droge – Necjtie Second - American/ RCA

    Das Bessere ist Feind des Guten. Das mußten erstaunt Traditionalisten wie John Mellencamp und Tom Petty feststellen, als Pete Droge mit diesem reifen Album quasi aus dem Nichts auftauchte. Der schlaksige Gitarrist führt den Altmeistern nämlich mit seinem Album „Necktie Second“ ganz nonchalant vor, wo in puncto heißem, trockenen Wüstenrock die wirklich stacheligen Kakteen stehen. […] mehr…

  • Ups..

    Elvis Costello & The Attractions – Brutal Youth - WEA

    Unter Tränen und mit brechender Stimme erinnert sich der Melodienmagier seiner Anfange: Begleitet vom robustesten Trio der Welt, rast Elvis Costello noch einmal durch Liebesleid und heiligen Zorn, huldigt dem „Sulky Girl“ und „London’s Brilliant Parade“. Während das britische Pop-Königreich in Epigonentum und Beliebigkeit zerfällt, wird der neben Paul Weller letzte Herrscher immer wieder gekrönt. mehr…

  • Palace Songs - Hope

    Palace Songs – Hope - Domino/RTD

    Im Sommer veröffentlichte Will Oldham als Palace Brothers ein gleichnamiges Album, auf dem er zur akustischen Gitarre intime Lieder sang: „If there is no-one, noone can hurt you.“ Im Winter folgte die Wendung: Plötzlich leuchtete „Hope“ am Horizont; Oldham spielte mit Royal Trux und Beautiful South und besang die Weihnacht in den Bergen. Amerikas rätselhaftester […] mehr…

  • Joni Mitchell - Turbulent Indigo

    Joni Mitchell – Turbulent Indigo - WEA

    Alle Gerüchte um eine schwere Krankheit und eine Schaffenskrise straft die JLady Of The Valley“ mit „Turbulent Indigo“, ihrem 17. Album, Lügen. Wie schon auf „Night Ride Home“ ist Joni Mitchell auch mit diesem Album in allen musikalischen Stilarten sicher im Sattel, und ihre ausgefeilten Texte machen sie ohnehin zum Primus inter pares. Definitiv ein […] mehr…

  • Ups..

    Souled American – Frozen - Moll/Indigo

    Souled American, die Schneckenvirtuosen aus Chicago, hatten ihr unfaßliches Spiel auf Gitarre, Baß und Schlagwerk derart drastisch gebremst, daß ihnen der Plattenvertrag davoneilte. Das Label „Moll“ ermöglichte die Produktion des sechsten Albums. Auf „Frozen“ zersetzen sie noch radikaler die Songstruktur. Jeder Ton steht für sich, keiner tröstet über die Leere hinweg. Nicht Country, nicht Folk […] mehr…