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Trümmer Interzone

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„Wir sind die Kinder, vor denen uns die Eltern warnten/ Wir explodieren in den allerschönsten Farben“, singt Paul Pötsch im Opener des schwierigen zweiten Trümmer–Albums. Zehn Songs später fragt man sich: Warum sollten sie? Auf diese drei Hamburger Jungs wären die Eltern stolz, sie geben null Anlass zu Warnungen, und ihre Explosionen sind äußerst kontrolliert.

Wer das erste Album des Trios um den aggressiv-charismatischen Sänger im Ohr hat, wird sich wundern. Nicht nur der Titel der neuen Platte verweist auf die Neue Deutsche Welle, oder besser: auf ihre kommerziell voll erschlossene und leicht ekelige Spätphase, gekreuzt mit der Gefühligkeit der neuen Jungsbands unserer Zeit (Wanda, AnnenMayKantereit). Das geröhrte, angeraute Singen, Bilder wie „Neonrot im Nieselregen“ und Zeilen wie „Wir sind dauernd in-between/ Wir sind Nitroglyzerin“, die gleichermaßen aufgeregt-zickige wie bräsig-deutschrockige Grundstimmung: Alles ambitioniert und angestrengt und harmlos. Als Eltern würde ich sagen: Rebelliert mal gegen uns, Kinder!

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