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Pet Shop Boys Yes



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Das Häkchen auf dem Cover wirkte wie ein „You wanted the best? You got the best!“-Statement: Keine Experimente – ihr kriegt die Hits! „Yes“ (2009), das zehnte Album der Pet Shop Boys, ist trotz seiner Opulenz auch ihr pointiertestes seit „Actually“ von 1987. Es bietet Pop mit klarer politischer Aussage. „Love Etc.“ mit den Zeilen „Don’t have to be beautiful/ But it helps“ ist so treffend wie „Rent“ („I love you, you pay my rent“). In beiden Songs erscheint der Blick auf die Zustände nicht zynisch, sondern auf egoistische Weise zielführend – was noch viel härter ist. „Legacy“ seziert die Amtszeit des scheidenden Tony Blair, der sein Land als Gefolgsmann Amerikas in den Irakkrieg geführt hatte, und Neil Tennant sang: „Seasons will change, more or less.“


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Das „Further Listening“-Reissue enthält auch das Weihnachts-Mashup des Duos, die Pet Shop Boys brachten für ihre „Christmas EP“ „Domino Dancing“ mit dem Coldplay-Hit „Viva La Vida“ zusammen. Tschaikowskys „Nussknacker“-Melodie wurde in „All Over The World“ dank „Owee-Ho“-Stadionchor zur Pop-Hymne, in der Lust über Liebe gestellt wird: „It’s sincere and subjective/ Superficial and true/ Easy and predictable/ Exciting and new/ To say ‚I want you‘.“

Der Misserfolg ihrer bis dato schönsten Single, „Did You See Me Coming?“, die in Großbritannien nicht die Top 20 knackte, dürfte es Tennant und Chris Lowe erleichtert haben, mit „Elysium“ (2012,★★½) Midtempo-Nachdenklichkeit zu präsentieren. Die war mit Andrew Dawson als Produzent (Kanye West) nicht zu erwarten, erschien dennoch unproblematisch – allerdings lässt die Lyrik Präzision vermissen. „Ego Music“ wirkt als Kritik an scheinheiligen Popstars überflüssig. Der Selbstbezug von „Your Early Stuff“ ist angestrengtes Augenzwinkern: „It’s bad in a good way/ The sound of those old machines.“ Hier befanden sich die Pet Shop Boys im Leerlauf. Erst mit dem weniger als ein Jahr später veröffentlichten „Electric“-Album und einem Konzept von Techno nahmen sie dann wieder Fahrt auf. (Parlophone)


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