Suede Suede

Facebook Twitter Email Whatsapp
von

Suede waren die erfolgreichste Glam-Band seit T. Rex. Wie Marc Bolan erzählte Brett Anderson nicht nur von Königen und Schwänen, sondern auch von der Working-Class, den schönen Muskeln ungebändigter Tiere und von Treibstoff, Treibstoff, Treibstoff: Benzin und Drogen. Er war ein Meister der Akzentuierung. Wenige sangen derart sehnsuchtsvoll über Eskapismus, der in langweilige Städte führt, keiner so sexy über durchschnittliche Autos: „Does he ­only ­come … in a ­Volvo?“

https://www.youtube.com/watch?v=twoO3xYRsz0

Heute kaum der Rede wert, aber als Anderson 1992 in der Debüt­single, „The Drowners“, zur Zeile „We kiss in his room to a popular ­tune“ ansetzte, wurde seine Sexualität zum Thema. Sie verglichen ihn mit dem frühen Bowie. Dann popularisierte er mit „Let’s ­chase the dragon“ in „So Young“ die, muss man so sagen, verlockendste Umschreibung eines Heroin-Highs.

Die „25th Anniversary Edition“ versammelt auf vier CDs und einer DVD Extras, die sie essenzieller macht als die Deluxe-Edition auf zwei CDs, die erst 2011 erschien. Die B‑Seiten („High Rising“!) enthielten mehr Drama als das Gros ihrer jetzigen Alben, aber gerade der Audio­mitschnitt des Leadmill-­Konzerts (vormals nur als Video erschienen) offenbart Suedes Klasse – und Konsequenz. Bernard Butler, Andersons kongenialer Partner, ließ keinen zweiten Gitarristen neben sich zu. Es erschien überheblich, die Opulenz, die Klassik von „Sleeping Pills“ auf Gitarre, Bass und Schlagzeug zu reduzieren. Aber es funktionierte. Sogar als Suede in immer größeren Hallen spielten, blieb es für lange Zeit bei jenem Line‑up aus drei Instrumenten, mit dem fast alle Rockbands anfangen. Den Stolz haben sie aus dem Proberaum hinübergerettet. Die Aussparungen gaben den Liedern live ein neues Gefühl.

https://www.youtube.com/watch?v=i7mEB2wnDLQ

„Far away we’ll go and flog ice creams ’til the company’s on its knees“: der Traum, dass allein Abhauen und Müßigkeit den Umsturz einleiten. In Wirklichkeit war Anderson recht ungeduldig – man zähle mal, wie oft er sich auf der Bühne mit dem Mikro(‑Kabel) auf den Hintern schlug. Sicher machte ihn das auch an. (­Edsel)

Ultimativer Stallone-Guide: Alle „Rocky“- und „Rambo“-Filme im gemeinsamen Ranking

Vor 35 Jahren kam „Rocky III – Das Auge des Tigers“ ins Kino – und Sylvester Stallone etablierte sich als Action-Star des Jahrzehnts (neben diesem gewissen Österreicher). Rocky und Rambo sind bis heute nicht nur seine erfolgreichsten Schöpfungen, sondern Kino-Ikonen ihrer Zeit. Was natürlich nicht ausschließt, dass sie im Kalten Krieg ihren Propaganda-Zweck zu erfüllen hatten. ROLLING STONE bringt alle Filme in ein gemeinsames Ranking. 11. Rocky V (1990) ★ Stallone war erst 44, sah aber fast schon älter aus als heute. Aufgequollen. Die 1980er waren vorbei – und nach Ende des Kalten Kriegs gingen Rocky die Gegner aus. Mit dem echten…
Weiterlesen
Zur Startseite