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Til Schweigers „Tatort“-Kino-Flop geht auch im TV baden


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Hohes Budget für Action-Szenen und ein echter Kino-Look reichen anscheinend nicht aus, um die Deutschen von einem neuen „Tatort“-Kinoabenteuer zu überzeugen. „Tschiller: Off Duty“ vergeigte seine Chance am Sonntagabend (08. Juli) auch im TV und holte eine der miesesten „Tatort“-Quoten der letzten Jahre.

Nur 5,34 Millionen Zuschauer sahen Til Schweiger dabei zu, wie er über die Häuserdächer von Istanbul sprang und sich mehr als einmal mit üblen Schurken prügelte. Sein Krimi-Konzept funktionierte durchaus bei den regulären „Tatort“-Fällen, auch wenn die Story meist hanebüchen war. Für die große Nummer schien das alles aber doch etwas zu wenig zu sein. 18,6 Prozent Marktanteil waren am Ende im Ersten drin. Viel zu wenig für einen „Tatort“.

Tschiller hat es vergeigt

Allerdings hatten auch schon die letzten Hamburg-Fälle von Tschiller stets weniger eingeschaltet als die Vorgänger (die Premierenfolge sahen 2013 12,74 Millionen Zuschauer, bei Fall vier waren es dann „nur“ noch 7,76 Millionen). „Tschiller: Off Duty“ sollte im Kino eigentlich mit den Deckel über die Hochspannungskost spannen. Das misslang allerdings gründlich. Lediglich 277.300 Besucher ließen sich ins Lichtspielhaus locken.

Der Film bleibt also – gemessen an Anspruch und Finanzierung – ein Flop. Ähnlich schlechte „Tatort“-Quoten holte zum Beispiel der von Publikum und „Bild“ launig kommentierte Mundart-Impro-Fall „Babbeldasch” mit Lena Odenthal, der im Februar 2017 17,4 Prozent Marktanteil abholte.

Fatale Sommer-Programmierung

Sicherlich liegt die schwache Einschaltquote auch an der Programmierung der ARD. Die versendete den „Tatort“ in der Sommerpause, in der die meisten Zuschauer eh noch Wiederholungen erwarten oder gar im Urlaub andere Dinge zu tun haben, als einen überharten, in jeder Hinsicht schwer verständlichen Krimi mit Til Schweiger zu sehen.

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