Review

  • David Bowie 'Station To Station'

    David Bowie – Station To Station

    Eine Bestie von Album, kryptisch, mystisch, verstiegen, fiebrig, halluzinativ. Ein Drogenflug, ein Sprung ins Okkulte, Space-Funk, White Noise, Psychedelia, Schnulzen, die schönsten elektrischen Gitarren der Rockmusik. „Once there were mountains on mountains/ And once there where sunbirds to soar with/ And once I could never be down/ Got to keep searching and searching“: Es berührt […] mehr…

  • Elvis Costello - National Ransom

    Elvis Costello - National Ransom

    Wir hatten uns daran gewöhnen müssen, dass auch der einst Unfehlbare zum musikalischen Sonntagsfahrer geworden ist. Was aber auch heißt, dass Elvis Costello noch immer zu allem fähig und in der Lage ist. Nachdem „Secret, Profane & Sugarcane“, die ersehnte Zusammenarbeit mit T Bone Burnett, im letzten Jahr eine gelinde Enttäuschung war, mussten die Erwartungen […] mehr…

  • Antony & The Johnsons - Swanlights

    Antony & The Johnsons - Swanlights

    Auf der EP „Thank You For Your Love“, die dem neuen Album von Antony & The Johnsons in alter Tradition voranging, kann man unter anderem eine Neuinterpretation von „Imagine“ hören. Antony Hegarty singt John Lennons naive Edelschnulze in der ersten Person, aus der Position eines Wesens, das in Gedanken bereits die dort beschriebenen Utopien nachvollzogen […] mehr…

  • Chief - Modern Rituals

    Chief - Modern Rituals

    Mit einem sommerlichen Fiepen eröffnen Chief ihr sehnend schwelgendes Debüt „Modern Rituals“. Bemerkenswert fokussiert und stilsicher, zwischen klassischem Folk und kalifornisch geprägtem Rock oszillierend spielen sich Evan Koga, die Brüder Danny und Michael Fujikawa sowie Mike Moonves in harmonische Höhen. Drei- und vierstimmige Chöre hauchen schmeichelnde Melodien, die Gitarre schwebt oft ruhend darüber, und der […] mehr…

  • V.A. - A Complete Introduction To Sugar Hill Records

    V.A. - A Complete Introduction To Sugar…

    „And what you hear is not a test – I’m rapping to the beat/ And me, the groove and my friends are gonna try to move your feet.“ So unschuldig, fast ein wenig unbeholfen begann vor 31 Jahren die Tonträger-Karriere des Rap. Das 14-minütige „Rappers Delight“, eine Bearbeitung des Chic-Hits „Good Times“, holte die Block-Partys […] mehr…

  • Get Cape. Wear Cape. Fly - Get Cape. Wear Cape. Fly

    Get Cape. Wear Cape. Fly - Get Cape. Wear Cape. Fly

    Kaum hat sich Sam Duckworth in „Hand Me Downs“ zur Akustikgitarre im Kreis gedreht und davon gesungen, wie er mal schneller rannte als seine eigenen Füße, da überholt er sich mit „Collapsing Cities“ schon wieder selbst. Und als man schon taumelt angesichts dieses Mash-up aus Big Beats, Britpop und Folklore, aus M.I.A., Billy Bragg und […] mehr…

  • The Charlatans - Who We Touch

    The Charlatans - Who We Touch

    „Who We Touch“ nennen die Charlatans ihr mittlerweile elftes Studioalbum. Das Präsens scheint dabei bewusst gewählt, auch wenn manch Britpop-Nostalgiker einwenden wird, dass diese berührenden Momente im Laufe der Zeit weniger wurden. Aber wenn ihre Songs den (Gänse-)Hautkontakt schafften, dann wurden es oft Begleiter auf Lebenszeit: „Hey country boy/ What are you sad about/ Everyday […] mehr…

  • Ups..

    Rage Against The Machine - The Collection

    Fünf Alben in der praktischen und günstigen Picknick-Box Rage Against The Machine schmetterten ihre Ablehnung des White Trash, des Militarismus und des kapitalistischen Imperialismus auf eine bis dahin noch nie gehörte Art und Weise der Maschine Amerika entgegen. Die wüste Mischung aus Elementen von Metal und Punk bis zu Dub und Rap ist bis heute […] mehr…

  • Lloyd Cole - Broken Record

    Lloyd Cole - Broken Record

    Da ist sie wieder, dieStimme der Selbstbezichtigung, des Zweifels, der Vergeblichkeit. „Maybe I’m not built for these times …“ „Maybe I don’t know how to live …“ Und jawohl: „Not that I had that much dignity left anyway/Nor could I feign great surprise when she finally walked away.“ So beginnt diese Platte. Aber merkwürdig: Je […] mehr…

  • Eels - Tomorrow Morning

    Eels - Tomorrow Morning

    The end of the world as we know it: Mark Oliver Everett ist glücklich! Auf dem neunten Album der Eels wird fast alles gut – und Everett zum Kolibri, federleicht, versöhnt mit den Umständen. „Tomorrow Morning“ ist der Schlusspunkt einer Trilogie, die 2009 mit „Hombre Lobo“ begann. Wir erinnern uns an kaputten Blues, verzerrten Rock […] mehr…

