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„Schlag den Star“: Geschmackloser Kommentar auf Kosten von George Floyd sorgt für Shitstorm


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Black Lives Matter: Auch bei der Unterhaltungs-Show „Schlag den Star“, die am Samstagabend auf ProSieben lief, war die aktuelle Lage Thema. Lilly Becker, die in der Sendung gegen Sylvie Meis antrat, hatte sich den Hashtag auf den Arm geschrieben, um so öffentlich ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Allerdings sorgte im Laufe des Abends ein mehr als unangebrachter Spruch des Kommentators Ron Ringguth für einen handfesten Eklat, für den er und der Sender sich später entschuldigen mussten.

Dieser Spruch sorgte für einen Shitstorm

Bei Spiel Nummer sieben fuhren die beiden Kandidatinnen mit Kettenfahrzeugen über eine Schlammstrecke – dabei rief Lilly Becker: „I can’t see“, weil ihre Schutzbrille beschlagen war. Für Kommentator Ron Ringguth war dieser Satz offenbar eine Steilvorlage für einen nicht nur unlustigen, sondern auch geschmacklosen Vergleich: „Nicht I can’t breathe, sondern I can’t see…“

Zur Einordnung: George Floyd wurde am 25. Mai in Minneapolis von einem Polizisten getötet – dieser hatte sein Knie acht Minuten und 46 Sekunden lang auf den Hals des am Boden liegenden Afroamerikaners gedrückt und nicht von ihm abgelassen, obwohl der 46-Jährige mehrfach um Hilfe flehte und darauf aufmerksam machte, keine Luft zu bekommen („I can’t breathe“). Ein seichter Haha-Moment, wie ihn Ron Ringguth mit diesem Kommentar wohl beabsichtigte, ließ vor allem Respekt gegenüber dem Verstorbenen vermissen.

Hier der Moment im Video:

ProSieben entschuldigt sich kurze Zeit später

Die Empörung auf Twitter war groß und so meldete sich der Sender im Laufe des Abends mit einer Entschuldigung zu Wort:

Der Sender distanzierte sich sogar mehrfach von der misslungenen Aussage und konterte auf Twitter auch angemessen, als andere den Vorfall herunterspielen wollten:

Im Verlauf des Abends sah sich dann auch der „Schlag den Star“-Kommentator gezwungen, sich live in der Show zu entschuldigen: „Ich hab vorhin einen unpassenden Kommentar gemacht. Das ist im Eifer einer Live-Sendung passiert, das darf es aber nicht. Ich kann mich da nur noch mal ganz kurz entschuldigen. Das hat überhaupt nichts mit meiner Haltung zu tun.“

Der Tod von George Floyd hat bewirkt, dass Menschen mittlerweile weltweit gegen Rassismus auf die Straße gehen – so auch am Samstag bei einer Demonstration in Berlin, zu der 15.000 Menschen erschienen sind.


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