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Highlight: Die besten Alben aller Zeiten: „Blind Faith“ von Blind Faith

ROLLING STONE im April 2020 – Titelthema: Eric Clapton

RS-Guide: Curtis Mayfield

Sebastian Zabel über das Werk des Soul-Meisters

Film & Literatur

„Berlin Alexanderplatz“ und 17 weitere Rezensionen

CD im Heft – New Noises

1. Morrissey „I Am Not A Dog On A Chain“

Das Titelstück von Morrisseys neuem ­Album fügt dem Aphorismen-Schatz des Nörglers noch ein paar Erkenntnisse hinzu. Seinen Rückzug von der modernen Welt hatte er schon auf „Low In High School“ unmissverständlich propagiert, doch erst jetzt findet er dafür die geeignete süffisante Form.

2. James Righton „See The Monster“

Auf seinem Solodebüt, „The Performer“, setzt der Keyboarder der Klaxons zu ungeahnten Pop-Höhenflügen an. „See The Monsters“ vermischt Beatles-Harmonien, ELO-Streicher und Pink-Floyd-Pathos.

3. Rufus Wainwright „Damsel In Distress“

Mit „Unfollow The Rules“ demonstriert Wainwright nach längerer Pop-Pause, dass er nichts von seinen Qualitäten als Songschreiber eingebüßt hat. „Damsel In Distress“ ist eine Hommage an die ­goldene Ära des Laurel Canyon, speziell an Joni Mitchell.

4. Caroline Rose „Feel The Way I Want“

Pop und R&B statt Country und Folk:Die New Yorker Songschreiberin kappt mit ihrem neuen Album „Superstar“ endgültig ihre musikalischen Wurzeln. Ein Wagnis, das sich hoffentlich nicht nur in künstle­rischer Hinsicht ausgezahlt hat.

5. Pokey LaFarge „End Of My Rope“

Sich von Traditionen zu entfernen kommt für den kalifornischen Musiker ­Pokey ­LaFarge nicht infrage. Sein Stilmix aus Country-Twang, Blues-Licks und ­Swing-­Sophistication wirkt viel zu selbst­bewusst, um Konzessionen in Richtung Zeitgeist zu machen.

6. Slow Leaves „Wishes“

Unter seinem Moniker Slow Leaves, den er sich aus einem Gedicht des argen­tinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges lieh, entwirft der kanadische Song­schreiber Grant Davidson wunderbare ­Folk-Pop-Miniaturen wie dieses an Antony And The Johnsons gemahnende Stück.

7. Other Lives „Hey Hey I“

Die Indie-Rockband aus Stillwater/Oklahoma lässt es auf ihrem neuen Werk „For Their Love“ gar orchestral angehen, schichtet Chöre auf Streicher. Das Resultat klingt wie der Missing Link zwischen ­Britpop und Wall of Sound.



Kritik: The Strokes live in Berlin – „Prügelt mir die Scheiße aus dem Leib!“

Follow @sassanniasseri „Was ist denn bei euch los?“, ruft Julian Casablancas, hinein in die erste Reihe des Publikums. „Hast Du offene Schnürsenkel? Oder liegt da jemand tot zu Deinen Füßen?“ Er wundert sich anscheinend, weil die Leute kreischen und auf ihn zeigen. Als bräuchten sie sofort seine Hilfe. Menschen über 30, viele weit über 30, die kreischen und auf ihn zeigen. Als bräuchten sie seine Hilfe. Muss man sich mal vorstellen: Seit dem Jahr 2001, als The Strokes ihr Debüt „Is This It“ veröffentlichten und damit eine kleine Garage-Welle lostraten, hat sich für ihre Fans nicht viel verändert. Die Strokes…
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