  • Sky Larkin - Kaleide

    Sky Larkin - Kaleide

    Der transatlantische Pop-Verkehr ist um eine Variante reicher, seit Sky Larkin 2008 das heimatliche Leeds hinter sich ließen, um ihr Debütalbum „The Golden Spike“ in Seattle mit John Goodmanson in Angriff zu nehmen. Und weil die Variante den Beteiligten gut gefiel und offenbar noch nicht ausgereizt war, buchte das britische Trio im März dieses Jahr […] mehr…

  • Faust - Faust / So Far

    Faust - Faust / So Far

    Die Erfinder von Faust waren der Journalist Uwe Nettelbeck und ein Londoner A&R-Manager der deutschen Polydor. Die Plattenfirma träumte wohl von einer coolen Krautrock-Variante der Monkees. Doch Nettelbeck, der vorher für „Die Zeit“ über Menschen wie Andreas Baader und den Kindermörder Jürgen Bartsch geschrieben hatte, plante Subversiveres. Aus Musikern der Bands Nukleus und Campylognatus Citelli […] mehr…

  • AC/DC - Backtracks

    AC/DC - Backtracks

    Brian Johnson ließ kürzlich durchblicken, dass er sich durchaus auf die Rente freue. Mit 62 bewegt sich der Sänger bei Tourneen wohl langsam am Rande seiner Kapazitäten. Für die Nachwelt halten AC/ DC vorsichtshalber schon jetzt alles fest, was es festzuhalten gibt. Immer wieder kommen sie mit aufpolierten Raritäten und Live-Aufnahmen um die Ecke. Nach […] mehr…

  • AC/DC - Black Ice

    AC/DC - Black Ice

    Keine weiteren Fragen: AC/DC definieren, was Hardrock ist. AC/DC sollen endlich wieder richtig rocken, befand Brendan O’Brien, als er beschloss, das neue AC/DC-Album „Black Ice“ zu produzieren. Doch was hatte die Band seiner Meinung nach all die Jahre davor gemacht? Allzuviel Blues war ja weder auf „Stiff Upper Lip“ (2000) noch auf „Ballbreaker“ (1995) zu […] mehr…

  • AC/DC, Stiff Upper Lip, Cover

    AC/DC - Stiff Upper Lip

    Wieder vom großen Bruder George Young produziert, und der weiß, was gut ist für die Familie. Ein sehr stilvolles Songwriting, wohltemperiert, Bluesaffin, nostalgisch fast. Aber auch wenn die Band wieder so klingt, wie sie immer klingen wollte, „Stiff Upper Lip“, „Meltdown“, und „All Screwed Up“ einen hübsch altmodischen Charme versprühen – es fehlen schlicht die […] mehr…

  • AC/DC, Ballbreaker, Cover

    AC/DC - Ballbreaker

    Ein lahmarschiges Album. Der nach zehnjähriger Abstinenz zurückgekehrte Phil Rudd bekommt die Stöcke nicht hoch, auch der Sound ist viel zu clean, die Gitarren klingen verhangen. Rick Rubin hat das Album produziert, aber ein AC/DC-Album produziert man eben nicht, das nimmt man am besten einfach nur auf. Songwriting? Nur „The Furor“ und das Titelstück haben […] mehr…

  • AC/DC - Razor's Edge

    AC/DC - The Razors Edge

    Als schon keiner mehr damit rechnete, hörte man im Herbst 1990 plötzlich eine Vorab-Single, die Erinnerungen an fast vergessene Zeiten weckte. Dieses Zusammenspiel der beiden Gitarren, die agile Tapping-Melodie von Angus und das locker aus dem Handgelenk geschüttelte, die Lücken zumörtelnde Zweiton-Riff von Malcolm Young! „The Razors Edge“ enthält mit dem zum Stadion-Klassiker avancierenden „Thunderstruck“, […] mehr…

  • AC/DC - Blow Up Your Video

    AC/DC - Blow Up Your Video

    MTV regierte die Welt, AC/DC wollten das moderne System sprengen. Mit Harry Vanda und George Young auf den Produzentenstühlen sollte es back to the roots gehen. Mit „Heatsecker“ sowie „That’s The Way I Wanna Rock’n’Roll“ gelangen ihnen immerhin zwei Ohrwürmer, der Rest ist eher Mittelklasse – und Malcolm Youngs Alkoholproblem ließ sich nicht mehr unter […] mehr…

  • AC/DC - Flick Of The Switch

    AC/DC - Flick Of The Switch

    Hier beginnt der langsame, stetige Abfall. Johnson ist voll da, die Band spielt auf den Punkt, die Produktion ist hart und dicht, aber was das Songwriting angeht, macht die Band erstmals einen recht hilflosen Eindruck. Offenbar war der Riff-Fundus ratzekahl leergeplündert und jeder zwingende Refrain-Trumpf längst ausgespielt – die Band klingt stellenweise wie eine x-beliebige […] mehr…

  • Ups..

    Blow Up Your Collection - Die AC/DC-Diskografie

    Angus hatte ein Buch (nicht lachen!) über römische Gladiatoren gelesen „For Those About To Die, We Salute You“ und der solchermaßen inspirierte Titelsong beschwor nocheinmal den Geist von „Back In Black.“. Ansonsten war alle Lässigkeit dahin. Niemals wäre dem grundanständigen Ersatzteilhändler und Simpel Brian Johnson ein Satz wie „doing nothing means a lot to me“ […] mehr…