Til Schweiger wird abgesetzt! „Head Full Of Honey“ nun Total-Flop in USA


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Ein wenig Mitleid mit Til Schweiger könnte man schon haben: Mit viel kreativer und wohl auch finanzieller Energie hat der Regisseur seine in Deutschland sehr erfolgreiche Demenz-Tragedy „Honig im Kopf“ in einen potenziellen Hollywood-Blockbuster umgewandelt. Nur blieb es am Ende doch bei einem sehr schmalen Potenzial.

„Head Full Of Honey“, wie der Film umstandslos in den Staaten betitelt wurde, startete trotz ansehnlicher Besetzung (u.a. Nick Nolte, Matt Dillon, Emily Cox, Claire Forlani) in gerade einmal vier Kinos und spielte etwas mehr als zwei Wochen nach der Premiere laut IMDB 12,350 US-Dollar ein. Das Filmportal weist die tränenziehende Familienschmonzette auch mit der ziemlich üblen Bewertung von 3,3 aus.

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Den Zuschauern in den USA schien Schweigers „Honig Im Kopf“ also kaum zu gefallen. Deswegen verschwand der Film nun auch still und heimlich aus den Kinos – vielleicht auch unterstützt von den miesen Filmkritiken. Für Regisseur Schweiger ist das allerdings reichlich unverständlich. In einem trotzigen Interview mit der Illustrierten „Bunte“ spricht er von sehr emotionalen Zuschauerreaktionen.

Verhinderten negative Kritiken den Erfolg von „Head Full Of Honey“?

„Die Menschen haben geweint, gelacht, geklatscht und sind am Ende lange sitzen geblieben“, sagte der 54-Jährige, der zur Zeit vor allem mit seinem Liebesleben Schlagzeilen macht. „Die Reaktionen waren mit denen in Deutschland identisch.“ Hierzulande entwickelte sich „Honig im Kopf“ zum Kassenkracher. Sieben Millionen Zuschauer sahen die deutsche Version mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle. Ob das für die US-Version „Head Full Of Honey“ auch gelten wird? Schweiger bringt ihn ebenfalls in die deutschen Kinos – am 21. März ist Premiere, wohl unter dem Titel „Honey In The Head“.

In den USA könnten Zuschauer vielleicht noch über einen Verkauf an einen Streaminganbieter gewonnen werden. Wie bereits öfter auch in Deutschland ärgerte sich der ehemalige „Tatort“-Star über die Kritiker: „Leider waren die Zahlen nicht gut genug, um den Verleiher und Produzenten Warner Brothers dazu zu bewegen, den sogenannten Plattform-Start auszuweiten. Die vernichtenden Kritiken haben da nicht geholfen.“

In der Tat gab es fast schon amüsierte, boshafte Rezensionen zu lesen. Ein Kritiker der „New York Times“ resümierte leicht angeheitert: „Betrachtet man die seltsame Handlung und die merkwürdigen Darbietungen der Schauspieler, scheint der Film in einem Gemüsemixer entstanden zu sein.“ Knallhart hingegen blieb ein Journalist des „Observer“: „Diese Nick-Nolte-Komödie über Alzheimer ist so lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung.“


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