ROLLING STONE Weekender, der Samstag: Anna Calvi, Element of Crime, Motorpsycho und mehr


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Abschließend kehrt Sophia Kennedy zurück zum Klavier und schließt den Pop-Kreis. Damit beweist sie ein weiteres Mal, dass sie eine wichtige und innovative Stimme im deutschen Pop bleiben wird.

Alena Struzh

Laura Gibson – über das Leben und Sterben

Laura Gibson

Die Bühne in der Alm, dieser „cosy cabin“, wie Laura Gibson sie nennt, ist  so klein, dass ihr und den drei Musikern, die sie sich von Dan Mangan ausgeliehen hat, hinter ihren Instrumenten wenig Raum zum Bewegen bleibt. Und trotzdem wirkt Gibson anfangs manchmal, als wisse sie nicht genau, wohin mit sich.

Dass sie erst in dieser Woche begonnen hat, die Songs von ihrem neuen, fantastischen Album „Goners“, live zu spielen, lässt sich kaum verbergen. Sie frickelt an ihrem Keyboard herum, sie fummelt an ihren Haaren und lächelt den Boden an – und dass sie ständig zwischen drei Mikrofonen wechselt, bringt auch nicht gerade Beruhigung. Erst als sie zu „Slow Joke Grin“ die Akustikgitarre nimmt, scheint sie ganz bei sich zu sein. Ihre zarten Folkpopsongs übers Leben und Sterben wirken plötzlich stark, sie scherzt zwischendurch mit dem Publikum und stört sich nicht mal am überlauten Walkie-Talkie eines Ordners: „Erinnert mich an die elektronischen Geisterstimmen auf meinem Album.“

Gegen Ende nimmt der Auftritt mit „Louis“ richtig Fahrt auf, und es passt perfekt, dass sie – bevor sie dann doch noch mal mit „Empire Builder“ zurückkommt – als Schlusspunkt „Not Harmless“ setzt: „It was the dark we called beautiful/ I’ll teach you to cry in a crowded room.“

Birgit Fuß

City Slang


Die besten und kürzesten Filme unter 90 Minuten

Ob ein Film Emotion erzeugen kann oder Zuschauer mit den behandelten Themen überzeugt, hängt nicht damit zusammen, wie lange die Laufzeit ist. Das beweisen natürlich Kurzfilme, wie etwa der Oscar-nominierte Streifen „Fresh Guacamole“, mit einer Dauer von nur 1 Minute und 40 Sekunden. Während Kurzfilme bereits dafür ausgelegt sind, gibt es auch fiktionale Langfilme, die die berühmte 90-Minuten-Marke unterschreiten. Diese kurzen Streifen sind aber ebenso kohärent und zufriedenstellend, wie Filme, die eine längere Aufmerksamkeitsspanne vom Zuschauer verlangen. Persona (1966): Laufzeit 85 Minuten Das Gesamtwerk des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann ist bis heute für jeden Filmfan eine unerwartete und oftmals gruselige Reise…
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