Willy Vlautin Die Freien


Freddies Frau ist mit den Kindern bei einem anderen, und er schlägt sich mit zwei Jobs herum. Trotzdem kommt er kaum gegen die Schulden an. Seine Augenringe werden immer tiefer. Der derangierte Irak-Veteran Leroy hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und dämmert nun in aus Scifi-Romanen gespeisten Fluchtfantasien dem Tod entgegen. Seine Krankenschwester Pauline versorgt nach der Arbeit ihren verhaltensgestörten Vater und vereinsamt immer mehr. Lose, aber kunstvoll verknüpft Vlautin einige Lebensläufe und bildet ziemlich treffend ab, was so oft keine Rolle spielt in der Literatur: die zermürbende, ungesunde Arbeitswelt der unteren Mittelschicht. Denn auch dieses Prekariatspersonal besitzt unzweideutig heroische Qualitäten.


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