Richard Pinhas Rhizosphere


Bureau B

Statt in den Weltraum zog es Richard Pinhas, Multiinstrumentalist und Gründer der französischen Space-Rock-Band Heldon, für seine erste veröffentlichte Soloplatte 1977 tief unter die Erde. „Rhizo­sphere“ ist benannt nach einem biologischen Fachbegriff, der den durch eine lebende Wurzel beeinflussten Raum im Boden bezeichnet. Geborgt hatte Pinhas sich den Begriff von seinem akademischen Mentor, dem für die Popkultur Frankreichs außer­ordentlich einflussreichen Philosophen Gilles Deleuze.

Mit einem Moog-Modular-Synthesizer zog sich der damals 25-Jährige in sein Heimstudio zurück, schuf Sound-Kaskaden im Stile von Klaus Schulze und Tange­rine Dream („Rhizosphere Sequent“) und verbeugte sich vor den Minimalisten Philip Glass und Terry Riley („­Claire P.“).

Das pulsierende Zen­trum des Albums bildet aber der gemeinsam mit Schlagzeuger François Auger produzierte Titeltrack, eine fast 18 Minuten lange Klangreise, die perfekt als alternativer Soundtrack zum psychedelischen Zeichentrickklassiker „Der phantastische Planet“ (1973) geeignet wäre. Die Schlagzeugbecken wurden dafür so manipuliert, dass sie den unwirklichen Klang des Synthesizers ideal unterstützten. Die auditive Simulation eines Möbiusbands und natürlich ein intellektuelles Experiment. (­Bureau B)marc vetter

Kooperation

ROLLING-STONE-Votum: die zehn besten Songs von AC/DC

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