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Tarantino-Ranking: Alle Filme von „Reservoir Dogs“ bis „Once Upon a Time in Hollywood“

7. Reservoir Dogs (1992)

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Siebter Platz, das klingt nach Mittelmaß. Tatsächlich aber folgt in dieser Liste ab „Reservoir Dogs“ ein Tarantino-Treffer auf den nächsten. Für eines der wohl besten Debüts aller Zeiten, dem Diamantenraub-läuft-schief-Drama, gelang es dem einstigen Videothekar Tarantino sogleich einige der besten Schauspieler der Neunziger vor die Kamera zu holen. Erst wer den Noir-Film heute wieder sieht, merkt, wie lange 1992 ist: Tim Roth, Harvey Keitel (einer der größten Förderer Tarantinos), Michael Madsen, vor allem der junge Steve Buscemi, alle noch voll im Saft.

Heute sind es vor allem die Schlauberger unter den (Hobby)-Kritikern, die „Reservoir Dogs“ als bis heute größtes Kunststück des damals 29-Jährigen bezeichnen, weil er hier verhältnismäßig wenig aus der Filmgeschichte zitiert. Als entstünden Hommagen sonst nur aus Faulheit!

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In einem jüngeren Interview merkte der Regisseur Kevin Smith an, dass „Reservoir Dogs“ ihm und anderen jungen Filmemachern Freiheit schenkte. Wenn Mörder im Anzug über Madonnas „Material Girl“ philosophieren, und Tarantino damit durchkommt – dann wir erst recht. Zumindest sind die Markenzeichen des Regisseurs, die non-lineare Erzählweise sowie eben Endlosdiskussionen über scheinbare Nebensächlichkeiten, hier nicht nur angelegt, sondern gleich vollendet. Dazu die plötzlichen Gewaltausbrüche – keiner beschmutzt Autorückbänke schöner mit Körperflüssigkeiten als Tarantino, keiner zeigt die Erbärmlichkeit von aus allen Öffnungen blutenden Smoking-Trägern so drastisch wie er.

Auch der riskanten Paarung von schönen Songs mit unerträglichen Bildern hat Tarantino mit seinem Debüt einen Kick gegeben. Als Mr. Blonde (Michael Madsen) dem armen Nash während einer Folterszene das Ohr abschneidet, ertönt „Stuck In The Middle With You“ von Stealers Wheel. Eine Zweckentfremdungs-Formel, die zu traumatischen Seherlebnissen führt, und die aus dem heutigen Kino nicht mehr wegzudenken ist.


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