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Highlight: Xavier Naidoo im „Musikexpress“: „Ich bin Rassist, aber …“

TV-Kritik: „Unser Song“ – Pompös-umständliche Namen und ganz viel Positivität

Matthias Schweighöfer leicht bedröppelt
Matthias Schweighöfer leicht bedröppelt

Lena Meyer-Landruts Silberglitzerkleid ist berückend

Und dann singen Nicole, Conchita und Ruslana, allesamt GewinnerInnnen des Song Contest, zunächst nacheinander, dann gemeinsam „Satellite“, Lenas Siegeslied von Dings. Nicole sieht besser als aus 1982, Kunststück, Ruslana gesamtlederner noch als 2004, und am besten sieht Conchita aus, die in einem legeren Tataren-Mix aus Schlafanzug und Karatekostüm mit blanker Brust, wallendem Haar und verwegenem Vollbart auftritt und das Lied barmend fistelt, während Nicole es artig schlagert und Ruslana es zerschlägt.

Peter Urbans Stimme kommentiert einige Kandidaten aus anderen Ländern mit der patentierten eigentümlichen Unentschlossenheit aus Gratis-Ironie („Die Ähnlichkeit mit Adele ist bestimmt Zufall“), Expertise („Außenseiterchancen“) und Nichts („… bleibt abzuwarten“).

Ob Levinas rüstige Rührnummer beim friedlichen Miteinander der Nationen ankommt, sag ich mal, bleibt abzuwarten.

Sascha Steinbach Getty Images


Xavier Naidoo im „Musikexpress“: „Ich bin Rassist, aber …“

ROLLING-STONE-Fundstück 20. November 2015 Populistische Auftritte bei Montagsdemos sowie der Glaube, dass Deutschland noch immer ein "besetztes Land" sei: Xavier Naidoo, einer der erfolgreichsten deutschen Sänger, redete sich mit seinen Aussagen längst um Kopf und Kragen. Hinweise auf die Gesinnung des Schmusesängers gibt es schon länger. In einem Musikexpress-Interview von 1999 gab er zu Protokoll: „Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe. Ich bin nicht mehr Rassist als jeder Japaner auch“. Was er mit diesen kruden Sätzen gemeint hat, erklärt er nicht. Gleichzeitig bringt Naidoo ins Spiel, wie wichtig ihm Gott und seine Heimatstadt Mannheim sind. Auszüge: Naidoo:…
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