Highlight: Die besten Konzeptalben aller Zeiten: The Who – „Quadrophenia“

The Who: „Live At The Fillmore East 1968“ erscheint zum ersten Mal offiziell

Am 4. April 1968 spielten The Who das letzte Konzert einer kräftezerrenden Tour in New York. Während das Land mit dem Vietnamkrieg, Bürgerrechtsprotesten und militanten Aktivisten an Universitäten zu kämpfen hatte, gab die Band in dem damals erst Tage vorher gegründeten Grahams Club Fillmore East in Manhattans Lower East Side zwei Gigs, die bis heute für alle jene, die anwesend waren, unvergesslich geblieben sind.

The Who waren die erste britische Rockband, die als Headliner im Fillmore East auftrat. Sie waren sogar für vier Shows an zwei Tagen gebucht. Aber aus Angst vor Unruhen (Martin Luther King war am 04. April 1968 ermordet worden), einigte man sich auf lediglich einen Auftritt pro Abend.

Am Morgen der Proben wurden The Who für das „Life“-Magazin abgelichtet, soll aber aufgrund der Kindereien von Keith Moon derart müde gewesen sein, dass sie bei der Fotosession am Carl Schurz Monument im Morningside Park mehrmals einnickte. Das legendäre Foto unter dem riesigen Union Jack wurde später für das Albumcover und Plakatmotiv des Kultfilms „The Kids Are Alright“ verwendet.

Kooperation

Filmmaterial zerstört

Kit Lambert, der Manager von The Who, ließ beide Auftritte im Fillmore East filmen, damit sie veröffentlicht werden können. Doch er musste er bald feststellen, dass vom ersten Abend nur ein Teil tatsächlich aufgezeichnet worden war. Glücklicherweise war das Material vom zweiten Abend vollständig. Nun hat ihr langjähriger Soundengineer Bob Pridden, der auch bei den Konzerten im Fillmore East an den Reglern stand, es von den original 4 Spur-Bändern komplett restauriert und neu gemixt. Anlässlich des 50. Jubiläums dieser Shows, deren Bootleg-Version bei Fans ebenso Kultstatus genießt wie „Live At Leeds“, erscheinen die bisher offiziell unveröffentlichten Aufnahmen am 20. April als remasterte 2CD- und 3LP-Version.

30-minütiger Jam

Mit dabei sind auch drei Eddie Cochran-Songs: „My Way“, „Summertime Blues“ und die bisher noch nie herausgebrachte Coverversion von „C’mon Everybody“. Außerdem enthält das Set eine seltene Interpretation des Allen Toussaint-Stücks „Fortune Teller“. Ursprünglich hatte Benny Spellman den Song aufgenommen, aber erst durch die Rolling Stones wurde er berühmt. Höhepunkt des Live-Albums dürften die extralangen Versionen von „A Quick One“ und „My Generation“ sein, das nach einem mehr als 30-minütigen Jam in der Zerstörung der Gitarren und des Schlagzeugs gipfelte.

Jutta Schmitt

„The Rolling Stones Rock and Roll Circus“ kommt nach 50 Jahren in die Kinos

Die Rolling Stones setzen Ende April ihre „No Filter“-Tour in Nordamerika fort. Pünktlich dazu erscheint nun auch noch der legendäre Konzertfilm von 1968, „The Rolling Stones Rock and Roll Circus“. Auch der Soundtrack dazu wird auf CD und erstmals sogar auf Vinyl erscheinen. Die Show war neben den Stones – mit Brian Jones' letztem Auftritt – mit prominenten Namen wie The Who, John Lennon, Eric Clapton, Jethro Tull oder Marianne Faithfull besetzt und sollte damals im englischen Fernsehen ausgestrahlt werden. The Who besser als The Rolling Stones? Das passierte allerdings nicht, weil sich die Stones dagegen wehrten. Die Band wollte das…
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