Traurige Lieder: 20 legendäre melancholische Songs


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The Verve – „Bitter Sweet Symphony“

Bittersüß, in der Tat. Ein Sample aus der orchestrierten Version eines Stones-Songs (produziert von Andrew Loog Oldham) machte den Verve-Hit offiziell zur Jagger/ Richards-Komposition – woraufhin Ex-Manager Allen Klein zur Kasse bat. Ashcroft spottete, es sei der beste Song, den die Stones in 20 Jahren geschrieben hätten.

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Bob Dylan – „Tangled Up In Blue“

Als Bob Dylan „Tangled Up In Blue“ 1978 bei einem Konzert spielte, sagte er vorher, der Song hätte „ten years to live and two years to write“ gebraucht. Er gehört bis heute zu denen, die Dylan am häufigsten spielt. „Tangled“ schrieb er, als seine erste Ehe zerbrach. Dylan adaptiert Einflüsse von klassischen Countrysängern wie Hank Williams und Lefty Frizzell, erzählt die Geschichte eines schlingernden Herzens, das durch die 60er und 70er hindurchreist. Aber er hat den Song im Lauf der Jahre immer wieder radikal verändert und umgebaut: Auf dem „Real Live“-Album von 1984 spielt er mit den Akkorden und dem Text und erzählt eine völlig neue Geschichte.


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Tindersticks – „Kathleen“

Der schönste Song des großen Townes Van Zandt inspirierte die größte Leistung der britischen Romantiker: Nach ihrem triumphalen ersten Album veröffentlichten sie ihre wogende, majestätische Version des todestrunkenen, unsagbar traurigen Meisterstücks. „Strange to see, the sun don’t shine today“, hebt Stuart Staples belegt und zungenschwer an, schon die falsche Grammatik kündet vom drohenden Unheil, „but I ain’t in the mood for sunshine anyway/Got to stop the pain/Maybe I go down to see Kathleen.“ Dann hört man ihn atmen. „Stars hang high/But the ocean roar/The moon has come to lead me to a door.“ Der Rest ist ein verschlingender Strudel aus Streichern, durchgedrehtem Klavierklimpern und desolater Trompete, das erschütterndste Finale der Rockmusik.

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R.E.M. – „Find The River“

Trotz des ermutigenden „Everybody Hurts“: „Automatic For The Poeple“ war im Grunde eine Ansammlung von „songs about death“, stellten R.E.M. nüchtern fest. Aber am Ende blitzte wieder Hoffnung auf. Nach dem nostalgischen „Nightswimming“ kommt „Find The River“, ein Stück über die Möglichkeiten, die das Leben einem bietet, wenn man sie nur sehen will – wenn man ein bisschen Mut hat und keine müden Augen. Michael Stipe wandert durch Blumen- und Gewürzgärten, die Band folgt mit einer schwelgerischen Melodie, die schließlich diesen verheißungsvollen Satz in der Luft hängen lässt: „All of this is coming your way.“


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Bonnie „Prince“ Billy – „I See A Darkness“

Man braucht Licht, um zu sehen, und Will Oldham sieht die Dunkelheit. Tatsächlich schien es heller geworden zu sein um den selbsternannten Prinzen. Seine Stimme war nie schöner, die Begleitung nie behaglicher. Ein lauschiger Platz zwischen Libido und Lethe. „Well you know I have a love for everyone I know/And you know I have a drive to live I won’t let go“. Johnny Cash wartetet nur auf solche Zeilen.

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