Zurück zu about the IMA




Highlight: Konzerte online: Die zehn besten Livestreams und Videos im Internet

Anzeige

Sting gewinnt International Music Award in der Kategorie Hero

Sting macht das, was er er immer schon gemacht hat: aktiv und umtriebig sein. Bis weit hinein ins Jahr 2020 ist er weltweit mit seiner „My Songs“-Tour unterwegs: zwischen Mai bis August sogar 16 Mal im Colosseum des Hotelkomplexes „Caesar’s Palace“ in Las Vegas. Eine „Residency“ auf den Spuren der großen EntertainerInnen dieser Welt.

Auf dem Album „My Songs“ hat der 68-Jährige seinen umfangreichen Song-Katalog durchforstet und die legendären Hits seit den Anfangstagen von The Police neu eingespielt. „Roxanne“ etwa, immerhin 41 Jahre alt, bekam einen relaxten Swing mit Hüftschwung. „Shape Of My Heart“ von 1993 wurde mit einer Extraportion Soul ausgestattet. Live geht Sting hier in den Vokal-Clinch mit dem Background-Sänger.

„Viele Songs haben die jahrzehntelange Reife sehr gut vertragen“

Bei einem kurzen Backstage-Treffen wirkt er entspannt, von Tour-Stress jedenfalls keine Spur. Auch die Schulterverletzung, die ihn für einige Wochen davon abhält Gitarre oder Bass zu spielen, nimmt er gelassen. „Wir improvisieren, haben das Programm ein wenig umgestellt. Wie so oft in meinem Leben …“, erzählt er. Es macht ihm sichtlich Spaß, sich ohne Druck oder Erwartungshaltung durch die eigene Musikgeschichte zu wühlen. „Viele Songs haben die jahrzehntelange Reife sehr gut vertragen. Wie Rotwein …“, sagt er und grinst.

Als Sting Ende Oktober am Rande seines Berliner Gastspiels erfährt, dass er beim International Music Award mit dem Hero-Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird, fühlt er sich sichtlich geehrt. Um gentlemanlike im gleichen Atemzug festzustellen, dass er seine Musik und sein Engagement niemals heldenhaft gesehen habe. „Mein ganzes Leben bestand aus kleinen Schritten. Entscheidungen, die mal richtig, mal falsch waren. Manchmal habe ich sogar etwas gewagt. Doch das ist noch ein ganzes Stück weit entfernt vom Heldentum, oder?“, resümiert er mit einem Lächeln.

Der Popstar und der Regenwald

Das gilt auch für seine Anstrengungen jenseits der Musik. Ein Prozess, kein spektakulärer Aktionismus. Ein Dranbleiben und Weiterentwickeln. Bevor er vor 30 Jahren den „Rainforest Fund“ für den schon damals bedrohten Regenwald am Amazonas ins Leben rief, hat sich Sting ausführlich eingearbeitet. „Über Freunde aus Brasilien bin ich dem Thema damals näher gekommen. Der Schutz der Natur war untrennbar verbunden mit den Menschenrechten der dortigen Urbevölkerung. Konkrete Hilfe bildete den Anfang. Die massive Brandrodung nicht nur in diesem Sommer hat uns noch einmal die weltweite Dimension vor Augen geführt.“



Florence And The Machine

Florence And The Machine